Frühlingsburger (Lamm-Burger mit Minz-Erbsencreme)

Nachdem ich euch von unseren Bemühungen gesünder zu backen erzählt habe, werden jetzt einige von euch sagen: Und dann gibt es heute wieder Burger?! Nun, wir sind hier ja immer noch ein Foodblog, der euch vor allem „sündige“ Kreationen bringt 😉 Deshalb gibt es heute auch wieder Burger, allerdings in einer etwas frühlingshaften Variante. Und zwar gibt es Lamm-Burger! Dazu habe ich eine neue Variante von Buns gebacken, nach meinen Brioche Buns sowie meinen Ciabatta Buns. Die sind tatsächlich etwas „gesünder“, denn es gibt Roggen-Vollkornbuns zu dem Lamm-Burger! Ebenfalls mit von der Partie sind zartes Lammfleisch und eine frühlingshafte Erbsen-Minzcreme. Sehr sehr geil, kann ich da nur sagen 😉

Das Besondere an den Roggen-Vollkornbuns ist, dass diese mit einem sogenannten „Kochstück“ gemacht sind. Das heißt, dass ein Teil des Mehls mit Wasser aufgekocht wird und in die Buns eingearbeitet wird. Damit wird das Vollkornbrötchen besonders locker und saftig. Generell fand ich es super einfach dieses Buns zu machen, obwohl Roggenmehl aufgrund des eher geringen Gluten-Anteils oft als „zickig“ gilt. Deshalb ist ein Teil Weizenmehl enthalten. Das ist übrigens auch in den meisten Bäckereien so, wenn ihr Roggenbrötchen kauft.

Auf dem Bun ist kein Patty im klassischen Sinne, sondern ein Stück vom Lammlachs. Das hochwertige und zarte Lammfleisch war mir einfach zu schade, um es zu Hackfleisch zu verarbeiten. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Schön medium gebraten ist Lamm einfach ein Genuss! Und auch das weit verbreitete Vorurteil, dass Lamm sehr „schafig“ schmeckt, kann ich nicht bestätigen. Beim Lamm-Burger hat man das nicht herausgeschmeckt. Allerdings hängt das wohl davon ab, welches Fleisch du verwendest.

Der letzte Bestandteil des Lamm-Burgers ist eine Erbsen-Minzcreme, die etwas Frische in den Lamm-Burger bringt. Wirklich frühlingshaft und sehr lecker! Probiert es doch einfach mal aus 🙂 Vielleicht ist das ja eine etwas andere Idee zu Ostern – statt dem „normalen“ Osterlamm?

Lamm-Burger mit Minz-Erbsencreme und Roggen-Vollkornbuns (4 Stück)

Für die Roggen-Vollkornbuns (ca. 10 Stück)

  • 200 ml Wasser
  • 60 g + ca. 300 g Weizenmehl (Type 550)
  • 400 g Roggenvollkornmehl
  • 2 TL Trockenhefe
  • 175 ml Milch
  • 60 g Honig
  • 1,5 TL Salz
  • 1 Becher Creme Fraiche oder Creme Legere
  • 2 Eier + 1 Eigelb
  • 75 g Butter (geschmolzen)
  1. Bereite zuerst das Kochstück vor: Dazu mischt du das Wasser und 60 g Weizenmehl. Diese Mischung kochst du auf, bis sie eine Pudding-Artige Konsistenz hat. Lasse die Mischung nun auf Raumtemperatur abkühlen.
  2. Mische derweil die Milch und den Honig und erwärme beides leicht. Darin löst du die Hefe auf und lässt die Mischung ca. 10 Minuten an einem warmen Ort stehen, bis sich Blasen bilden. Nun ist die Hefe aktiv.
  3. Mische das restliche Weizenmehl mit dem Roggenmehl und dem Salz. Rühre 2 der Eier, die Butter und die Creme fraiche unter das Kochstück. Mische nun die Kochstück-Masse sowie die Hefemilch mit dem Mehl und knete alles ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig.
  4. Lasse den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen.
  5. Am nächsten Tag formst du daraus ca. 10 Brötchen und lässt diese abgedeckt ca. eine halbe Stunde gehen. Bestreiche diese mit dem Eigelb, das du eventuell mit etwas Milch vermischt.
  6. Backe die Brötchen im vorgeheizten Backofen (180 Grad Ober-Unterhitze) mit einem Schälchen Wasser für eine halbe Stunde bzw. bis diese goldbraun sind.
  7. Nun hast du leckere Roggen-Buns: Weich und aromatisch! Ideal zum Lamm, da das Brötchen einen feinen Eigengeschmack aufweist.

Für die Minz-Erbsencreme

  • 300 g Erbsen (frisch oder TK)
  • 100 ml Milch
  • 1 Bund Minze, gehackt
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Zitronenschale
  1. Koche die Erbsen in etwas Salzwasser so lange, bis sie weich aber noch kräftig grün sind. Das dauert ca. 4 – 5 Minuten.
  2. Gieße nun das Wasser ab und gebe die Milch zu den Erbsen. Erwärme beides mit der Minze, bevor du die Mischung pürierst.
  3. Rühre zuletzt die Butter unter und schmecke alles mit Salz, Pfeffer, Zitronenschale und eventuell noch mehr Minze ab.
  4. Lasse die Erbsen-Minzcreme erkalten. Sie schmeckt als Brotaufstrich gut und hält sich ca. 2 – 3 Tage im Kühlschrank.

Für die Lammburger

  • 4 Roggen-Buns
  • Erbsen-Minzcreme (siehe oben)
  • ca. 100 g Joghurt
  • Kräuter nach Wahl (ich habe Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Minze verwendet)
  • Zitronensaft
  • Salat, Tomate
  • 4 kleine Lammlachse (a ca. 100 g), bereits mariniert
  1. Mische den Joghurt mit den Kräutern und dem Zitronensaft und schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab.
  2. Brate die Lammlachse auf jeder Seite ca. 4 Minuten (abhängig von deren Dicke), damit sie schön medium werden.
  3. Gib auf die Unterseite jeden Buns zuerst einen Esslöffel Kräuter-Joghurt, dann Salat und Tomate. Darauf kommt das Lamm und ca. 1 EL der Erbsen-Creme.
  4. Gib die Bun-Oberseite auf dem Lamm-Burger und genieße ihn noch heiß!

Aloha! (Chicken Burger Hawaii)

Es gab jetzt fast ein Jahr kein Rezept für Burger – deshalb gibt es jetzt gleich zwei hintereinander! Nebem dem Lachs Burger von letzter Woche kommt heute eine Variante mit Hähnchen, selbstgemachten Buns (wieder meinen Brioche Dinkel Buns) und Ananas-Chutney dazu. Könnte fast schon gesund sein… Naja FAST 😉

Das interessanteste an diesem Chicken Burger war tatsächlich die Würzmischung, da wir erstmals Produkte von Ankerkraut getestet haben (Nein, das hier ist keine Werbung!). Zu Weihnachten hatte Herr BackIna nämlich ein großes Test-Paket der Grillgewürze geschenkt bekommen. Tatsächlich kann ich diese Würzmischungen zum Grillen uneingeschränkt weiterempfehlen, sehr lecker. Für den Burger haben wir „Bombay Chicken“ verwendet, aber auch „nur“ mit etwas Currypulver und Chili mariniert schmecken die Hawaii Burger sicher hervorragend.

Wir haben wie immer Ananas und Hähnchen auf dem Grill zubereitet – aber natürlich geht es auch in der Pfanne. Ich finde jedenfalls die Mischung aus Hühnchen und Ananas immer wieder lecker: Damit kann man einfach nichts falsch machen! Was meint ihr dazu: Würdet den Burger auch mal probieren wollen?

Hawaii Burger mit Chicken und Ananas (4 Personen)

  • 4 Buns (zum Beispiel meine Dinkel Brioche Buns)
  • 4 Hähnchenfilets oder Putenschnitzel (à ca. 150 Gramm)
  • Curry- und Chilipulver nach Geschmack (wir haben die fertige Mischung „Bombay Chicken“ von Ankerkraut verwendet)
  • 1 mittelgroße Ananas
  • 2 EL braunen Zucker
  • 1 kleine Chilischote
  • 2 rote Zwiebeln
  • Salat, Tomate
  • 4 Scheiben milder Gouda
  • 100 g Schmand
  • 100 g Joghurt
  • Saft einer halben Orange
  • Salz, Orangenpfeffer
  • Barbeque-Sauce nach Geschmack
  1. Am Abend bevor es die Burger gibt, marinierst du die Hähnchen: Dazu wäscht du die Filets ab und tupfst sie trocken. Dann reibst du jedes Filet mit ca. 1 TL Würzmischung oder Currypulver und etwas Chili ein. Nun lässt du die Filets im Kühlschrank marinieren (luftdicht verpackt).
  2. Als nächstes bereitest du die Sauce vor: Dazu vermischt du Schmand und Joghurt mit dem Saft der Orange. Schmecke das Ganze mit Curry, Salz und Orangenpfeffer (wenn du welchen hast, ansonsten normalen Pfeffer) ab.
  3. Nun schneidest du die Ananas in kleine Würfel, ebenso wie die roten Zwiebeln und die Chilischote. Brate die Zwiebeln in etwa einem 1 EL neutralem Öl glasig, gib die Ananas und die Chili hinzu und brate weiter. Sobald die Ananas leicht braun geworden ist, streust du den braunen Zucker darauf und lässt das Ganze wenige karamellisieren. Schmecke das Chutney mit Salz und Orangenpfeffer ab und lasse es leicht abkühlen.
  4. Brate als nächstes die Hähnchen zart heraus (ca. 3 Minuten pro Seite) oder grille sie. Lege je eine Scheibe Käse nach dem Wenden auf das Hähnchen, damit dieser etwas schmilzt.
  5. Währenddessen halbierst du die Buns und toastest diese leicht an.
  6. Als letztes kannst du die Hawaii Burger zusammensetzen: Zuerst kommt etwas von der Curry-Sauce auf den Bun, dann Salat und Tomate, darauf dann das Hähnchen und Ananas. Wenn du magst, kannst du auf die obere Hälfte des Buns etwas BBQ-Sauce geben – oder einfach erneut die Curry Sauce.
  7. Fertig ist die perfekte Mischung aus fruchtig und pikant!

How much is the fish? (Lachs Burger mit Pfannengemüse)

Wie versprochen zeige ich euch heute, was ich mit der Test-Küchenmaschine gebacken habe – zumindest den herzhaften Teil davon 😉 Und zwar gibt es mal wieder Burger, genauer gesagt Lachs Burger. Diesmal aber nicht mit meinen beliebten Dinkel-Broiche Buns, sondern für alle, die es knackiger mögen, mit einem Ciabatta Bun. Diesen Bun könnt ihr natürlich nicht nur zu Fisch essen, sondern im Prinzip zu jedem Burger. Allerdings empfehle ich das knusprige Bun eher zu „weichen“ Füllungen wie eben Fisch oder auch Gemüse-Pattys. Das ist aber wohl Geschmacksfrage 😉

Wieso kam nun diesmal Fisch auf den Burger? Das war eine spontane Aktion, denn im Supermarkt waren gerade die Lachs-Pattys von der Deutschen See im Angebot – für einen Euro. Da fragt man sich automatisch: Kann das gut schmecken? Da ich mit der deutschen See normalerweise sehr gute Erfahrungen gemacht habe, sind die in den Einkaufskorb gewandert. Allerdings muss ich nach dem Geschmackstest sagen: Besser ihr nehmt für den Fischburger normale Lachsfilets und schneidet diese etwas in Form! Die Lachs Burger mit den fertigen Pattys haben doch schon sehr „fischig“ geschmeckt. Sehr schade, selbst für einen Euro.

Dazu gibt es diesmal keine Pommes, sondern etwas „gesundes“, nämlich Pfannengemüse. Wir müssen es ja nicht übertreiben mit den Kohlehydraten, nachdem im Bun schon genug enthalten sind… Hier kommt also mein Lachs Burger mit selbst gebackenem Ciabatta Bun. Guten Hunger und probiert es doch auch mal aus!

Lachs Burger mit Ciabatta Bun und Pfannengemüse

Für die Ciabatta Buns (6 Stück):

  • 1 Pizzastein (ganz wichtig!)
  • 480 g Mehl (Type 550)
  • 350 ml sehr kaltes Wasser
  • 5 g Hefe
  • 40 g Sauerteig
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Olivenöl

Für den Lachs-Burger (6 Stück):

  • 6 Ciabatta-Buns
  • 6 Lachs Filets oder Lachs Pattys
  • 100 g Saure Sahne
  • 100 g Joghurt
  • 3 EL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Dill
  • 1 EL italienische Kräuter
  • 2 EL Honig
  • 250 g Möhren
  • 250 g Paprika
  • frischer Rosmarin und Thymian
  • 6 große Salatblätter
  • Ketchup nach Wunsch

Zubereitung der Ciabatta Buns

  1. Für den Ciabatta Teig vermischt du die angegebenen Zutaten in der Küchenmaschine und lässt diese mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe ca. 10 – 12 Minuten einen glatten Teig kneten. Diesen lässt du über Nacht im Kühlschrank reifen (nicht vergessen ihn mit Frischhaltefolie abzudecken).
  2. Am nächsten Tag heizt du zunächst den Pizzastein vor – meiner braucht etwa 30 Minuten bei 250 Grad. Währenddessen formst du mit viel Mehl aus dem Teig 6 gleich große Ciabatta-Brötchen. Da diese nur noch in die Höhe aufgehen, solltest du den Durchmesser gleich so groß machen, wie später der Bun sein wird. Lege diese auf das Backblech und lasse sie noch einmal ca. eine halbe Stunde reifen.
  3. Zuletzt bäckst du die Buns auf dem heißen Pizzastein ca 30 – 35 Minuten goldbraun aus und lässt diese abkühlen.

Zubereitung der Lachs Burger

  1. Für die Sauce verrührst du Joghurt, sauere Sahne, den Honig sowie den Senf mit dem Dill und den italienischen Kräutern. Schmecke diese Sauce noch nach Geschmack mit Salz und Pfeffer ab.
  2. Als nächstes schneidest du die Paprika und die Möhren in kleine Stückchen. Erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne und brate das Gemüse mit dem Rosmarin und dem Thymian an. Schmecke es mit etwas Salz, Pfeffer und evtl noch italienischen Kräutern ab.
  3. Als nächstes brätst du den Lachs in etwas Butterschmalz pro Seite ca. 3 Minuten. Würze diesen mit Salz und etwas Orangenpfeffer.
  4. Nun kannst du die Burger zusammensetzen: Dabei gibst du zuerst etwas Sauce auf den unteren Teil des Buns, dann ein Salatblatt und Gemüse, dann die Lachsschnitte und wieder etwas Gemüse und Sauce. Wenn du möchtest, kannst du noch etwas Ketchup auf den oberen Teil des Buns geben.
  5. Serviere den Lachs Burger zusammen mit dem restlichen Gemüse.

Burger Special: Knusprige Süßkartoffel Pommes aus dem Ofen

Nach dem Burger Bun und einer besonderen Burger Sauce gehört natürlich noch eine Beilage zum „Cheeseburger a la Backina“: In diesem Fall sind das lila Süßkartoffel Pommes, das Rezept geht aber auch mit gewöhnlichen orangenen Süßkartoffeln. Das lila habe ich nur aufgrund der besonderen Farbe gewählt, sie lassen sich aber genauso verarbeiten wie orangene oder weiße Süßkartoffeln.

„Normale“ Pommes sind nicht so mein Ding, um ehrlich zu sein. Schon von klein auf mochte ich die nicht wirklich, ohne sagen zu können, warum. Kartoffeln in allen anderen Formen, besonders als Pellkartoffel, liebe ich dagegen. Geschmäcker sind halt verschieden… Meine schlimmste Geburtstags-Vorstellung als Kind war deshalb: Ein anderes Kind würde Geburtstag im McDonalds feiern (was damals durchaus angesagt war) und ich müsste etwas von diesem FastFood runterwürgen! Des einen Freud, des anderen Leid, sagt man dazu wohl 😉

Aber ich habe inzwischen eine super Alternative zu normalen Pommes gefunden – nämlich Süßkartoffel-Pommes! Nachdem ich die einmal im Enchilada probiert hatte, war mir klar: Die will ich zu Hause auch machen können und zwar in der fettarmen Variante aus dem Backofen statt aus der Fritteuse. Die Kombination aus Crunchy Kruste, süßlichem weichen Kern und würzigem Aroma finde ich total klasse. Und Süßkartoffeln bieten natürlich einen besonderen Akzent fürs Auge mit ihrer kräftigen Farbe.

Mein Vorhaben knusprige Süßkartoffel Pommes aus dem Ofen zu bekommen stellte sich allerdings zunächst etwas schwierig da – denn so knusprig wie in der Fritteuse werden die wohl niemals werden! Drei Dinge helfen beim Knusprig werden – diese Tricks will ich euch heute verraten:

  1. Die Süßkartoffeln gut wässern, abtropfen lassen und dünn mit Speisestärke bestäuben, bevor sie in den Ofen gehen. Dadurch sind die Kartoffeln innen sehr „feucht“ und außen trocken, sodass sich leichter eine knusprige Schicht bildet.
  2. Einige amerikanische Kolleginnen nehmen Eiweiß zum bestreichen der Pommes: Dieses bäckt sich wie eine Kruste fest und macht die Süßkartoffel Pommes deutlich knuspriger. Zusammen mit dem Stärke-Trick hilft das schon sehr gut.
  3. Alle Fett-Sparer bitte einmal weghören: Wenn man die Pommes ganz zum Schluss noch kurz in einer gusseisernen Pfanne mit wenig Fett anbrät und anschließend auf einem Küchenkrepp abtropfen lässt, werden sie super knusprig! Zwar ein bisschen mehr Fett, ich weiß, aber man isst ja auch keine Tonnen von den Süßkartoffel Pommes 😉

So und jetzt aber guten Hunger mit dem Cheeseburger a la Backina 🙂

Knusprige Süßkartoffel Pommes aus dem Ofen (4 Personen)

1 große (lila oder normale) Süßkartoffel (ca. 800 g)
2 EL Stärke
2 EL Paprikapulver (smoked)
1 TL Chilipulver
Salz, Pfeffer
1 Eiweiß
2 EL Öl (optional)

  1. Die Süßkartoffel schälen und in pommes-große Stifte schneiden. Diese in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben und ca. 1 Stunde wässern.
  2. Die Süßkartoffel-Sticks herausnehmen und mit einem Küchentuch gut trocken tupfen. Nun die Stärke mit Paprika, etwas Pfeffer und Chili mischen und in einen großen Gefrierbeutel geben. Die Süsskartoffeln ebenfalls in den Beutel geben und so lange kneten, bis sich die Würzmischung gleichmäßig auf den Pommes verteilt hat.
  3. Das Eiweiß mit etwas Salz steif schlagen und die Pommes darin wälzen. Es sollte eine ganz dünne Schicht auf jeder Pommes sein.
  4. Den Ofen auf 180 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen und die Pommes darin ca. 8 – 10 Minuten backen. Dann die Pommes umdrehen und von der anderen Seite noch einmal 8 – 10 Minuten backen. Bei Bedarf noch einmal wenden und ein paar Minuten weiter backen.
  5. Wenn ihr den ultimativen Crunch, aber auch ein bisschen mehr Fett haben wollt, erhitzt nun das Öl in einer gusseisernen Pfanne (eine normale Pfanne geht auch) und bratet die Süsskartoffelpommes ganz kurz rundherum darin an.
  6. Nun etwas abkühlen lassen und erst dann salzen (nicht vorher!!!)
  7. Fertig sind die knusprigsten Süßkartoffel-Pommes aus dem Ofen aller Zeiten.

Burger Special: Zwiebel Chutney mit Cranberries

Es gibt Geschmackskombinationen, die können eigentlich gar nicht schmecken: Das Zwiebel Chutney mit Cranberries ist so eins. Wenn man mir noch vor 5 Jahren gesagt hätte, dass ich freiwillig „Zwiebel Marmelade“ esse – hätte ich vermutlich gedacht derjenige will mich auf den Arm nehmen. Niemals, schon gar nicht freiwillig!

Und doch – die Kombination aus Zwiebel, leicht sauerem Essig und Zitrusfrüchten mit süßem Honig und Cranberries rockt einfach! Liegt vielleicht auch an den Cranberries, denn die liebe ich in allen Arten von Speisen, von Frühstücksmüsli bis hin zu Kuchen. In herzhaften Speisen hatte ich sie bisher noch nicht so oft, aber im Chutney überzeugt sie mich voll und ganz. Inzwischen liebe ich das Zwiebel Chutney zu allen Arten von Fleisch, besonders aber zu Burger. Deshalb gehört das Cranberry Zwiebel Chutney auch unbedingt auf den Cheeseburger a la Backina, den ich euch schon vorgestellt habe.

Wie bin ich auf das Zwiebel Chutney gekommen? Auf einem Blog (ich kann mich nur leider nicht mehr erinnern, auf welchem – habt ihr eine Idee? Ich freue mich über eine kleine „Erinnerung)) habe ich zum ersten Mal von der Kombi aus Zwiebeln und Cranberries gelesen, aber das Rezept nicht abgespeichert. Interessiert hat mich die Kombination allerdings sehr – deshalb habe ich beim nächsten „Burgern“ im Hause Backina einfach ein bisschen herumexperimentiert 😉 Und das Ergebnis ist durchaus sehr, sehr lecker!

Probiert die süß-scharf-würzige Sauce zu euerem Cheeseburger, zum Gegrillten oder zum Steak doch auch einmal – ihr werdet nicht enttäuscht sein 🙂

Zwiebel Chutney mit Cranberries

4 große Zwiebeln
1 TL Butter
2 EL Honig
1 El brauner Zucker
3 EL weißer Balsamico
1/2 – 1 TL gemahlene Chiliflocken (nach Geschmack)
4 EL Cranberries (getrocknet)
3 EL Orangensaft oder Saft einer halben Orange
1 TL Zitronenschale (abgerieben)
Salz, Pfeffer

  1. Die Zwiebeln in feine Scheiben schneiden und diese in etwas Butter andünsten, bis sie glasig sind. Dann den Honig und den braunen Zucker darüber geben und karamellisieren lassen.
  2. Mit dem Balsamico und dem Orangensaft ablöschen, mit Zitronenschale und Chili nach Geschmack würzen und die Cranberries unterheben. Das Ganze für ca. 15 Minuten einreduzieren lassen, bis eine dickliche Masse entstanden ist.
  3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch mehr Chili nach Geschmack zugeben.
  4. Ihr könnt das Zwiebel Chutney mit Cranberries entweder direkt zum Burger essen oder in Gläser abfüllen. Hält sich gekühlt ca. 1 Woche.

Burger Special: Brioche Burger Buns (Burger Brötchen mit Dinkelmehl)

Wie schon neulich angekündigt, will ich euch nicht nur Burger von „auswärts“ vorstellen, sondern vor allem auch mein Lieblingsrezept für Burger zeigen. In drei Teilen bauen wir zusammen meine liebste Burger-Kombination, nennen wir ihn ganz einfallslos den Cheeseburger a la Backina 😉 Darauf kommen folgende Zutaten:

  1. Burger Brötchen: Brioche Burger Bun mit Dinkel. Das Rezept für dieses leckere Stückchen gibt es heute, siehe unten. Darauf unten optional etwas Barbeque-Sauce (ich persönlich mag es lieber „trocken“).
  2. Salat und Basilikum, klein geschnittene Kirschtomaten.
  3. Ein saftiger Patty: Häufig kaufen wir den fertig von Blockhaus, allerdings wird bald eine Burgerpresse im Hause Backina Einzug halten, damit wirklich alles hausgemacht ist.
  4. Käse. Bei uns häufig Scamorza oder Emmentaler.
  5. Cranberry-Zwiebel-Chutney: Die süß-sauer-scharfe Mischung aus Cranberries, Zwiebeln, Balsamico und Chili hat hier einen eigenen Beitrag verdient und den wird es auch bekommen.
  6. Als Beilage: Knusprige Süßkartoffel-Pommes aus dem Ofen. Die werdet ihr hier im dritten Teil des Burger Specials sehen.
So sieht der fertige Cheeseburger a la Backina mit selbstgemachtem Burger Brötchen aus.

Heute soll es als erstes um die Grundlage des Ganzen gehen, nämlich das Burger Brötchen. Die sind für das wirklich authentische Burger-Feeling besonders wichtig, finde ich. Wenn ich unterwegs ein Ciabatta oder ähnliches als Burger-Grundlage bekomme, fühle ich mich irgendwie an ein Sandwich erinnert – dabei will ich ja einen Burger essen 😉 Und ich verspreche euch eins: Ein wirklich weiches, saftiges und gleichzeitig nicht zu labberiges Burger Brötchen ist keine Kunst, sondern echt schnell und einfach gemacht! Da braucht niemand mehr die gekauften Buns voller Chemie und ohne Geschmack!

Alles, was ihr für diesen Genuss braucht, ist etwas Geduld und eventuell eine Küchenmaschine, die euch gefühlt stundenlanges Kneten erspart. (Habe ich schon erwähnt, dass ich mir ganz dringend eine wünsche?) Zu meinen Brioche Burger Buns nehme ich immer Dinkelmehl, da das einen leicht nussigen, aber nicht zu aufdringlichen Geschmack hat, was gut zu meinem Cranberry-Zwiebel-Chutney passt. Wenn euch Dinkel nicht ganz geheuer ist, nehmt doch einfach Weizenmehl in denselben Types, sollte auch klappen 🙂

Der Vorteil an den Burger Brötchen mit Dinkel ist, dass man sie ganz wunderbar auch zu allen möglichen anderen Gelegenheiten essen kann, nicht nur zu Burgern. Noch warm mit etwas Butter, Nussnougatcreme oder Honig ist das sehr lecker, kann ich euch versprechen!  Deshalb backe ich immer ein paar mehr Brötchen als wir eigentlich benötigen und friere den Rest ein, falls wir spontan Lust auf Brioche-Brötchen zum Frühstück haben.

Hier kommt also mein liebstes Rezept für Burger Brötchen: Vorhang auf für die Dinkel Brioche Burger Buns!

Dinkel Brioche Burger Buns (Burger Brötchen mit Dinkelmehl)

für ca. 8 Stück

75 ml Milch + 2 EL
150 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
2 EL Zucker
1 TL Honig
2 Eier – 1 Eigelb
220 g Dinkelmehl Type 1050
240 g Dinkelmehl Type 405
2 TL Salz
60 g weiche Butter
Sesam

  1. Die 75 ml Milch und das Wasser mit dem Zucker und dem Honig leicht erwämen und die Hefe hineinbröckeln. Umrühren, bis sich diese gelöst hat und an einem warmen Ort ca. 10 Minuten stehen lassen, bis ein dicker Schaum auf der Oberfläche entstanden ist. Das ist das Zeichen, dass die Hefe aktiv ist, und es losgehen kann.
  2. Die beiden Mehlsorten, die Butter, das Salz und die zwei ganzen Eier mit der Hefe-Milch verrühren und ca. 10 Minuten kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Am Anfang klebt der Teig wirklich sehr, deshalb nicht verzweifeln – irgendwann ist der Teig stabil genug. Nun ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Nach der Gehzeit den Teig auf 8 Portionen teilen, zu Kugeln formen (die einzelnen Burger Brötchen nicht zu groß machen!) und noch einmal ca. 30 Minuten stehen lassen. Das Eigelb mit 2 EL Milch verrühren und die Brötchen damit bestreichen. Nach Wunsch Sesam darauf streuen.
  4. Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und eine Schüssel mit Wasser reinstellen, damit Dampf im Ofen ist. Die Burger Brötchen darin ca. 12 – 15 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.
  5. Auskühlen lassen oder direkt genießen.

Inspiration zum Rezept by Chef Hansen.

Bayreuths beste Burger: Enchilada Bayreuth

Wie schon neulich angekündigt gibt es bei Backina eine neue Kategorie, die sich „Genießen“ nennt. Hier will ich in Zukunft meine Erfahrungen mit dem Essen auswärts teilen: Neben Restaurants aus meiner Heimatstadt Bayreuth will ich euch vor allem Einblicke in meine Reisen geben. In dieser Serie will ich hier jedoch als erstes die Frage beantworten: Wo gibt es den besten Burger in Bayreuth? Natürlich wird es auch mein eigenes Lieblingsrezept für Homemade Burger geben 😉

Nachdem man in Bayreuth jahrelang fast nur im Roxy Burger bestellen konnte, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Lokalen, in denen man hausgemachte Burger bekommt – unter anderem im Enchilada oder im Liebesbier. Als erstes habe ich passend zum mexikanischen Rezept von Anfang der Woche die Burger im mexikanischen Lokal, dem Enchilada Bayreuth, getestet.

Das Bayreuther Enchilada (auch genannt Enchi) ist eins der Lokale, das ich seit meiner Jugend häufig besuche, wie wohl viele Einheimische und Studenten. Hier habe ich unzählige Cocktails (natürlich die Jumbos in der Happy Hour ;)) getrunken, mir mit meinen Freundinnen mexikanisches Essen geteilt, dabei über Gott und die Welt gequatscht und auch schon einen grandiosen Junggesellinnen-Abschied einer Freundin gefeiert. Nach dem Umbau vor wenigen Wochen und der kompletten Umstellung der Speisekarte  tritt das Enchilada Bayreuth im Bereich Burger in Konkurrenz zum direkt gegenüber liegenden Roxy sowie zum neu eröffneten Liebesbier. Diese drei Lokale treten in meinem persönlichen Ranking in den Kategorien Atmosphäre, Service, Angebot, Geschmack und Preis gegeneinander an.

Burger mit Bacon und Double Cheese

Die Atmosphäre im Enchilada Bayreuth

Besonders im Sommer ist es dort im Garten wunderschön, gerade nach dem Umbau: Die Einrichtung ist eher schlicht in Holz gehalten, ein fest installiertes Sonnensegel bietet Schutz vor Wind und Regen. Drinnen erwartet einen mexikanisches Flair mit Holz und Inka-Dekorationen, aber nicht zu überladen. Minuspunkt: Gerade am Wochenende ist es recht laut im Innenbereich, wenn alle Plätze voll besetzt sind und zusätzlich Musik läuft. Aufgrund des großen Andrangs gerade Donnerstag bis Samstag lohnt sich häufig eine Reservierung.

Ergebnis: 3 von 5 Punkten

Der Service im Enchilada Bayreuth

Der Service beginnt schon an der Tür, denn man wird platziert. Obwohl viele Studenten im Enchilada Bayreuth kellnern, sind alle gut koordiniert und professionell im Auftreten. Es ist mir selten passiert, dass ich einmal länger warten musste – mit Ausnahme der Speisen, denn gerade in Stoßzeiten kann es in der Küche schon einmal länger dauern. Cocktails sind dagegen meist sehr schnell serviert und seit Neuestem auch in Weck-Gläsern ansprechend und modern angerichtet.

Ergebnis: 4 von 5 Punkten

Das Burger-Angebot im Enchilada Bayreuth

Es gibt seit dem Umbau eine eigene Burgerkarte im Enchi, auf der sich nicht nur die „klassischen“ Varianten mit Beef, Bacon und / oder Käse finden, sondern auch ausgefallene Kreationen wie ein Burger mit Pulled Turkey, ein Surf and Turf Burger oder vegetarische Varianten. Bei den Brötchen kann man sich zwischen einem klassischen Brioche, einem Ciabatta oder einem Körner-Bun entscheiden. Die Wahl fällt also nicht ganz leicht 😉  Die standardmäßige Beilage sind French Fries, gegen einen Aufpreis können auch Süßkartoffel-Fries (aus meiner Sicht sehr empfehlenswert!), Salat oder andere Beilagen bestellt werden. Auch Extras wie Zwiebeln, Cheese oder Bacon sind bestellbar. Die Auswahl ist ausgewogen und überzeugend, so finde ich.

Ergebnis: 4 von 5 Punkten

Geschmack der Burger im Enchilada Bayreuth

Ich hatte den Pulled Turkey bestellt, Herr Backina einen Cheese-Burger mit Bacon. Erster Eindruck: schön angerichtet auf einer Schiefer-Platte mit den Fries in einem Metall-Körbchen. Aber was ist das? Das Brioche-Bun sieht eher aus wie ein Ciabatta und schmeckt auch so – nicht saftig und weich, sondern eher knusprig. Mein Pulled Turkey ist sehr lecker würzig, aber für Saucen-Fans ist das Ganze etwas zu „trocken“, sprich mit der Sauce wird etwas gespart. Die Fries sind knackig und hellgelb, allerdings schmecken sie austauschbar. Ganz im Gegenteil zu den Süßkartoffel-Fries, denn die sind etwas ganz Besonderes. Der Burger wird von einem Holz-Stab zusammengehalten und lässt sich schlecht mit der Hand essen. Für mich ist der Pulled Turkey lecker, aber die Idee eines Burgers ist nicht ganz getroffen, es erinnert mich eher an ein Sandwich. Herr Backina ist von seinem Cheese-Burger nicht allzu begeistert, da er sehr trocken ist und das Fleisch eher „alt“ schmeckt.

Ergebnis: 2 von 5 Punkten

Preisniveau im Enchilada Bayreuth

Die Burger kosten zwischen 10 und 15 Euro im Standard, was an sich okay ist. Allerdings finde ich die enormen Aufschläge für andere Beilagen etwas übertrieben: 2 € mehr für Süßkartoffel-Fries, die auf der normalen Karte in großer (!) Portion ca. 4 € kosten ist schon etwas zu viel. Preis und Leistung gehen für mich nicht ganz Hand in Hand.

Ergebnis: 3 von 5 Punkten

Gesamtergebnis

Im Enchilada esse ich in Zukunft lieber wieder mexikanisch, denn hier bietet es solide Qualität und ein faires Preis-Leistungsverhältnis. Die Burger sind nicht schlecht, aber meine eigenen schmecken mir deutlich besser 😉

Hier hört ihr demnächst mehr, ob die anderen Lokale im Vergleich zum Homemade Burger besser abschneiden, wie ich meine Buns mache und einen Rezept-Tipp für eine etwas andere Burger-Sauce.

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