Gnocchi selber machen (Gnocchi-Pfanne mit Thunfisch und Spinat)

Wie bereits letzte Woche versprochen, habe ich heute noch einmal ein Rezept mit Spinat für euch. Und zwar gibt es heute leckere selbstgemachte Gnocchi – dazu kommen Spinat und Thunfisch. So entsteht ein leckeres Gericht, das ich quasi täglich essen könnte!

Etwas erstaunt war ich, dass ich auf dem Blog tatsächlich noch nie mein Rezept für Gnocchi gezeigt habe – dabei gibt es die bei uns immer wieder. Vor allem im Herbst mögen wir die leckeren kleinen Kartoffelknödel mit selbst gesammelten Pilzen und Parmesan. Ganz einfach und doch so gut! Da die Pilz-Zeit leider noch nicht angebrochen ist, habe ich eine andere Variante gesucht. In einer Zeitschrift hatte ich dann die Kombination aus Spinat und Thunfisch gesehen und fand es sehr interessant. Also direkt mal ausprobiert 😉 Und was soll ich sagen: Volltreffer! Spinat und Thunfisch ist nicht unbedingt eine naheliegende Kombination, aber dennoch extrem gut.

Natürlich könnt ihr auch ein Fertigprodukt bei den Gnocchi nutzen, wenn es mal schnell gehen muss – denn die Pfanne an sich ist in 10 Minuten zubereitet. Allerdings bevorzuge ich es Gnocchi selber zu machen – meist machen wir direkt eine größere Portion auf einmal und frieren sie portionsweise ein. Das funktioniert hervorragend. Zum Servieren lasst ihr die gefrorenen Kartoffelklößchen noch einmal ca. 1-2 Minuten im heißen Wasser auftauen und in einem Sieb abtropfen, bevor ihr sie ganz normal weiterverwenden könnt. Zum Beispiel zu dieser leckeren Pfanne – oder einfach mit Butter und Salbei genießen!

Habt ihr noch mehr leckere Ideen für Rezepte mit Gnocchi? Immer her damit!

Grundrezept: Gnocchi selber machen (4 Portionen)

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • ca. 200 – 250 g Mehl (Type 550 oder Pizzamehl)
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Kartoffelpresse oder Kartoffelstampfer
  1. Zunächst kochst du die Kartoffeln in Salzwasser weich, lässt diese ganz leicht abkühlen. Sobald sie kühl genug sind, um angefasst zu werden, schälst du diese und drückst sie sofort durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel. Ersatzweise kannst du auch den Kartoffelstampfer verwenden – dann aber bitte ganz fein zerkleinern!
  2. Gib nun das Mehl, die Eier, ca. 1 EL Salz, 1 TL Pfeffer und eine große Prise Muskat zu den Kartoffeln und verknete alles zu einem glatten Teig. Der Teig für die selbstgemachten Gnocchi sollte klebrig, aber nicht zu flüssig sein. Deshalb gib noch etwas Mehl dazu, wenn er dir zu flüssig erscheint. Würze den Gnocchi-Teig evtl noch nach, sollte er dir zu mild erscheinen.
  3. Nun formst du den Teig zu etwa fingerdicken Rollen. Von diesen schneidest du je 2 cm breite Stücke ab. Nun kannst du die Gnocchi nach Belieben noch rund formen und mit der Gabel prägen oder so eckig lassen.
  4. Erhitze als nächstes ca. 1 Liter Salzwasser und gib einige der Gnocchi hinein. Darin lässt du die Gnocchi garen, bis sie oben schwimmen (etwa 2 Minuten). Nimm die Gnocchi anschließend heraus und brate sie knusprig (siehe unten) oder friere sie gleich ein.
  5. Zum einfrieren: Am besten du legst die Gnocchi einzeln auf ein Brett und lässt sie darauf gefrieren. Sobald sie fest sind, kannst du sie zusammen in einen Gefrierbeutel packen.

Gnocchipfanne mit Spinat und Thunfisch (4 Portionen)

  • 1 Grundrezept Gnocchi
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 200 g Blattspinat
  • 2 EL Weißwein oder Brühe
  • 50 g Parmesan
  • 1 EL Butter
  1. Als ersten hackst du die rote Zwiebel in Würfel und putzt / wäscht den Spinat (große Blätter in Streifen schneiden). Den Parmesan verarbeitest du zu Spänen und den Thunfisch lässt du abtropfen.
  2. Nun erhitzt du die Butter in einer Pfanne und brätst darin die Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Als nächstes kommen die Gnocchi dazu (eventuell noch zusätzlich Butter in die Pfanne geben). Diese brätst du, bis sie goldbraun sind.
  3. Nun gibst du den Spinat sowie den Weißwein hinzu und lässt den Spinat zusammenfallen (ca. 2 – 3 Minuten). Hebe den Thunfisch unter und schmecke alles mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat ab.
  4. Serviere die Gnocchipfanne mit Spinat und Thunfisch direkt in der Pfanne oder auf Tellern und streue kurz vor dem Servieren die Parmesanspäne darüber.

#bayerngrillt: Steckerlfisch 2.0

Bayern grillt! Wie ihr ja wisst, lieben wir es zu grillen und deshalb freue ich mich besonders, dass wir bei der Aktion „Bayern grillt“ (organisiert von Amor & Kartoffelsack und Happy Plate) dabei sein dürfen 🙂 Mehr zu der Aktion lest ihr weiter unten im Text – denn ihr könnt ebenfalls mitmachen! Gleich nachdem ich von dem Grill-Event erfahren habe, war mir klar, was es geben sollte. Nämlich Steckerlfisch!

Warum? Erstens: Weil wir alle viel zu wenig Fisch essen – geschweige denn Grillen. Vielen erscheint Fisch nämlich immer noch schwer zuzubereiten – dabei stimmt das absolut nicht! Was ich euch mit diesem Rezept beweisen werde, denn die Beilagen sind tatsächlich aufwändiger als der Fisch 😉 Zweitens: Weil ich Steckerlfisch auf Kerwas und Straßenfesten liebe und er für mich ein typisch bayerisches Gericht ist. Bisher hatte ich mich aber selbst noch nicht ran getraut.

Allerdings muss ich sagen: Zu Hause ist das mit dem „Steckerl“ auch wirklich schwer zu realisieren. Deshalb haben wir der Einfachheit halber eine normale Fischzange gewählt – die Forellen werden nach wie vor herrlich knusprig und schmecken wie „echte“ Steckerlfische. Serviert wird der Steckerlfisch normalerweise mit einer Kräuter-Marinade. Und da habe ich in einer alten „Hör zu“-Zeitschrift meiner Mutter ein Rezept vom ehemaligen BR-Fernsehkoch Max Inzinger gefunden. Deshalb hier die Original 80er-Marinade – die schmeckt wirklich sehr lecker und besteht nur aus wenigen Zutaten! Für alle, die den Fisch etwas moderner mögen, habe ich noch eine scharfe Honig-Chili-Marinade, mit der der Fisch sehr würzig und saftig wird. Ihr dürft also entscheiden, welche Variante ihr probieren wollt.

Übrigens, falls ihr euch fragt, woher ich das Geschirr habe: Die schönen Teller und Beilagenschälchen stammen aus der „BBQ Passion“ Kollektion von Villeroy & Boch, einer der Sponsoren des „Bayern grillt“-Events. Wir wollten uns das Geschirr schon länger selbst zulegen und sind total begeistert davon 🙂

Schaut doch auch mal, was die anderen bayerischen Foodblogger so gegrillt haben, gestern gab es zum Beispiel Dessert bei Sommermadame und morgen geht es bei Omoxx weiter.

Übrigens: Ihr könnt auch bei der Aktion „Bayern grillt“ mitmachen! Grillt dazu einfach eines der Rezepte nach und ladet eueren Schnappschuss auf der Facebook-Seite von „Bayern grillt“ hoch. Es gibt tolle Preise für euch zu gewinnen! 

So, jetzt aber genug geredet – es gibt Steckerlfisch!

Steckerlfisch 2.0 – gegrillte Forelle mit Kräuter- und Chili-Marinade, Grill-Pommes und Paprika-Salat (4 Personen)

Für den Steckerlfisch

  • 4 kleine Forellen (am besten Lachsforelle oder Regenbogenforelle) oder Saiblinge
  • 4 EL + 1 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • 1 ganze Zitrone
  • je 1 Bund Rosmarin, Basilikum, Salbei und Petersilie
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Harissa-Paste
  • Salz, Pfeffer

Für die Grill-Pommes

  • 500 g kleine Kartoffeln (festkochend)
  • 1 EL Paprikapulver, 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für den Paprika-Fenchel Salat

  • 4 Paprika (rot oder gelb)
  • 1 mittelgroßer Fenchel
  • ca. 100 g Kerne-Mischung (z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne)
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 2 EL Zucker
  • ca. 100 g Parmesanspäne
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL rotes Pesto
  • Salz, Pfeffer

Vorbereitung von Salat und Kartoffeln

  1. Du kannst bereits mehrere Stunden vor Grill-Beginn die Zutaten für den Salat sowie die Marinade und die Pommes vorbereiten.
  2. Koche Salzwasser auf und gare die Kartoffeln darin, bis sie gerade so durch sind (lieber zu hart als zu weich!). Vermische 1 EL Olivenöl, Paprikapulver, Chilipulver, 1 EL Salz, 1 EL Pfeffer miteinander – das wird die Marinade für deine Grill-Pommes.
  3. Schneide während die Kartoffeln kochen die Paprika und den Fenchel in schmale Spalten und stelle sie beiseite. Das Gemüse wirst du später für den Salat grillen. Die Marinade für den Salat kannst du ebenfalls schon vorbereiten, indem du Olivenöl, rotes Pesto sowie etwas Salz und Pfeffer mischt.
  4. Nun sollten die Kartoffeln gerade so gar sein: Schneide diese mit Schale in schmale Spalten und wälze sie gleichmäßig in der Marinade. Stelle sie bis zum Grillen beiseite.
  5. Nun bereitest du den Crunch für den Salat zu: Dazu lässt du den Zucker in einer Pfanne karamellisieren und gibst dann die Kerne sowie die Fenchelsamen dazu. Lasse den Crunch abkühlen und breche ihn in kleine Stücke.

Vorbereitung des Steckerlfisch

  1. Wir marinieren den Steckerlfisch auf zweierlei Art. Für die klassische Kräuter-Marinade schneidest du die angegebenen Kräuter klein und mischt sie mit 4 EL Olivenöl, dem Saft einer Zitrone sowie Salz und Pfeffer. Für die scharfe Honig-Chili-Marinade mischt du einfach Honig und Harissa mit 2 EL Öl und evtl. etwas Salz.
  2. Wasche nun deine ausgenommenen Forellen gut ab und tupfe diese trocken. Verteile die gewünschte Marinade gut von innen und außen auf die Fische (entweder 2 klassische und 2 scharfe Fische oder du machst eben nur eine Sorte). Für die Kräuter-Variante gibst du noch feine Zitronen-Scheiben in den Bauch der Forellen. Lege die Forellen in eine Fischzange – so ist es leichter als mit einem Steckerl.

Grillen

  1. Heize deinen Grill an auf ca. 180° – 250°, wichtig: Achte darauf eine indirekte Grillzone zu haben (d.h. die heißen Kohlen legst du nur auf eine Seite des Grills).
  2. Nun grillst du zuerst die Zutaten für den Salat idealerweise in einer gusseisernen Pfanne oder einem Gemüsekorb, bis Paprika und Fenchel bissfest sind. Nimm das Gemüse herunter und mische es mit der Salat-Marinade. Lasse den Salat noch durchziehen, bis der Rest fertig ist.
  3. Als nächstes kommen die Pommes dran: Diese brätst du am besten ebenfalls in einer gusseisernen Pfanne auf dem Grill knusprig heraus. Lasse Sie dann in der indirekten Hitze in einem Gemüsekorb weiter ziehen. Würze sie ggf. noch mit Salz und Pfeffer nach.
  4. Zuletzt legst du die Forellen je nach Größe ca. 5 – 10 Minuten pro Seite in die indirekte Hitze und schließt den Deckel deines Grills.
  5. Jetzt kommt die Kür: Brate den Fisch kurz in der direkten Hitze an, bis die Haut schön braun und knusprig wird (ca. 1-2 Minuten).

Anrichten

  1. Serviere die Forellen mit etwas vom Salat, den du mit dem Kern-Crunch sowie Parmesan-Spänen bestreust, und den Pommes.

How much is the fish? (Lachs Burger mit Pfannengemüse)

Wie versprochen zeige ich euch heute, was ich mit der Test-Küchenmaschine gebacken habe – zumindest den herzhaften Teil davon 😉 Und zwar gibt es mal wieder Burger, genauer gesagt Lachs Burger. Diesmal aber nicht mit meinen beliebten Dinkel-Broiche Buns, sondern für alle, die es knackiger mögen, mit einem Ciabatta Bun. Diesen Bun könnt ihr natürlich nicht nur zu Fisch essen, sondern im Prinzip zu jedem Burger. Allerdings empfehle ich das knusprige Bun eher zu „weichen“ Füllungen wie eben Fisch oder auch Gemüse-Pattys. Das ist aber wohl Geschmacksfrage 😉

Wieso kam nun diesmal Fisch auf den Burger? Das war eine spontane Aktion, denn im Supermarkt waren gerade die Lachs-Pattys von der Deutschen See im Angebot – für einen Euro. Da fragt man sich automatisch: Kann das gut schmecken? Da ich mit der deutschen See normalerweise sehr gute Erfahrungen gemacht habe, sind die in den Einkaufskorb gewandert. Allerdings muss ich nach dem Geschmackstest sagen: Besser ihr nehmt für den Fischburger normale Lachsfilets und schneidet diese etwas in Form! Die Lachs Burger mit den fertigen Pattys haben doch schon sehr „fischig“ geschmeckt. Sehr schade, selbst für einen Euro.

Dazu gibt es diesmal keine Pommes, sondern etwas „gesundes“, nämlich Pfannengemüse. Wir müssen es ja nicht übertreiben mit den Kohlehydraten, nachdem im Bun schon genug enthalten sind… Hier kommt also mein Lachs Burger mit selbst gebackenem Ciabatta Bun. Guten Hunger und probiert es doch auch mal aus!

Lachs Burger mit Ciabatta Bun und Pfannengemüse

Für die Ciabatta Buns (6 Stück):

  • 1 Pizzastein (ganz wichtig!)
  • 480 g Mehl (Type 550)
  • 350 ml sehr kaltes Wasser
  • 5 g Hefe
  • 40 g Sauerteig
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Olivenöl

Für den Lachs-Burger (6 Stück):

  • 6 Ciabatta-Buns
  • 6 Lachs Filets oder Lachs Pattys
  • 100 g Saure Sahne
  • 100 g Joghurt
  • 3 EL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Dill
  • 1 EL italienische Kräuter
  • 2 EL Honig
  • 250 g Möhren
  • 250 g Paprika
  • frischer Rosmarin und Thymian
  • 6 große Salatblätter
  • Ketchup nach Wunsch

Zubereitung der Ciabatta Buns

  1. Für den Ciabatta Teig vermischt du die angegebenen Zutaten in der Küchenmaschine und lässt diese mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe ca. 10 – 12 Minuten einen glatten Teig kneten. Diesen lässt du über Nacht im Kühlschrank reifen (nicht vergessen ihn mit Frischhaltefolie abzudecken).
  2. Am nächsten Tag heizt du zunächst den Pizzastein vor – meiner braucht etwa 30 Minuten bei 250 Grad. Währenddessen formst du mit viel Mehl aus dem Teig 6 gleich große Ciabatta-Brötchen. Da diese nur noch in die Höhe aufgehen, solltest du den Durchmesser gleich so groß machen, wie später der Bun sein wird. Lege diese auf das Backblech und lasse sie noch einmal ca. eine halbe Stunde reifen.
  3. Zuletzt bäckst du die Buns auf dem heißen Pizzastein ca 30 – 35 Minuten goldbraun aus und lässt diese abkühlen.

Zubereitung der Lachs Burger

  1. Für die Sauce verrührst du Joghurt, sauere Sahne, den Honig sowie den Senf mit dem Dill und den italienischen Kräutern. Schmecke diese Sauce noch nach Geschmack mit Salz und Pfeffer ab.
  2. Als nächstes schneidest du die Paprika und die Möhren in kleine Stückchen. Erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne und brate das Gemüse mit dem Rosmarin und dem Thymian an. Schmecke es mit etwas Salz, Pfeffer und evtl noch italienischen Kräutern ab.
  3. Als nächstes brätst du den Lachs in etwas Butterschmalz pro Seite ca. 3 Minuten. Würze diesen mit Salz und etwas Orangenpfeffer.
  4. Nun kannst du die Burger zusammensetzen: Dabei gibst du zuerst etwas Sauce auf den unteren Teil des Buns, dann ein Salatblatt und Gemüse, dann die Lachsschnitte und wieder etwas Gemüse und Sauce. Wenn du möchtest, kannst du noch etwas Ketchup auf den oberen Teil des Buns geben.
  5. Serviere den Lachs Burger zusammen mit dem restlichen Gemüse.

Das fränkische Weihnachtsdinner: Gebeizter Saibling als Vorspeise

Der Weihnachtscountdown hat begonnen! Wisst ihr schon, was es bei euch zu essen geben wird? Neulich habe ich euch ja schon einige meiner Ideen für ein edles Weihnachtsmenü gezeigt, heute darf ich euch nochmal Inspiration zu euerem Weihnachtsmenü geben – und zwar auf die fränkische Art! Einige meiner lieben fränkischen Bloggerkolleginnen und ich richten diese Woche „Das fränkische Weihnachtsdinner“ aus, bei dem wir euch fränkische Küche auf moderne Art zeigen. Heute bin ich mit der Vorspeise dran und die Hauptrolle dabei spielt selbst gebeizter Saibling!

Saibling ist für mich ein typisch fränkischer Fisch. Vielleicht auch, weil ein Freund der Familie eine eigene Zucht hat und uns daher immer wieder mit frischen Forellen und Saiblingen versorgt. Insofern kommt bei uns tatsächlich recht häufig Räucherforelle oder eben Saibling auf den Tisch. Was ich bisher aber noch nicht selbst versucht hatte, war diesen Saibling selbst haltbar zu machen. Deshalb habe ich mich für das fränkische Weihnachtsmenü ans Selber Beizen herangemacht. Und was soll ich sagen? Es klappt wunderbar! Beize besteht im Grunde nur aus Zucker, Salz und Gewürzen nach Wahl. Mit dieser wird der Fisch eingestrichen und den Rest macht der Kühlschrank 😉 Ideal also, um für die Feiertage gebeizten Saibling bereits vorzubereiten…

Zur fränkischen Vorspeise wird der Saibling im Duett mit Roter Beete und Meerrettich-Creme. Dazu gibt es einen ebenfalls typisch fränkischen Salat – und zwar „Rapunzel“, besser bekannt als Feldsalat: Mit ein paar Trauben und Walnüssen esse ich den auch einfach so sehr gerne! Das Schöne daran: Die Vorspeise kommt vollkommen ohne Sahne, Butter oder irgendwelche anderen „schweren“ Zutaten aus. Durch das viele Gemüse und den fettarmen Fisch kommt sie einem schon fast „gesund“ vor. Lecker ist das Törtchen aus gebeiztem Saibling, Roter Beete und Meerrettichcreme allemal – also probiert es aus! 🙂

Mehr zum fränkischen Weihnachtsdinner

Seid ihr neugierig, was es noch zum fränkischen Weihnachtsdinner gibt? Dann schaut doch mal bei meinen Kolleginnen vorbei!

Seid also gespannt auf viele fränkische Verführungen! 🙂 Und hier kommt endlich das Rezept für gebeizten Saibling mit Roter Beete und Meerrettich!

Gebeizter Saibling, Rote Beete und Meerrettich als Törtchen mit fränkischem Feldsalat (4 Personen)

Für den gebeizten Saibling

  • ca 500 g Saibling (zwei gleich große Stücke á 250 g)
  • 3 EL grobes Meersalz
  • 3 EL Zucker
  • 1 Bund Dill
  • 1/2 Zitrone in feinen Scheiben

Für die Törtchen

  • 200 g Quark
  • 200 g Joghurt
  • 2 Blatt Gelatine
  • 1 TL Meerrettich (nach Geschmack mehr oder weniger nehmen)
  • ca. 400 Rote Beete (etwa 3 mittelgroße Knollen)
  • 1 EL Essig (ich habe Himbeer-Essig genommen)
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Orangensaft (oder Mandarinensaft vom Salat nehmen)
  • Dill, ggf. etwas Öl, Salz, Orangenpfeffer

Für den Feldsalat

  • 100 g frischer Feldsalat
  • 1 Hand voll Walnüsse
  • 1 Hand voll Trauben (optional)
  • Saft einer Mandarine
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Walnussessig
  • 1 TL Honig
  • Salz, Orangenpfeffer
  1. Zwei Tage vorher: Wasche die beiden Saiblingsfilets gut ab und tupfe Sie trocken. Für die Beize mischt du das Meersalz und den Zucker und gibst den kleingeschnittenen Dill dazu. Nun streichst du die Beize gleichmäßig auf die Fleischseite der beiden Saiblingsfilets. Die Zitrone schneidest du in ganz dünne Scheiben und legst diese auf eines der Filets. Nun gibst du das zweite Filet mit der Fleischseite darauf und wickelst die Filets ganz fest in Frischhaltefolie. Es sollte nun ein Päcken entstanden sein, bei dem man jeweils nur die Hautseiten sehen kann.
  2. Lege den Fisch in den Kühlschrank und beschwere die Filets leicht, z.B. mit einem Schneidebrett. Wende das Paket nach 24 Stunden einmal und lasse den Saibling 2 Tage im Kühlschrank beizen.
  3. Am Tag der Einladung: Weiche zuerst die Gelatine in kaltem Wasser ein. Mische den Quark, den Joghurt, den Meerrettich (einfach schauen, wie viel Meerrettich dir schmeckt!) und schmecke die Mischung mit etwas Salz und Pfeffer nach Wunsch ab. Drücke nun die Gelatine aus und lasse sie auf dem Herd flüssig werden. Mische nun vorsichtig ein paar Löffel von der Joghurt-Mischung unter und verrühre diese gut mit der Gelatine, damit keine Klumpen entstehen. Mische auf diese Weise die Gelatine komplett unter die Joghurt-Mischung. Verteile diese Mischung auf 4 Vorspeisenringe und lasse die Masse ca. 1 Stunde gelieren, bis sie fest ist.
  4. Bereite derweil den Rote Beete Salat vor, indem du die Roten Beeten in ganz feine Würfel schneidest. Diese mischt du mit dem Essig, dem Honig und dem Orangensaft und schmeckst das Ganze mit etwas Salz und Orangenpfeffer ab. Wenn du möchtest, gib noch etwas Öl dazu, zum Beispiel Walnussöl.
  5. Den Saibling kannst du ebenfalls vorbereiten: Nimm die beiden Filets aus dem Kühlschrank und kratze die restliche Beize ab – wir wollen ja später nicht auf Salzkörner beißen! Nun löst du die Filets von der Haut und schneidest diese in kleine Würfel. Mische diese mit etwas Dill und Öl. Würze eventuell noch mit Salz und Pfeffer nach. Wenn du Reste übrig hast, kannst du den Saibling gut auch noch 2 – 3 Tage essen!
  6. Nun geht es ans Anrichten der Törtchen. Löse vorsichtig die Meerrettich-Schicht aus den Ringen und lege diese beiseite. Fülle nun als unterste Schicht etwas Rote Beete Salat in die Ringe und drücke diesen mit dem mitgelieferten Werkzeug gut fest. Darauf gibst du vorsichtig eine der gelierten Joghurt-Schichten. Als letztes kommt darauf Saibling, der ebenfalls festgedrückt wird. Lasse die Törtchen im Kühlschrank noch einmal fest werden.
  7. Putze derweil den Feldsalat, entkerne die Walnüsse und wasche die Trauben (je nach Größe kannst du diese halbieren). Bereite aus den angegeben Zutaten eine Marinade zu.
  8. Nun richtest du alles auf einem Teller an: Den Feldsalat mit Trauben und Walnüssen mit der Marinade beträufeln und daneben kommt jeweils ein Törtchen aus gebeiztem Saibling und Roter Beete. Nach Wunsch noch garnieren und sofort servieren.

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