Der „Endgegner“ (Cremiger Käsekuchen)

Kennt ihr auch solche Kuchen, die ihr ungern macht, weil sie überdurchschnittlich oft misslingen? Bei mir ist dieser „Endgegner“ Käsekuchen. Ehrlich jetzt! Der Klassiker, den jede Hausfrau beherrschen sollte, hat mich oft genug in den Wahnsinn getrieben. Da könnte ich euch Geschichten erzählen… Vor einigen Monaten beispielsweise sollte ich zu einer Feier einen Käsekuchen mitbringen. So weit, so gut. Es sah auch alles perfekt aus – dann beim Abkühlen das Problem: Die Oberfläche reisst einmal quer ein! Ich war so wütend und peinlich berührt, dass ich beinahe nicht mit zu der Feier gekommen wäre. Probleme, die nur Back-Bloggerinnen haben 😀

Jedenfalls hat mir dieser Zwischenfall mal wieder deutlich gemacht, dass ich mich dem „Endgegner“ dringend stellen sollte… So schwer kann das ja nicht sein?! Also habe ich im Freundes- und Bekanntenkreis einmal herum gefragt, was das perfekte Käsekuchenrezept der jeweiligen Hobby-BäckerInnen ist. Und nun habe ich jede Menge Käsekuchen-Rezepte hier! Eines davon sollte ganz besonders gut sein. Es kommt von einer lieben ehemaligen Kollegin meiner Mutter und ist ein überliefertes Familienrezept. Einerseits wurde dieser Käsekuchen als besonders cremig gerühmt und andererseits ist ein guter Schuss Rum in der Füllung enthalten – und damit kann man mich immer ködern 😉 Also habe ich nicht lange überlegt und dieses als erstes getestet.

Und was soll ich sagen? Mein Käsekuchen-Trauma ist überwunden! Dieses Rezept ist wirklich super cremig, die Füllung vanillig-aromatisch und der Mürbteig-Boden herrlich knusprig. Dabei war der Kuchen total schnell zusammengerührt, denn man muss nicht einmal das Eiweiß steif schlagen. Stattdessen kommen ganze Eier zu der Füllung auf Basis von Quark (20% oder 40%, KEIN Magerquark), Öl und Milch. Ein Gedicht, kann ich euch sagen! Der Kuchen bleibt relativ hell, weil er nur bei 160° gebacken wird. Dieses langsame Backen sorgt meines Erachtens nach auch ein wenig dafür, dass der Kuchen nicht einreißt. Und wichtig: Lasst den Käsekuchen noch ein Stück im Backofen abkühlen, bevor ihr ihn rausnehmt. So bekommt er keinen „Kälteschock“ und reißt ebenfalls weniger ein.

Hier kommt also mein neuer cremiger Lieblings-Käsekuchen. Danke, liebe Gabi, für das großartige Rezept! Wenn ihr auch ein Käsekuchen-Rezept habt, das ich unbedingt probieren sollte, hinterlasst es mir gerne in den Kommentaren oder schickt es mir per Mail 😉 Vielleicht findet ihr jetzt öfter Käsekuchen auf diesem Blog…

Cremiger Käsekuchen nach traditioneller Art

Für den Boden

  • 200 g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 100 g Butter (kalt, in Stückchen)
  • 1 Ei
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker

Für die Füllung

  • 750 g Quark (20% oder 40% Fett i. Tr., keinen Magerquark)
  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Pck Vanille-Puddingpulver oder Sahne-Puddingpulver
  • 150 ml Öl
  • 300 ml Milch
  • 1 EL Rum
  • 1 EL Zitronensaft
  1. Knete die Zutaten für den Boden rasch zu einem Mürbeteig zusammen. Verteile diesen gleichmäßig als Boden mit einem ca. 3 cm hohen Rand in einer Springform (26 cm Durchmesser) und stelle die Form kalt, bis die Füllung fertig ist.
  2. Verrühre nun die Zutaten für die Füllung des Käsekuchens und gebe diese in die Form.
  3. Backe den Käsekuchen im vorgeheizten Backofen bei 160° Ober-Unterhitze ca. 1 Stunde bis 75 Minuten. Der Kuchen ist fertig, wenn die Masse beim leichten Schütteln nur noch wenig wackelt. Sollte dir die Oberfläche zu dunkel werden (sehr unwahrscheinlich bei diesem Rezept), dann decke ihn in den letzten Minuten mit Alufolie ab.
  4. Lasse den Kuchen mindestens 30 Minuten im warmen Backofen abkühlen, bis du ihn herausnimmst.
  5. Nach einer Nacht kühlen kannst du diesen cremigen Käsekuchen anschneiden und genießen!

 

Published byBackIna

Foodbloggerin mit Liebe zu frischen Zutaten, einfachen Rezepten mit Twist und süßen Köstlichkeiten.

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