Black and White Cookies, was ist das denn? (Mini Amerikaner)

Wer kennt sie nicht? Amerikaner haben wir wohl alle schon im Kindergarten gern gegessen. Klassiker gehen schließlich immer – deshalb habe ich heute Mini Amerikaner für euch mitgebracht. Das beliebte Gebäck im Kleinformat ist perfekt für die Kaffeepause oder als „Zuckerl“ am Nachmittag. Mein heutiges Rezept stammt sogar aus dem „Mutterland“ der Amerikaner – nämlich aus Amerika. Und zwar habe ich dieses aus dem Buch „New York – die Kultrezepte“ von Marc Grossmann entnommen.

Dieses Buch enthält eine Vielzahl an leckeren typischen New Yorker Rezepten und hat mich vor allem aufgrund seines urbanen Fotostils angesprochen. Außerdem sind die Rezepte nach Tageszeiten sortiert, sodass eine beeindruckende Vielfalt an verschiedenen Stilen, Zubereitungsarten und Geschmacksrichtungen zusammenkommt. Absolut empfehlenswert!

Jedenfalls bin ich beim ersten Durchblättern gleich an einem bestimmten Rezept hängen geblieben – und zwar an den Black and White Cookies. Nanu?! Die Cookies sehen auf dem Foto ja genauso aus wie Amerikaner?! Ein kurzer Blick aufs Rezept bestätigt: Die Zutaten sind tatsächlich recht ähnlich wie bei einem normalen Amerikaner-Rezept… Das hat mich neugierig gemacht. Sind Black and White Cookies, ein typisches New Yorker Gebäck, tatsächlich das gleiche wie Amerikaner?

Ich kann euch sagen: Ja, im Großen und Ganzen schon! Es gibt zwei Thesen, woher die Amerikaner ihren Namen haben:

  1. Die New Yorker „Black and White Cookies“ sind in der Nachkriegszeit nach Deutschland „importiert“ worden. Aus Einfachheit hat man sie hier als „Amerikaner“ bezeichnet, eben weil sie von dort auf unsere Kaffeetafeln gelangt sind.
  2. Eine etwas andere Erklärung bezieht sich auf das verwendete Backtriebmittel in den weichen, glasierten Teilchen. Das Ammoniumhydrogencarbonat hätte diesen zuerst den Namen „Ammoniukaner“ verschafft, der dann zu „Amerikaner“ vereinfacht wurde.

Egal, welche der Erklärung nun stimmt: Die Mini Amerikaner sind immer wieder ein Genuss! Der einzige Punkt, den das original New Yorker Rezept anders macht als die „deutsche“ Version ist die Schoko-Glasur, die aus Butter, Schokolade und Puderzucker besteht. Wer es lieber „knackig“ mag, kann einfach Schoko-Glasur nehmen, wie das meist in deutschen Bäckereien der Fall ist.

Mini Amerikaner (Black and White Cookies aus dem Buch „New York – Die Kultrezepte“) – 9 Stück

Für den Teig der Mini Amerikaner

  • 85 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 Eier
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 100 ml Milch (oder Buttermilch)
  • 1 TL Backpulver
  • 250 g Mehl

Für die helle Glasur

  • 150 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Zitronensaft
  • ca. 2 EL kochendes Wasser

Für die dunkle Glasur

  • 5 EL Milch
  • 10 g Butter
  • 60 g dunkle Schokolade
  • 50 g Puderzucker
  • oder: 100 g Schoko-Glasur
  1. Rühre die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig. Nun rührst du die beiden Eier einzeln unter und rührst weiter, bis die Masse ganz schaumig ist.
  2. Mische als nächstes das Mehl, die Zitronenschale sowie das Backpulver miteinander. Hebe die Mehlmischung unter die Butter-Mischung, sodass ein etwas festerer Rührteig entsteht.
  3. Diesen gibst du Esslöffelweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Achte dabei aber darauf, dass die Häufchen genug Abstand voneinander haben, denn die Mini Amerikaner laufen noch ein gutes Stück auseinander!
  4. Backe die Amerikaner im heißen Ofen bei 175° Ober-Unterhitze ca. 10 – 12 Minuten, bis sie ganz leicht beige sind. Lasse diese gut auskühlen.
  5. Bereite als nächstes die beiden Glasuren vor. Für die helle Glasur mischt du einfach die angegebenen Zutaten miteinander, bis eine dickliche Glasur entsteht. Sollte diese noch zu fest sein, kannst du etwas mehr heißes Wasser zugeben.
  6. Für die Schokoglasur erhitzt du die Butter und die Milch gemeinsam. Währenddessen hackst du die Schokolade fein und gibst diese dann in die heiße Milch-Mischung. Zuletzt rührst du den Puderzucker unter. Nun sollte ebenfalls eine dickliche Glasur entstanden sein. Diese kannst du bei Bedarf mit etwas kochendem Wasser streichfähiger machen.
  7. Zuletzt bestreichst du die glatte Seite der Mini Amerikaner je zur Hälfte mit der hellen und dunklen Glasur und lässt sie gut trocknen.

Polarisiert (Fränkischer Hot Dog mit selbstgemachten Buns)

Kennt ihr Christoph Schlingensief? Der nicht unumstrittene Regisseur hat in meiner Heimatstadt Bayreuth bei den Wagner Festspielen 2004 die Kritik extrem polarisiert. Als Teenie war ich ein Riesen-Fan von ihm und bin es auch heute noch. Als ich 2006 endlich die Inszenierung sehen konnte, war ich so aufgeregt wie andere bei einem Backstreet Boys-Konzert. Warum ich euch das erzähle? Heute habe ich ein Rezept dabei, das fast genauso polarisiert wie der damalige „Parsifal“- nämlich Hot Dogs. Keine klassischen Hot Dogs, sondern die etwas andere Interpretation im fränkischen Stil.

Ganz ehrlich: Mich hat dieses Rezept so sehr polarisiert, das ich lange überlegt habe, ob ich es wirklich zeige… Denn Herr BackIna fand es ganz wunderbar – ich dagegen absolut gewöhnungsbedürftig. Was aber auch daran liegt, dass ich Bratwurst per Se schon nicht wirklich gerne esse. Allerdings hatten wir Bratwürste geschenkt bekommen, die unbedingt verarbeitet werden mussten: So sind wir auf die Idee gekommen: Warum nicht mal Bratwurst und Hot Dog kombinieren, also eine Art Crossover Küche?

Woraus besteht der „fränkische“ Hot Dog nun genau, mögt ihr euch fragen? Da wären zunächst einmal fluffige, selbstgemachte Hot Dog Buns (die etwas anders sind als meine Burger Buns). Die finde ich super lecker! Dann wären da in Apfelwein eingelegte und anschließend knusprig gegrillte Bratwürste. Diese werden mit einem Zwiebel-Apfel-Chutney, sauren Gurken und Senf ins Brötchen geschichtet. Quasi eine Mischung aus Hot Dog und „Zwei im Weckla“.

Nun dürft ihr selbst testen, denn hier kommt das Rezept für euch! 🙂 Seid ihr eher auf der Seite von Herrn Backina und sagt „YUMMY!“ oder haltet ihr es wie ich und sagt: „Ganz nett, aber nicht mein Ding“?

Fränkische Hot Dogs mit selbstgemachten Buns

Für die Hot Dog Buns (8 Stück)

  • 1/4 Würfel Hefe (10 Gramm)
  • 1 EL Honig
  • 50 ml Wasser (lauwarm)
  • 250 ml Milch
  • 1 EL neutrales Öl
  • ca. 400 g Mehl (Type 550 – Weizen oder 630 – Dinkel)
  • 1 Eigelb + ca. 2 EL Milch zum Bestreichen
  1. Mische zunächst die Milch, das Wasser und den Honig und erwärme die Mischung handwarm. Darin löst du die Hefe auf und lässt alles so lange stehen, bis die Hefe aktiv wird (kleine Bläschen sind an der Oberfläche zu sehen).
  2. Derweil mischt du das Mehl mit einem halben Teelöffel Salz. Gib nun die Hefe-Wasser-Mischung sowie das Öl zum Mehl und verknete alles ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig.
  3. Dieser muss nun etwa eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Sobald das erreicht ist, knetest du den Teig noch einmal durch und teilst diesen in 8 Portionen.
  4. Forme aus den Teig-Portionen längliche Brötchen. Diese lässt du noch einmal eine halbe Stunde auf dem Blech ruhen und gehen.
  5. Heize währenddessen den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vor und stelle eine Schale mit Wasser unten hinein – so ist besonders viel Dampf im Backofen und die Hot Dog Buns werden nicht trocken.
  6. Als letztes bestreichst du die Buns mit der Mischung aus Eigelb und Milch, damit sie eine glänzende Kruste bekommen. Backe die Hot Dog Buns nun etwa 15 Minuten und lasse sie anschließend gut abkühlen.

Für die Fränkischen Hot Dogs (4 Stück)

  • 4 Paar Bratwürste
  • ca. 1/4 Liter Apfelwein
  • 1 EL Öl
  • 2 – 3 große Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • Saure Gürkchen
  • Mittelscharfer Senf
  • Röstzwiebeln (optional)
  1. Bereits einige Stunden bevor du die Hot Dogs essen möchtest, legst du die Bratwürste in den Apfelwein mit etwas Kümmel ein.
  2. Schneide die Zwiebeln in Ringe und nehme die Bratwürste aus dem Apfelwein. Erhitze das Öl in einer Pfanne und brate die Zwiebeln darin glasig an.
  3. Die Zwiebeln löscht du mit dem Apfelwein ab und lässt die Mischung auf ca die Hälfte einkochen. Schmecke die Zwiebeln nun mit Kümmeln, Salz, Pfeffer und eventuell etwas Honig nach Geschmack ab.
  4. Heize nun den Grill vor (du kannst die Bratwürste optional auch in der Pfanne braten) und tupfe die Bratwürste trocken. Brate die Würste nun knusprig.
  5. Zuletzt stellst du den fränkischen Hot Dog fertig: Schneide dazu das Bun auf und röste es kurz auf dem Grill knusprig. Nun kommt Senf auf die Unterseite, dann ein Paar Bratwürste, gefolgt von dem Zwiebel-Chutney, den Gurken und eventuell einigen Röst-Zwiebeln.
  6. Fertig ist das etwas andere Hot Dog!

 

Bigger, better, Skillet Cookie (Riesen Chocolate Chip Cookie aus der Pfanne)

Bigger ist manchmal eben doch better! Zumindest, was Cookies anbelangt… Denn heute gibt es einen Skillet Cookie, also einen riesigen Cookie aus der Pfanne – und ich kann euch sagen: Der ist so „chewy“, da können sich meine normalen Subway Cookies dahinter verstecken 😉 Nun, man muss auch sagen: Als normalen Cookie kann man dieses Gebäck nicht unbedingt mehr essen – dafür ist es einfach zu mächtig. Allerdings schmeckt der Riesen-Keks umso besser als Dessert mit einer Kugel Eis…

Wer es schafft, davon einen komplett alleine aufzuessen, der bekommt von mir gleich noch einen gebacken 😉 Denn an sich ist der Skillet Cookie als geselliges Dessert für 4 bis 8 Personen (je nach Hunger) gedacht – man sitzt zusammen und löffelt gemeinsam den noch warmen, schokoladigen Cookie direkt aus der Pfanne. Für mich klingt das nach einem richtig gemütlichen Abend mit Freunden! Und das schöne daran: Der Riesen-Cookie ist super schnell und unkompliziert vorbereitet, da du nur eine gusseiserne Pfanne brauchst. Nicht einmal eine Rührschüssel ist notwendig! Allerdings solltest du darauf achten, dass du nur eine gusseiserne Pfanne verwendest und diese auch für den Backofen geeignet ist – sonst gibt es eine böse Überraschung beim Backen des Cookies in der Pfanne. Teflon ist leider nicht ofenfest…

Das Tolle am Skillet Cookie ist, dass du ihn nach Wunsch verändern kannst: Hast du Lust auf einen fruchtigen Cookie aus der Pfanne? Dann gib doch einfach ein paar Cranberries und Nüsse statt der Schokolade rein! Soll der Cookie ein Schoko Cookie werden? Dann tausche einen Teil des Mehls gegen Kakao aus! Richtig lecker ist der Skillet Cookie sicher auch mit M&Ms…. Dein Geschmack entscheidet! 🙂 Was ist deine Lieblingskombination bei Cookies?

Skillet Cookie – Chocolate Chip Cookie in der Pfanne gemacht

  • 120 g Butter
  • 150 g brauner Zucker (möglichst fein)
  • 80 g weißer Zucker
  • 2 Eier
  • Mark einer Vanilleschote
  • 220 g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Fleur de Sel
  • 250 g gehackte Schokolade nach Wahl (oder Nüsse, Cranberries, etc.)
  • Optional Vanilleeis
  1. Schmelze zuerst die Butter in einer gusseisernen Pfanne. Gib nun die beiden Zuckersorten dazu und lasse alles leicht köcheln, bis sich der Zucker gelöst hat. Das kann ein paar Minuten dauern! Nun lasse die Mischung leicht abkühlen.
  2. Mische währenddessen das Mehl mit Natron und Salz. Mische nun die Eier und die Vanille unter die zimmerwarme Butter-Zucker-Mischung und gebe die Mehlmischung ebenfalls dazu. Rühre bis ein glatter Teig entstanden ist.
  3. Zuletzt hebst du die Schokolade unter den Cookie-Teig und verteilst den Teig gleichmäßig in der Pfanne.
  4. Backe den Riesen-Cookie bei ca. 160° (Ober-Unterhitze) für ca. 25 – 30 Minuten und serviere ihn noch warm mit dem Vanilleeis!
  5. Der Riesen Cookie in der Pfanne ist das ideale Dessert für die große Runde!

PS: Ich habe es schon ausprobiert: Bei entsprechender Hitze kann man den Cookie auch wunderbar als Dessert auf dem Grill zubereiten.

Das Rezept habe ich von Modern Honey adaptiert.

Cookieholic (Gefüllte Chocolate Chip Cookies)

Ich habe es schon wieder getan! Wie schon hier, hier und hier habe ich mal wieder Cookies gebacken 🙂 Und zwar sollten es diesmal gefüllte Chocolate Chip Cookies werden… Diesmal hat mich ein Rezept von The Scran Line begeistert, dessen Kreationen mich immer wieder staunen lassen. Hier kommt also die Geschichte meines Scheiterns und gleichzeitig eines Erfolgs…

Das Rezept für die Red Velvet Nutella-Stuffed Cookies klang so einfach zu machen und ich hatte alle Zutaten zu Hause – also warum nicht direkt loslegen? Statt des eingefrorenen Nutella hatte ich noch von meiner letzten Motivtorte etwas Ganache eingefroren, die eignet sich ebenso gut als Füllung für leckere Cookies. Ob man seine Chocolate Chip Cookies jetzt rot färben muss, ist die andere Frage… Zu Halloween werde ich es jedenfalls mal in grün versuchen – spooky Chocolate Chip Cookies sind sicher zum Gruseln 😉

Und wie immer, wenn ich ein Rezept von anderswo adaptiere, fragte ich mich: Wird es genauso klappen wie es dort vorgestellt ist?

Nun, diesmal muss ich euch leider enttäuschen: Die Chocolate Chip Cookies sind weder leuchtend rot noch ist die Füllung gut sichtbar… Tatsächlich hatte ich wohl die falsche Farbe, denn mit einem Esslöffel roter Farbe ist nach dem Backen nur ein rötliches Braun bei den Cookies herausgekommen. Sieht durchaus appetitlich aus, versteht mich nicht falsch – aber es ist halt nicht „Red Velvet“ vom Farbton her. Bei der kaum sichtbaren Füllung tippe ich, dass die Ganache in den Teig gezogen ist und ihn dadurch wirklich lecker saftig gemacht hat.

Das ist nämlich die gute Nachricht: Diese gefüllten Chocolate Chip Cookies sind so richtig schön „chewy“… Sogar noch chewier als die Subway Copycat Cookies! Und das nenne ich mal einen echten Erfolg – die nicht-ganz-so-roten Chocolate Chip Cookies waren nämlich in Windeseile verzehrt 😉

Denn wie so oft gilt: Wer nicht weiß, wie das Rezept eigentlich hätte aussehen sollen, der genießt ganz unvoreingenommen… Und es heißt auch: Aus Schaden wird man klug. Beim nächsten Mal probiere ich für die gefüllten Cookies ein anderes Rezept. Ist es euch auch schon mal passiert, dass ein Rezept ganz anders geworden ist als gedacht?

Gefüllte Chocolate Chip Cookies

  • 360 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver
  • 240 g Butter
  • 220 g brauner Zucker
  • 60 g weißer Zucker
  • 2 Eier
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1 EL Joghurt (am besten Griechischer)
  • 150 g Schokotropfen
  • ca. 300 g übriggebliebene Ganache (alternativ Nutella)
  • ggf. rote Lebensmittelfarbe
  1. Zuerst werden die trockenen Zutaten (also Mehl, Natron, Backpulver) mit 1/2 TL Salz vermischt. Dann wird die Butter geschmolzen und mit den beiden Zuckersorten und dem Vanillemark leicht schaumig gerührt, bis sich der Zucker gelöst hat (wird nicht so schaumig wie bei normalen Butter-Zucker-Mischungen). Wenn du die Cookies einfärben möchtest, gib jetzt die Lebensmittelfarbe dazu und spare nicht daran 😉
  2. Schlage die Eier einzeln darunter und rühre weiter. Den Joghurt unterheben und die Mehlmischung kurz untermischen. Als letztes die Schokotropfen unterheben. Den Teig nun mindestens 2 Stunden kühl stellen.
  3. Währenddessen die gefrorene Ganache in Teelöffel-große Stücke brechen oder schneiden und wieder einfrieren. Alternativ kannst du auch je einen Teelöffel voll Nutella einfrieren. Insgesamt brauchst du ca. 20 Schoko-Stücke.
  4. Nun werden die Chocolate Chip Cookies gebacken: Wickle je ein gefrorenes Stück Ganache in ca. 1 – 2 EL vom Cookie-Teig und setze die Teiglinge auf ein Blech (Abstand halten nicht vergessen!).
  5. Die Cookies brauchen bei 175° ca. 9 – 12 Minuten. Nimm sie raus, wenn sie noch nicht ganz durchgebacken erscheinen, nur so werden sie wirklich „chewy“.
  6. E viola: Chocolate Chip Cookies richtig saftig und mit kleinem Schoko-Kern!

Best Breakfast Ever?! (Herbstliche Apfel Pancakes)

Das heutige Rezept ist eines, das die Geister im Hause Backina scheidet 😉 Denn während Herr Backina die klassischen Pfannkuchen zum Frühstück bevorzugt, mag ich flauschig-saftige Pancakes auf amerikanische Art…. Natürlich gibt es nicht jedes Wochenende bei uns Pfannkuchen / Pancakes, aber manchmal muss man sich auch was gönnen. Und zur Apfelwoche habe ich mich mal wieder durchgesetzt, da noch so viele Äpfel im Haus waren….

Meine Idee war es, Apfelkuchen in Form eines Frühstücks zu machen! Das heißt: Super saftige und gleichzeitig lockere Apfel Pancakes mit einer leckeren Zimt-Note. Also quasi den Herbst in die Form eines Pancakes zu bringen 😉 Am liebsten mag ich „healthy“ Pancakes wie zum Beispiel diese hier, da sie nicht so „mächtig“ sind wie normale amerikanische Pancakes. Da dachte ich mir, dass das Prinzip auch bei Äpfeln möglich sein müsste – Apfelmus kann schließlich Eier ersetzen, zumindest beim veganen Backen….

Insofern sind diese Apfel Pancakes als Improvisation am frühen Morgen entstanden und ich muss sagen: Sie haben mich positiv überrascht – nein, nicht nur überrascht. Ich war total begeistert – und würde mich sogar zu der Aussage hinreißen lassen, dass das meine bisher besten Pancakes sind! Für mich das „Best Pancake Breakfast Ever“ – für Herrn Backina nur das „Zweitbeste Pancake Frühstück“… Über normale Pfannkuchen mit herzhaftem Belag geht für ihn halt doch nichts.

Wie haltet ihr das – mögt ihr lieber Pancakes oder lieber Pfannkuchen? Lieber herzhaft oder lieber süß?

Für alle Pancake-Lover kommt hier also das ultimative Herbst-Pancake-Rezept 🙂

Apfel Pancakes (ca. 6 – 8 Pancakes)

  • 200 g Dinkelmehl (oder normales Weizenmehl)
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL Salz
  • 120 ml Milch
  • 120 g Apfelmus
  • 1 Ei
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 geraspelter Apfel

Butter zum ausbacken
Apfelmus, Apfel, Cranberries, Zimt, Marmelade -> womit du deine Apfel Pancakes eben essen möchtest 🙂

  1. Die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Zimt und Backpulver) mischen und die Milch mit dem Apfelmus vermischen. Das Ei mit dem Vanillezucker schaumig schlagen. Die trockenen Zutaten im Wechsel mit Milch und Apfelmus unterrühren. Es dürfen ruhig noch kleine Mehlklumpen im Teig sein, denn die werden sich später auflösen. Zum Schluss die Apfelstückchen unterheben.
  2. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und ca. esslöffel-große Häufchen in die Pfanne setzen. Die Pancakes ca. 1 -2 Minuten pro Seite hellbraun ausbacken.
  3. Die Pancakes mit Apfelmus oder Marmelade zu kleinen Türmchen aufschichten und mit Zimt bestäuben. Nach Wunsch dekorieren.
  4. Na, sind die besser als normale Pancakes?! Sag mir gerne wie dir die herbstlichen Apfel Pancakes geschmeckt haben 🙂

Mission Chewy II (Schoko Cookies wie bei Subway)

Vor einigen Monaten hatte ich euch ja schon erzählt, was ich bei der Suche nach dem perfekten Subway-Copycat Rezept so alles ausprobiert habe… Heute gibt es Teil 2 der Subway Cookie Reihe: Es gibt Schoko Cookies wie bei Subway! (Wobei die extra chewy Chocolate Chip Cookies streng genommen nicht mehr nur bei Subway erhältlich sind, sondern auch in jedem gut sortieren Coffee Shop…) Ich kann euch sagen: Die Schoko Cookies sind so schokoladig, so chewy, innen so saftig und außen so knusprig, dass sie innerhalb kürzester Zeit aufgegessen sein werden!

Was hat mich jetzt dazu gebracht Teil 2 der Subway Cookies Reihe zu schreiben, werdet ihr euch vielleicht fragen? Die Antwort ich ganz einfach: Ich habe endlich eine KITCHEN AID, die das Rühren für mich übernimmt! 🙂 🙂 🙂 Was habe ich mich gefreut, als eine Freundin meinte, dass sie ihre „alte“ in Liebesapfelrot verkauft! Natürlich musste gleich am ersten Abend mit dem neuen Küchenhelfer etwas gebacken werden – und da kamen mir die Cookies wie bei Subway in den Sinn…. Denn ein Rezept für die leckeren Schoko Cookies wie bei Subway hatte ich noch nicht ausprobiert.

Was meine Schoko Cookies von denen in den Coffeeshops unterscheidet (neben der fehlenden Chemie): Oben kommt eine ganz kleine Prise Fleur de Sel drauf – das Salz bringt den Schoko-Geschmack so richtig gut zur Geltung… Also ich könnte mich da reinlegen 🙂 Wichtig ist nur: Traut euch ruhig die Double Chocolate Cookies so richtig schön zu „unterbacken“ – wenn ihr sie rausnehmt, müssen sie noch teigig aussehen. Beim Auskühlen auf dem Blech bekommen sie dann außen die knusprige Kruste, die man von den Cookies bei Subway und Co kennt. Innen sind sie dafür noch richtig chewy und weich. Also genau so, wie ein Cookie sein muss 😉

Und weil meine Kitchen Aid und ich jetzt unzertrennlich geworden sind, bekommt ihr hier bald noch mehr Cookie-Rezepte zu sehen: Stay tuned 🙂

In der Zwischenzeit nehmt euch ein paar von diesen leckeren Schoko Cookies mit zweierlei Schokolade, macht euch einen Kaffee und holt euch das Coffeeshop-Feeling einfach nach Hause!

Schoko Cookies wie bei Subway

  • 125 g Mehl
  • 50 g Backkakao
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver
  • 115 g Butter (weich)
  • 75 weißer Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • 125 g feiner (!) brauner Zucker z.b. Mascobado
  • 1 Ei
  • Mark einer Vanilleschote
  • 2 EL Milch
  • 75 g weiße Schokolade, gehackt
  • 75 dunkle Schokolade, gehackt
  • Fleur de Sel oder grobes Meersalz
  1. Die Butter mit den beiden Zuckersorten weiß-cremig schlagen. Das Ei und das Vanillemark darunterschlagen und weiter rühren, bis eine sehr luftige Masse entstanden ist. Der Zucker muss sich komplett gelöst haben!
  2. Mehl, Backpulver, Natron, Kakaopulver und Salz mischen und vorsichtig unter die Butter-Masse rühren. Zuletzt die Schokoladenstückchen darunter heben.
  3. Den Teig nun mindestens 2 Stunden kühlen! Diesen Schritt auf keinen Fall auslassen, denn nur so wird der Schoko Cookie nachher wunderbar chewy.
  4. Heize den Ofen auf 175 Grad vor (Ober-Unterhitze, KEIN Heißluft!). Mit einem Esslöffel Nocken vom Teig abstechen und diese zu Kugeln rollen. Die Cookies müssen nun ca. 9 – 10 Minuten im Ofen backen. Nimm sie heraus, wenn sie in der Mitte noch roh erscheinen, aber am Rand schon fest sind.
  5. Die Cookies nun auf dem Backblech abkühlen lassen und so lange sie noch heiß sind etwas Fleur de Sel darauf streuen.
  6. Leckere Schoko Cookies wie bei Subway genießen!

 

Das Rezept habe ich von Sallys Baking Addiction adaptiert.

Geburtstagsfrühstück (Buttermilch Pancakes)

Heute gibt es mal kein Rezept von mir, sondern von Herrn Backina. Trotzdem will ich euch die lecker fluffigen Buttermilch Pancakes nicht vorenthalten, die es zu meinem Geburtstagsfrühstück gab!

Ja, ihr lest richtig: Ich hatte in dieser Woche Geburtstag und da werdet ihr hier auch noch die ein oder andere Geburtstags-Torte zu sehen bekommen, die ich für Verwandtschaft und Kollegen vorbereitet hatte… Doch an sich bin ich nicht so der Geburtstags-Mensch: Mir ist es fast schon peinlich, wenn die Menschen um mich herum mit Glückwünschen auf mich „einstürmen“ – dabei hab ich ja eigentlich nichts besonderes geleistet an diesem Tag… Nun ja, sei es wie es sei – ein schöner Tag war es dennoch 😉

Und dieser Tag hat gleich morgens stilvoll begonnen: Da die Feier gleich am selben Tag stattfinden sollte, hatten wir uns freigenommen und erst einmal ausgeschlafen. Als ich in die Küche kam, hatte Herr Backina schon leckere Buttermilch-Pancakes gezaubert, dazu ein Gläschen Sekt geöffnet und einen Blumenstrauß besorgt – so eine schöne Überraschung 🙂 Die Idee, die Pancakes mit Buttermilch zu machen, ist ihm gekommen, da wir noch von den Back-Orgien am Tag zuvor Buttermilch übrig hatten, die wir nicht wirklich gerne trinken. Zum Wegwerfen ist die Buttermilch aber auch zu schade… In den Pancakes schmeckt sie dagegen hervorragend!

In diesem Rezept ist die normale Milch durch Buttermilch ersetzt, was durch die leichte Säure die Pancakes noch fluffiger und vom Geschmack her „leichter“ macht. Mit ein bisschen Ahornsirup, frischen Früchten oder Nutella (böse Zuckerbombe – aber am Geburtstag darf das schon mal sein 😉 ) schmecken die Buttermilch Pancakes so lecker, dass ich sie als Frühstücks-Idee gerne mit euch teilen möchte 🙂

Hier kommt also die Kreation von Herrn Backina:

Fluffige Buttermilch Pancakes (für 4 Personen)

400 ml Buttermilch
2 Eier
3 EL Butter
250 g Mehl
3 TL Backpulver
2 EL Zucker (oder nach Geschmack)
1 Pck Vanillezucker

  1. Buttermilch und Eier schaumig aufschlagen. Das Mehl mit Zucker, Vanillezucker, Backpulver sowie einer Prise Salz vermischen.
  2. Buttermilch/Ei-Gemisch mit Mehlmasse zusammen geben und gut verrühren
  3. In einer Pfanne Butterschmalz oder Öl heiß werden lassen und den Teig esslöffelweise (oder größer falls ihr größere Pancakes haben wollt) ausbacken. Pro Seite dauert das ca. 1 – 2 Minuten abhängig davon wie dick euere Buttermilch Pancakes sind. TIPP: Sobald sich Bläschen bilden sollte der Pancake gewendet werden.
  4. Mit frischen Früchten, Ahornsirup, Nutella oder einer Beilage nach euerer Wahl anrichten und gut in den Tag starten 🙂

Mission Chewy American Cookies (Cookies wie bei Subway)

Es ist vermutlich eines der letzten ungelösten Geheimnisse dieser Erde – naja, nicht ganz 😉 Aber zumindest eine der meistgestellten Fragen deutscher Hobby-Bäckerinnen: Wie um alles in der Welt kriege ich meine Cookies wie bei Subway hin?

So weich, chewy, schokoladig, saftig, aromatisch, buttrig, mit diesem gewissen Etwas an Aroma… Ihr wisst alle, was ich meine: Die Cookies von Subway sind echt eine Sünde wert, wenn man auf typisch amerikanisches Gebäck steht.

Deshalb habe ich heute eine gute und eine schlechte Nachricht für euch:

1. Die schlechte: DAS Rezept, das Subway nutzt, kann ich euch nicht verraten. Aber ich kenne es zumindest annähernd. Warum? Das verrate ich euch gleich.

2. Die Gute: Ich kann euch ein Rezept für hausgemachte Cookies geben, die beinahe so wie bei Subway schmecken! Ohne Chemie, super saftig und zäh-chewy, super lecker.

Bevor es aber ans Rezept geht, will ich ein bisschen ausholen und euch erzählen, warum ich eigentlich Foodbloggerin geworden bin. Denn meinen Blog gibt es eigentlich nur, weil ich meinen Job gewechselt habe. Im Moment arbeite ich in der Werbebranche – davor war ich aber für einige Monate in der Lebensmittelindustrie tätig. Genauer gesagt bei einem der Unternehmen, das die Backmischungen herstellt, aus denen später einmal Subway-Cookies und andere Fertigbackwaren werden.

Auch für die „Subway Cookies“ habe ich eine Mischung auf der ehemaligen Arbeit kennengelernt. Da gab es immer viele Kostproben der neuentwickelten Mischungen und die sind zugegebenermaßen schon lecker. Nicht aber die Zutatenliste! Da wimmelt es vor Konservierungsstoffen, Mehlbehandlungsmitteln (die müssen nicht einmal deklariert werden), Mittel gegen Schimmel, gegen Pilze, gegen Verklumpen, damit die Mischung lange gleichmäßig bleibt. Außerdem Farbstoffe (wie werden die Cookies sonst so golden oder die Schoko-Cookies so schwarz?), künstliche Aromen, Mittel, damit das fertige Gebäck die Feuchtigkeit lange hält (So schmeckt der Cookie 2 Tage nach dem Backen fast noch wie frisch. Das ist kein Zufall.).

Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Inhaltsstoffe haben für mich mit Backen nichts mehr zu tun! Deshalb kann ich euch nicht das Original-Rezept für Subway-Cookies geben – denn das lässt sich zu Hause einfach nicht umsetzen. Es sei denn ihr nutzt eueren Chemie-Baukasten. Dann guten Appetit 😉

Ich verspreche euch aber – dieses Rezept kommt extrem nah an das Original ran und das völlig ohne Chemie: Von meinen Gästen zum SuperBowl gab es ein einhelliges „Daumen hoch“ für diese chewy, saftigen Cookies. Manch einer dachte sogar, wir hätten die Original Cookies von Subway gekauft 😀

Was macht dieses Rezept jetzt anders als andere Cookie-Rezepte? Woher komme der „Subway-typische“ Geschmack und die Konsistenz?

  • Ich verwende geschmolzene Butter. Das sorgt dafür, dass der Cookie sehr chewy wird, weil eben keine Luft in den Teig kommt wie beim Verwenden von aufgeschlagener Butter.
  • Keine Angst vor VIEL, VIEL Butter und Zucker! Das ist bei den Subway Cookies auch so – absolut nichts für Kalorienzähler.
  • Brauner Zucker und extra Rübensirup geben dem Cookie den typischen karamelligen Geschmack und eine schöne kräftige Farbe. Das ist wichtig, denn für die richtige Konsistenz müssen die Cookies a la Subway nur sehr, sehr kurz gebacken werden. Und ohne den Sirup würden sie dann noch sehr weiß aussehen 😉
  • Eine Mischung aus Natron und Backpulver gibt dem Teig den richtigen Trieb, ohne zu stark hochzugehen.
  • Vanille-Extrakt gibt dem Cookie die vanillige Note, die ihr von Subway kennt.
  • GANZ WICHTIG: Traut euch die Cookies deutlich zu „unterbacken“, sprich rauszunehmen wenn sie noch lange nicht fertig erscheinen. Dann auf dem Blech auskühlen lassen und ihr bekommt die perfekte Konsistenz.

Und jetzt kommt es endlich – mein Rezept für Cookies im Subway Style 🙂 Ihr könnt sowohl helle als auch dunkle Cookies damit backen. Für Double Chocolate Cookies im Subway Style nehmt ihr einfach 3 EL Kakao in den Teig. Fertig!

Cookies wie bei Subway (ca. 22 Stück)

180 g brauner Zucker
100 g weißer Zucker
2 EL Zuckerrübensirup
250 g Mehl
2 Eier
250 g Butter
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1/2 TL Salz
1 EL Vanille-Essenz oder Vanille-Back
250 g Schokolade nach Wahl oder Nüsse, Cranberries etc.

  1. Die Butter schmelzen und leicht braun werden lassen. Die beiden Zuckersorten und den Rübensirup darin auflösen und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. So kocht ihr eine Art Sirup. Diesen leicht abkühlen lassen, damit später die Eier nicht stocken.
  2. Die trockenen Zutaten bis auf die Schokolade mischen. Dann die Eier, die Vanille-Essenz und die Butter-Zucker-Mischung zugeben und schnell einen glatten Teig daraus formen. Der ist sehr weich, nicht wundern. Evtl noch einen oder zwei EL Mehl mehr dazugeben, falls er dir deutlich zu flüssig ist.
  3. Die Schokolade hacken und unterheben. Oder jede andere Zutat, auf die du gerade Lust hast 😉 Den Teig jetzt für mindestens eine halbe Stunde kühl stellen, damit sich alles gut vermischt und der Teig geschmeidig wird.
  4. Den Ofen auf 185° vorheizen. Ich backe diese Cookies nur mit Ober-Unterhitze. Je einen gehäuften Esslöffel Teig für schön große Cookies aufs Blech geben. Dabei genug Abstand halten, denn die Häufchen breiten sich aus!
  5. Im heißen Ofen ca. 11 Minuten backen. Wenn du die Cookies rausnimmst, sollten sie noch sehr weich, fast teigig wirken.
  6. Leicht abkühlen lassen und Cookies wie bei Subway genießen – ganz ohne Chemie 🙂

Von Klassenfahrten und Gaumenfreuden (Apfeltarte American Style)

Wie neulich schon angekündigt, will ich euch in diesem Herbst meine liebsten Rezepte für Apfelkuchen verraten. Der Kuchen, den ich heute auf die virtuelle Kaffeetafel stelle, begleitet mich schon seit der Schulzeit. Denn als meine Freunde in der 10. Klasse zum Austausch in die USA fahren durften und meine Eltern es mir nicht erlaubt haben, war ich ganz schön neidisch. Und wie ein pubertäres Mädel so ist, kommen einem da manchmal die seltsamsten Gedanken…

Deshalb habe ich angefangen im Internet, in Backbüchern und Zeitschriften nach amerikanischen Rezepten zu suchen – so würde ich zumindest kulinarisch ein kleines Stück USA abbekommen, dachte ich. Und so habe ich mir das Rezept für eine Apple Pie zusammengeschustert, die ja in diversen US-Filmen eine tragende Rolle spielt… Eine klassische Apple Pie ist das nicht, das gebe ich zu: Damals ging es aber eher um die Attitude von „Ich bin so cool, ich muss nicht in die USA, um amerikanisch zu essen.“ 😉

Auf einem verknitterten Zettel steht also heute noch mein Rezept für eine Apfeltarte im American Style – und die backe ich immer wieder gerne zu allen möglichen Gelegenheiten. Der knusprige Mürbeteig, die saftige Apfelfüllung mit süß-säuerlichen Cranberries, einem Hauch Ahornsirup und leckeren Gewürzen… Da passt einfach alles! Und auch optisch macht die einiges her – davon waren nicht nur in der 10. Klasse meine Freunde begeistert, sondern sie sind es auch heute noch. Manche Dinge ändern sich eben nie…

Und weil das Rezept für mich einfach ein Klassiker ist, der in keiner Apfelkuchen-Sammlung fehlen sollte, nehme ich damit am Blogevent von Sweet Pie „Zeigt her euere Äpfel“ teil 🙂

Apfeltarte American Style

für den Mürbeteig: 

150 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
1 Eigelb
1 TL Backpulver
350 g Mehl

für die Füllung:

75 g braunen Zucker
500 g Äpfel
Zitronensaft
400 ml Apfelsaft
1 Pck Vanille-Puddingpulver
5 EL Cranberries
4 EL Ahornsirup (oder Honig)
2 TL Zimt
1 Msp Lebkuchengewürz oder Pumpkin Spice

Puderzucker zum Bestäuben

  1. Mürbeteig aus den genannten Zutaten kneten und ca. eine halbe Stunde kühl stellen.
  2. Die Äpfel schälen und in kleine Stifte schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit diese nicht braun werden. Den braunen Zucker, das Puddingpulver, den Ahornsirup und den Apfelsaft glatt verquirlen. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Masse eindickt. Dann die Apfelwürfel und die Cranberries einrühren. Mit dem Zimt (wer es etwas weniger zimtig mag als ich, ist lieber vorsichtig mit dem Würzen) und dem Lebkuchengewürz (oder Pumpkin Space) abschmecken.
  3. Den Backofen auf 175 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Zwei Drittel des Mürbeteigs in einer Tarteform als Boden auslegen und den Rand bis nach oben ziehen. Die Apfelfüllung einfüllen.
  4. Den restlichen Mürbeteig ausrollen und zu ca. 1 cm breiten Streifen schneiden. Alternativ können auch Formen ausgestochen werden – ganz nach Belieben. Die Streifen zu einem Karo-Muster auf die Tarte legen.
  5. Mit etwas Zucker bestreuen und in den Backofen geben. Ca. 30 – 35 Minuten backen, bis das Gitter goldbraun ist.
  6. Zum Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben und sich richtig amerikanisch fühlen!

“"blogevent-zeigther-sweetpie"

Chocoholic! (Minz-Brownies und Marshmallow-Brownies mit Johannisbeeren/optional Laktosefrei)

Manchmal hat man es als Back-Ina ganz schön leicht im Leben: Zum Beispiel, wenn ein Geburtstag ansteht. So wie neulich der Geburtstag eines lieben Kollegen. Der meinte mal, wären meine Kuchen eine Frau, wäre er unsterblich verliebt. Klar was er sich als Geschenk zur Geburtstagsparty wünscht, oder?

Natürlich – Kuchen von mir! Das ist zum Glück eine meiner liebsten Übungen 😉 Kleine Herausforderung ist, dass der Kollege laktoseintolerant ist und natürlich selbst auch was davon essen können sollte. Außerdem sollte es für die Geburtstagsgäste als Dessert geeignet sein. Kurz überlegt: Welchen Kuchen mag so ungefähr jeder…? Na klar: Brownies!

Trifft sich gut, dass in der aktuellen Ausgabe der „Lecker“ ein Brownie-Special drin ist. Sofort angesprochen haben mich die Brownies mit Mini-Marshmallows und Johannisbeeren – süß und sauer ist eine unwiderstehliche Kombination, finde ich.

Mit dem super leckeren, fudgy und aromatischen Grundteig aus der Lecker habe ich noch ein bisschen gespielt und als zweite Variante leckere Minz-Brownies gemacht. Minze ist ja immer eine Geschmacksfrage – in unserer Familie lieben zum Beispiel nur mein Großvater (dem ich hier schon beispielsweise diesen Kuchen gewidmet habe) und ich After Eight. Diese Brownies sind aber auf jeden Fall dezent minzig und super erfrischend – also auch für Minze-Skeptiker super geeignet.

So, genug der Worte – hier kommen die ultimativen Brownies in zweierlei Geschmacksrichtungen! Für die Intoleranz-Betroffenen unter euch auch mit easy laktosefreier Variante. Let’s celebrate und lasst es euch schmecken!

Zweierlei Brownies

Grundrezept:

250 g Butter (laktosefrei: Margarine)
200 g Mehl
50 g Kakao zum Backen
1 TL Backpulver
300 g Zartbitterschokolade
4 Eier
250 g brauner Zucker

Für die Minz-Brownies zusätzlich:

150 g der Zartbitterschokolade durch After Eight ersetzen
einige frische Minze-Blätter, fein gehackt

Für die Marshmallow-Brownies mit Johannisbeeren zusätzlich:

250 g Johannisbeeren
75 g g Mini-Marshmallows + 25 g zum auf die Brownies streuen

  1. Eine quadratische Springform fetten. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver mischen). Die Butter/Margarine mit der Schokolade (oder Schokolade + After Eight) in Stücken schmelzen und leicht abkühlen lassen.
  2. Eier mit Zucker und einer Prise Salz ca. 5 Minuten dickcremig aufschlagen. Die warme Schoko-Butter-Mischung unterrühren, zum Schluss den Mehlmix kurz unterheben. Zum Schluss vorsichtig die weiteren Zutaten unterheben.
  3. Den Teig in die Form geben und bei den Marshmallow-Johannisbeer-Brownies noch einige Marshmallows (ca. 25 g, je nach Geschmack) obenauf streuen. Die Brownies im vorgeheizten Ofen (175°C Ober-Unterhitze, 150°C Umluft) ca. 25 – 30 Minuten (je nach gewünschter Klitschigkeit) backen.
  4. Herausnehmen, abkühlen lassen, genießen. Und guten Freunden gerne ein Stück abgeben 😉

 

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