Gnocchi selber machen (Gnocchi-Pfanne mit Thunfisch und Spinat)

Wie bereits letzte Woche versprochen, habe ich heute noch einmal ein Rezept mit Spinat für euch. Und zwar gibt es heute leckere selbstgemachte Gnocchi – dazu kommen Spinat und Thunfisch. So entsteht ein leckeres Gericht, das ich quasi täglich essen könnte!

Etwas erstaunt war ich, dass ich auf dem Blog tatsächlich noch nie mein Rezept für Gnocchi gezeigt habe – dabei gibt es die bei uns immer wieder. Vor allem im Herbst mögen wir die leckeren kleinen Kartoffelknödel mit selbst gesammelten Pilzen und Parmesan. Ganz einfach und doch so gut! Da die Pilz-Zeit leider noch nicht angebrochen ist, habe ich eine andere Variante gesucht. In einer Zeitschrift hatte ich dann die Kombination aus Spinat und Thunfisch gesehen und fand es sehr interessant. Also direkt mal ausprobiert 😉 Und was soll ich sagen: Volltreffer! Spinat und Thunfisch ist nicht unbedingt eine naheliegende Kombination, aber dennoch extrem gut.

Natürlich könnt ihr auch ein Fertigprodukt bei den Gnocchi nutzen, wenn es mal schnell gehen muss – denn die Pfanne an sich ist in 10 Minuten zubereitet. Allerdings bevorzuge ich es Gnocchi selber zu machen – meist machen wir direkt eine größere Portion auf einmal und frieren sie portionsweise ein. Das funktioniert hervorragend. Zum Servieren lasst ihr die gefrorenen Kartoffelklößchen noch einmal ca. 1-2 Minuten im heißen Wasser auftauen und in einem Sieb abtropfen, bevor ihr sie ganz normal weiterverwenden könnt. Zum Beispiel zu dieser leckeren Pfanne – oder einfach mit Butter und Salbei genießen!

Habt ihr noch mehr leckere Ideen für Rezepte mit Gnocchi? Immer her damit!

Grundrezept: Gnocchi selber machen (4 Portionen)

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • ca. 200 – 250 g Mehl (Type 550 oder Pizzamehl)
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Kartoffelpresse oder Kartoffelstampfer
  1. Zunächst kochst du die Kartoffeln in Salzwasser weich, lässt diese ganz leicht abkühlen. Sobald sie kühl genug sind, um angefasst zu werden, schälst du diese und drückst sie sofort durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel. Ersatzweise kannst du auch den Kartoffelstampfer verwenden – dann aber bitte ganz fein zerkleinern!
  2. Gib nun das Mehl, die Eier, ca. 1 EL Salz, 1 TL Pfeffer und eine große Prise Muskat zu den Kartoffeln und verknete alles zu einem glatten Teig. Der Teig für die selbstgemachten Gnocchi sollte klebrig, aber nicht zu flüssig sein. Deshalb gib noch etwas Mehl dazu, wenn er dir zu flüssig erscheint. Würze den Gnocchi-Teig evtl noch nach, sollte er dir zu mild erscheinen.
  3. Nun formst du den Teig zu etwa fingerdicken Rollen. Von diesen schneidest du je 2 cm breite Stücke ab. Nun kannst du die Gnocchi nach Belieben noch rund formen und mit der Gabel prägen oder so eckig lassen.
  4. Erhitze als nächstes ca. 1 Liter Salzwasser und gib einige der Gnocchi hinein. Darin lässt du die Gnocchi garen, bis sie oben schwimmen (etwa 2 Minuten). Nimm die Gnocchi anschließend heraus und brate sie knusprig (siehe unten) oder friere sie gleich ein.
  5. Zum einfrieren: Am besten du legst die Gnocchi einzeln auf ein Brett und lässt sie darauf gefrieren. Sobald sie fest sind, kannst du sie zusammen in einen Gefrierbeutel packen.

Gnocchipfanne mit Spinat und Thunfisch (4 Portionen)

  • 1 Grundrezept Gnocchi
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 200 g Blattspinat
  • 2 EL Weißwein oder Brühe
  • 50 g Parmesan
  • 1 EL Butter
  1. Als ersten hackst du die rote Zwiebel in Würfel und putzt / wäscht den Spinat (große Blätter in Streifen schneiden). Den Parmesan verarbeitest du zu Spänen und den Thunfisch lässt du abtropfen.
  2. Nun erhitzt du die Butter in einer Pfanne und brätst darin die Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Als nächstes kommen die Gnocchi dazu (eventuell noch zusätzlich Butter in die Pfanne geben). Diese brätst du, bis sie goldbraun sind.
  3. Nun gibst du den Spinat sowie den Weißwein hinzu und lässt den Spinat zusammenfallen (ca. 2 – 3 Minuten). Hebe den Thunfisch unter und schmecke alles mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat ab.
  4. Serviere die Gnocchipfanne mit Spinat und Thunfisch direkt in der Pfanne oder auf Tellern und streue kurz vor dem Servieren die Parmesanspäne darüber.

Vegetarische Resteverwertung (Ofen Süßkartoffel mit Spinat und Feta)

So lange gab es hier schon keine herzhaften Gerichte mehr! Wie ihr vielleicht gemerkt habt, gibt es in letzter Zeit hier eher weniger süße und herzhafte Versuchungen, sondern eher „gesunde“ Küche und allenfalls süße Kleinigkeiten. Das hat zum einen etwas damit zu tun, dass wir uns bei der Hitze sowieso lieber leicht ernähren. Zum anderen reduziere ich aufgrund einer chronischen Entzündung Zucker, Fleisch und Weißmehl derzeit stark. (Kleine Nebenbemerkung: Ich halte eigentlich wenig von solch starken Restriktionen, aber es hilft tatsächlich.) Aber kein Problem – denn vegetarische Leckereien sind mindestens so gut wie Kreationen mit Fleisch! Das beweise ich euch heute zum Beispiel mit diesen vegetarischen Ofen Süßkartoffeln 🙂

Ursprünglich habe ich das Rezept für „Kumpir“ (so heißen die Süßkartoffeln aus dem Ofen im nahen Osten) in der aktuellen „Meine Familie und ich“ entdeckt. Dort wird die Ofenkartoffel allerdings mit Hähnchen gefüllt. Aber das sollte doch auch vegetarisch möglich sein, dachte ich mir? Also, ein kurzer Blick in den Kühlschrank: Ah, der Feta muss weg! Klarer Fall – zu Feta passt Spinat wunderbar. Wie gut, dass da noch welcher eingefroren ist. Und da ich auch noch ein paar Kichererbsen übrig hatte, habe ich die ebenfalls in die Füllung gepackt und alles leicht orientalisch abgeschmeckt. Was soll ich sagen: Klarer Fall von Resteverwertung der leckeren Sorte!

Das Tolle an diesem vegetarischen Abendessen ist, dass die Süßkartoffeln oben ganz leicht kross werden durch das Überbacken – innen aber butterzart wie Kartoffelpüree sind. Extrem lecker und genau mein Fall! Sogar Herr BackIna, der eigentlich lieber eine Füllung mit Fleisch gehabt hätte, war ganz begeistert. So kann man auch „eingefleischte“ Fleischesser vom vegetarischen Leben überzeugen 🙂

PS: Habt ihr jetzt Lust auf Spinat bekommen? Nächste Woche habe ich ein weiteres vegetarisches Rezept mit Spinat für euch 🙂

Vegetarische Ofen Süßkartoffel mit Spinat, Feta und Kichererbsen (2 Personen)

  • 1 große Süßkartoffel (ca. 500 g)
  • 250 g Spinat
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 g Feta
  • 100 g Kichererbsen
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Zimt
  • 1 TL Ras el Hanout
  • 1 TL Zitronensaft
  • 2 EL + 1 EL Olivenöl
  • optional: Kräuterquark als Beilage (Magerquark, etwas Milch und frische Kräuter aus dem Garten)
  1. Als erstes heizt du den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vor. Wasche derweil die Süßkartoffel und halbiere sie der Länge nach. Nun stichst du die beiden Hälften rundum mit einer Gabel ein, sodass die Schale von kleinen Löchern überzogen ist.
  2. Setze die beiden Süßkartoffelhälften auf ein großes Stück Alufolie und verteile das Ras el Hanout Gewürz, etwas Salz und Pfeffer sowie den Zitronensaft auf den Süßkartoffelhälften. Nun gibst du einen Esslöffel Olivenöl über die Süßkartoffeln und verschließt das Päckchen gut.
  3. Lasse die Süßkartoffelhälften in etwa 45 – 60 Minuten im Ofen backen, bis sie ganz weich sind. Wie schnell der Garprozess geht, hängt von der Größe deiner Kartoffeln ab, also kontrolliere lieber einmal mehr und/oder bringe etwas Geduld mit. Bei mir haben die Süßkartoffeln auch schon mal 75 Minuten gebraucht.
  4. Während die Süßkartoffeln im Ofen sind, kannst du die Spinat-Füllung vorbereiten. Hacke dafür die Zwiebel klein, lasse die Kichererbsen abtropfen und schneide den Feta in Würfel.
  5. Als erstes brätst du die Zwiebeln in 1 EL Olivenöl glasig. Dann gibst du den Spinat dazu und lässt diesen zusammenfallen. Hebe die Kichererbsen unter, sobald der Spinat durch ist. Schmecke die Spinatfüllung mit Salz, Pfeffer, etwas Muskat und einer Prise Zimt ab.
  6. Sobald die Kartoffeln gar sind, nimmst du sie heraus, lässt den Ofen aber an – den brauchen wir gleich noch. Packe die Kartoffeln aus, lockere das Fruchtfleisch innen etwas auf, damit sich das Gewürz verteilt und würze ggf. noch etwas nach. Nun verteilst du die Spinatfüllung auf den Kartoffelhälften und bröckelst den Feta darüber.
  7. Lasse die gefüllten Süßkartoffeln im Ofen noch etwa 5 bis 10 Minuten überbacken, bis der Feta weich ist.
  8. Nun kannst du ein leckeres vegetarisches Gericht mit Süßkartoffeln servieren! Wenn du magst, reiche noch Kräuterquark dazu.

Dreierlei Schweinerei (Gestreiftes Mousse au Chocolat im Glas)

Der Juni war bei uns Geburtstagmonat. Nach meinem eigenen Geburtstag stand vor einigen Wochen auch der Geburtstag von Herrn BackInas Mama ins Haus. Nach der Motivtorte im letzten Jahr habe ich dieses Jahr „nur“ ein Dessert beigesteuert… Allerdings war das mindestens genauso kalorienreich wie die Torte 😉 Es gab nämlich ein Mousse au Chocolat im Glas – das heißt nicht nur ein „normales“, sondern ein Ombre Mousse au Chocolat, also ein gestreiftes Dessert im Glas aus mehreren Mousse au Chocolat Sorten. Man soll sich ja eigentlich nicht selbst loben, aber die Gäste haben es bestätigt: Eine leckere Sünde!

Klassisches Mousse au Chocolat verlangt nach Ei – allerdings habe ich euch ja schon von meiner Aversion gegen rohe Eier im Dessert erzählt – vor allem bei diesem sommerlichen Wetter, wenn der Nachtisch eine Zeit draußen stehen soll. Das ist der eine Grund, warum mein Mousse au Chocolat ohne Ei, dafür aber mit Gelatine gemacht wird. Der andere Grund ist ein ganz simpler: Wir mussten das gestreifte Mousse au Chocolat eine halbe Stunde im warmen Auto transportieren – und da hatte ich ohne Gelatine etwas Bedenken, dass mir der Nachtisch zusammensackt. So hat das Triple Mousse au Chocolat im Glas die Fahrt super überstanden. Nur die Deko solltet ihr erst in letzter Minute anbringen, damit diese nicht schmilzt. Ich spreche aus Erfahrung 😉

Kleiner Tipp: Wenn ihr wollt, könnt ihr die drei Mousse au Chocolat Sorten (weiße Mousse au Chocolat, Nougat Mousse und klassische Mousse au Chocolat) auch solo servieren. Dann macht jeweils etwas mehr von jeder Sorte – ich finde jede Sorte für sich einfach nur lecker! Eine etwas abgewandelte Version vom Nougat-Mousse habt ihr übrigens schon in meinem Weihnachtsmenü serviert bekommen. Dieses Grundrezept lässt sich so easy abwandeln, dass ich immer wieder begeistert bin!

Und wenn ihr euere Ombre-Mousse au Chocolat etwas „knuspriger“ haben möchtet, wie wäre es mit zerkrümelten Oreos oder anderen Keksen als Topping? Auch Kirschen oder Himbeeren kann ich mir super dazu vorstellen… Welche Sorte des Mousse au Chocolat mögt ihr am liebsten?

Dreierlei gestreiftes Mousse au Chocolat im Glas (ohne Ei; 6 Portionen)

Für die weiße Mousse au Chocolat

  • 50 g weiße Schokolade
  • 1,5 Blatt Gelatine
  • 125 ml Milch
  • 150 g Sahne
  • etwas Tonkabohne
  • 1 TL Vanilleextrakt

Für die Nougat Mousse au Chocolat

  • 50 g Nougatschokolade
  • 1,5 Blatt Gelatine
  • 125 ml Milch
  • 100 g Sahne

Für die dunkle Mousse au Chocolat

  • 50 g dunkle Schokolade
  • 1,5 Blatt Gelatine
  • 125 ml Milch
  • 1 EL Vanillezucker
  • 100 g Sahne

Zur Deko

  • ca. 50 g weiße Schokolade
  1. Bereite zuerst die weiße Mousse au Chocolat vor: Dazu weichst du die Gelatine in kaltem Wasser ein, bis sie weich ist. Nun erhitzt du die Milch und löst darin die weiße Schokolade, das Vanilleextrakt sowie die Tonkabohne auf. Wenn eine glatte Masse entstanden ist, drückst du die Gelatine aus und löst diese ebenfalls darin auf. Gut rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Wenn du magst, kannst du die Masse auch pürieren, damit alles ganz glatt ist.
  2. Lasse die Mischung nun im Kühlschrank so lange abkühlen, bis sie zu gelieren beginnt. Sobald das der Fall ist, schlägst du die Sahne halbfest und hebst sie unter die Mischung. Verteile das Mousse nun auf 6 Dessertschälchen oder Gläser, sodass diese je zu einem Drittel voll sind. Lasse diese ca eine halbe Stunde im Kühlschrank stehen, bis die Oberfläche fest ist.
  3. Denselben Vorgang wiederholst du nun mit der Nougat-Mousse: Gelatine einweichen. Milch aufkochen, darin die Nougatschokolade auflösen. Sobald alles glatt ist, die Gelatine ausdrücken und ebenfalls darin auflösen. Nun lässt du diese Mischung ebenfalls im Kühlschrank abkühlen, bis sie zu gelieren beginnt. Dann schlägst du die Sahne halbsteif und hebst sie unter die Nougat-Masse.
  4. Verteile nun die Nougat-Mousse auf der weißen Mousse. Nun sollten je 2/3 des Dessertglases gefüllt sein. Lasse diese Schicht ebenfalls ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden.
  5. Als letztes bereitest du die dunkle Mousse au Chocolat auf dieselbe Weise zu:elatine einweichen. Milch aufkochen, darin die dunkle Schokolade und den Vanillezucker auflösen. Sobald alles glatt ist, die Gelatine ausdrücken und ebenfalls darin auflösen. Nun lässt du diese Mischung ebenfalls im Kühlschrank abkühlen, bis sie zu gelieren beginnt. Dann schlägst du die Sahne halbsteif und hebst sie unter die Schoko-Masse.
  6. Verteile die letzte Schicht auf die Gläser und stelle alles über Nacht in den Kühlschrank.
  7. Bereite zuletzt das Schoko-Gitter zu, indem du die weiße Schokolade schmilzt und auf ein Backpapier tropfen lässt, sodass sich Gitter bilden. Lasse diese ebenfalls über Nacht im Kühlschrank fest werden, breche das Gitter am nächsten Tag in Stücke und stecke jeweils ein Stück als Dekoration ins Mousse.
  8. Nun genieße die gestreifte Mousse au Chocolat im Glas!

 

Ein neuer Liebling (Schoko Bananenbrot ohne Zucker und Fett, vegan)

Seit diesem Bananenbrot sind wir im Hause BackIna ganz angefixt darauf, dass endlich die Bananen wieder braun sind. Denn die zucker- und fettfreie Leckerei kann man sich ohne schlechtes Gewissen einmal gönnen und es lässt sich super einfrieren. Wenn es also morgens mal hektisch zugeht, tauen wir einfach ein paar Scheiben von dem Bananenbrot auf und fertig ist ein leckeres Frühstück ohne schlechtes Gewissen.

Da lag es nahe ein wenig mit dem Rezept zu spielen und eine Schoko Bananenbrot Variante zu kreieren… Denn Schokolade lieben wir doch alle, oder? Und tatsächlich geht die Anpassung des Bananenbrots auf die Schoko-Variante super einfach! Ein Teil des Mehls wird durch Kakao ersetzt und im Wesentlichen ist das Schoko Bananenbrot damit schon fertig. Damit sich das Rezept leichter vegan umsetzen lässt, habe ich diesmal den Joghurt weggelassen. Stattdessen kommt etwas mehr Banane und für die Säure, die sonst der Joghurt liefert, ein Esslöffel Essig in den Teig. Wenn ihr nun Soja- oder Mandelmilch nehmt, habt ihr ein hervorragendes veganes Schoko Bananenbrot.

Das Schöne an diesem Rezept: Du kannst noch an anderen Stellen nach deinem Geschmack und dem Inhalt deines Kühlschranks variieren. Statt Ahornsirup geht natürlich auch Agavendicksaft. Statt Dinkelmehl kannst du für ein glutenfreies Schoko Bananenbrot auch glutenfreies Mehl nehmen. Ebenfalls interessant ist es einen Teil des Dinkelmehls durch fein gemahlene Haferflocken oder Nüsse zu ersetzen, dann schmeckt das Bananenbrot ganz leicht nussig und etwas saftiger.

Probiere doch auch du dieses zucker- und fettfreie, optional vegane Schoko Bananenbrot aus – ich liebe es als schnellen Snack oder zum Frühstück 🙂

Schoko Bananenbrot ohne Zucker und Fett (optional vegan)

  • 450 g überreife Banane
  • 220 g Dinkelmehl
  • 60 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • je 1 gestrichener TL Natron und Backpulver
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Vanille-Extrakt
  • 6 EL Milch
  • 100 ml Ahornsirup oder Honig
  • 2 EL Birkenzucker, 1 Prise Stevia oder etwas mehr Honig
  • c. 50 g Schokolade in Stückchen (optional)
  1. Püriere die Banane, den Essig, das Vanille-Extrakt, die Milch, den Honig und den Birkenzucker mit einer Prise Salz fein. Mische nun das Mehl mit dem Kakao, dem Backpulver und dem Natron.
  2. Als nächstes mischt du die feuchten und trockenen Zutaten, bis gerade so ein glatter Teig entsteht. Diesen gibst du in eine Kastenform und streust optional noch Schoko-Stückchen oben auf den Teig.
  3. Backe das Schoko Bananenbrot nun für ca. 35 bis 40 Minuten bei 175° Ober-Unterhitze, bis an einem Holzstäbchen keine Teigreste mehr kleben.
  4. Lasse das Bananenbrot abkühlen und genieße es pur oder z.B. mit diesem veganen Nutella. Einfach lecker!

Oldie but Goldie (Kalter Hund)

Entschuldigt die lange Abwesenheit – manchmal ist das Leben 1.0 stressiger als gedacht. Leider kann ich euch nicht versprechen, dass ich in nächster Zeit immer zwei Beiträge pro Woche schaffe. Aber ich habe schon einige Leckereien für euch vorbereitet 😉 Unter anderem war letzte Woche mein Geburtstag, den ich seit langem mal wieder mit einer Party gefeiert habe. Partys stehen bei uns am liebsten unter einem Motto, deshalb haben wir diesmal „Glam Rock“ als Thema für Musik, Essen und Kleidung gewählt. Ich liebe Vintage-Kleidung und die Musik aus den 60ern bis 80ern, deshalb passte das ganz hervorragend.

Doch was gab es in der „guten alten Zeit“ auf dem Buffet zu essen? Tatsächlich wollten wir euch das gesamte Retro-Buffet fotografieren, aber in den Vorbereitungen ging es leider vollkommen unter. Deshalb konnten wir am nächsten Tag nur noch die Reste des Kalten Hund fotografieren, sorry 😉 Dieser ist jedoch meiner Meinung nach eines der Highlights am Retro-Buffet. Sicher kennen den Kalten Hund noch viele von euerer Oma als besondere Delikatesse. Sehr süß, sehr schokoladig, sehr schwer – dieser „Kuchen“ bzw. eigentlich mehr ein Dessert ist echt ein Superlativ. Denn im Grunde besteht er nur aus Schokolade, Fett und Keksen. Und wie wir alle wissen, sind das alles extrem leckere Geschmacksträger! Der Kontrast zwischen cremiger Schoko-Schicht und knackigen Keksen sorgt für viel Spaß beim Reinbeißen. Ich liebe Kalter Hund!

Deshalb lag es nahe dieses Retro-Gebäck auch auf der Retro-Party zu servieren. Die klassische Variante des Kalten Hund wird mit Ei gemacht – allerdings hatte ich bei den Temperaturen etwas Bedenken und habe das Ei durch Sahne ersetzt. Das schmeckt ebenso gut, kann ich euch versichern. Die Schoko-Masse wird nur am Ende etwas härter und noch gehaltvoller. Aber bei der Menge an Kalorien ist das ohnehin schon egal 😉 Für euch habe ich mal beide Varianten vom Kalten Hund aufgeschrieben. So könnt ihr wählen, welche ihr probieren wollt.

Seid ihr bereit für eine geschmackliche Zeitreise? Dann kommt hier mein liebstes Retro-Rezept: Kalter Hund nach Omas Art!

Kalter Hund nach Omas Art (Variante ohne Ei und mit Ei)

  • 2 Eier (alternativ 100 g Sahne)
  • 50 g Kakaopulver
  • 50g Puderzucker
  • 450 g dunkle Schokolade
  • 250 g Palmin
  • 2 EL Orangenlikör (optional)
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • ca. 200 g Butterkekse
  • je ca. 50 g weiße und dunkle Schokolade zur Dekoration
  1. Hacke die Schokolade in grobe Stücke und schmelze diese mit dem Palmin über dem Wasserbad, bis eine flüssige Masse entsteht.
  2. Wenn du KEINE Eier verwendest, erhitzt du die Sahne mit in dieser Mischung und rührst nun Puderzucker, Orangenlikör, Vanilleextrakt und Kakaopulver unter.
  3. Wenn du Eier verwendest, rührst du diese mit dem Kakao, dem Puderzucker, der Vanille und dem Likör ca. 5 Minuten dickcremig. Hebe vorsichtig die leicht abgekühlte Schoko-Palmin-Mischung (KEINE SAHNE) unter.
  4. Nun geht es für den kalten Hund mit und ohne Ei wieder genau gleich weiter. Du legst eine Kastenkuchen-Form mit Frischhaltefolie aus. Ganz unten gibst du nun eine dünne Schicht der Schoko-Masse hinein, darauf verteilst du eine Lage der Kekse. Wiederhole diesen Schritt, bis die Schoko-Masse und die Kekse aufgebraucht sind.
  5. Nun muss der kalte Hund mindestens 6 Stunden kalt stehen (am besten über Nacht). Nimm ihn kurz vor dem Servieren aus der Form, ziehe die Folie ab und dekoriere ihn mit geschmolzener Schokolade in Streifen.
  6. Schmeckt wie bei Oma!

Mit einem Haps… (Rugelach: Mini Nougat Hörnchen)

Kennt ihr noch den Werbespruch, der auf „… mit einem Haps sind die im Mund!“ endete? Nun, das trifft auch auf das heutige Gebäck zu. Denn es gibt leckere Mini Nougat Hörnchen, die als Kleinigkeit zum Kaffee perfekt sind. So lecker zart und blätterig, dazu eine cremige Nougatfüllung und feste Schoko-Stückchen. Ich könnte mich da reinlegen!

Wie wird der Teig zu blätterig, ohne ein Blätterteig zu sein? Die Antwort ist ganz einfach: Außer Butter, Frischkäse und Mehl kommt nichts an den Teig! Die Butter und der Frischkäse machen den Teig so blättrig und gleichzeitig sehr zart. Im Original heißen diese Mini Nougat Hörnchen übrigens Rugelach und sind eine jüdisch-amerikanische Spezialität. Das Teig-Rezept habe ich aus dem Buch „New York – die Kultrezepte“, wie schon die Black and White Cookies. Und auch dieses Rezept hat mich absolut begeistert – volle Kaufempfehlung für das Buch 🙂

Gefüllt habe ich die Rugelach mit Nougat und mit etwas Kaffee-Zucker bestreut. So werden die Nougat Hörnchen nicht ganz so süß. Denn im Teig ist wie gesagt kein Zucker – den Zucker, den ihr oben drauf streut, könnt ihr nach Geschmack dosieren. Achtet bitte darauf, dass ihr gutes Nougat mit einem hohen Nussanteil verwendet, dann schmeckt es noch besser. So, und jetzt ab an den Backofen und die Hörnchen backen! Mit einem Haps sind die im Mund – und es wird nicht bei einem Haps bleiben, versprochen! 😉

Schoko Rugelach (Mini Nougat Hörnchen) – ca 20 Stück

Für den Teig:

  • 120 g Butter (weich)
  • 130 g Frischkäse
  • 190 g Mehl (Type 550)
  • eine Prise Salz

Für die Füllung:

  • ca. 100 g Nougat oder Nutella
  • ca. 50 g Schokostreusel oder Krokant
  • 2 EL feiner brauner Zucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver
  1. Am Abend bevor du die Mini Nougat Hörnchen bäckst, bereitest du zunächst den Teig vor. Dazu verknetest du die angegebenen Zutaten zu einem glatten, leicht klebrigen Teig. Wickle diesen nun in Frischhaltefolie und stelle ihn über Nacht kalt.
  2. Vermische nun den braunen Zucker (ersatzweise weißen Zucker, nur fein muss er sein) mit dem Zimt und dem Kaffeepulver. Damit werden die Rugelach später bestreut. Schmelze das Nougat, sodass es streichfähig wird und stelle dir die Streusel bereit.
  3. Als nächstes teilst du den Teig auf mindestens 2 Portionen und rollst jede dieser zu einem Kreis aus (Durchmesser ca. 20 cm). Schneide daraus je ca. 10 „Kuchenstücke“ oder Dreiecke (grober Richtwert: etwa 10 cm lang, ca 4 cm breit an der breitesten Stelle). Bestreiche diese an der Oberseite mit Nougat und streue die Schokostreusel darauf.
  4. Nun rollst du die „Kuchenstücke“ mit der Füllung nach innen von der breiten Seite her auf, sodass Mini Nougat Hörnchen entstehen. Diese bestreust du mit der Zucker-Mischung.
  5. Setze die Hörnchen auf ein Backblech und backe diese bei 175°C (Ober-Unterhitze) für etwa 12 – 15 Minuten hellbraun aus.
  6. Noch lauwarm schmecken die Rugelach am besten!

Fränkisches Gebäck mit vielen Namen: Derra Kiechla, Harische, Gschnittna Hosn…

Schon lange habe ich euch kein traditionelles fränkisches Gebäck mehr gezeigt – zuletzt gab es die Butterplätzchen meiner Oma. Das muss sich ändern! Deshalb habe ich heute ein besonderes Gebäck aus meiner Heimat für euch, bei dem das Rezept ebenfalls von meiner Oma stammt. Die Rede ist von „Derra Kiechla“ (oder schreibt man es doch „Derra Kiegla“? Ich weiß es nicht)… Regional ist dieses Gebäck wahlweise auch unter Harische, Geschnittna Hosn oder Storchennester bekannt. Kennt ihr noch mehr Namen dafür?

Was hat es nun mit diesem fränkischen Gebäck auf sich? Meist werden die „Derra Kiechla“ zu Festtagen serviert. Nicht unbedingt zur Konfirmation, Kommunion oder Hochzeit – nein, da gibt es eher „Kniekiechla“, also weiche Hefeteig-Küchla (die mit dem Loch in der Mitte). Zu Beerdigungen, Taufen und Geburtstagen serviert man bei uns dagegen eher die derren Kiechla. „Derr“ steht dafür für „trocken“ – denn genau das ist dieses fränkische Schmalzgebäck. Der Teig ist eine Art Mürbteig, deshalb ist dieses Gebäck eher „sandig“ und schmeckt nicht sehr süß, sondern eher buttrig und leicht vanillig. Wer mag, kann auch noch etwas Zitronenschale für mehr Frische dazugeben.

Tatsächlich gibt es fast ebenso viele Rezepte für das fränkische Gebäck wie es Haushalte gibt… Alleine meine Mutter besitzt mittlerweile 5 verschiedene Rezepte. Manche machen die „Derra Kiechla“ mit Quark im Teig, andere geben deutlich mehr Butter hinein. Unser „Hausrezept“ von meiner Oma ist eher inspiriert aus Notzeiten, denn hier wird recht wenig Butter, dafür viel Mehl benutzt. Etwas Sahne sorgt dafür, dass das Gebäck nicht extrem trocken, sondern angenehm sandig wird. Probiert es einfach aus. Ich kann euch versprechen, dass es ein Genuss ist – egal, ob ihr das fränkische Gebäck jetzt „Derra Kiegla“, „Harische“ oder „Gschnittna Hosn“ nennt… Oder ihm vielleicht einen ganz eigenen Namen gebt 😉

Kennt ihr auch solche traditionellen Rezepte aus euerer Region?

Fränkisches Gebäck zu Festtagen: Derra Kiechla

  • 4 Eier
  • 125 g Butter (kalt in Stückchen)
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 100 g Sahne
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 750 g Mehl
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • ca. 2 kg Butterschmalz oder Kokosfett zum Frittieren (richtet sich nach Größe der Fritteuse)
  1. Vermische die angegeben Zutaten (bis auf Puderzucker und Butterschmalz) und knete so lange, bis ein fester, glatter Teig entsteht. Stelle diesen ca. 30 Minuten kühl.
  2. Teile den Teig in ca. 5 – 6 Portionen aus und rolle jede Portion etwa fingerdick aus. Radle diesen in ca. 4 – 5 cm große Trapeze oder Dreiecke. In diese radelst du wiederum in der Mitte 1 oder 2 Öffnungen.
  3. Erhitze nun das Butterschmalz in deiner Fritteuse und backe die „Derra Kiechla“ darin aus. Pro Seite brauchen sie in etwa 4 – 5 Minuten. Das kann allerdings je nach Fritteuse etwas varriieren – behalte die „Derra Kiechla“ also lieber im Auge und backe erst einmal ein paar Test-Stücke. Fertig sind sie, wenn sie außen goldbraun sind und innen trocken.
  4. Zum Schluss kannst du dein fränkisches Gebäck noch mit Puderzucker bestäuben und sofort genießen! Alternativ kannst du sie einfrieren und erst nach dem Auftauen zuckern.

Greek meets French (Ultradünne Flammkuchen mit Feta)

Mögt ihr lieber Pizza oder Flammkuchen? Auch wenn eine schöne Pizza sehr lecker sein kann, bin ich eher der Fan von knusperdünnem Flammkuchen. Ein super knuspriger Teig und dann ein cremiger Belag – das ist einfach die perfekte Kombi! Jedoch habe ich bis vor Kurzem das Problem gehabt, dass mein Teig niemals so dünn wie im Restaurant werden wollte… Und dann schmeckt er einfach nicht so lecker. Nun habe ich aber herausgefunden, wie man den Teig auch zu Hause ganz knusprig und dünn bekommt! Und dieses „Geheimnis“ will ich euch heute verraten 😉

Mit der normalen Teigrolle bin ich meist gescheitert – jetzt bin ich aber auf ein anderes Werkzeug zum Teig ausrollen gekommen. Und zwar meinen Fondant-Ausrollstab. Damit könnt ihr einen größeren Druck auf den Teig ausüben und dieser wird wunderbar dünn. Allerdings ist wichtig, dass ihr Geduld mit dem Flammkuchen-Teig habt: Es dauert mindestens 5 Minuten, bis der Teig so dünn ist, dass er sich herrlich knusprig bäckt! Also nicht verzweifeln, wenn er sich zu Anfang wehrt und sich immer wieder zusammenzieht.

Was außerdem wichtig für einen guten Flammkuchen zu Hause wichtig ist: Ein Pizzastein. Nur mit diesem Stein wird der Ofen heiß genug und ihr könnt eueren Flammkuchen wirklich knusprig backen! Durch den Stein wird die Unterhitze verstärkt und der Teig wird von unten rösch, der Belag bleibt dagegen saftig. Also genau so, wie es sein soll 😉

Auf meinen Flammkuchen habe ich diesmal einen griechisch inspirierten Belag gepackt: Leckerer Feta, fruchtige Tomaten, würziger Rosmarin und ein paar Oliven lassen bei mir sofort Sommergefühle aufkommen. Bei euch auch? Natürlich könnt ihr die knusprigen Fladen auch ganz klassisch mit Speck und Zwiebeln belegen. Oder mit Thunfisch und Paprika. Mit Lauch und Käse… Oder oder oder… Was ist euer Lieblings-Belag?

Ultradünne Flammkuchen griechischer Art (2 Große)

Für den Teig

  • 250 g Mehl (Pizzamehl Typo 00)
  • 100 ml kaltes Wasser
  • 3 El Öl
  • 1 Eigelb
  • 1/2 TL feines Salz

Für den Belag (pro Flammkuchen)

  • 1 Becher Schmand
  • 200 g Feta
  • 50 g schwarze Oliven
  • 150 g Kirschtomaten
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • Rosmarin, Salz, Pfeffer

Hinweis: Du brauchst auf jeden Fall einen Pizzastein!

  1. Verknete die Zutaten für den Teig miteinander und lasse diesen etwa eine halbe Stund bei Zimmertemperatur ruhen.
  2. Heize währenddessen den Ofen auf 250° C Ober-Unterhitze vor und wärme darin deinen Pizzastein nach Anleitung vor. Bei mir dauert das ca. 30 Minuten.
  3. Halbiere den Teig und friere die eine Hälfte entweder ein oder belege beide. Rolle den Teig mithilfe eines Fondant-Ausrollstabes ganz dünn aus. Meiner war am Ende ca. 30 x 40 cm groß.
  4. Streiche den Schmand auf den Teig und brösle den Feta in Flocken darüber. Nun verteilst du die Tomaten, die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln sowie die Oliven darauf. Würze den Griechischen Flammkuchen vor dem Backen noch mit etwas Pfeffer, Salz und einigen Rosmarin-Nadeln.
  5. Backe den Flammkuchen nun auf dem Pizzastein etwa 10 bis 12 Minuten. Nun sollte er super dünn und knusprig sein.

Exzellent! (Dunkle Schokoladentarte ohne Mehl)*

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Habe ich euch eigentlich schon mal erzählt, dass ich dunkle Schokolade liebe? Ich glaube nicht! Ganz ehrlich: Wenn ich ein Stück Schokolade pur nasche, dann ist mir richtig schön bittere, dunkle Schokolade am liebsten. Auch im Schoko-Pudding zum Beispiel mag ich es weniger süß. Für alle, die dunkle Schokolade ebenso gerne mögen wie ich, habe ich heute das perfekte Rezept dabei. Denn es gibt eine leckere Schokotarte ohne Mehl. Die ist nicht zu süß, sehr sehr saftig und eisgekühlt das perfekte Dessert!

Die Schokotarte ist entstanden, nachdem ich wieder einmal von Lindt ein schönes Schoko-Päckchen zugesendet bekommen habe. Diesmal war eine Auswahl der Excellence-Tafeln drin – von 50% bis 99% Kakaoanteil drin 🙂 Da freut man sich doch als Liebhaber dunkler Schokolade! Anlass für die Schokoladen-Kampagne ist ein neues Mitglieder der Excellence-Familie: Nämlich eine Tafel mit 78% Kakaoanteil. Die ist perfekt zum Essen, da sie trotz des hohen Kakaoanteils sehr mild und trotzdem aromatisch schmeckt… Aber ich wäre keine Backbloggerin, würde ich damit nicht backen 😉

Und so ist die 78%-Schokolade in diesen super leckeren Schokokuchen ohne Mehl gewandert. Wieso kein Mehl, fragt ihr euch? Ganz klar: Dadurch wird der Kuchen saftiger! Ihren Halt bekommt die Schokoladentarte durch schaumig geschlagenes Ei. Joghurt unterstützt die Saftigkeit noch und balanciert die Süße vom (für die Konsistenz notwendigen) Zucker aus. Insgesamt also der pure Schoko-Geschmack! Dieser kommt allerdings nur richtig zur Geltung, wenn ihr die Schokotarte eiskalt serviert. Also rechnet genügend Kühl-Zeit ein, bevor ihr die Tarte als Dessert auf den Tisch bringt.

Und natürlich könnt ihr mit dem Rezept etwas experimentieren: Je nachdem, wie hoch der Kakaoanteil euerer Schokolade ist, desto schokoladiger oder milder schmeckt die Schokoladentarte… Wenn ihr jetzt Hunger auf Schokolade bekommen habt, schaut doch auf meiner Facebook-Seite vorbei: Denn dort verlose ich derzeit zwei Lindt-Schokopakete! 

Dunkle Schokoladentarte ohne Mehl

  • 150 g Butter
  • 250 dunkle Schokolade (ca. 70 – 90 % Kakao)
  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 EL Rum (optional)
  • 4 Eier
  • je ca. 80 g weißen und braunen Zucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • Puderzucker
  1. Schmelze die Schokolade und die Butter in einem Topf und lasse diese leicht abkühlen. Rühre währenddessen die Eier und den Zucker mit einer Prise Salz sehr cremig, fast schon schnittfest. Nicht verzweifeln: Das kann 5 – 10 Minuten dauern.
  2. Nun rührst du den Joghurt, optional den Rum und das Vanillemark unter die Schoko-Butter-Mischung. Hebe nun vorsichtig die Schoko-Mischung unter die Eier-Mischung.
  3. Gieße den Teig in eine gebutterte und mit Kakao ausgestäubte Springform und backe diesen bei 175° (Ober-Unterhitze) für ca. 40 Minuten (Stäbchenprobe machen).
  4. Lasse den Kuchen gut auskühlen und stelle ihn mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank. Zum Servieren schneidest du ihn dann in Stücke und bestäubst ihn mit Puderzucker.
  5. Zur Schokotarte schmecken Sahne, Vanilleeis oder auch frische Früchte.

* Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Lindt entstanden, die mir freundlicherweise die Schokolade zur Verfügung gestellt haben. Dennoch spiegelt der Beitrag meine eigene Meinung wider und ist davon in keiner Weise beeinflusst.

#bayerngrillt: Steckerlfisch 2.0

Bayern grillt! Wie ihr ja wisst, lieben wir es zu grillen und deshalb freue ich mich besonders, dass wir bei der Aktion „Bayern grillt“ (organisiert von Amor & Kartoffelsack und Happy Plate) dabei sein dürfen 🙂 Mehr zu der Aktion lest ihr weiter unten im Text – denn ihr könnt ebenfalls mitmachen! Gleich nachdem ich von dem Grill-Event erfahren habe, war mir klar, was es geben sollte. Nämlich Steckerlfisch!

Warum? Erstens: Weil wir alle viel zu wenig Fisch essen – geschweige denn Grillen. Vielen erscheint Fisch nämlich immer noch schwer zuzubereiten – dabei stimmt das absolut nicht! Was ich euch mit diesem Rezept beweisen werde, denn die Beilagen sind tatsächlich aufwändiger als der Fisch 😉 Zweitens: Weil ich Steckerlfisch auf Kerwas und Straßenfesten liebe und er für mich ein typisch bayerisches Gericht ist. Bisher hatte ich mich aber selbst noch nicht ran getraut.

Allerdings muss ich sagen: Zu Hause ist das mit dem „Steckerl“ auch wirklich schwer zu realisieren. Deshalb haben wir der Einfachheit halber eine normale Fischzange gewählt – die Forellen werden nach wie vor herrlich knusprig und schmecken wie „echte“ Steckerlfische. Serviert wird der Steckerlfisch normalerweise mit einer Kräuter-Marinade. Und da habe ich in einer alten „Hör zu“-Zeitschrift meiner Mutter ein Rezept vom ehemaligen BR-Fernsehkoch Max Inzinger gefunden. Deshalb hier die Original 80er-Marinade – die schmeckt wirklich sehr lecker und besteht nur aus wenigen Zutaten! Für alle, die den Fisch etwas moderner mögen, habe ich noch eine scharfe Honig-Chili-Marinade, mit der der Fisch sehr würzig und saftig wird. Ihr dürft also entscheiden, welche Variante ihr probieren wollt.

Übrigens, falls ihr euch fragt, woher ich das Geschirr habe: Die schönen Teller und Beilagenschälchen stammen aus der „BBQ Passion“ Kollektion von Villeroy & Boch, einer der Sponsoren des „Bayern grillt“-Events. Wir wollten uns das Geschirr schon länger selbst zulegen und sind total begeistert davon 🙂

Schaut doch auch mal, was die anderen bayerischen Foodblogger so gegrillt haben, gestern gab es zum Beispiel Dessert bei Sommermadame und morgen geht es bei Omoxx weiter.

Übrigens: Ihr könnt auch bei der Aktion „Bayern grillt“ mitmachen! Grillt dazu einfach eines der Rezepte nach und ladet eueren Schnappschuss auf der Facebook-Seite von „Bayern grillt“ hoch. Es gibt tolle Preise für euch zu gewinnen! 

So, jetzt aber genug geredet – es gibt Steckerlfisch!

Steckerlfisch 2.0 – gegrillte Forelle mit Kräuter- und Chili-Marinade, Grill-Pommes und Paprika-Salat (4 Personen)

Für den Steckerlfisch

  • 4 kleine Forellen (am besten Lachsforelle oder Regenbogenforelle) oder Saiblinge
  • 4 EL + 1 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • 1 ganze Zitrone
  • je 1 Bund Rosmarin, Basilikum, Salbei und Petersilie
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Harissa-Paste
  • Salz, Pfeffer

Für die Grill-Pommes

  • 500 g kleine Kartoffeln (festkochend)
  • 1 EL Paprikapulver, 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für den Paprika-Fenchel Salat

  • 4 Paprika (rot oder gelb)
  • 1 mittelgroßer Fenchel
  • ca. 100 g Kerne-Mischung (z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne)
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 2 EL Zucker
  • ca. 100 g Parmesanspäne
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL rotes Pesto
  • Salz, Pfeffer

Vorbereitung von Salat und Kartoffeln

  1. Du kannst bereits mehrere Stunden vor Grill-Beginn die Zutaten für den Salat sowie die Marinade und die Pommes vorbereiten.
  2. Koche Salzwasser auf und gare die Kartoffeln darin, bis sie gerade so durch sind (lieber zu hart als zu weich!). Vermische 1 EL Olivenöl, Paprikapulver, Chilipulver, 1 EL Salz, 1 EL Pfeffer miteinander – das wird die Marinade für deine Grill-Pommes.
  3. Schneide während die Kartoffeln kochen die Paprika und den Fenchel in schmale Spalten und stelle sie beiseite. Das Gemüse wirst du später für den Salat grillen. Die Marinade für den Salat kannst du ebenfalls schon vorbereiten, indem du Olivenöl, rotes Pesto sowie etwas Salz und Pfeffer mischt.
  4. Nun sollten die Kartoffeln gerade so gar sein: Schneide diese mit Schale in schmale Spalten und wälze sie gleichmäßig in der Marinade. Stelle sie bis zum Grillen beiseite.
  5. Nun bereitest du den Crunch für den Salat zu: Dazu lässt du den Zucker in einer Pfanne karamellisieren und gibst dann die Kerne sowie die Fenchelsamen dazu. Lasse den Crunch abkühlen und breche ihn in kleine Stücke.

Vorbereitung des Steckerlfisch

  1. Wir marinieren den Steckerlfisch auf zweierlei Art. Für die klassische Kräuter-Marinade schneidest du die angegebenen Kräuter klein und mischt sie mit 4 EL Olivenöl, dem Saft einer Zitrone sowie Salz und Pfeffer. Für die scharfe Honig-Chili-Marinade mischt du einfach Honig und Harissa mit 2 EL Öl und evtl. etwas Salz.
  2. Wasche nun deine ausgenommenen Forellen gut ab und tupfe diese trocken. Verteile die gewünschte Marinade gut von innen und außen auf die Fische (entweder 2 klassische und 2 scharfe Fische oder du machst eben nur eine Sorte). Für die Kräuter-Variante gibst du noch feine Zitronen-Scheiben in den Bauch der Forellen. Lege die Forellen in eine Fischzange – so ist es leichter als mit einem Steckerl.

Grillen

  1. Heize deinen Grill an auf ca. 180° – 250°, wichtig: Achte darauf eine indirekte Grillzone zu haben (d.h. die heißen Kohlen legst du nur auf eine Seite des Grills).
  2. Nun grillst du zuerst die Zutaten für den Salat idealerweise in einer gusseisernen Pfanne oder einem Gemüsekorb, bis Paprika und Fenchel bissfest sind. Nimm das Gemüse herunter und mische es mit der Salat-Marinade. Lasse den Salat noch durchziehen, bis der Rest fertig ist.
  3. Als nächstes kommen die Pommes dran: Diese brätst du am besten ebenfalls in einer gusseisernen Pfanne auf dem Grill knusprig heraus. Lasse Sie dann in der indirekten Hitze in einem Gemüsekorb weiter ziehen. Würze sie ggf. noch mit Salz und Pfeffer nach.
  4. Zuletzt legst du die Forellen je nach Größe ca. 5 – 10 Minuten pro Seite in die indirekte Hitze und schließt den Deckel deines Grills.
  5. Jetzt kommt die Kür: Brate den Fisch kurz in der direkten Hitze an, bis die Haut schön braun und knusprig wird (ca. 1-2 Minuten).

Anrichten

  1. Serviere die Forellen mit etwas vom Salat, den du mit dem Kern-Crunch sowie Parmesan-Spänen bestreust, und den Pommes.

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