Marketing-Erfolge (Russischer Zupfkuchen vom Blech)

Wie ihr ja wisst, bin ich hauptberuflich mit einer Onlinemarketingagentur selbstständig. Deshalb ist das heutige Rezept schon „von Berufswegen“ für mich interessant! Denn heute gibt es Russischen Zupfkuchen! Was hat jetzt Russischer Zupfkuchen mit Marketing zu tun, fragt ihr euch? Nun, es ist ein Lehrstück, wie Marketing Menschen beeinflussen kann!

Ihr denkt, dass der leckere Käsekuchen mit Schokoboden und Schoko-Zupfen ein uraltes Rezept ist, von Oma überliefert? Da habt ihr nur halb Recht. Denn zwar haben viele deutsche Omas schon lange einen Käsekuchen dieser Art gebacken –  „Russischer Zupfkuchen“ wird das gute Stück aber erst seit Anfang der 1990er Jahre genannt! Damals hatte nämlich der bekannte deutsche Hersteller Dr. Ö. (ihr wisst, wen ich meine…) einen Backwettbewerb ausgerufen: Das beste Käsekuchen-Rezept sollte Pate stehen für eine neue Backmischung. Und da wurde eben ganz oft ein Käsekuchen von der Art eingereicht, den wir heute als Russischen Zupfkuchen bezeichnen.

Also hat Dr. Ö. sich einen pfiffigen Namen überlegt, der leicht zu merken ist und dem Kuchen eine „Hintergrund-Geschichte“ verliehen. Mit Russland hat das Rezept eigentlich ganz und gar nichts zu tun – Russen kennen nämlich nicht mal Quark bzw. Käsekuchen, sondern höchstens saure Sahne. Anfang der 1990er war jedoch nach Fall des Eisernen Vorhangs ein gewisses Interesse für alles „Russische“ da und genau das haben die findigen Marketing-Mitarbeiter genutzt. Da die Schoko-Zupfen manch kreativen Geist an Russische Kirchturmspitzen erinnern, kam also der Name zustande. Mal ehrlich: Erkennt ihr die typisch russischen Zwiebeltürme in diesen Flecken??? Also ich nicht…

Mithilfe eines Werbespots, in dem eine ältere Dame mit russischem Akzent von ihrer Kindheit und dem damals oft gebackenen „Russischen Zupfkuchen“ erzählt (auf YouTube verfügbar, wenn es euch interessiert), wurde die Legende dann endgültig ins kollektive Back-Gedächtnis eingebrannt. Fortan glaubten ganz viele, dass der Zupfkuchen russischen Ursprungs ist und es sich dabei um ein ganz altes Rezept handelt. Das nenne ich mal einen Marketing-Erfolg!

Aber egal, wie der Name oder das Rezept entstanden ist: Fakt ist, dass der Russische Zupfkuchen nach wie vor unglaublich beliebt ist und vor allem ganz hervorragend schmeckt! Zudem geht er wirklich sehr einfach auch ohne Backmischung: Das Rezept ist also auch gut für Backanfänger geeignet.

Hier kommt meine Version des Zupfkuchens 🙂

Russischer Zupfkuchen (ein kleines Blech 20×20 cm / für ein ganzes Blech einfach die Mengen verdoppeln!)

Für den Teig

  • 350 g Mehl
  • 75 g Kakao
  • 3 TL Backpulver
  • 175 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 200 g Butter oder Margarine

Für die Käsekuchen-Masse

  • 75 g Butter (keine Margarine!)
  • 125 g Zucker
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 500 g Magerquark
  • 1 Becher (200 ml) Sahne
  • 1 Pck. Vanille-Puddingpulver
  • 3 Eier
  1. Zunächst bereitest du den Teig vor: Verknete dazu alle angegeben Zutaten mit einer Prise Salz miteinander, bis ein glatter Teig entsteht. Ist der Teig zu weich, gib noch etwas Mehl hinzu. Ist er zu bröselig, kannst du noch 1 – 2 EL Milch hineingeben.
  2. Stelle den Teig für etwa 30 Minuten kalt.
  3. Derweil kannst du die Füllung vorbereiten. Dafür lässt du als erstes die Butter schmelzen und ganz leicht abkühlen (auf Zimmertemperatur).
  4. Als nächstes verrührst du alle Zutaten für die Füllung zu einer glatten Masse. Fertig!
  5. Nun heizt du den Ofen auf 180° C (Ober-Unterhitze) vor und legst deine Backform mit Backpapier aus.
  6. Aus etwa 2/3 des Schoko-Teiges formst du einen Boden für deinen Russischen Zupfkuchen. Darauf gießt du die Käsekuchenmasse.
  7. Zuletzt reißt du den übrigen Schoko-Teig in kleien Stücke, die du auf den Käsekuchen legst.
  8. Nun bäckst du den Russischen Zupfkuchen etwa 50 – 55 Minuten im heißen Ofen.
  9. Anschließend muss der Kuchen gut abkühlen und noch mindestens 1 – 2 Stunden in den Kühlschrank, bevor du ihn anschneidest. Ein Test in Sachen Selbstkontrolle 😉
  10. Fertig ist ein super einfacher und super leckerer Kuchen-Klassiker!

Waidmanns Heil (Wildschweinbraten aus dem Dutch Oven)

Wusstet ihr, dass das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest im Moment besonders hoch ist? In Osteuropa ist diese Krankheit immer mehr auf dem Vormarsch. Das beunruhigt nicht nur Schweinebauern, sondern vor allem auch Jäger. Warum ich euch das erzähle? Nun, über drei Ecken hängt das heutige Rezept nämlich damit zusammen. Denn meine Mutter hat einen ehemaligen Kollegen, der uns als Jäger immer wieder frisches Wildfleisch liefert. Normalerweise bekommen wir vor allem Reh und Hirsch (auch als hervorragende Salami und Schinken). Derzeit werden jedoch vor allem Wildschweine bejagt – eben aufgrund des hohen Risikos für die Schweinepest.

So sind wir neulich in den Besitz eines wunderbaren Wildschweinrückens gekommen. 3 Kilo feinstes Fleisch warteten drauf, verarbeitet zu werden. „Normal“ im Ofen war uns fast ein wenig zu langweilig, deshalb kam das Stück letztendlich in den Dutch Oven (wohin auch sonst 🙂 ) Bei Wild auf Wild haben wir ein tolles Rezept für eine Whiskey-Honig-Marinade gefunden, an das wir uns gehalten haben. Allerdings wird im Originalrezept der Wildschweinrücken gegrillt, daher haben wir die Zutaten auf den Dutch Oven angepasst.

Wie schmeckt nun so ein Wildschweinrücken? Er sollte auf keinen Fall zu sehr nach „Wild“ schmecken, sondern eher wie ein sehr aromatischer „normaler“ Schweinerücken. Wenn ihr denkt, das Schwein sitzt mit am Tisch, dann habt ihr leider ein zu altes Tier erwischt… Also immer darauf achten, wo ihr den Braten kauft!

Und was isst man zu so einem Wildschweinbraten? Ganz klassisch kann man Klöße servieren. Wir haben uns stattdessen für Smashed Potatoes entschieden. Dazu gart ihr kleine neue Kartoffeln, bis sie fast gar sind. Diese legt ihr auf ein Blech und zerdrückt sie mit der Gabel etwas, sodass die Schale aufplatzt und ihr gewissermaßen eine Art Kartoffelplätzchen habt. Diese bestreut ihr mit Salz, Pfeffer und Paprika, legt auf jede Kartoffel ein kleines Stückchen Butter und ein paar Rosmarinnadeln und backt die Kartoffeln bei 190°C (Ober-Unterhitze) ca. 10 Minuten, bis sie schön braun und leicht kross sind. Wirklich nicht schwer, aber sehr lecker!

Wenn ihr Wildschein bekommen könnt, solltet ihr diesen Braten unbedingt einmal ausprobieren! Er ist wirklich nicht schwer, aber geschmacklich ein Highlight!

Wildschweinrücken aus dem Dutch Oven mit Whiskey Marinade (4 Personen)

  • ca. 2 kg Wildschweinrücken mit Knochen
  • ca. 300 g Speckstreifen / Bacon
  • 1 große rote Paprika
  • 3 große Zwiebeln
  • 1 Glas Wildfond
  • einige Esslöffel Barbecue-Sauce

Für die Marinade:

  • 4 EL Senf (scharf)
  • 4 EL brauner Zucker
  • 6 EL Whiskey
  • 1 EL Honig
  • 6 EL Butter
  1. Gib zuerst die Zutaten für die Marinade in einen Topf, koche alles auf und lasse die Masse etwa 5 Minuten einreduzieren, bis eine dickliche Masse entsteht (wie zäher Honig).
  2. Währenddessen entfernst du die „Silberhäutchen“ vom Wildschweinrücken. Dann reibst du ihn auf der Fleischseite großzügig mit der Marinade ein und lässt ihn im Kühlschrank mindestens 1 Stunde marinieren.
  3. Während der Marinierzeit kannst du Paprika und Zwiebeln in grobe Stücke schneiden und unten in den Dutch Oven legen.
  4. Als nächstes nimmst du den Wildschweinrücken aus dem Kühlschrank und umwickelst ihn mit den Speckstreifen (ggf. mit Zwirn festbinden).
  5. Lege das Wildschwein auf Zwiebeln und Paprika im Dutch Oven und schließe den Deckel.
  6. Heize 21 Kohlen vor: 7 legst du unter den Dutch Oven, 14 oben drauf. So lässt du den Wildschweinbraten zunächst eine Stunde ziehen.
  7. Bestreiche nach dieser Zeit den Wildscheinrücken mit der Barbecue-Sauce und gieße unten in den Topf den Wildfond an. So lässt du den Braten noch etwa 2 Stunden köcheln.
  8. Ist die Garzeit abgelaufen, teste, ob das Fleisch schön zart und weich ist. Wenn ja, kannst du es nun herausnehmen, vom Knochen lösen und servieren.
  9. Wir haben die Sauce abgesiebt und mit etwas Rotwein, Salz, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt. Wer mag, kann auch das darin enthaltene Gemüse pürieren, dann gibt es eine etwas dickere Sauce.
  10. Serviere den Wildschweinrücken mit Kartoffelklößen oder Smashed Potatoes sowie Preiselbeeren und einem frischen Salat. Unglaublich lecker!

 

 

Brainfood (Protein Müsliriegel ohne Zucker)

Ich habe euch ja schon öfter erzählt, dass ich tagsüber immer mal wieder einen Snack brauche, um leistungsfähig bis zum Abendessen zu bleiben. Da bin ich natürlich immer wieder auf der Suche nach neuen Rezeptideen, z.B. diesen Energiekugeln oder einem Müslikeks.

Die Basis für diese Müsliriegel bildet Banane. Wenn ihr also nicht genug Bananen für ein Bananenbrot (oder die Schoko-Variante davon) habt, ist dieses Rezept ideal. So richtig schön überreif und braun darf die Banane sein – je reifer, desto süßer werden die Müsliriegel am Ende. Für zusätzliche Süße kann auch das verwendete Proteinpulver sorgen: Ich habe ein Pulver mit Vanille-Geschmack genutzt, das ich euch unten verlinke.

Wenn die Basis aus Haferflocken, Amaranth und Banane fertig ist, ist euere Kreativität gefragt! Welche Früchte, Nüsse oder Kerne ihr verwenden möchtet, bleibt ganz euch überlassen. Ich habe in meinen Riegeln getrocknete Kirschen und Cranberrys für eine beerige Geschmacksnote verwendet. Denkbar sind aber z.B. auch die Geschmacksrichtungen Ananas und Kokosraspel (Tropic Müsliriegel), Sonnenblumenkerne und Rosinen (klassisches Müsli) oder Walnuss und Haselnuss für einen richtig nussigen Riegel. Gebt einfach hinein, was ihr im Vorrat habt und was euch schmeckt 🙂

Vielleicht werde ich noch eine Schoko-Variante des Riegels testen – eigentlich sollte sich ein Teil des Hafermehls durch Kakao ersetzen lassen. Wenn dann noch Schoko-Proteinpulver zum Einsatz kommt, wird das ein leckerer Schoko-Müsliriegel. Ich werde euch berichten, ob das Experiment klappt 🙂

Und hier kommt das Rezept, mit dem ihr die kleinen Leistungstiefs des Alltags wunderbar überbrücken könnt!

Diese Produkte habe ich für das heutige Rezept verwendet*

*Die Amazon Produktlinks sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Müsliriegel ohne Zucker (ca. 12 Stück)

  • 150 g kernige Haferflocken
  • 1/2 TL Natron
  • 50 g gepuffter Amaranth, Puffreis o.Ä.
  • 70 g feine Haferflocken, gemahlen (Hafermehl)
  • 40 g Proteinpulver nach Wahl (oder mehr Hafermehl)
  • nach Wunsch 1 EL Kakaopulver
  • 175 g sehr reife Banane
  • 45 g Kokosöl (oder geschmacksneutrales Öl) – Alternativ Honig oder anderes flüssiges Süßungsmittel (falls es dir nicht süß genug ist)
  • 75 g Inhalte nach Wahl: Nüsse, Cranberrys, Rosinen, Trockenfrüchte, Schoko-Chips, Kokos…. (ich habe Kirschen + Cranberrys verwendet)
  • ggf. 50 g Schokolade zum Verzieren
  1. Gib die Banana, das Kokosöl, das Proteinpulver, Natron und Hafermehl in einen Blender und mixe alles kräftig durch.
  2. Hebe die Haferflocken, den Amaranth und die weiteren Inhalte (z.B. Trockenfrüchte, Nüsse) unter, bis eine dicke Paste entsteht.
  3. Falls es dir nicht süß genug ist: Nun kannst du nachsüßen mit etwas Honig oder Ahornsirup!
  4. Streiche die Masse etwa fingerdick in eine kleine Form (etwa 20 x 20 cm) und backe die Müsliriegel bei 160°C (Ober-Unterhitze) für etwa 15 Minuten.
  5. Schneide die Riegel noch während sie zimmerwarm sind in Form und lasse sie vollständig abkühlen.
  6. Wenn du möchtest, kannst du die erkalteten Riegel noch mit geschmolzener Schokolade verzieren.
  7. Fertig sind deine eigenen Müsliriegel ohne Zucker! An einem kühlen, trockenen Ort gelagert halten sie sich bis zu einem Monat – sie werden dann nur etwas härter.

Grün, Grün, Grün sind alle meine Farben (Zucchinikuchen)

Zucchini fand ich als Kind immer suspekt. Muss wohl in der Familie liegen, denn obwohl meine Großeltern schon seit Jahrzehnten Zucchini im Garten anbauen, ist mein Opa ein strikter „Zucchiniverweigerer“ (wie übrigens auch Herr BackIna). Allerdings habe ich meine Meinung über das grüne Gemüse irgendwann geändert – und zwar durch den Zucchinikuchen, den ich euch heute zeigen möchte!

Geraspelte Zucchini im Teig macht den Kuchen wunderbar saftig und hat dabei keinen Eigengeschmack. Insofern werden auch Zucchini-Hasser das Gemüse in dieser Form akzeptieren 🙂 Das Rezept, das auch mich vom Zucchini überzeugt hat, stammt (wie schon der Zebrakuchen) aus dem Zwergenstübchen Backbuch. Auch wenn die Bücher schon in den 1980er / 1990er Jahren erschienen sind, sind die Rezepte darin wirklich zeitlos und falls ihr noch kein solches Buch habt, kann ich es nur empfehlen! Ich verlinke euch unten die von mir genutzten Ausgaben. Vor allem das violette Buch „Zwergenstübchen Bäckerei“ nutzen wir oft und gerne – auch heute noch!

Zurück zum Zucchinikuchen: Ich habe das Originalrezept nur wenig verändert. Namentlich habe ich den Zuckeranteil etwas gesenkt und noch einen Esslöffel Kakao hinzugegeben. Der Teig schmeckt dadurch nicht schokoladig, sondern nur intensiver. Wenn ihr näher am Orginialrezept aus dem Zwergenstübchen-Backbuch sein möchtet, lasst den Kakao weg und nehmt 200 – 250 g Zucker.

Dieser Zucchinikuchen schmeckt eher wie ein sehr saftiger Nusskuchen durch die geriebenen Haselnüsse im Teig. Mit einer dicken Schicht Schokoglasur wird dadurch ein toller Blechkuchen für Familienfeiern oder zum Nachmittagskaffee. Trotz der eher „einfachen“ Zubereitung muss sich dieser Kuchenklassiker nicht hinter aufwändigen Torten verstecken! Im Gegenteil: Ich greife sogar lieber zu einem Stück davon als zu einer schweren Torte 🙂

Ich kann euch nur empfehlen: Backt diesen Klassiker nach, so lange frische Zucchini am Markt sind – damit überzeugt ihr sicherlich auch „Zucchini-Hasser“ 🙂

Diese Produkte habe ich für das heutige Rezept verwendet*

*Die Amazon Produktlinks sind sog. Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas bestellst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten!

Zucchinikuchen aus dem Zwergenstübchen BackBuch
(Ergibt eine Fettpfanne á 24 x 20 cm – für ein ganzes Blech die Menge verdoppeln!)

  • 2 Eier
  • 175 g Zucker
  • 110 g gemahlene Haselnüsse
  • 125 ml Öl
  • 225 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 gestr. TL Zimt
  • 1 EL Kakao
  • 225 g geraspelte Zucchini
  • Schokoglasur und Deko nach Belieben
  1. Heize den Backofen auf 200° C Ober-Unterhitze vor.
  2. Rühre für den Teig zuerst die Eier mit dem Zucker sowie einer Prise Salz cremig.
  3. Dazu gibst du die Nüsse sowie das Öl und rührst weiter, damit die Masse cremig bleibt.
  4. Mische Backpulver, Natron, Zimt, Kakao und Mehl.
  5. Zuletzt hebst du die Mehlmischung im Wechsel mit dem geraspelten Zucchini unter den Teig.
  6. Nun streichst du den Teig für den Zucchinikuchen ins Blech und bäckst den Zucchinikuchen ca. 30 – 35 Minuten (Stäbchenprobe machen).
  7. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, kannst du ihn mit der Schokoglasur überziehen und nach Wunsch verzieren.

Anzeige: Sommerliche Snacks mit Seeberger Soft-Früchten

Mögt ihr Trockenfrüchte? Ich habe eigentlich immer ein Paket Cranberrys zu Hause, denn die dürfen im morgendlichen Porridge oder Quark bei mir nicht fehlen! Auch andere Früchte wie Aprikosen oder Feigen habe ich gerne im Vorrat. Diese sind das ideale „Brainfood“ für mich, um kurze Leistungstiefs während des Tages zu überbrücken. Anstelle von Süßigkeiten greife ich dann gerne mal zu Trockenfrüchten. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, als mich Seeberger gebeten hat, ihre Soft-Früchte zu testen! Sicherlich kennt ihr diese besonders weichen Trockenfrüchte – im Vergleich zu manch anderen getrockneten Früchten sind diese richtig zart und weich. Falls ihr sie noch nicht kennt, könnt ihr euch hier über die einzelnen Sorten informieren. 

Allerdings sind die Soft-Früchte von Seeberger nicht nur ein guter Snack während des Arbeitstags oder ein Add-In ins Müsli: Auch wenn sich spontan Gäste ankündigen, kann man mit den Soft-Früchten richtig leckere Snacks zaubern. Es lohnt sich also, immer ein paar Pakete im Schrank zu haben 🙂 Meine persönlichen Lieblings-Früchte im getrockneten Zustand sind die schon eingangs erwähnten Cranberrys, weil sie so schön süß-herb sind. Das ist genau mein Geschmack!

Auch die Soft-Aprikosen finde ich richtig lecker, denn diese schmecken fast wie frische Aprikosen und haben einen wunderbaren „Biss“ ohne zäh zu sein. Super fruchtig und fein! Übrigens: Weitere Sorten von Seeberger sind Soft-Datteln, Soft-Kirschen (lecker in Schoko-Cookies!), Soft-Feigen und Soft-Pflaumen.

Was liegt also näher als diese beiden Sorten zu sommerlichen Snacks zu verarbeiten? Denn wenn sich spontan Freunde ankündigen (oder zum Fußball schauen vorbeikommen), will man manchmal einfach einen unkomplizierten Snack servieren, für den man nicht lange in der Küche stehen muss. Dazu sind meine heutigen Rezeptideen genau richtig!

Im Supermarkt um die Ecke bei uns gab es lange Zeit handgemischte Frischkäse – meine Lieblingssorte war dabei „Cranberry-Meerrettich“: Eine echt gelungene Kombination aus süß, herb und scharf. Diesen Frischkäse könnt ihr ganz leicht selber machen und vor allem macht er in einem Mantel aus Cranberrys richtig was her – sieht fast aus wie ein Käse-Igel, nur eben in bunt! Als Ergänzung zum herzhaften Cranberry-Dip gibt es ganz einfach zu machende Schoko-Aprikosen: Bitterschokolade, Nüsse und die Soft-Aprikosen schmecken nicht nur hervorragend, sondern sind auch noch gesund.

So habt ihr ganz schnell aus dem Vorratsschrank zwei leckere und gesunde Snacks gezaubert – und dabei gesünder sind als Chips und Co! Bevor ich euch die Rezepte gebe, könnt ihr allerdings noch die Seeberger Soft-Früchte gewinnen 🙂

Gewinne zwei Testpakete der Seeberger Soft-Früchte (Abgeschlossen)

Möchtest du die Seeberger Soft-Früchte auch einmal testen? Ich verlose zwei Probierpakete mit je 6 Päckchen der Soft-Früchte (je 1x Soft-Feigen, Soft-Pflaumen, Soft-Aprikosen, Soft-Datteln, Soft-Kirschen, Soft-Cranberrys)!

Was du dafür tun musst? Hinterlasse bis zum 5. Juli 2018, 23:59 Uhr hier einen Kommentar, in dem du mir verrätst, welche der Soft-Früchte du am liebsten snackst. Der / die GewinnerIn wird dann am 6.7. ausgelost und schriftlich benachrichtigt (bitte eine korrekte Mailadresse angeben!). Anschließend versende ich den Gewinn.

Die beiden Gewinnerinnen wurden bereits per Mail benachrichtigt. Vielen Dank für euere Teilnahme! 

Achtung: Berechtigt sind nur Personen über 18 aus Deutschland. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Die Preise dürfen nicht getauscht oder übertragen werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Für die Schoko-Aprikosen

  • 200 g Soft-Aprikosen
  • 75 g dunkle Schokolade
  • 25 g weiße Schokolade
  • Toppings nach Wahl: gehackte Nüsse, kleingeschnittene Cranberrys etc.
  1. Schmelze die beiden Schoko-Sorten getrennt.
  2. Tauche je eine Hälfte der Soft-Aprikosen in die Schokolade deiner Wahl.
  3. Verziere die Schoko-Aprikosen nach Wunsch entweder mit andersfarbiger Schokolade oder streue Nüsse / Cranberrys etc. darauf.
  4. Lasse die Aprikosen gut durchkühlen und serviere sie als leckeren Snack!

Für den Cranberry-Meerrettich-Frischkäse

  • 200 g Frischkäse
  • 2 EL geriebener Meerrettich (Glas)
  • 50 + 150 g Soft-Cranberrys
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer (am besten Orangenpfeffer)
  1. Hacke 50 g der Cranberrys sehr fein.
  2. Rühre den Frischkäse mit dem Meerrettich, einem Spritzer Zitronensaft, Salz, Pfeffer und den gehackten Cranberrys glatt.
  3. Schmecke die Masse nach Wunsch ab: Falls du es schärfer magst, füge noch mehr Meerrettich hinzu!
  4. Forme aus der Masse anschließend eine große Kugel, die du mit den restlichen Soft-Cranberrys bedeckst.
  5. Stelle deinen Cranberry-Meerrettich-Frischkäse mindestens eine Stunde kalt, bevor du ihn servierst.
  6. Dazu reichst du am besten verschiedene Brote und Knabbergebäck. So kann sich jeder seinen eigenen Happen zusammenstellen.

 

 

 

Wie im Coffeeshop (XXL Blaubeer-Muffins mit Streuseln)

Vor einiger Zeit habe ich hier ein Rezept für XXL Schoko Muffins wie bei Starbucks und Co geteilt – nur eben ganz ohne Chemie oder Backmischungen. Da dieses Rezept bei euch so gut ankam, habe ich nach weiteren Geschmacksrichtungen von Muffins gesucht, die man sonst gerne im Coffeeshop kauft, zu Hause aber schwer so hinkriegt. Da kam mir natürlich als erstes Blaubeere mit einem leicht zitronigen Teig in den Sinn! Blaubeer-Muffins sind wirklich typisch für amerikanische Coffeeshops und da die Beeren gerade in Saison sind, ist das natürlich perfekt.

Wie schon bei den Schoko Muffins stehen diese den gekauften Varianten in nichts nach – im Gegenteil, sie schmecken sogar besser! Das Geld für den nächsten Muffin bei Starbucks könnt ihr euch sparen: Denn die Liebe beim selber backen schmeckt man doch immer ganz dezent heraus 🙂 Wie man das von den gekauften Varianten gewohnt ist, ist der Teig fluffig weich, schmeckt süß und vanillig, aber doch mit deutlicher Zitronen-Note. Als Topping kommen noch Butterstreusel oben drauf.

Die Grundlage für die Blaubeer-Muffins bildet mein Rezept für die XXL Schoko-Muffins. Im Vergleich zur Schoko-Variante habe ich jedoch den Kakao durch Mehl ersetzt (wer hätte es gedacht 😉 ) und anstelle von Creme Fraiche Joghurt verwendet. Die feine Säure passt meines Erachtens besser zu Zitrone und Blaubeere. Creme fraiche funktioniert jedoch ebenso. Insgesamt kommen die Blaubeer-Muffins auch mit etwas weniger Süße aus, da wir hier ja kein „super süßes“ Ergebnis haben wollen wir bei den Schoko Muffins, sondern die säuerliche Note noch deutlich durchkommen soll.

Natürlich könnt ihr die Streusel auf den Muffins auch weglassen und anstelle dessen einfach Puderzucker oder etwas Zuckerguss (oder gar nichts) nach dem Backen hinzugeben. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch! Für mich sind die Streusel allerdings der Clou an dem Rezept, da sie noch etwas Crunch in die Muffins bringen.

Wenn ihr also ein typisches Rezept wie im Coffeeshop sucht, dann solltet ihr diese XXL Blaubeer Muffins mit Streuseln unbedingt probieren! Am besten funktioniert das Rezept übrigens mit einer Tulpen-Muffinform als Grundlage, da die Muffintops an den erhöhten Seitenwänden so richtig schön hochgehen können.

Diese Produkte habe ich für das heutige Rezept verwendet*

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Blaubeer Muffins mit Streuseln wie bei Starbucks und Co. (12 Stück)

Für die Blaubeer-Muffins

  • 375 g Mehl
  • 2,5 TL  Backpulver
  • 0,5 TL Natron
  • 2 Eier
  • 250 g Zucker
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 110 g neutrales Öl (z.B. Sonnenblume)
  • 300 g Naturjoghurt (3,8% Fett)
  • 200 g Blaubeeren (gewaschen)

Für die Streusel

  • 40 g Zucker (am besten feiner brauner)
  • 50 g Mehl
  • 40 g Butter (in kleine Würfel geschnitten)
  1. Knete zunächst alle Zutaten für die Streusel mit einer Prise Salz zu Streuseln und stelle diese kalt.
  2. Heize als nächstes den Ofen auf 190° Ober-Unterhitze vor.
  3. Als nächstes mischt du das Mehl für die Muffins mit dem Backpulver und Natron sowie einer guten Prise Salz zusammen. Diese Mischung stellst du ebenfalls beiseite.
  4. Nun verrührst du den Joghurt, das Öl, den Zucker, die Eier, das Vanille-Extrakt sowie den Zitronensaft zusammen, bis sich der Zucker gelöst hat.
  5. Gib die Mehlmischung hinzu und verrühre nur ganz kurz, bis ein Teig entsteht. Es dürfen sogar noch Mehlklumpen zu sehen sein.
  6. Wende die Blaubeeren in etwas Mehl, damit diese im Teig nicht einsinken, und hebe sie unter den Muffin-Teig.
  7. Fülle 12 Muffin-Förmchen bis zum oberen Rand mit dem Teig (ja, wirklich bis ganz oben!) und streue die Streusel gleichmäßig oben drauf.
  8. Backe die Muffins für 10 Minuten bei 190 Grad und drehe dann die Temperatur auf 175° C herunter. Lasse die Blaubeer-Muffins bei dieser Hitze etwa 10 – 15 Minuten fertig backen (Stäbchenprobe machen).
  9. Fertig sind leckere, hohe und fluffige Blaubeer-Muffins wie bei Starbucks und Co!

Nachmittagstee (Vanille Scones mit Joghurt)

Vor einiger Zeit habe ich euch hier ja ein Rezept für Schoko Scones vorgestellt. Auch gab es hier schon einmal ein herzhaftes Scones Rezept. Aus irgendeinem Grund hatte ich das leckere britische Gebäck aber einige Zeit gar nicht mehr auf dem Schirm… Bis neulich meine liebe Blogger-Kollegin „Tea and Scones“ nach den besten Scones-Rezepten gesucht hat! Da kamen meine Schoko Scones nämlich auf die Liste und angesichts der vielen Ideen habe ich Lust bekommen, mal wieder selbst Scones zu backen.

Diesmal allerdings nicht in der Schoko, sondern in einer etwas klassischeren Vanille-Variante. Es passte gut, dass wir gerade frische Erdbeer-Marmelade gekocht hatten. Denn was passt besser als eine fruchtige Marmelade auf einem Scone? Allerdings war nur noch wenig Butter im Kühlschrank (bei den Butterpreisen auch kein Wunder), deshalb habe ich nach Rezepten mit nur wenig Butter gesucht. Und habe dabei rausgefunden, dass viele Rezepte Joghurt in den Scones verwenden. Dank der dezenten Säure ist das eine perfekte Ergänzung zum eher süßen Gebäck!

So sind diese Vanille Scones mit Joghurt entstanden. Das beste: Ihr habt die meisten Zutaten garantiert im Vorrat und die Scones sind super schnell gemacht – allerdings ebenso schnell vernascht 😉 Also schnappt euch die Erdbeer-Marmelade und veranstaltet ein schönes Sonntagsfrühstück mit diesen Vanille Scones. Oder back die Scones zum Nachmittagstee – ganz stilecht britisch 🙂

Diese Produkte habe ich für das heutige Rezept verwendet*

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Vanille Scones mit Joghurt (8 Stück)

  • 350 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 85 g kalte Butter
  • 150 g Joghurt
  • 4 – 5 EL Milch
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 2 EL feiner brauner Zucker
  • Zum Bestreichen und Bestreuen vor dem Backen: ca. 1 EL Brauner Zucker und 2 EL Milch
  1. Heize den Backofen auf 200° C Ober-Unterhitze vor.
  2. Mische zunächst das Mehl mit dem Backpulver sowie einer großen Prise Salz (ca. 1/4 TL).
  3. Gib die kalte Butter in Stückchen hinein und arbeite diese mit einer Gabel oder einem speziellen Pie-Werkzeug unter, sodass ganz feine Streusel entstehen. Die Butter darf nicht schmelzen!
  4. Vermische den Joghurt mit der Milch, dem Vanille-Extrakt und dem Zucker.
  5. Gib die Joghurt-Mischung zur Mehl-Mischung und verarbeite alles schnell zu einem Teig.
  6. Rolle diesen etwa 2 cm dick rund aus und schneide aus dem so entstandenen Kreis 8 „Ecken“, die du auf ein Backblech setzt.
  7. Bestreiche die Scones mit Milch und bestreue sie mit dem groben braunen Zucker.
  8. Backe sie nun etwa 12 – 15 Minuten (bis sie oben leicht goldbraun sind).
  9. Am besten schmecken die Joghurt Scones ganz frisch aus dem Ofen!

Garnelen-Ananas-Spieße (Fingerfood)

Du suchst nach einem einfachen Fingerfood-Rezept? Dann sind diese Garnelen-Ananas-Spieße genau richtig für dich: Fruchtig, leicht scharf und ganz einfach zu machen!

Garnelen-Ananas-Spieße (ca. 20 Stück)

  • 20 Garnelen
  • 3 EL Süß-Sauer-Sauce
  • 1 mittelgroße Ananas
  • 1 TL brauner Zucker
  • 2 EL neutrales Öl
  • rosa Pfeffer, Salz, Chilipulver
  1. Mariniere die Garnelen für ca. eine halbe Stunde in der Süß-Sauer-Sauce. Nach Wunsch kannst du auch noch etwas Chili-Pulver zugeben, wenn du es schärfer magst.
  2. Schneide derweil die Ananas in gleichmäßige Würfel (etwa 3 x 3 cm).
  3. Lasse den braunen Zucker in einer Pfanne schmelzen und gebe die Ananas hinzu: Brate diese nun rundherum an, bis sie karamellisiert ist. Würze die Ananas mit dem rosa Pfeffer.
  4. Tupfe die Garnelen etwas trocken und erhitze jetzt das Öl in der Pfanne.
  5. Brate die Garnelen ca. 2 Minuten pro Seite und Würze sie nach Wunsch mit Salz, Pfeffer und ggf. Chili.
  6. Stecke jeweils eine Garnele und ein Stück Ananas abwechseln auf Spieße oder lege je eine Garnele mit einer Ananas in einen Servierlöffel.
  7. Fertig ist ein ganz einfaches Fingerfood!

Omelett-Röllchen in 2 Varianten (Lachs und Tomate-Mozzarella)

Omelett-Röllchen lassen sich super vorbereiten und gut variieren. Dabei sind sie ein einfaches Fingerfood, das richtig etwas hermacht.

Omelett-Röllchen in 2 Varianten (ca. 20 Stück)

Für die Omeletts

  • 8 Eier
  • 8 EL Mineralwasser
  • Salz und Pfeffer
  • Öl zum Braten

Für die Lachs-Füllung

  • ca. 5 EL Joghurt
  • 1 Bund Dill
  • 1 TL Senf
  • 150 g Lachs
  • einige Mini-Tomaten nach Wunsch

Für die Tomate-Mozzarella-Füllung

  • ca. 5 EL grünes Pesto
  • ca. 150 g Tomaten
  • 125 g Mozzarella (eine kleine Kugel)
  • einige Blätter Basilikum
  1. Für das Omelett verquirlst du die Eier mit dem Mineralwasser und würzt die Mischung mit Salz und Pfeffer.
  2. Erhitze ca 1 EL Öl in einer Pfanne und gieße ca. 1/4 der Masse hinein. Backe daraus ein Omelett, das du nach etwa 2 Minuten einmal wendest (am besten mithilfe eines Tellers).
  3. Backe auf dieselbe Weise noch 3 weitere Omeletts.
  4. Für die Lachs-Füllung verquirlst du den Joghurt, den Dill, den Senf sowie die etwas Salz und Pfeffer zu einer Creme. Diese streichst du auf zwei der Omeletts. Verteile noch den Lachs sowie nach Wunsch klein geschnittene Tomaten auf den beiden Omeletts und rolle sie dann ganz eng auf.
  5. Für die Tomate-Mozzarella-Omeletts schneidest du zuerst die Tomaten und den Mozzarella in dünne Scheiben.
  6. Dann streichst du zuerst das Pesto auf die beiden übrigen Omeletts und verteilst Tomate, Mozzarella sowie Basilikum darüber. Rolle diese beiden Omeletts ebenfalls eng auf.
  7. Schneide alle Omeletts in etwa zwei Finger breite Scheiben, in die du jeweils einen Spieß steckst.
  8. Stelle deine Omelett-Röllchen bis zum Servieren kalt – schnelles und einfaches Fingerfood!

American Burger Buns wie im Supermarkt

Eines der beliebtesten Rezepte auf meinem Blog sind die Dinkel Brioche Burger Buns. Und die sind auch wirklich extrem lecker! Allerdings gibt es nicht nur Brioche Burger Buns auf der Welt. Sondern auch noch eine zweite Sorte. Die Sorte, die man sonst häuptsächlich im Supermarkt kauft oder bei McDonald’s und Co als Unterlage für den Burger bekommt. Nicht, dass ich bei McDonald’s essen würde – mein letztes Mal war glaube ich bei einem Kindergeburtstag in den 1990ern 😉  Allerdings habe ich immer wieder das Feedback bekommen, dass die Brioche Buns etwas zu „schwer“ sind und wie man so luftig-fluffige Brötchen hinkriegt wie gekauft.

Die Antwort darauf ist ja meist: Chemie. Chemische Teigbehandlungsmittel machen die Industrie-Brötchen so extrem fluffig. Dennoch hat mich interessiert: Kriegt man zumindest eine so ähnliche Struktur daheim hin? Denn super fluffige und nicht ganz so „schwere“ Buns passen auch zu vielen Burgern besser (zum Beispiel dem Spargel Burger, den ich letzte Woche hier vorgestellt habe). Wenn der Belag schon recht heftig ist, braucht es doch eher ein luftiges Brötchen ohne viel Eigengeschmack. Gleichzeitig muss das Burger Bun aber auch stabil sein, damit der Belag es nicht gleich zerdrückt. Keine leichte Aufgabe.

Zum Glück lese ich gerade das Buch *. Wirklich sehr zu empfehlen, wenn ihr euer Grundwissen über Lebensmittelchemie vertiefen wollt! Daraus habe ich einige Ideen bekommen, wie man die Burger Buns so herstellen kann, dass sie beinahe wie gekaufte schmecken.

Folgendes solltet ihr beachten:

  • Natürlich braucht ihr ein gutes Grundrezept. Hier habe ich die „Beautiful Burger Buns“ von King Arthour Flour gewählt, da diese sehr gute Reviews hatten und als typisch „amerikanisch“ beschrieben wurden.
  • Damit ein Teig so feinporig wird wie ein gekaufter Bun und gleichzeitig stabil bleibt, muss er lange gehen. Deshalb habe ich die Menge der Hefe reduziert und den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
  • Damit der Bun stabil bleibt trotz der luftig-fluffigen Struktur braucht es genug Gluten im Teig. Das entsteht nur, wenn ihr den Teig wirklich LANGE knetet. Also lasse euere Küchenmaschine Überstunden machen! Auch industrielle Teige werden viel geknetet, da sie ja ganze Produktionsstraßen durchlaufen müssen.
  • Etwas Ei und Butter im Teig sorgen für die Saftigkeit und die weiche Kruste.
  • Zuletzt bestreicht ihr die Brötchen vor dem Backen mit flüssiger Butter und stellt eine Schüssel mit Wasser in den Ofen: Diese beiden Maßnahmen sorgen dafür, dass die Buns so richtig weich bleiben und beim Backen keine Kruste entwickeln.

Mit diesem Grundwissen könnt ihr wirklich super fluffige Buns zu Hause hinkriegen – schmecken wirklich fast wie gekauft! Ich habe mir sogar „Vergleichsobjekte“ aus dem Supermarkt geholt und meine haben fast die gleiche Struktur – schmecken aber deutlich besser 🙂

Diese Produkte habe ich für das heutige Rezept verwendet*

*Die Amazon-Produktlinks sind sog. Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas bestellst, erhalte ich also eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

American Burger Buns wie bei McDonald’s, Burger King und Co (luftig, fluffig, leicht süß) – 8 Stück

  • 420 g Weizenmehl Type 550
  • 225 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Ei
  • 30 g weiche Butter
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Salz
  • 5 Gramm Hefe
  • ca. 40 g Butter zum Bestreichen
  1. Am Vorabend des Backens: Mische das Weizenmehl mit dem Salz und rühre gut durch. Mache in die Mitte des Mehls eine Kuhle, in die du die Hefe bröckelst sowie den Honig hinein tröpfelst.
  2. Verrühre die Hefe und den Honig mit etwa einem Esslöffel lauwarmen Wasser zu einer glatten Masse. Diese lässt du mit einem Tuch abgedeckt bei Zimmertemperatur etwa 10 – 15 Minuten stehen.
  3. Danach solltest du Blasen innerhalb der Hefe-Mischung sehen: Das ist ein Zeichen, dass die Hefe aktiv ist.
  4. Sobald das der Fall ist, gibst du das Ei, die Butter sowie das restliche Wasser hinzu und knetest den Teig mit der Küchenmaschine mindestens 15 Minuten (!) bei mittlerer Geschwindigkeit.
  5. Nach der Knetzeit sollte ein geschmeidiger Teig entstanden sein. Es ist sehr wichtig, dass der Teig so lange geknetet wird, damit sich Gluten formen kann und der Teig später sehr luftig und gleichzeitig flexibel bäckt.
  6. Lasse den Burger Bun Teig nun mit Folie abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen. Diese langsame Gare sorgt dafür, dass die Buns später eine feinere Krume bekommen und richtig fluffig werden.
  7. Am nächsten Tag formst du aus dem Teig 8 gleichmäßige, flache Kugeln, die du erneut eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lässt.
  8. Heize den Ofen kurz vor Ende der Garzeit auf 220° C (Ober-Unterhitze) vor, wobei du auf die untere Schiene ein Backblech einschiebst, das du mit Wasser gefüllt hat.
  9. Nach einer Stunden sollten diese deutlich aufgegangen sein. Nun schmilzt du die restlichen 40 Gramm Butter und bestreichst die Buns mit etwa der Hälfte der Mischung.
  10. Schiebe die Buns in den Ofen (mittlere Schiene) und backe sie darin etwa 15 – 20 Minuten, bis sie hellbraun sind.
  11. Nimm die Buns heraus und bestreiche sie noch heiß mit der restlichen Butter.
  12. Fertig sind die fluffigsten Burger Buns, die du je gegessen hast – ganz ohne Chemie, aber genauso fluffig wie bei McDonald’s, Burger King und Co!

Hinweis: Du kannst die Buns vor dem Backen noch mit Sesam bestreuen, wenn du möchtest. Auch Mohn wäre sicher lecker.

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