Fränkisches Gebäck mit vielen Namen: Derra Kiechla, Harische, Gschnittna Hosn…

Schon lange habe ich euch kein traditionelles fränkisches Gebäck mehr gezeigt – zuletzt gab es die Butterplätzchen meiner Oma. Das muss sich ändern! Deshalb habe ich heute ein besonderes Gebäck aus meiner Heimat für euch, bei dem das Rezept ebenfalls von meiner Oma stammt. Die Rede ist von „Derra Kiechla“ (oder schreibt man es doch „Derra Kiegla“? Ich weiß es nicht)… Regional ist dieses Gebäck wahlweise auch unter Harische, Geschnittna Hosn oder Storchennester bekannt. Kennt ihr noch mehr Namen dafür?

Was hat es nun mit diesem fränkischen Gebäck auf sich? Meist werden die „Derra Kiechla“ zu Festtagen serviert. Nicht unbedingt zur Konfirmation, Kommunion oder Hochzeit – nein, da gibt es eher „Kniekiechla“, also weiche Hefeteig-Küchla (die mit dem Loch in der Mitte). Zu Beerdigungen, Taufen und Geburtstagen serviert man bei uns dagegen eher die derren Kiechla. „Derr“ steht dafür für „trocken“ – denn genau das ist dieses fränkische Schmalzgebäck. Der Teig ist eine Art Mürbteig, deshalb ist dieses Gebäck eher „sandig“ und schmeckt nicht sehr süß, sondern eher buttrig und leicht vanillig. Wer mag, kann auch noch etwas Zitronenschale für mehr Frische dazugeben.

Tatsächlich gibt es fast ebenso viele Rezepte für das fränkische Gebäck wie es Haushalte gibt… Alleine meine Mutter besitzt mittlerweile 5 verschiedene Rezepte. Manche machen die „Derra Kiechla“ mit Quark im Teig, andere geben deutlich mehr Butter hinein. Unser „Hausrezept“ von meiner Oma ist eher inspiriert aus Notzeiten, denn hier wird recht wenig Butter, dafür viel Mehl benutzt. Etwas Sahne sorgt dafür, dass das Gebäck nicht extrem trocken, sondern angenehm sandig wird. Probiert es einfach aus. Ich kann euch versprechen, dass es ein Genuss ist – egal, ob ihr das fränkische Gebäck jetzt „Derra Kiegla“, „Harische“ oder „Gschnittna Hosn“ nennt… Oder ihm vielleicht einen ganz eigenen Namen gebt 😉

Kennt ihr auch solche traditionellen Rezepte aus euerer Region?

Fränkisches Gebäck zu Festtagen: Derra Kiechla

  • 4 Eier
  • 125 g Butter (kalt in Stückchen)
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 100 g Sahne
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 750 g Mehl
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • ca. 2 kg Butterschmalz oder Kokosfett zum Frittieren (richtet sich nach Größe der Fritteuse)
  1. Vermische die angegeben Zutaten (bis auf Puderzucker und Butterschmalz) und knete so lange, bis ein fester, glatter Teig entsteht. Stelle diesen ca. 30 Minuten kühl.
  2. Teile den Teig in ca. 5 – 6 Portionen aus und rolle jede Portion etwa fingerdick aus. Radle diesen in ca. 4 – 5 cm große Trapeze oder Dreiecke. In diese radelst du wiederum in der Mitte 1 oder 2 Öffnungen.
  3. Erhitze nun das Butterschmalz in deiner Fritteuse und backe die „Derra Kiechla“ darin aus. Pro Seite brauchen sie in etwa 4 – 5 Minuten. Das kann allerdings je nach Fritteuse etwas varriieren – behalte die „Derra Kiechla“ also lieber im Auge und backe erst einmal ein paar Test-Stücke. Fertig sind sie, wenn sie außen goldbraun sind und innen trocken.
  4. Zum Schluss kannst du dein fränkisches Gebäck noch mit Puderzucker bestäuben und sofort genießen! Alternativ kannst du sie einfrieren und erst nach dem Auftauen zuckern.

Greek meets French (Ultradünne Flammkuchen mit Feta)

Mögt ihr lieber Pizza oder Flammkuchen? Auch wenn eine schöne Pizza sehr lecker sein kann, bin ich eher der Fan von knusperdünnem Flammkuchen. Ein super knuspriger Teig und dann ein cremiger Belag – das ist einfach die perfekte Kombi! Jedoch habe ich bis vor Kurzem das Problem gehabt, dass mein Teig niemals so dünn wie im Restaurant werden wollte… Und dann schmeckt er einfach nicht so lecker. Nun habe ich aber herausgefunden, wie man den Teig auch zu Hause ganz knusprig und dünn bekommt! Und dieses „Geheimnis“ will ich euch heute verraten 😉

Mit der normalen Teigrolle bin ich meist gescheitert – jetzt bin ich aber auf ein anderes Werkzeug zum Teig ausrollen gekommen. Und zwar meinen Fondant-Ausrollstab. Damit könnt ihr einen größeren Druck auf den Teig ausüben und dieser wird wunderbar dünn. Allerdings ist wichtig, dass ihr Geduld mit dem Flammkuchen-Teig habt: Es dauert mindestens 5 Minuten, bis der Teig so dünn ist, dass er sich herrlich knusprig bäckt! Also nicht verzweifeln, wenn er sich zu Anfang wehrt und sich immer wieder zusammenzieht.

Was außerdem wichtig für einen guten Flammkuchen zu Hause wichtig ist: Ein Pizzastein. Nur mit diesem Stein wird der Ofen heiß genug und ihr könnt eueren Flammkuchen wirklich knusprig backen! Durch den Stein wird die Unterhitze verstärkt und der Teig wird von unten rösch, der Belag bleibt dagegen saftig. Also genau so, wie es sein soll 😉

Auf meinen Flammkuchen habe ich diesmal einen griechisch inspirierten Belag gepackt: Leckerer Feta, fruchtige Tomaten, würziger Rosmarin und ein paar Oliven lassen bei mir sofort Sommergefühle aufkommen. Bei euch auch? Natürlich könnt ihr die knusprigen Fladen auch ganz klassisch mit Speck und Zwiebeln belegen. Oder mit Thunfisch und Paprika. Mit Lauch und Käse… Oder oder oder… Was ist euer Lieblings-Belag?

Ultradünne Flammkuchen griechischer Art (2 Große)

Für den Teig

  • 250 g Mehl (Pizzamehl Typo 00)
  • 100 ml kaltes Wasser
  • 3 El Öl
  • 1 Eigelb
  • 1/2 TL feines Salz

Für den Belag (pro Flammkuchen)

  • 1 Becher Schmand
  • 200 g Feta
  • 50 g schwarze Oliven
  • 150 g Kirschtomaten
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • Rosmarin, Salz, Pfeffer

Hinweis: Du brauchst auf jeden Fall einen Pizzastein!

  1. Verknete die Zutaten für den Teig miteinander und lasse diesen etwa eine halbe Stund bei Zimmertemperatur ruhen.
  2. Heize währenddessen den Ofen auf 250° C Ober-Unterhitze vor und wärme darin deinen Pizzastein nach Anleitung vor. Bei mir dauert das ca. 30 Minuten.
  3. Halbiere den Teig und friere die eine Hälfte entweder ein oder belege beide. Rolle den Teig mithilfe eines Fondant-Ausrollstabes ganz dünn aus. Meiner war am Ende ca. 30 x 40 cm groß.
  4. Streiche den Schmand auf den Teig und brösle den Feta in Flocken darüber. Nun verteilst du die Tomaten, die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln sowie die Oliven darauf. Würze den Griechischen Flammkuchen vor dem Backen noch mit etwas Pfeffer, Salz und einigen Rosmarin-Nadeln.
  5. Backe den Flammkuchen nun auf dem Pizzastein etwa 10 bis 12 Minuten. Nun sollte er super dünn und knusprig sein.

Exzellent! (Dunkle Schokoladentarte ohne Mehl)*

* Dieser Beitrag enthält Werbung, siehe unten

Habe ich euch eigentlich schon mal erzählt, dass ich dunkle Schokolade liebe? Ich glaube nicht! Ganz ehrlich: Wenn ich ein Stück Schokolade pur nasche, dann ist mir richtig schön bittere, dunkle Schokolade am liebsten. Auch im Schoko-Pudding zum Beispiel mag ich es weniger süß. Für alle, die dunkle Schokolade ebenso gerne mögen wie ich, habe ich heute das perfekte Rezept dabei. Denn es gibt eine leckere Schokotarte ohne Mehl. Die ist nicht zu süß, sehr sehr saftig und eisgekühlt das perfekte Dessert!

Die Schokotarte ist entstanden, nachdem ich wieder einmal von Lindt ein schönes Schoko-Päckchen zugesendet bekommen habe. Diesmal war eine Auswahl der Excellence-Tafeln drin – von 50% bis 99% Kakaoanteil drin 🙂 Da freut man sich doch als Liebhaber dunkler Schokolade! Anlass für die Schokoladen-Kampagne ist ein neues Mitglieder der Excellence-Familie: Nämlich eine Tafel mit 78% Kakaoanteil. Die ist perfekt zum Essen, da sie trotz des hohen Kakaoanteils sehr mild und trotzdem aromatisch schmeckt… Aber ich wäre keine Backbloggerin, würde ich damit nicht backen 😉

Und so ist die 78%-Schokolade in diesen super leckeren Schokokuchen ohne Mehl gewandert. Wieso kein Mehl, fragt ihr euch? Ganz klar: Dadurch wird der Kuchen saftiger! Ihren Halt bekommt die Schokoladentarte durch schaumig geschlagenes Ei. Joghurt unterstützt die Saftigkeit noch und balanciert die Süße vom (für die Konsistenz notwendigen) Zucker aus. Insgesamt also der pure Schoko-Geschmack! Dieser kommt allerdings nur richtig zur Geltung, wenn ihr die Schokotarte eiskalt serviert. Also rechnet genügend Kühl-Zeit ein, bevor ihr die Tarte als Dessert auf den Tisch bringt.

Und natürlich könnt ihr mit dem Rezept etwas experimentieren: Je nachdem, wie hoch der Kakaoanteil euerer Schokolade ist, desto schokoladiger oder milder schmeckt die Schokoladentarte… Wenn ihr jetzt Hunger auf Schokolade bekommen habt, schaut doch auf meiner Facebook-Seite vorbei: Denn dort verlose ich derzeit zwei Lindt-Schokopakete! 

Dunkle Schokoladentarte ohne Mehl

  • 150 g Butter
  • 250 dunkle Schokolade (ca. 70 – 90 % Kakao)
  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 EL Rum (optional)
  • 4 Eier
  • je ca. 80 g weißen und braunen Zucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • Puderzucker
  1. Schmelze die Schokolade und die Butter in einem Topf und lasse diese leicht abkühlen. Rühre währenddessen die Eier und den Zucker mit einer Prise Salz sehr cremig, fast schon schnittfest. Nicht verzweifeln: Das kann 5 – 10 Minuten dauern.
  2. Nun rührst du den Joghurt, optional den Rum und das Vanillemark unter die Schoko-Butter-Mischung. Hebe nun vorsichtig die Schoko-Mischung unter die Eier-Mischung.
  3. Gieße den Teig in eine gebutterte und mit Kakao ausgestäubte Springform und backe diesen bei 175° (Ober-Unterhitze) für ca. 40 Minuten (Stäbchenprobe machen).
  4. Lasse den Kuchen gut auskühlen und stelle ihn mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank. Zum Servieren schneidest du ihn dann in Stücke und bestäubst ihn mit Puderzucker.
  5. Zur Schokotarte schmecken Sahne, Vanilleeis oder auch frische Früchte.

* Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Lindt entstanden, die mir freundlicherweise die Schokolade zur Verfügung gestellt haben. Dennoch spiegelt der Beitrag meine eigene Meinung wider und ist davon in keiner Weise beeinflusst.

#bayerngrillt: Steckerlfisch 2.0

Bayern grillt! Wie ihr ja wisst, lieben wir es zu grillen und deshalb freue ich mich besonders, dass wir bei der Aktion „Bayern grillt“ (organisiert von Amor & Kartoffelsack und Happy Plate) dabei sein dürfen 🙂 Mehr zu der Aktion lest ihr weiter unten im Text – denn ihr könnt ebenfalls mitmachen! Gleich nachdem ich von dem Grill-Event erfahren habe, war mir klar, was es geben sollte. Nämlich Steckerlfisch!

Warum? Erstens: Weil wir alle viel zu wenig Fisch essen – geschweige denn Grillen. Vielen erscheint Fisch nämlich immer noch schwer zuzubereiten – dabei stimmt das absolut nicht! Was ich euch mit diesem Rezept beweisen werde, denn die Beilagen sind tatsächlich aufwändiger als der Fisch 😉 Zweitens: Weil ich Steckerlfisch auf Kerwas und Straßenfesten liebe und er für mich ein typisch bayerisches Gericht ist. Bisher hatte ich mich aber selbst noch nicht ran getraut.

Allerdings muss ich sagen: Zu Hause ist das mit dem „Steckerl“ auch wirklich schwer zu realisieren. Deshalb haben wir der Einfachheit halber eine normale Fischzange gewählt – die Forellen werden nach wie vor herrlich knusprig und schmecken wie „echte“ Steckerlfische. Serviert wird der Steckerlfisch normalerweise mit einer Kräuter-Marinade. Und da habe ich in einer alten „Hör zu“-Zeitschrift meiner Mutter ein Rezept vom ehemaligen BR-Fernsehkoch Max Inzinger gefunden. Deshalb hier die Original 80er-Marinade – die schmeckt wirklich sehr lecker und besteht nur aus wenigen Zutaten! Für alle, die den Fisch etwas moderner mögen, habe ich noch eine scharfe Honig-Chili-Marinade, mit der der Fisch sehr würzig und saftig wird. Ihr dürft also entscheiden, welche Variante ihr probieren wollt.

Übrigens, falls ihr euch fragt, woher ich das Geschirr habe: Die schönen Teller und Beilagenschälchen stammen aus der „BBQ Passion“ Kollektion von Villeroy & Boch, einer der Sponsoren des „Bayern grillt“-Events. Wir wollten uns das Geschirr schon länger selbst zulegen und sind total begeistert davon 🙂

Schaut doch auch mal, was die anderen bayerischen Foodblogger so gegrillt haben, gestern gab es zum Beispiel Dessert bei Sommermadame und morgen geht es bei Omoxx weiter.

Übrigens: Ihr könnt auch bei der Aktion „Bayern grillt“ mitmachen! Grillt dazu einfach eines der Rezepte nach und ladet eueren Schnappschuss auf der Facebook-Seite von „Bayern grillt“ hoch. Es gibt tolle Preise für euch zu gewinnen! 

So, jetzt aber genug geredet – es gibt Steckerlfisch!

Steckerlfisch 2.0 – gegrillte Forelle mit Kräuter- und Chili-Marinade, Grill-Pommes und Paprika-Salat (4 Personen)

Für den Steckerlfisch

  • 4 kleine Forellen (am besten Lachsforelle oder Regenbogenforelle) oder Saiblinge
  • 4 EL + 1 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • 1 ganze Zitrone
  • je 1 Bund Rosmarin, Basilikum, Salbei und Petersilie
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Harissa-Paste
  • Salz, Pfeffer

Für die Grill-Pommes

  • 500 g kleine Kartoffeln (festkochend)
  • 1 EL Paprikapulver, 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für den Paprika-Fenchel Salat

  • 4 Paprika (rot oder gelb)
  • 1 mittelgroßer Fenchel
  • ca. 100 g Kerne-Mischung (z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne)
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 2 EL Zucker
  • ca. 100 g Parmesanspäne
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL rotes Pesto
  • Salz, Pfeffer

Vorbereitung von Salat und Kartoffeln

  1. Du kannst bereits mehrere Stunden vor Grill-Beginn die Zutaten für den Salat sowie die Marinade und die Pommes vorbereiten.
  2. Koche Salzwasser auf und gare die Kartoffeln darin, bis sie gerade so durch sind (lieber zu hart als zu weich!). Vermische 1 EL Olivenöl, Paprikapulver, Chilipulver, 1 EL Salz, 1 EL Pfeffer miteinander – das wird die Marinade für deine Grill-Pommes.
  3. Schneide während die Kartoffeln kochen die Paprika und den Fenchel in schmale Spalten und stelle sie beiseite. Das Gemüse wirst du später für den Salat grillen. Die Marinade für den Salat kannst du ebenfalls schon vorbereiten, indem du Olivenöl, rotes Pesto sowie etwas Salz und Pfeffer mischt.
  4. Nun sollten die Kartoffeln gerade so gar sein: Schneide diese mit Schale in schmale Spalten und wälze sie gleichmäßig in der Marinade. Stelle sie bis zum Grillen beiseite.
  5. Nun bereitest du den Crunch für den Salat zu: Dazu lässt du den Zucker in einer Pfanne karamellisieren und gibst dann die Kerne sowie die Fenchelsamen dazu. Lasse den Crunch abkühlen und breche ihn in kleine Stücke.

Vorbereitung des Steckerlfisch

  1. Wir marinieren den Steckerlfisch auf zweierlei Art. Für die klassische Kräuter-Marinade schneidest du die angegebenen Kräuter klein und mischt sie mit 4 EL Olivenöl, dem Saft einer Zitrone sowie Salz und Pfeffer. Für die scharfe Honig-Chili-Marinade mischt du einfach Honig und Harissa mit 2 EL Öl und evtl. etwas Salz.
  2. Wasche nun deine ausgenommenen Forellen gut ab und tupfe diese trocken. Verteile die gewünschte Marinade gut von innen und außen auf die Fische (entweder 2 klassische und 2 scharfe Fische oder du machst eben nur eine Sorte). Für die Kräuter-Variante gibst du noch feine Zitronen-Scheiben in den Bauch der Forellen. Lege die Forellen in eine Fischzange – so ist es leichter als mit einem Steckerl.

Grillen

  1. Heize deinen Grill an auf ca. 180° – 250°, wichtig: Achte darauf eine indirekte Grillzone zu haben (d.h. die heißen Kohlen legst du nur auf eine Seite des Grills).
  2. Nun grillst du zuerst die Zutaten für den Salat idealerweise in einer gusseisernen Pfanne oder einem Gemüsekorb, bis Paprika und Fenchel bissfest sind. Nimm das Gemüse herunter und mische es mit der Salat-Marinade. Lasse den Salat noch durchziehen, bis der Rest fertig ist.
  3. Als nächstes kommen die Pommes dran: Diese brätst du am besten ebenfalls in einer gusseisernen Pfanne auf dem Grill knusprig heraus. Lasse Sie dann in der indirekten Hitze in einem Gemüsekorb weiter ziehen. Würze sie ggf. noch mit Salz und Pfeffer nach.
  4. Zuletzt legst du die Forellen je nach Größe ca. 5 – 10 Minuten pro Seite in die indirekte Hitze und schließt den Deckel deines Grills.
  5. Jetzt kommt die Kür: Brate den Fisch kurz in der direkten Hitze an, bis die Haut schön braun und knusprig wird (ca. 1-2 Minuten).

Anrichten

  1. Serviere die Forellen mit etwas vom Salat, den du mit dem Kern-Crunch sowie Parmesan-Spänen bestreust, und den Pommes.

Muttertag (Herz Petit Fours mit Himbeeren)

Feiert ihr den Muttertag mit einer kleinen Aufmerksamkeit für euere Mama? Meine Mutter sagt ja immer, dass Sie den Tag eigentlich totalen Unsinn findet… Aber über eine kleine Überraschung freut sie sich dann doch 😉 Ihr kennt das sicher 😉 Dieses Jahr veranstalten wir am Muttertag einen gemeinsamen Brunch. Denn das wichtigste ist immer noch Zeit, die man mit seiner Mama verbringt.

In Vorbereitung auf den erwähnten Brunch hatte ich bereits vergangenes Wochenende Lust, etwas „herziges“ zum Muttertag auszuprobieren. Deshalb habe ich diese süßen Herz Petit Fours mit Himbeercreme gemacht. Unsere Mütter haben sich bereits vor dem Muttertag darüber gefreut 🙂 Mal sehen, was es dann noch so zum Brunch gibt… Ihr werdet sicherlich noch die ein oder andere Inspiration hier sehen.

Das schöne an den Herz Petit Fours ist: Sie eignen sich nicht nur zum Muttertag, sondern auch zu Geburtstagen oder zum Valentinstag… Herzen gehen einfach immer! Und die Petit Fours sehen nicht nur gut aus, sondern vor allem schmecken sie besonders lecker: Ein saftiger Bisquit mit Marzipan und dazu eine lockere Himbeer-Frischkäse-Creme – schmeckt ganz „sündig“ und ist doch verhältnismäßig leicht. Dabei könnt ihr die Geschmacksrichtung nach Lust und Laune variieren: Wie wäre es mit Erdbeere oder Pfirsich statt Himbeeren?

Herz Petit Fours mit Himbeer-Creme zum Muttertag (8 Stück)

Für den Teig:

  • 75 g Butter
  • 75 g Marzipan
  • 2 Eigelbe
  • 5 Eier
  • 100 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Für die Himbeer-Creme:

  • 200 g Frischkäse
  • 50 g weiße Schokolade
  • 3 EL + 4 EL Himbeergelee
  • 1 TL Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote

Dekoration:

  • 100 g weiße Schokolade
  • etwas pinke Lebensmittelfarbe
  1. Für den Teig der Petit Fours schmilzt du die Butter zuerst und lässt sie abkühlen. Währenddessen schneidest du das Marzipan in kleine Stücke und rührst dieses mit den Eigelben glatt.
  2. Nun kommen die Eier und der Zucker zum Marzipan: Schlage die Masse ca. 5 Minuten dickcremig auf. Sobald die Masse weiß und sehr cremig erscheint, gibst du vorsichtig die Butter dazu und rührst weiter.
  3. Zuletzt hebst du das Mehl und das Backpulver unter. Nun gibst du den Teig in eine Fettpfanne (ca. 25 x 25 cm) und bäckst diesen im vorgeheizten Ofen bei 175° Ober-Unterhitze ca 10 – 12 Minuten. Lasse den Boden nun gut auskühlen.
  4. Währenddessen kannst du die Füllung vorbereiten: Schmelze dazu die weiße Schokolade und schlage den Frischkäse locker auf. Mische die Schokolade, das Vanillemark sowie 3 EL des Himbeergelees langsam darunter, sodass eine homogene Creme entsteht. Wenn du möchtest, kannst du mit etwas Lebensmittelfarbe nachhelfen, damit die Creme pinker erscheint.
  5. Nun halbierst du die Bisquitplatte in zwei gleich große Teile und bestreichst beide mit dem restlichen Himbeergelee. Nun gibst du auf einen Boden die Himbeer-Creme und klappst den zweiten Boden mit der Marmeladenseite nach unten darüber. Stelle den Kuchen ca. 1/2 Stunde kalt, bis die Füllung fest geworden ist.
  6. Nun kannst du aus dem Teig Herzen ausstechen, die du wieder ca. 1/2 Stunde kalt stellst.
  7. Zum Verzieren der Himbeer Herz Petit Fours schmilzt du zuletzt die weiße Schokolade für die Glasur und färbst diese pink. Gib diese auf die Herzchen und verziere die Petit Fours nach Wunsch.
  8. Alles Gute zum Muttertag!

Das Rezept basiert auf den Petits Fours aus der Brigitte.

Black and White Cookies, was ist das denn? (Mini Amerikaner)

Wer kennt sie nicht? Amerikaner haben wir wohl alle schon im Kindergarten gern gegessen. Klassiker gehen schließlich immer – deshalb habe ich heute Mini Amerikaner für euch mitgebracht. Das beliebte Gebäck im Kleinformat ist perfekt für die Kaffeepause oder als „Zuckerl“ am Nachmittag. Mein heutiges Rezept stammt sogar aus dem „Mutterland“ der Amerikaner – nämlich aus Amerika. Und zwar habe ich dieses aus dem Buch „New York – die Kultrezepte“ von Marc Grossmann entnommen.

Dieses Buch enthält eine Vielzahl an leckeren typischen New Yorker Rezepten und hat mich vor allem aufgrund seines urbanen Fotostils angesprochen. Außerdem sind die Rezepte nach Tageszeiten sortiert, sodass eine beeindruckende Vielfalt an verschiedenen Stilen, Zubereitungsarten und Geschmacksrichtungen zusammenkommt. Absolut empfehlenswert!

Jedenfalls bin ich beim ersten Durchblättern gleich an einem bestimmten Rezept hängen geblieben – und zwar an den Black and White Cookies. Nanu?! Die Cookies sehen auf dem Foto ja genauso aus wie Amerikaner?! Ein kurzer Blick aufs Rezept bestätigt: Die Zutaten sind tatsächlich recht ähnlich wie bei einem normalen Amerikaner-Rezept… Das hat mich neugierig gemacht. Sind Black and White Cookies, ein typisches New Yorker Gebäck, tatsächlich das gleiche wie Amerikaner?

Ich kann euch sagen: Ja, im Großen und Ganzen schon! Es gibt zwei Thesen, woher die Amerikaner ihren Namen haben:

  1. Die New Yorker „Black and White Cookies“ sind in der Nachkriegszeit nach Deutschland „importiert“ worden. Aus Einfachheit hat man sie hier als „Amerikaner“ bezeichnet, eben weil sie von dort auf unsere Kaffeetafeln gelangt sind.
  2. Eine etwas andere Erklärung bezieht sich auf das verwendete Backtriebmittel in den weichen, glasierten Teilchen. Das Ammoniumhydrogencarbonat hätte diesen zuerst den Namen „Ammoniukaner“ verschafft, der dann zu „Amerikaner“ vereinfacht wurde.

Egal, welche der Erklärung nun stimmt: Die Mini Amerikaner sind immer wieder ein Genuss! Der einzige Punkt, den das original New Yorker Rezept anders macht als die „deutsche“ Version ist die Schoko-Glasur, die aus Butter, Schokolade und Puderzucker besteht. Wer es lieber „knackig“ mag, kann einfach Schoko-Glasur nehmen, wie das meist in deutschen Bäckereien der Fall ist.

Mini Amerikaner (Black and White Cookies aus dem Buch „New York – Die Kultrezepte“) – 9 Stück

Für den Teig der Mini Amerikaner

  • 85 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 Eier
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 100 ml Milch (oder Buttermilch)
  • 1 TL Backpulver
  • 250 g Mehl

Für die helle Glasur

  • 150 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Zitronensaft
  • ca. 2 EL kochendes Wasser

Für die dunkle Glasur

  • 5 EL Milch
  • 10 g Butter
  • 60 g dunkle Schokolade
  • 50 g Puderzucker
  • oder: 100 g Schoko-Glasur
  1. Rühre die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Nun rührst du die beiden Eier einzeln unter und rührst weiter, bis die Masse ganz schaumig ist.
  2. Mische als nächstes das Mehl, die Zitronenschale sowie das Backpulver miteinander. Hebe die Mehlmischung unter die Butter-Mischung, sodass ein etwas festerer Rührteig entsteht.
  3. Diesen gibst du Esslöffelweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Achte dabei aber darauf, dass die Häufchen genug Abstand voneinander haben, denn die Mini Amerikaner laufen noch ein gutes Stück auseinander!
  4. Backe die Amerikaner im heißen Ofen bei 175° Ober-Unterhitze ca. 10 – 12 Minuten, bis sie ganz leicht beige sind. Lasse diese gut auskühlen.
  5. Bereite als nächstes die beiden Glasuren vor. Für die helle Glasur mischt du einfach die angegebenen Zutaten miteinander, bis eine dickliche Glasur entsteht. Sollte diese noch zu fest sein, kannst du etwas mehr heißes Wasser zugeben.
  6. Für die Schokoglasur erhitzt du die Butter und die Milch gemeinsam. Währenddessen hackst du die Schokolade fein und gibst diese dann in die heiße Milch-Mischung. Zuletzt rührst du den Puderzucker unter. Nun sollte ebenfalls eine dickliche Glasur entstanden sein. Diese kannst du bei Bedarf mit etwas kochendem Wasser streichfähiger machen.
  7. Zuletzt bestreichst du die glatte Seite der Mini Amerikaner je zur Hälfte mit der hellen und dunklen Glasur und lässt sie gut trocknen.

Nusstastisch! (Saftiger Nusskuchen)

Heute gibt es einen Kuchen, den ich EIGENTLICH gar nicht so gerne mag: Nämlich Nusskuchen. Bei uns in der Familie wird der einfach nicht gerne gegessen, weil man ihn meist staubtrocken oder eben total fettig kennt. Von beidem sind wir keine großen Fans 😉 Nun durfte ich letzte Woche eine Torte zu einer Kommunion backen (das Ergebnis seht ihr hier bald inklusive Anleitung). Und wie der Zufall so spielt, war eine Nusstorte als Basis gewünscht… Da musste ich mich erst einmal nach einem Rezept umsehen 😉

Ähnlich wie beim Käsekuchen neulich nehme ich eine solche Herausforderung natürlich gerne an. Mein „perfekter“ Nusskuchen muss also folgende Merkmale erfüllen:

  • Nicht zu trocken, sondern saftig!
  • Aber bitte nicht fettig, denn er soll auch mit einer Füllung noch schmecken. Deshalb muss „mein“ Nusskuchen gleichzeitig locker sein, damit die Torte nicht zu schwer wird.
  • Allerdings muss der Nussboden das Gewicht der Dekoration aushalten und sich gut in Form schneiden lassen, sich also für eine Motivtorte eignen.
  • Er muss sowohl als Gugelhupf als auch auf dem Blech eine „gute Figur“ machen.

Ganz schön viele Anforderungen, oder? Deshalb habe ich mir mehrere Rezepte im Internet gesucht, und jede Menge Familienmitglieder und Freunde befragt. Eine Woche lang habe ich also immer wieder Nusskuchen getestet (natürlich nur in kleinen Formen, sonst wären uns die Haselnüsse wohl zu den Ohren hinausgekommen…). Nachdem ich alle meine Favoriten durch hatte und kein wirklich überzeugendes Rezept dabei war, kam mir der Zufall zur Hilfe.

Denn meine Mutter geht seit Jahren am Wochenende mit einer Freundin walken – und sie hat dieser Freundin von dem Vorhaben erzählt. Tatsächlich hatte sie DAS Nusskuchen-Rezept, das ist gesucht hatte! Denn in ihren Nusskuchen (es ist ein Familienrezept, deshalb kann ich nicht genau sagen woher das Rezept ursprünglich stammt) kommt geschlagene Sahne. Ja, ihr habt richtig gehört: Geschlagene Sahne wird ganz zum Schluss unter den Teig gehoben! Hört sich erstmal komisch an, sorgt aber für eine herrliche Saftigkeit ohne dass der Kuchen zu „fettig“ wird. Außerdem ist der Kuchen stabil genug für eine Motivtorte und nicht zu süß. Perfekt also für meine Motivtorte – die Kommuniontorte war gerettet!

Hier kommt also mein neues Standardrezept für Nusskuchen. Danke an Agnes für das Rezept 🙂 Und die fertige Motivtorte zeige ich euch in den nächsten Tagen.

Saftiger Nusskuchen (für 1 Fettpfanne oder Gugelhupf)

  • 200 g Butter (zimmerwarm)
  • 200 g Zucker
  • 5 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 Pck Backpulver
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 200 g Sahne
  • 1 Becher Schokoladenguss und Dekoration nach Wahl
  • optional: Füllung, z.B. Schokobuttercreme, Marzipancreme oder Sahne
  1. Schlage zuerst die Sahne steif und stelle sie kalt.
  2. Rühre nun die Butter mit dem Zucker sowie einer Prise Salz schaumig. Nun gib die Eier einzeln dazu und rühre weiter, bis die Masse noch schaumiger wird. Wenn die Masse ganz leicht „krisselig“ aussieht, ist das nicht schlimm – wahrscheinlich waren deine Eier dann zu kalt.
  3. Mische als nächstes das Mehl, das Backpulver sowie die Nüsse miteinander und rühre diese vorsichtig unter die Eier-Butter-Mischung.
  4. Zuletzt hebst du die Sahne unter. Verteile den Teig nun auf eine Fettpfanne (meine war 30 x 20) oder in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Gugelhupf-Form.
  5. Backe den Nusskuchen nun etwa 50 – 60 Minuten bei 175° Ober-Unterhitze.
  6. Fülle und glasiere deinen Nusskuchen nach Wahl – ich finde er schmeckt mit einer einfachen Schokoglasur hervorragend. Man kann diesen Kuchen auch super als Basis für eine Motivtorte nehmen.

 

Kekse in Keksen (Cookies ’n‘ Cream Cookies mit Oreos)

Neulich gab es diese extrem leckeren schokoladigen Cookies. Und ein Cookie kommt selten alleine im Hause BackIna 😉 Frei nach Jin und Jang braucht ein dunkler Cookie ein helles Gegenstück. Ist doch klar, oder? Deshalb gab es zusätzlich diese Cookies ’n‘ Cream Cookies. Moment, was bitte sind Cookies ’n‘ Cream Cookies? Ganz einfach: Es sind Cookies mit Keksen darin!

Genauer gesagt mit Oreo Keksen und zusätzlichen Schokostückchen. Der Teig schmeckt lecker vanillig-sahnig (englisch: cream), daher kommt auch auch der Name Cookies ’n‘ Cream. Ich kann euch sagen: Für Liebhaber von Oreo Keksen hebt das den Genuss noch einmal auf die nächste Stufe 🙂

Dabei sind die Cookies wie von meinem Subway Cookies gewohnt so weich und chewy wie im Coffeeshop.  Was mich selbst überrascht hat: Tatsächlich bleiben die Oreos knackig, wenn man sie in größeren Stücken lässt. Die Oreos „ziehen“ keine Feuchtigkeit aus dem Teig oder werden matschig.Das heißt, ihr beißt in einen weichen Teig und könnt dann die Oreo-Stückchen knuspern. Die perfekte Kombi aus weich und knusprig!

Cookies ’n‘ Cream Cookies (Chewy Cookies mit Oreo Stücken)

  • 100 g Mehl
  • 2 EL Sahne-Puddingpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/4 TL Salz
  • 120 g Butter
  • 75 g weißer Zucker
  • 75 g feiner brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 150 g Schokolade, gehackt (weiß, Vollmilch oder gemischt)
  • 10 Oreo Kekse, grob gehackt (das dabei entstehende feine „Mehl“ nicht verwenden!)
  1. Vermische das Mehl mit dem Puddingpulver und dem Natron. Stelle die trockenen Zutaten beiseite.
  2. Nun rührst du die Butter mit den beiden Zuckersorten und dem Salz weißcremig und rührst anschließend das Ei sowie das Vanilleextrakt darunter. Rühre nun weiter, bis eine luftig-fluffige Konsistenz entsteht.
  3. Unter die Butter-Mischung rührst du die Mehl-Mischung und hebst anschließend die Oreos und Schokostücke unter. Lasse den Teig anschließend mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kalt stehen.
  4. Heize den Backofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vor und steche mit einem Esslöffel den Teig portionsweise ab. Forme daraus runde Kugeln. Backe diese ca. 9 – 11 Minuten im heißen Ofen. Wichtig: Nimm die Cookies heraus, auch wenn sie dir noch nicht fertig erscheinen. Beim abkühlen auf dem heißen Blech werden die Cookies dann so richtig schön chewy.
  5. Genieße die Cookies n Cream Cookies mit einem Glas Milch oder zum Kaffee – gibt es etwas leckereres als Keksstücke in Keksen?!

Black and White (Double Chocolate Cookies)

Statt „Backen. Kochen. Genießen.“ könnte mein Blog-Claim so langsam auch „Backen. Cookies. Genießen.“ heißen 😀 Denn ich habe mal wieder ein leckeres Cookie-Rezept für euch… Nach den letzten eher knusprigen Cookies gibt es wieder zwei neue Exemplare aus der beliebten Reihe „Cookies wie bei Subway“ bzw. amerikanische chewy Cookies. Nachdem die Schoko-Cookies schon so gut angekommen sind, habe ich dieses Rezept noch einmal überarbeitet. Herausgekommen sind leckere Double Chocolate Cookies mit dunklem Teig und Stückchen von weißer Schokolade. Die sind noch besser als die reinen Schoko Cookies, so zumindest meine Meinung!

Ihr werdet hier in Kürze noch eine weitere Cookie-Kreation sehen, die diese schokoladigen super saftigen und weichen Cookies gut ergänzen. Ich darf nur sagen: Da gibt es Keks im Keks! Ebenfalls ein echtes Highlight. Zuerst gibt es aber diese sündigen Double Chocolate Cookies für euch… Ich dachte zuerst schon, dass sie viel zu saftig sind, allerdings wurden sie in Rekordzeit von meinen Test-Essern verspeist, denen es gar nicht chewy genug sein kann! Dank einer ordentlichen Portion Vanille-Extrakt und Kakao im Teig schmecken die fast genauso wie im Coffee-Shop. Neben weißen Schoko-Stückchen habe ich noch ein paar Kinder Schoko-Bons in den Teig und das macht die Cookies noch einmal deutlich aromatischer.

Mein Geheimtipp für eine besondere Saftigkeit: Mahlt eueren braunen Zucker vor der Verwendung im Standmixer fein – damit zergeht der Zucker leichter und die Cookies werden besonders weich und saftig. So könnt ihr auch normalen braunen Zucker nehmen und müsst nicht stundenlang im Supermarkt nach feinem braunen Zucker suchen… Ich habe es bei diesem Rezept zum ersten Mal ausprobiert und war total begeistert.

Hier kommt die ultimative Schoko-Dröhnung für euch: Viel Spaß mit den Double Chocolate Cookies!

Double Chocolate Cookies (Schoko-Teig, weiße Schokoladen Stückchen)

  • 120 g weiche Butter
  • 100 weißer Zucker
  • 100 g feiner brauner Zucker (evtl im Mixer fein gemahlen, wenn ihr keinen bekommen könnt)
  • 1 Ei
  • 60 g Kakao
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 TL Natron
  • 1/4 TL Salz
  • 115 g Mehl
  • 1 EL Speisestärke (10 g)
  • 1 TL lösliches Kaffeepulver (man schmeckt es kaum, aber es gibt ein intensiv-schokoladiges Aroma)
  • 2 EL Milch
  • 150 g weiße Schokolade
  • 75 g Schokobons (alternativ einfach mehr weiße Schokolade nehmen)
  1. Mische das Mehl mit der Speisestärke, den Kaffee und dem Natron. Hacke die weiße Schokolade und die Schokobons grob und stelle alles beiseite.
  2. Nun schlägst du die Butter mit den beiden Zuckersorten und dem Salz weißcremig auf. Gib das Ei sowie die Vanille dazu und rühre weiter, bis alles sehr schaumig ist.
  3. Zuletzt mischt du die trockenen Zutaten unter die Butter-Mischung und rührst die Milch dazu, damit der Teig nicht zu fest wird.
  4. Hebe die Schokostückchen und Schokobons unter, wobei du einige für später aufhebst. Lasse den Teig jetzt in Frischhaltefolie gewickelt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank.
  5. Heize den Ofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vor und steche mit einem Esslöffel Teigportionen ab, die du zu Kugeln formst. Gib diese auf ein Backblech und backe die Cookies ca. 10 Minuten.
  6. Wichtig: Nimm die Cookies heraus, auch wenn sie noch nicht fertig aussehen! Drücke in die Oberfläche der noch warmen Cookies jeweils einige Schokostückchen, dann sehen die Cookies schöner aus.
  7. Lasse die Double Chocolate Cookies ganz abkühlen und genieße die weichen Cookies zum Kaffee oder einem Glas Milch!

Frühlingsburger (Lamm-Burger mit Minz-Erbsencreme)

Nachdem ich euch von unseren Bemühungen gesünder zu backen erzählt habe, werden jetzt einige von euch sagen: Und dann gibt es heute wieder Burger?! Nun, wir sind hier ja immer noch ein Foodblog, der euch vor allem „sündige“ Kreationen bringt 😉 Deshalb gibt es heute auch wieder Burger, allerdings in einer etwas frühlingshaften Variante. Und zwar gibt es Lamm-Burger! Dazu habe ich eine neue Variante von Buns gebacken, nach meinen Brioche Buns sowie meinen Ciabatta Buns. Die sind tatsächlich etwas „gesünder“, denn es gibt Roggen-Vollkornbuns zu dem Lamm-Burger! Ebenfalls mit von der Partie sind zartes Lammfleisch und eine frühlingshafte Erbsen-Minzcreme. Sehr sehr geil, kann ich da nur sagen 😉

Das Besondere an den Roggen-Vollkornbuns ist, dass diese mit einem sogenannten „Kochstück“ gemacht sind. Das heißt, dass ein Teil des Mehls mit Wasser aufgekocht wird und in die Buns eingearbeitet wird. Damit wird das Vollkornbrötchen besonders locker und saftig. Generell fand ich es super einfach dieses Buns zu machen, obwohl Roggenmehl aufgrund des eher geringen Gluten-Anteils oft als „zickig“ gilt. Deshalb ist ein Teil Weizenmehl enthalten. Das ist übrigens auch in den meisten Bäckereien so, wenn ihr Roggenbrötchen kauft.

Auf dem Bun ist kein Patty im klassischen Sinne, sondern ein Stück vom Lammlachs. Das hochwertige und zarte Lammfleisch war mir einfach zu schade, um es zu Hackfleisch zu verarbeiten. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Schön medium gebraten ist Lamm einfach ein Genuss! Und auch das weit verbreitete Vorurteil, dass Lamm sehr „schafig“ schmeckt, kann ich nicht bestätigen. Beim Lamm-Burger hat man das nicht herausgeschmeckt. Allerdings hängt das wohl davon ab, welches Fleisch du verwendest.

Der letzte Bestandteil des Lamm-Burgers ist eine Erbsen-Minzcreme, die etwas Frische in den Lamm-Burger bringt. Wirklich frühlingshaft und sehr lecker! Probiert es doch einfach mal aus 🙂 Vielleicht ist das ja eine etwas andere Idee zu Ostern – statt dem „normalen“ Osterlamm?

Lamm-Burger mit Minz-Erbsencreme und Roggen-Vollkornbuns (4 Stück)

Für die Roggen-Vollkornbuns (ca. 10 Stück)

  • 200 ml Wasser
  • 60 g + ca. 300 g Weizenmehl (Type 550)
  • 400 g Roggenvollkornmehl
  • 2 TL Trockenhefe
  • 175 ml Milch
  • 60 g Honig
  • 1,5 TL Salz
  • 1 Becher Creme Fraiche oder Creme Legere
  • 2 Eier + 1 Eigelb
  • 75 g Butter (geschmolzen)
  1. Bereite zuerst das Kochstück vor: Dazu mischt du das Wasser und 60 g Weizenmehl. Diese Mischung kochst du auf, bis sie eine Pudding-Artige Konsistenz hat. Lasse die Mischung nun auf Raumtemperatur abkühlen.
  2. Mische derweil die Milch und den Honig und erwärme beides leicht. Darin löst du die Hefe auf und lässt die Mischung ca. 10 Minuten an einem warmen Ort stehen, bis sich Blasen bilden. Nun ist die Hefe aktiv.
  3. Mische das restliche Weizenmehl mit dem Roggenmehl und dem Salz. Rühre 2 der Eier, die Butter und die Creme fraiche unter das Kochstück. Mische nun die Kochstück-Masse sowie die Hefemilch mit dem Mehl und knete alles ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig.
  4. Lasse den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen.
  5. Am nächsten Tag formst du daraus ca. 10 Brötchen und lässt diese abgedeckt ca. eine halbe Stunde gehen. Bestreiche diese mit dem Eigelb, das du eventuell mit etwas Milch vermischt.
  6. Backe die Brötchen im vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober-Unterhitze) mit einem Schälchen Wasser für eine halbe Stunde bzw. bis diese goldbraun sind.
  7. Nun hast du leckere Roggen-Buns: Weich und aromatisch! Ideal zum Lamm, da das Brötchen einen feinen Eigengeschmack aufweist.

Für die Minz-Erbsencreme

  • 300 g Erbsen (frisch oder TK)
  • 100 ml Milch
  • 1 Bund Minze, gehackt
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Zitronenschale
  1. Koche die Erbsen in etwas Salzwasser so lange, bis sie weich aber noch kräftig grün sind. Das dauert ca. 4 – 5 Minuten.
  2. Gieße nun das Wasser ab und gebe die Milch zu den Erbsen. Erwärme beides mit der Minze, bevor du die Mischung pürierst.
  3. Rühre zuletzt die Butter unter und schmecke alles mit Salz, Pfeffer, Zitronenschale und eventuell noch mehr Minze ab.
  4. Lasse die Erbsen-Minzcreme erkalten. Sie schmeckt als Brotaufstrich gut und hält sich ca. 2 – 3 Tage im Kühlschrank.

Für die Lammburger

  • 4 Roggen-Buns
  • Erbsen-Minzcreme (siehe oben)
  • ca. 100 g Joghurt
  • Kräuter nach Wahl (ich habe Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Minze verwendet)
  • Zitronensaft
  • Salat, Tomate
  • 4 kleine Lammlachse (a ca. 100 g), bereits mariniert
  1. Mische den Joghurt mit den Kräutern und dem Zitronensaft und schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab.
  2. Brate die Lammlachse auf jeder Seite ca. 4 Minuten (abhängig von deren Dicke), damit sie schön medium werden.
  3. Gib auf die Unterseite jeden Buns zuerst einen Esslöffel Kräuter-Joghurt, dann Salat und Tomate. Darauf kommt das Lamm und ca. 1 EL der Erbsen-Creme.
  4. Gib die Bun-Oberseite auf dem Lamm-Burger und genieße ihn noch heiß!

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