Gnocchi selber machen (Gnocchi-Pfanne mit Thunfisch und Spinat)

Wie bereits letzte Woche versprochen, habe ich heute noch einmal ein Rezept mit Spinat für euch. Und zwar gibt es heute leckere selbstgemachte Gnocchi – dazu kommen Spinat und Thunfisch. So entsteht ein leckeres Gericht, das ich quasi täglich essen könnte!

Etwas erstaunt war ich, dass ich auf dem Blog tatsächlich noch nie mein Rezept für Gnocchi gezeigt habe – dabei gibt es die bei uns immer wieder. Vor allem im Herbst mögen wir die leckeren kleinen Kartoffelknödel mit selbst gesammelten Pilzen und Parmesan. Ganz einfach und doch so gut! Da die Pilz-Zeit leider noch nicht angebrochen ist, habe ich eine andere Variante gesucht. In einer Zeitschrift hatte ich dann die Kombination aus Spinat und Thunfisch gesehen und fand es sehr interessant. Also direkt mal ausprobiert 😉 Und was soll ich sagen: Volltreffer! Spinat und Thunfisch ist nicht unbedingt eine naheliegende Kombination, aber dennoch extrem gut.

Natürlich könnt ihr auch ein Fertigprodukt bei den Gnocchi nutzen, wenn es mal schnell gehen muss – denn die Pfanne an sich ist in 10 Minuten zubereitet. Allerdings bevorzuge ich es Gnocchi selber zu machen – meist machen wir direkt eine größere Portion auf einmal und frieren sie portionsweise ein. Das funktioniert hervorragend. Zum Servieren lasst ihr die gefrorenen Kartoffelklößchen noch einmal ca. 1-2 Minuten im heißen Wasser auftauen und in einem Sieb abtropfen, bevor ihr sie ganz normal weiterverwenden könnt. Zum Beispiel zu dieser leckeren Pfanne – oder einfach mit Butter und Salbei genießen!

Habt ihr noch mehr leckere Ideen für Rezepte mit Gnocchi? Immer her damit!

Grundrezept: Gnocchi selber machen (4 Portionen)

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • ca. 200 – 250 g Mehl (Type 550 oder Pizzamehl)
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Kartoffelpresse oder Kartoffelstampfer
  1. Zunächst kochst du die Kartoffeln in Salzwasser weich, lässt diese ganz leicht abkühlen. Sobald sie kühl genug sind, um angefasst zu werden, schälst du diese und drückst sie sofort durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel. Ersatzweise kannst du auch den Kartoffelstampfer verwenden – dann aber bitte ganz fein zerkleinern!
  2. Gib nun das Mehl, die Eier, ca. 1 EL Salz, 1 TL Pfeffer und eine große Prise Muskat zu den Kartoffeln und verknete alles zu einem glatten Teig. Der Teig für die selbstgemachten Gnocchi sollte klebrig, aber nicht zu flüssig sein. Deshalb gib noch etwas Mehl dazu, wenn er dir zu flüssig erscheint. Würze den Gnocchi-Teig evtl noch nach, sollte er dir zu mild erscheinen.
  3. Nun formst du den Teig zu etwa fingerdicken Rollen. Von diesen schneidest du je 2 cm breite Stücke ab. Nun kannst du die Gnocchi nach Belieben noch rund formen und mit der Gabel prägen oder so eckig lassen.
  4. Erhitze als nächstes ca. 1 Liter Salzwasser und gib einige der Gnocchi hinein. Darin lässt du die Gnocchi garen, bis sie oben schwimmen (etwa 2 Minuten). Nimm die Gnocchi anschließend heraus und brate sie knusprig (siehe unten) oder friere sie gleich ein.
  5. Zum einfrieren: Am besten du legst die Gnocchi einzeln auf ein Brett und lässt sie darauf gefrieren. Sobald sie fest sind, kannst du sie zusammen in einen Gefrierbeutel packen.

Gnocchipfanne mit Spinat und Thunfisch (4 Portionen)

  • 1 Grundrezept Gnocchi
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 200 g Blattspinat
  • 2 EL Weißwein oder Brühe
  • 50 g Parmesan
  • 1 EL Butter
  1. Als ersten hackst du die rote Zwiebel in Würfel und putzt / wäscht den Spinat (große Blätter in Streifen schneiden). Den Parmesan verarbeitest du zu Spänen und den Thunfisch lässt du abtropfen.
  2. Nun erhitzt du die Butter in einer Pfanne und brätst darin die Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Als nächstes kommen die Gnocchi dazu (eventuell noch zusätzlich Butter in die Pfanne geben). Diese brätst du, bis sie goldbraun sind.
  3. Nun gibst du den Spinat sowie den Weißwein hinzu und lässt den Spinat zusammenfallen (ca. 2 – 3 Minuten). Hebe den Thunfisch unter und schmecke alles mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat ab.
  4. Serviere die Gnocchipfanne mit Spinat und Thunfisch direkt in der Pfanne oder auf Tellern und streue kurz vor dem Servieren die Parmesanspäne darüber.

Greek meets French (Ultradünne Flammkuchen mit Feta)

Mögt ihr lieber Pizza oder Flammkuchen? Auch wenn eine schöne Pizza sehr lecker sein kann, bin ich eher der Fan von knusperdünnem Flammkuchen. Ein super knuspriger Teig und dann ein cremiger Belag – das ist einfach die perfekte Kombi! Jedoch habe ich bis vor Kurzem das Problem gehabt, dass mein Teig niemals so dünn wie im Restaurant werden wollte… Und dann schmeckt er einfach nicht so lecker. Nun habe ich aber herausgefunden, wie man den Teig auch zu Hause ganz knusprig und dünn bekommt! Und dieses „Geheimnis“ will ich euch heute verraten 😉

Mit der normalen Teigrolle bin ich meist gescheitert – jetzt bin ich aber auf ein anderes Werkzeug zum Teig ausrollen gekommen. Und zwar meinen Fondant-Ausrollstab. Damit könnt ihr einen größeren Druck auf den Teig ausüben und dieser wird wunderbar dünn. Allerdings ist wichtig, dass ihr Geduld mit dem Flammkuchen-Teig habt: Es dauert mindestens 5 Minuten, bis der Teig so dünn ist, dass er sich herrlich knusprig bäckt! Also nicht verzweifeln, wenn er sich zu Anfang wehrt und sich immer wieder zusammenzieht.

Was außerdem wichtig für einen guten Flammkuchen zu Hause wichtig ist: Ein Pizzastein. Nur mit diesem Stein wird der Ofen heiß genug und ihr könnt eueren Flammkuchen wirklich knusprig backen! Durch den Stein wird die Unterhitze verstärkt und der Teig wird von unten rösch, der Belag bleibt dagegen saftig. Also genau so, wie es sein soll 😉

Auf meinen Flammkuchen habe ich diesmal einen griechisch inspirierten Belag gepackt: Leckerer Feta, fruchtige Tomaten, würziger Rosmarin und ein paar Oliven lassen bei mir sofort Sommergefühle aufkommen. Bei euch auch? Natürlich könnt ihr die knusprigen Fladen auch ganz klassisch mit Speck und Zwiebeln belegen. Oder mit Thunfisch und Paprika. Mit Lauch und Käse… Oder oder oder… Was ist euer Lieblings-Belag?

Ultradünne Flammkuchen griechischer Art (2 Große)

Für den Teig

  • 250 g Mehl (Pizzamehl Typo 00)
  • 100 ml kaltes Wasser
  • 3 El Öl
  • 1 Eigelb
  • 1/2 TL feines Salz

Für den Belag (pro Flammkuchen)

  • 1 Becher Schmand
  • 200 g Feta
  • 50 g schwarze Oliven
  • 150 g Kirschtomaten
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • Rosmarin, Salz, Pfeffer

Hinweis: Du brauchst auf jeden Fall einen Pizzastein!

  1. Verknete die Zutaten für den Teig miteinander und lasse diesen etwa eine halbe Stund bei Zimmertemperatur ruhen.
  2. Heize währenddessen den Ofen auf 250° C Ober-Unterhitze vor und wärme darin deinen Pizzastein nach Anleitung vor. Bei mir dauert das ca. 30 Minuten.
  3. Halbiere den Teig und friere die eine Hälfte entweder ein oder belege beide. Rolle den Teig mithilfe eines Fondant-Ausrollstabes ganz dünn aus. Meiner war am Ende ca. 30 x 40 cm groß.
  4. Streiche den Schmand auf den Teig und brösle den Feta in Flocken darüber. Nun verteilst du die Tomaten, die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln sowie die Oliven darauf. Würze den Griechischen Flammkuchen vor dem Backen noch mit etwas Pfeffer, Salz und einigen Rosmarin-Nadeln.
  5. Backe den Flammkuchen nun auf dem Pizzastein etwa 10 bis 12 Minuten. Nun sollte er super dünn und knusprig sein.

All you need is Hack (Tagliatelle mit Minz-Hackbällchen)

Es gibt so Momente im Leben… Neulich zum Beispiel, da habe ich mich beim Metzger fast ein bisschen geschämt. Als ich vom Blogevent „All you need is Hack“ gehört habe, wollte ich direkt dabei sein. Alleine der Titel klingt schon vielversprechend und vor allem: Mit Hackfleisch hat wohl jeder von uns Lieblingsgerichte oder? Mir kamen direkt einige Ideen, unter anderem die Tagliatelle mit leckeren Minz-Hackbällchen, die es dann tatsächlich auf den Blog geschafft haben.

Nun habe ich aber einige Rezepte getestet, denn ich will euch ja nur das Beste hier zeigen 😉 Also haben wir dreimal in einer Woche Hack gebraucht zum Test-Kochen… Da der Metzger unseres Vertrauens gleich um die Ecke ist, bin ich also jeden Tag dort vorbei gegangen und habe frisches Hack geordert. Beim zweiten Mal hat mich die Metzgersfrau schon etwas komisch angeschaut, beim dritten Mal dann doch gefragt, was ich denn mit so viel Hack vorhätte. Ganz klar: „Bei uns ist Hack-Woche“ – da hat sie nur wissend genickt. So eine Hack-Woche ist ja auch fast das Gleiche wie eine Detox-Woche… Detox für die Seele quasi 😉

Ich muss sagen: Dieses Gericht könnte ich tatsächlich öfter machen! Eigentlich stammt das Rezept von meiner Mama, die es früher öfter gekocht hat, als meine Schulfreunde zu Besuch waren. Jedes Mal waren die Teller leer – und das schönste daran: Die Nudeln mit Kräuter-Sauce und Minz-Hackbällchen sind wirklich super einfach gemacht! In maximal einer halben Stunde steht ein super leckeres Essen auf dem Tisch, das Groß und Klein schmeckt. So sollten Hack-Gerichte sein.

Schaut doch mal bei den anderen Teilnehmern des Hack-Blogevents vorbei, welche leckeren Ideen mit Hack dort aufgetischt werden:

Tagliatelle mit Minz-Hackbällchen und cremiger Kräuter-Sauce (4 Personen)

  • 500 g Tagliatelle
  • 1 Bund frische Minze oder ca. 2 EL getrockenete Minze
  • 400 g Hackfleisch (gemischt)
  • 1 Ei
  • 200 g Creme legere oder sauere Sahne
  • 200 ml Weißwein
  • 1 rote Zwiebel
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • einige Zweige Basilikum, Oregano, Rosmarin und Petersilie nach Geschmack
  • Saft einer halben Zitrone
  • etwas Parmesan
  1. Zuerst vermischt du das Hack mit der Hälfte der Minze sowie dem Ei, Salz und Pfeffer. Lasse diese Mischung eine halbe Stunde ziehen, bevor du kleine Hackbällchen daraus formst. Hacke derweil die Kräuter und die Zwiebel klein.
  2. Bringe einen großen Topf mit Wasser zum Kochen und koche darin die Nudeln al dente.
  3. Erhitze währenddessen etwas Öl in einer Pfanne und brate die Hackbällchen darin rundherum knusprig. Nimm die Bällchen heraus. Im Bratfett brätst du die Zwiebel glasig.
  4. Lösche die Zwiebelwürfel mit der Gemüsebrühe und dem Wein ab und rühre die Creme legere unter. Gib die restliche Minze sowie die weiteren Kräuter zu den Nudeln.
  5. Lasse die Sauce ca. 5 Minuten einköcheln und schmecke sie mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft ab. Wenn du möchtest, kannst du noch mehr Kräuter ergänzen.
  6. Gieße die Nudeln ab und serviere sie mit der Kräutersauce, den Minz-Hackbällchen sowie etwas Parmesan nach Wunsch.
  7. So schnell ist ein leckeres Nudelgericht fertig – all you need is Hack!

 

Wintergrillen (Rinderbraten vom Grill mit Weinbrand-Pilz-Sauce)

Im Hause BackIna bekomme nicht nur ich Kochbücher geschenkt, sondern auch der Herr des Hauses. Deshalb soll es heute um ein richtiges „Männerkochbuch“ gehen, nämlich ein Grillbuch: Konkret geht es um „Weber’s Wintergrillen von Jamie Purviance. Aus diesem Buch habe ich unter dem Jahr zwar schon einmal eine süße Kreation gemacht, bisher gab es aber noch keine herzhaften Rezepte daraus… Das haben wir im Winterurlaub geändert und den Rinderbraten vom Grill mit Weinbrand-Pilz-Sauce ausprobiert.

Ich muss sagen: Bei der breiten Auswahl an Sonntagsbraten vom Grill im Buch fiel die Wahl schon etwas schwer. Im „Wintergrillen“ sind nämlich wirklich leckere Braten-Ideen drin, z.B. verschiedene Rinderbraten, gefüllte Lende oder sogar eine ganze Weihnachtsgans! Es ist zwar mal etwas anderes, den Braten vom Grill zu machen. Allerdings muss ich sagen:  Den Großteil der Rezepte könnte man wahrscheinlich auch im Ofen zubereiten… Sage ich als Nicht-Grill-Enthusiastin 😉

Jetzt aber zum Rinderbraten: Es gab ein saftiges Stück vom Tafelspitz vom Grill, das Highlight beim Rinderbraten war aber ganz klar die Sauce: Eine cremig-sahnige Sauce mit Weinbrand und Pilzen! Die ist sowas von lecker, man könnte sie glatt pur essen 😉 Dazu ein paar Kroketten und fertig ist das perfekte Sonntagsessen… Also heizt den Grill an und probiert diesen leckeren Braten gleich am nächsten Sonntag aus 😉

Rinderbraten vom Grill mit Pilz-Weinbrand-Sauce (4 Personen, nach Webers Wintergrillen)

  • 1 kg Rinderbraten (wir haben Tafelspitz verwendet, es geht laut Buch auch Hohe Rippe)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • 1 TL Meersalz, grob
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 250 g Pilze (ich habe Champignons und Maronen verwendet, die wir noch vom Pilzsammeln im Herbst eingefroren hatten)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • 1 Schalotte, fein gewürfelt
  • Thymian, Schnittlauch Meersalz, schwarzer Pfeffer zum Abschmecken der Sauce
  • 75 ml Weinbrand
  • 250 ml Rinderfond
  • 125 g Creme Legere (das Rezept verlangt nach Creme Fraiche)
  • Kroketten oder Kartoffeln nach Wunsch als Beilage
  1. Am Vorabend des Grillens marinierst du zunächst den Rinderbraten: Dafür hackst du die Knoblauchzehe ganz fein und vermischt sie mit dem getrockneten Thymian sowie je 1 TL schwarzer Pfeffer und Meersalz. Damit reibst du den Braten ein. Wickle diesen nun in Frischhaltefolie und lasse ihn einen Tag im Kühlschrank marinieren.
  2. Am eigentlichen Grill-Tag heizt du den Grill zunächst an. Wir brauchen direkte Hitze (230°) und eine indirekte Zone (ca. 175°). Auf der direkten Hitze brätst du den Braten nun von allen Seiten knusprig braun an.
  3. Sobald der Braten eine schöne braune Farbe auf der Außenseite hat, setzt du ihn in eine Aluschale und lässt ihn über indirekter Hitze ca. 1 – 1,5 Stunden braten. Der Kern sollte am Ende eine Temperatur von ca. 50 bis 54 Grad haben. Sobald die erreicht ist, nimmst du den Braten vom Grill und wickelst ihn in Alufolie.
  4. Lasse den Braten noch ca. 1/2 Stunde ruhen, bevor du ihn aufschneidest. Kippe den Bratensaft in der Aluschale nicht weg – diesen brauchen wir noch für die Sauce!
  5. Für die Sauce putzt du die Pilze und schneidest sie in grobe Stücke (halbieren oder vierteln), die Schalotte hackst du fein. Nun erhitzt du die Butter und das Öl in einer Pfanne (über dem Grill oder auf dem Herd) und brätst die Pilze mit etwas Salz ca. 5 Minuten an, bis diese goldbraun sind.
  6. Als nächstes kommen die Schalottenwürfel und ca. 1 TL Thymian hinzu. Dünste diese mit den Pilzen weiter, bis die Schalotten glasig sind. Lösche die Mischung mit dem Weinbrand ab und löse den Bratensatz vom Pfannenboden. Nun kommen auch der Fond sowie der Bratensaft hinzu. Lasse diese Mischung ca. um die Hälfte einkochen.
  7. Als letztes rührst du die Creme Legere in die Sauce und kochst diese noch einmal auf. Schmecke die Sauce nach Wunsch mit Kräutern (Thymian und Schnittlauch), Salz und Pfeffer ab.
  8. Nun kannst du den Braten aufschneiden und mit der Sauce sowie der Beilage deiner Wahl (wir haben Herzoginkartoffeln gewählt) servieren.
  9. Den Rinderbraten vom Grill genießen – der perfekte winterliche Sonntagsbraten!

Crossover Kitchen* (Käsescones mit Grana Padano und San Daniele Schinken)

Wenn verschiedene kulinarische Kulturen aufeinander treffen, dann kann das entweder ein totales Durcheinander werden – oder aber Geschmacksoffenbarungen mit sich bringen… Heute will ich euch eine Kombi zeigen, die für mich klar auf die Gewinner-Seite gehört: Es gibt angelsächsische Scones in der herzhaften Variante mit Käse und dazu typisch italienische Zutaten: Nämlich aromatischen Grana Padano Käse und fein-nussigen San Daniele Schinken.

Diese beiden italienischen Köstlichkeiten haben sich für eine deutschlandweite Kampagne zusammengetan und habe freundlicherweise eine Produktprobe bekommen. Um ehrlich zu sein: Grana Padano verwende ich zum Kochen häufig, aber nicht in besonders spektakulärer Weise… Zum Beispiel über einen Salat oder ein Nudelgericht geraspelt. Den Schinken dagegen verspeisen wir meist einfach so auf einem Sandwich 😉 Da diese Ideen nicht wirklich „blogtauglich“ sind, habe ich länger überlegt, was ich denn mit diesen Zutaten backen oder kochen möchte…

Eigentlich hatte ich vor, Blätterteigstangen damit zu backen, allerdings sind die hochwertigen Zutaten dafür fast schon zu schade… Also lag das Schinken/Käse-Paket einige Zeit im Kühlschrank, bis mir eines Morgens die Idee kam, es mal mit einem kulturellen Crossover zu versuchen. Denn ich hatte vor Scones zum Frühstück zu backen – das müsste doch auch in pikant gehen? Und ich kann euch sagen – das geht ganz wunderbar! Die würzigen Käsescones bekommen durch den Grana Padano ein vollmundiges Aroma und der Schinken als Belag gibt noch eine leicht nussige Note.

Perfekt also, wenn ihr ein herzhaftes Frühstück sucht oder Gäste zu einem Gläschen Wein eingeladen habt – probiert es doch auch mal aus! 🙂

* Der Käse und der Schinken wurden mir von Prosciutto di San Daniele & Grana Padano kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Artikel spiegelt trotz dieser Kooperation ausschließlich meine eigene Meinung wieder.

Käsescones mit Grana Padano und San Daniele Schinken (8 Stück)

Für die Käsescones:

  • 250 g Mehl
  • je 1/2 TL Salz und Pfeffer
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 100 g Butter (Eiskalt)
  • 1 Ei
  • 120 g Joghurt
  • 2 EL Milch
  • 100 g Grana Padano, fein gerieben
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Für den Belag:

  • ca. 50 g Frischkäse
  • ca. 100 g Salat
  • 8 große Scheiben San Daniele Schinken
  1. Heize zunächst den Ofen auf 200 Grad (Ober-Unterhitze) vor.
  2. Für die Scones mischt du zunächst die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron, geriebenen Käse, Zucker, Salz, Pfeffer). Dann gibst du die Butter in sehr kleinen Stücken zu und verarbeitest alles schnell zu einem krümeligen Teig – es müssen noch Butter-Stücke drin sein!
  3. Nun mischt du die „nassen“ Zutaten, also Eier, Milch, Joghurt und Schnittlauch. Gib diese zu den trockenen Zutaten und vermische alles, sodass sich gerade so ein Teig ergibt. Diesen gibst du auf ein Backblech und formst ihn zu einem flachen Kreis, den du in 8 „Tortenstücke“ schneidest.
  4. Die Scones müssen nun in etwa 15 – 20 Minuten in den Ofen (immer wieder aufpassen, dass diese nicht zu braun werden und zur Not mit Alufolie abdecken). Lasse diese leicht abkühlen, bevor du die einzelnen Scones herausnimmst.
  5. Zum Servieren halbierst du die Käsescones und bestreichst jeweils die untere Hälfte mit etwas Frischkäse. Lege zuletzt den Salat und den Schinken darauf, bevor du die obere Hälfte darüber klappst.
  6. Guten Appetit mit einem leckeren Snack oder einem herzhaften Frühstück!

Eingeladen: Ein orientalischer Abend zu Hause

Nachdem ich euch im Oktober unter dem Motto „Eingeladen“ von unserer Halloween Party erzählt habe, gibt es im November eine Dinnerparty, die etwas sommerliche Stimmung ins trübe Wetter bringt! Denn wir hatten schon vor einigen Wochen unsere Freunde unter dem Motto „Orientalischer Abend“ zu Hause zu Gast… Gerade jetzt vertreibt das die winterlichen Gefühle – es gibt kaum etwas schöneres als die vielfältigen Geschmäcker, satten Farben und angenehmen Gerüche des Orients nach Hause zu holen, finde ich!

Orientalischer Abend: Die Deko

Ein orientalischer Abend ist nur dann wirklich authentisch, wenn die Deko stimmt. Natürlich könnte man jetzt die ganze Wohnung mit bunten Stoffen einhüllen und damit die Stimmung wie im Harem schaffen – allerdings seien wir mal ehrlich: Im Alltag fehlt oft die Zeit für eine ganz so aufwändige Deko… Und ein orientalischer Abend soll auch für die Gäste, die nicht thematisch passend gekleidet kommen, angenehm sein. Insofern haben wir uns für eine dezent orientalische Deko entschieden.

Dabei haben wir sehr von dem Fakt profitiert, dass meine Mutter glitzernde Deko in allen Varianten liebt und ein Faible fürs Orientalische hat 😉 Insofern bin ich einfach zu ihr gefahren und habe alles, was ungefähr passte, eingepackt (Danke, Mama!). Typisch orientalisch sind warme Farben in der Kombination mit Gold – deshalb habe ich orange als Grundfarbe gewählt:

  • Den Tischläufer habe ich aus alten Gardinen gebastelt: Ein glänzender Organza-Stoff zaubert sofort orientalisches Flair.
  • Kerzen sind sehr wichtig, vor allem später am Abend! Neben zweierlei orientalischen Kerzenhaltern haben wir ganz einfach viele Teelichter in der Wohnung verteilt. Besonders als es dunkel wurde, machte das eine tolle Stimmung.
  • Aus Dubai hatte mir ein Freund ein Deko-Kamel mitgebracht – das durfte natürlich nicht fehlen.
  • Kommen wir jetzt zum Thema Glitzer und Glamour: Möglichst viele glänzende Tablette, auf denen die Speisen drapiert werden, sind Pflicht! Einige Tisch-Diamanten sorgen für den richtigen opulenten Look.
  • Zusätzlich haben wir mit Gold Akzente gesetzt: Hier kamen goldene Tischsets und goldene Kissen für das Sofa zum Einsatz. Das verleiht zumindest ein bisschen Harems-Feeling 😉

Lebt also einfach euere Kreativität aus und besorgt euch viele glänzende, glitzernde Deko-Elemente! Herr BackIna war zwar zunächst etwas skeptisch, ob es nicht übertrieben aussieht, wenn wir so viel glänzende Deko in die Wohnung packen – aber: Am Ende hätte es sogar noch etwas mehr sein dürfen, damit es noch orientalisch-üppiger aussieht 😉

Orientalischer Abend: Die Musik

Natürlich sorgt auch die Musik für die richtige Stimmung am orientalischen Abend – deshalb legen wir großen Wert auf die richtige Hintergrund-Musik. Oft spielen wir Internet-Radio über die Apple TV ab, jedoch hat uns da keine orientalische Musik zugesagt. Deshalb lief zum Essen diese Playlist über Youtube: Schön ruhig, sodass man sich noch unterhalten kann und dennoch ein orientalisches Flair.

Orientalischer Abend: Die Rezepte

Beim orientalischen Abend ist natürlich das zentrale Element das Essen! Besonders eine große Auswahl an kleinen Vorspeisen, sogenannten Mezze, ist wichtig: Denn auch im Orient werden diese besonders gerne genossen. Dafür gibt es als Dessert nur starken Mokka und ein bisschen Gebäck.

Konkret bestand unser Menü aus folgenden Speisen:

Vorspeisen

  • Minz-Apfel-Aperitiv
  • Filoteig-Röllchen mit Schafskäse-Füllung
  • Lammhackbällchen mit scharfer Tomatensauce (wurde von einer Freundin mitgebracht, Rezept auf Anfrage)
  • Orangen-Chutney und Hummus mit Fladenbrot zum Dippen (Rezepte gibt es ebenfalls auf Anfrage)
  • Mariniertes Gemüse
  • Ananas-Lassi (Rezept auf Anfrage, kam ebenfalls von einer Freundin)

Hauptgang

  • Zartes Hühnchen mit orientalischen Früchten
  • Couscous mit Kräutern

Dessert

  • Arabischer Mokka (Rezept muss ich glaube ich nicht erklären 😉 )
  • Ma’amoul (Gefüllte Dattelplätzchen)
  • Ras el Hanout Kipferl (nach diesem Rezept)

Alles in allem kann ich sagen: Ein orientalischer Abend ist wirklich mal eine besondere Erfahrung für Gäste und macht sehr viel Spaß vorzubereiten! Genießt also dieses opulente Mahl mit lieben Menschen bei euch daheim und berichtet mir gerne, wie es euch gefallen hat 🙂

Beim nächsten Mal „Eingeladen“ gibt es einen Einblick in unser Weihnachtsmenü, freut euch also schon auf Dezember 🙂

Suppenkasper (Suppe im Brot serviert und überbacken)

Mögt ihr Suppe auch so gerne wie ich? Gerade jetzt im Herbst mag ich Suppe besonders gerne – und natürlich besonders gerne mit meinem liebsten Herbst-Gemüse, dem Kürbis. Nicht schon wieder ein Rezept für Kürbissuppe, mag so manch einer von euch denken: Denn es gibt wirklich schon viele Varianten am Markt und von denen habe ich auch schon einige ausprobiert: Apfel-Kürbissuppe, Kürbissuppe mit Orange, Kürbis-Eintopf, Kürbis-Kartoffelsuppe, Chili con Kürbis…. Deshalb gibt es bei mir heute auch keine „normale“ Kürbissuppe, sondern eine Suppe im Brot serviert! Die ist schön deftig für alle, die im momentan eisigen Wetter ebenso frieren wie ich!

Natürlich muss es nicht zwingend eine Suppe im Brot sein, denn mein Rezept für Kürbissuppe schmeckt auch pur hervorragend: Durch Zimt und Glühwein kommt schon eine winterliche Note in die Suppe, die mir gerade im November sehr gelegen kommt. Zu einem Glühwein sage ich bei diesem Wetter nicht nein 😉 Ohne die Zubereitung im Brot und die überbackene Zubereitung hatten wir die Suppe durchaus auch schon als Auftakt für ein Weihnachtsmenü… Dann schmecken z.B. ein paar Flusskrebse hervorragend dazu. Ihr seht – ein wandelbares Rezept!

Auf die Suppe im Brot kamen wir neulich, nachdem Herr Backina sich eigentlich eine Zwiebelsuppe im Brot gewünscht hat… Die gehört aber einerseits nicht unbedingt zu meinen Stärken und andererseits vertrage ich Zwiebeln in großen Mengen nicht gut. Deshalb habe ich mich gefragt: Ob sich wohl auch eine Kürbissuppe überbacken lässt? Die Antwort lautet: Absolut!

Kleiner Tipp noch von mir: Auch wenn ihr spezielles Brot für das Servieren von Suppen kauft – bitte macht die Suppe etwas flüssiger als ihr es gewohnt seid! Denn sonst bekommt ihr statt Suppe im Brot – Püree im Brot 😉

Einen guten Appetit und bleibt warm in diesen kalten Tagen!

Kürbissuppe im Brot serviert (4 Personen)

Für die Kürbissuppe:

  • 1 kg Kürbis (ich verwende Butternut)
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Tasse weißen Glühwein (ersatzweise Weißwein)
  • 2 EL Öl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Karotten (mittelgroß)
  • 3 Kartoffeln (mittelgroß)
  • 1 Zimtstange, 1 Sternanis, etwas Muskat
  • ca. 4 EL Creme Fraiche

So wird die Suppe im Brot serviert:

  • 4 kleine Brote (am besten Roggenbrote, beim Bäcker bestellen) a maximal 500 g
  • ca. 150 g geriebener Käse nach Wahl (optional)
  1. Den Kürbis sowie das restliche Gemüse in Würfel schneiden. In einem großen Topf das Öl erhitzen und darin zuerst die Zwiebeln glasig andünsten. Nun den Kürbis und das restliche Gemüse sowie die Zimtstange und die Sternanis zugeben und weiter braten, bis alles leicht angebräunt ist.
  2. Mit dem weißen Glühwein und der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 15 – 20 Minuten kochen, bis das gesamte Gemüse weich ist. Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Währenddessen könnt ihr schon einmal die Brote vorbereiten: Einen Deckel abschneiden und zur Seite legen. Das weiche Innere sehr gründlich aus den Broten entfernen. Dieses in Stücke reißen und zur Seite legen. Die ausgehölten Brote und die Krume dürfen nun schon einmal ca. 5 Minuten in den Ofen, bis sie innen leicht hart werden (nicht braun!)
  3. Nun die Suppe fein pürieren und mit Salz, Muskat und Pfeffer nach Wunsch abschmecken. Die Suppe sollte an diesem Punkt sehr flüssig sein, da sie in der „Tasse aus Brot“ noch eindickt! Deshalb lieber noch etwas Brühe oder Wein zugeben, wenn diese zu fest erscheint. Mit der Creme Fraiche zuletzt abschmecken.
  4. Nun geht es ans Füllen der Suppe ins Brot: Jeweils einige Löffel der Suppe ins Brot geben und darauf einen Teil der Krume in Stückchen geben. Mit etwas Käse nach Wahl bestreuen (optional) und so lange im heißen Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und oben eine knusprige Kruste entstanden ist.
  5. Viola: Fertig ist die deftige Herbstmahlzeit – Suppe im Brot serviert!

Chili con Kürbis zu Halloween

Das Chili con Kürbis ist einfach lecker, sättigend und wärmt toll von innen heraus! Genau richtig für die Halloween-Party in einem Kürbis angerichtet oder einfach so als deftiges Herbst-Essen.

Wer keinen Kürbis mag, kann aus dem Chili con Kürbis auch einfach ein normales Chili con Carne machen 🙂

Chili con Kürbis (4 – 6 Personen)

  • 1 kg Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • 2 kleine Dosen Mais (a 300 ml)
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • ca. 500 g frische Tomaten
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Tomatenmark
  • 400 g Kürbisfruchtfleisch, gewürfelt
  • Chili con Carne Gewürzmischung
  • Smoked Paprika
  • 1 frische Chili
  • getrocknete Chilis nach Geschmack
  • 1 TL Zimt
  • etwas Zucker
  • 250 ml Wasser
  1. Die Zwiebeln hacken und glasig andünsten, das Hackfleisch sowie die Kürbiswürfel zugeben und krümelig braten. Die frischen Tomaten würfeln und gemeinsam mit den Tomaten aus der Dose zugeben. Nach Wunsch noch Tomatenmark dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Die weiteren Gewürze hinzugeben und mit dem Wasser ablöschen. Dann Mais und Bohnen hinzufügen und abschmecken.
  3. Das ganze auf niedriger Hitze mindestens 50 Minuten köcheln lassen (kann auch länger köcheln). Zum Schluss erneut abschmecken und in den ausgehölten Kürbis geben. Kurz vor dem Servieren noch etwas Käse darauf streuen.
  4. Gruseliges Chili genießen!

 

Grusel-Finger mit grünem Schleim

Hinter den Grusel-Fingern mit grünem Schleim verbergen sich Grissini mit Guacamole 🙂 Kleiner Tipp: Macht lieber ein bisschen mehr – die Grissini waren nämlich bereits vor dem Hauptgang komplett verzehrt 😉

Grusel Finger / schwarze Grissini

  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Honig
  • 5 EL Olivenöl
  • 175 ml Wasser (lauwarm)
  • 125 ml Milch (lauwarm)
  • schwarze Lebensmittelfarbe (ca. 1 TL, abhängig von euerer Farbe)
  1. Das Mehl mit der Trockenhefe vermischen. Die übrigen Zutaten dazugeben und ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte danach sein Volumen ca. verdoppelt haben.
  2. Aus dem Teig ca. 30 Rollen formen, die etwa 10 cm lang sein sollten. Diese vorne 4 Mal einschneiden (auf einer Länge von etwa. 3 cm) und die Stückchen leicht auseinander biegen, damit sich die Struktur einer Hand ergibt.
  3. Die Stangen auf ein Backblech setzen und noch einmal ca. 20 Minuten gehen lassen. Mit Wasser einstreichen und noch etwas Salz darüber streuen.
  4. Im heißen Backofen (200° Ober-Unterhitze) ca. 15 – 20 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Das Rezept habe ich von Dr. Oetker adaptiert.

Grüner Schleim / Guacamole

  • 2 reife Avocados
  • Saft einer Zitrone
  • 1 kleine Chili
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz, eventuell Guacamole-Würzer

Die Avovados zerdrücken und mit dem Zitronensaft vermischen. Die Chili und den Knoblauch sehr fein schneiden und darunter mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag ggf. noch nachwürzen.

 

Lecker Herbst! (Lende mit Kürbis Püree und Pflaumen Chutney)

Woran man merkt, dass jetzt Herbst ist? Vielleicht am trüben Wetter draußen? Daran, dass man die Pullis wieder in den Schrank räumen muss? Oder daran, dass schon die ersten Lebkuchen im Supermarkt an der Kasse warten? Alles richtig – aber für mich sind die beiden Herbst-Indikatoren orange und violett.

Im Kunst-Unterricht hat man vielleicht gelernt, dass orange und violett Komplementär-Farben sind und deshalb eigentlich gar nicht so gut zusammenpassen… In diesem Gericht will ich euch zeigen, wie gut orange und violett zusammen aussehen können! Denn es geht nicht etwa um Einrichtungs- oder Mode-Trends, sondern um zwei typisch herbstliche Zutaten: Kürbis und Pflaume! Und die kommen heute zusammen auf den Teller…

Als wir neulich die Pflaumen zuhause hatten (siehe hier) und ich auf dem Markt die ersten Kürbisse entdeckt habe, war klar, dass es nun endlich wieder eines meiner liebsten Herbst-Gerichte geben konnte: Juhu, am Sonntag gab es also Lendchen mit Pflaumen Chutney und Kürbis Püree! Die Zusammenstellung aus süß und herzhaft hört sich erst einmal wild an, aber als ich das Rezept vor Jahren einmal in einer Zeitschrift entdeckt habe (die ich dann nicht gekauft habe, sondern das Rezept „frei Schnauze“ selbst nachgekocht habe), war ich auch erst skeptisch. Aber ich kann euch sagen: Das zarte Fleisch, das süß-scharf-fruchtige Chutney als Sauce und dazu der fluffig-aromatische Kürbis Püree sind der Knaller!

Wenn ihr also nach der kulinarischen Verkörperung des Herbstes sucht – dann solltet ihr dieses Gericht ebenfalls ausprobieren 🙂 Und da das mein absolut liebstes Kürbis-Gericht ist, nehme ich damit am Blogevent von lecker & co teil, bei dem sich alles um die leckeren orangenen Riesen dreht.

Zart gegarte Lende mit Kürbis Püree und Pflaumen Chutney (4 Portionen)

Für die Lende

  • 600 g Schweinelende
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Honig

Für das Kürbispüree

  • 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis
  • 2 mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 EL Creme Fraiche oder Butter
  • ca. 100 ml Milch
  • Muskat, etwas Orangenschale, etwas Zimt

Für das Pflaumen Chutney

  • 500 g Pflaumen
  • 500 g Schalotten oder rote Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 100 ml Orangensaft
  • 1 Zimtstange
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer (in kleinen Stückchen)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • etwas Zimt, Chili, Salz und Pfeffer
  1. Zuerst die Lende vorbereiten: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Lende darin von allen Seiten je 1 Minute anbraten, damit sie schön braun wird. Die Lende herausnehmen, auf eine Alufolie setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Honig darüber träufeln und die Rosmarinnadeln darüber streuen. Die Alufolie zu einem dichten Päckchen verschließen – und ab damit in den Ofen!
  2. Dann wird das Pflaumen Chutney vorbereitet: Die Pflaumen waschen, entsteinen und vierteln. Die Schalotten schälen und in Spalten schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und zunächst die Zwiebeln darin anschwitzen. Die Pflaumen, den Ingwer und die Zimtstange sowie den Rosmarinzweig dazugeben und weiter anbraten. Den Zucker und den Honig darüber geben und etwas karamellisieren lassen. Mit dem Orangensaft ablöschen und bei sanfter Hitze ca. 15 Minuten einkochen lassen. Dabei öfter umrühren.
  3. Derweil für den Kürbispüree den Kürbis in kleine Würfel schneiden, ebenso die Kartoffeln. Etwas Wasser mit Salz zum Kochen bringen und die Stückchen darin ca. 10 Minuten garen.
  4. Während die Kürbis-Stückchen garen, kannst du schon einmal das Pflaumen Chutney abschmecken: Mit etwas Salz, Pfeffer, Chili, eventuell noch Zimt und Honig wird die süß-scharfe Mischung perfekt. Das Pflaumen Chutney leicht abkühlen lassen – am besten wird es lauwarm serviert.
  5. Sobald Kürbis und Kartoffel weich sind, das Wasser abgießen und beides durch eine Kartoffelpresse drücken. Den Kürbispüree mit Milch, Butter oder Creme Fraiche, Muskat, etwas Orangenschale und etwas Zimt nach Wunsch abschmecken.
  6. Die Lende aus dem Ofen nehmen und mit dem Kürbis Püree und dem Pflaumen Chutney anrichten.
  7. Lecker Herbst!

Köstlich & Konsorten Frankens-Foodblogger
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