Faule Weiber Kuchen (Käsekuchen mit Mandarinen vom Blech)

Huch, wird jetzt so mancher sagen: Das ist aber mal ein frauenfeindlicher Kuchen! Denn tatsächlich kennt man das heutige Rezept in meiner Heimat als „Faule Weiber Kuchen“. Warum das so ist, würde mich selbst mal interessieren… Denn eigentlich verbirgt sich dahinter ein leckerer, cremiger Käsekuchen mit Mandarinen. Die Bäckerin dieses Kuchens ist nicht „fauler“ als die Bäckerin eines normalen Käsekuchens. Denn bei beiden wird ein Mürbteigboden hergestellt, dann eine Käsekuchenmasse zusammengerührt, bevor der leckere Kuchen in den Ofen kommt. Der Volksmund hat wohl nicht immer Recht!

Käsekuchen mit Mandarinen, ein Klassiker: Ich zeige, wie einfach das Rezept geht

Lasst euch also vom Namen nicht abhalten – dieser Käsekuchen schmeckt so super cremig und lecker, dass er keinesfalls „einfach“ wirkt! Im Gegenteil, ein leckeres Stück sahniger Käsekuchen mit leicht säuerlichen Mandarinen und einem knusprigen Boden kommt bei jedem Gast gut an. Deshalb ist das Rezept für „Faule Weiber Kuchen“ bei uns schon seit Jahrzehnten ein Garant für leckeren Kuchen. Bei euch auch? Das Originalrezept kommt, wie schon der Zauberkuchen, aus dem Zwergenstübchen Backbuch. Ganz ehrlich: Wenn ein Rezept so gut ist, dann sollte man es auch nicht unbedingt ändern! Denn Klassiker schmecken eben am besten so, wie man sie immer schon gewohnt war. Dieses Rezept für cremigen Käsekuchen vom Blech gehört auf jeden Fall dazu.

Faule Weiber Kuchen ist ein cremiger Käsekuchen vom Blech mit Mandarinen: Einfach, klassisch, lecker!

Wenn ihr aber doch eine Änderung am „Faule Weiber Kuchen“ vornehmen wollt, dann kann ich euch ans Herz legen, statt Mandarinen andere Früchte zu verwenden: Mit Aprikosen schmeckt es lecker (Spiegelei-Kuchen!), auch Kirschen (ähnlich wie in diesem Rezept) oder Pfirsiche sind möglich.

Hier kommt aber erstmal das klassische Rezept für DEN Käsekuchen vom Blech mit Mandarinen. Kann mir in der Zwischenzeit jemand erklären, woher der Name „Faule Weiber Kuchen“ stammt? Hinterlasst euere Tipps gerne in den Kommentaren!

Ein cremiger Käsekuchen mit Mandarinen vom Blech schmeckt immer gut: Ich zeige das Rezept für Madarinen-Käsekuchen wie bei Oma

Faule Weiber Kuchen (Käsekuchen mit Mandarinen vom Blech)

Für den Mürbteig-Boden:

  • 400 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 150 g Butter
  • 2 gestrichene TL Backpulver

Für die cremige Käsekuchen-Schicht:

  • 1 kg Magerquark
  • 4 Eier
  • 250 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillepudding-Pulver
  • 200 g saure Sahne
  • 200 ml Öl
  • 300 ml Milch
  • 2 kleine Dosen Mandarinen (Saft aufbewahren!)
  • 1 – 2 Pck. klarer Tortenguss
  1. Verknete die Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig und stelle diesen etwa 30 Minuten kalt.
  2. Bereite als nächstes die Käsekuchen-Masse vor: Dazu mischt du den Quark, Eier, Zucker, Vanillepudding-Pulver, Öl und Milch, sodass eine glatte, recht flüssige Käsekuchen-Masse entsteht.
  3. Lasse die Mandarinen abtropfen und fange dabei den Saft auf, denn diesen brauchst du später für den Tortenguss.
  4. Lege nun eine Fettpfanne (ca. 30 x 35 cm) mit Backpapier aus und rolle den Mürbeteig etwa 0,5 cm dick als Boden aus.
  5. Gieße die Käsekuchen-Masse darauf und verteile die Mandarinen gleichmäßig auf der Oberfläche.
  6. Lasse den Faule Weiber Kuchen bei 180° Ober-Unterhitze etwa 45 – 50 Minuten backen. Du merkst, dass er fertig ist, wenn er beim Rütteln am Blech nicht mehr „wabbelt“.
  7. Sobald der Kuchen erhaltet ist, bereite einen Tortenguss nach Packungsanleitung zu. Verwende jedoch statt Wasser den Mandarinensaft. Verteile den Guss gleichmäßig über dem Kuchen und stelle ihn bis zum Servieren kalt.
  8. Einfach ein leckerer Klassiker!

Der "Faule Weiber Kuchen" ist ein sehr cremiger, leicht zu machender Käsekuchen mit Mandarinen vom Blech. Einfach lecker und so schnell zubereitet! | BackIna.de

Das Rezept habe ich aus dem Zwergenstübchen-Backbuch abgewandelt.

 

Drei Dinge auf einmal… (Kirsch Käsekuchen mit Schokostreuseln)

Herzlich willkommen zurück 😉 Nach meiner arbeitsbedingten längeren Periode des Schweigens bin ich nun wieder voll da und jede Menge Rezepte warten darauf verbloggt zu werden. So wie diesen leckeren Kirsch Käsekuchen mit Schokostreuseln, den es bereits im Juli (!) zum Geburtstag meines Opas gab.

Damals hatten wir ja die „Kirsch-Schwämme“ im Hause Backina und deshalb mussten ganz schnell ganz viele leckere Sachen mit Kirschen gebacken werden. Für meinen lieben Opa sollte es natürlich ein besonderes Rezept mit Kirschen sein und ich war mir nicht so sicher, was es denn werden sollte: Am liebsten hätte ich eine Schwarzwälder Kirschtorte gebacken, aber die hält die bei Temperaturen um die 30 Grad (ja, „damals“ hatten wir 2 Wochen richtigen Sommer) nicht lange frisch. In die engere Wahl kamen dann ein Kirsch-Käsekuchen, ein Kirsch-Streuselkuchen oder Kirsch-Brownies. Diese Geschmackskombinationen sind echte Klassiker und für einen 83-jährigen sollte man lieber nicht zu viele Experimente wagen 😉

Ein Kirschkuchen mit Käsekuchen und Streuselkuchen gekreuzt - das kann ja nur lecker werden!

Und während ich so in Back-Zeitschriften nach Inspiration suche, springt mich im August-Heft von Kochen&Genießen tatsächlich die perfekte Kombination aus allen drei Ideen an! Ein Art Käsekuchen mit Kirschen auf dem Blech gebacken – und einer Schokostreusel-Decke! Quasi die eierlegende Wollmilchsau 😉 Denn die Kombination aus Schokolade, knusprigen Streuseln, fruchtigen Kirschen und cremiger Käsekuchen-Masse bietet für jeden Geschmack die richtige Komponente.

Kirschkuchen mit Schokolade und Käsekuchenschicht

Und ich muss euch ganz ehrlich sagen: Dieses Rezept ist wirklich sehr empfehlenswert, weshalb ich es nur mit minimalen Veränderungen hier niederschreibe. Meine einzigen Anpassungen sind die Reduktion des Zuckers, etwas weniger Kirschen als im Original und etwas Tonka-Bohne in der Käsekuchen-Masse (habe ich schon erwähnt, dass ich Tonkabohne liebe?). Das Rezept für den Kirsch-Käsekuchen mit Schokostreuseln ist allerdings wirklich so gut, dass ich es gerne mit euch teilen möchte, auch wenn es nicht von mir stammt. Ich hoffe, das nehmt ihr mir nicht übel.

Kirschkuchen mal anders: Mit Käsekuchen Füllung und Schokoladenstreuseln

Hier kommt also das Rezept für die perfekte Kombination aus Kirsch, Käsekuchen und Schokolade!

Kirsch Käsekuchen mit Schokostreuseln

625 g Mehl
250g +250 g Zucker
5 EL Kakao
2 Pck Vanillezucker
etwas Tonka-Bohne
450g (kalt) + 100 g (weich) Butter
750 g Kirschen (frisch)
6 Eier
750 g Magerquark
250 g Schmand
2 Pck Vanille-Puddingpulver

  1. Für die Streusel: 625 g Mehl, 250 g Zucker, Kakao, 1 Pck. Vanillezucker und 1 Prise Salz mischen. 450 g Butter in Stückchen zugeben und alles zu Streuseln verkneten. Ca. 2/3 davon in einer Fettpfanne als Boden verteilen und gut andrücken. Rest Streusel kalt stellen.
  2. Kirschen entsteinen.
  3. Für die Käsekuchen-Masse: Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. 100 Butter mit 250 g Zucker schaumig rühren. Quark, Schmand, Eigelb, Puddingpulver, eine Prise Tonkabohne und das zweite Päckchen Vanillezucker verrühren. Eischnee unterheben. Die Hälfte der Käsekuchen Masse auf dem Boden verteilen und die Kirschen darauf geben.
  4. Als nächstes die restliche Käsekuchen Masse auf die Kirschen geben und die restlichen Schokostreusel darüber streuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen (180°C Ober-Unterhitze, 160°C Umluft) ca. 1 Stunde backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  6. Im Anschluss die perfekte Kombination aus Kirschen, Käsekuchen und Schokolade genießen.

Ein Kirschkuchen mit Schokostreuseln und Käsekuchen-Schicht: Lecker!

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm… (Himbeer Cappuccino Schnitten)

Heute will ich euch kein Rezept von mir selbst zeigen, sondern eines von meiner Mama. Wie ich euch schon erzählt habe, habe ich meine Back-Künste hauptsächlich von ihr erlernt. Zu meinem Geburtstag hat sie mir eine Eigenkreation gebacken, die ich euch hier mit ihrer Erlaubnis unbedingt zeigen wollte: Die Himbeer Cappuccino Schnitten sind einfach sündhaft lecker und passen durch die beerig-frische Note perfekt in den Sommer!

Himbeeren und Kaffee in einer Torte vereint: Himbeer Cappuccino Schnitten

Meine Großeltern waren zum Kaffeetrinken zu Gast und durften diese Kombination aus fruchtigen Himbeeren, Kaffeecreme, weichem Bisquit und knusprigem Keks-Boden probieren. Und tatsächlich fragte meine Oma (selbst eine erfahrene Bäckerin): „Vom welchem Bäcker habt ihr diesen leckeren Kuchen gekauft?“ Sie konnte gar nicht glauben, dass dieses Rezept „homemade“ ist! Und das obwohl wir sonst durchaus ein hohes Niveau an Kuchen und Torten auftischen. Die Himbeer Cappuccino Schnitten sind also genau richtig, wenn ihr jemanden beeindrucken wollt 😉

Sommerlich frische Torte: Himbeer Cappuccino Schnitten

Ich muss zugeben: Das Rezept ist schon recht aufwändig, also eher geeignet für besondere Anlässe. Aber mit dem richtigen Timing ist es nicht schwer umzusetzen. Wichtig ist nur: Ihr braucht am besten frische Himbeeren, damit das fruchtige Aroma so auch gut zur Geltung kommt. Also ab an die Himbeer-Sträuche (oder in die Obst-Abteilung) und das Material für dieses sündhaft leckere Rezept von Mama Backina besorgt: Ihr werdet es nicht bereuen, das verspreche ich euch!

Himbeer Kuchen mal anders: Himbeer Cappuccino Schnitten

Und weil die frischen Himbeeren so gut zum aktuellen Blogevent von Ina Is(s)t „BeerenStark“ passen, wandern die leckeren Himbeer-Schnitten dort ins Rezept-Portfolio 🙂

PS: Wie bei der Orangen-Torte von neulich gilt hier übrigens auch, dass ihr die Cappuccino Creme pur als Dessert essen könnt. Noch besser wird das Ganze, wenn ihr Bisquit-Stücke, frische Himbeeren und Kaffeecreme als Dessert im Glas einschichtet. Das funktioniert super als „Resteverwertung“ der Teig-Abschnitte, ürigen Himbeeren und Creme-Reste ☺

Himbeer Cappuccino Schnitten

Für den Mürbeteig-Boden: 
125 g Mehl
50 g Zucker
1 Eigelb
80 g Butter

Für den Bisquit: 
25 g Butter
3 Eier
Mark einer Vanilleschote
75 g Zucker
100 g Mehl
1 TL Backpulver

Für die Himbeer-Schicht und das Himbeer-Topping: 
2 EL Speisestärke
150 ml Apfelsaft + 3 EL Apfelsaft
3 EL Zucker
350 g + 50 g Himbeeren (frisch oder TK)
1 Pck roter Tortenguss
3 EL Himbeer-Konfitüre

Für die Cappucino-Creme: 
10 Blatt Gelatine
4 TL Instant-Kaffepulver
125 g Zucker
350 g Creme fraiche
200 g Joghurt
250 g Sahne
Mark von einer Vanilleschote

Für die Deko: 
200 g Sahne
Frische Himbeeren und Minze
Kaffeepulver oder Kakao

Zubereitung

  1. Alle Zutaten für den Mürbeteig verkneten und diesen ca. 30 Minuten in Folie gewickelt kalt stellen. Den Ofen auf 200° C Ober-Unterhitze vorheizen und eine eckige Springform (25 x 25 cm) oder eine entsprechende Runde Form mit Backpapier auslegen. Den Mürbeteig dünn ausrollen und in die Form legen. Ca. 20 Minuten goldbraun backen und auskühlen lassen.
  2. Für den Biskuit die Butter schmelzen und die Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen, dabei den Zucker und das Vanillemark einrieseln lassen. Eigelbe unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und zuletzt unterheben. Den Ofen auf 180° C vorheizen und die Masse in die eckige Form geben (Mürbeteigboden vorher entfernen). Ca 20 bis 25 Minuten backen und auskühlen lassen.
  3. Für die Himbeer-Schicht, die später in die Mitte kommt, 350 g Himbeeren verlesen. Die Stärke mit einem Teil der 150 ml Apfelsaft verrühren. Den restlichen Apfelsaft mit 3 EL Zucker und Himbeeren aufkochen und leicht abkühlen lassen.
  4. Konfitüre erwärmen und den Mürbeteig-Boden damit bestreichen. Den Biskuit waagerecht durchschneiden. Einen Biskuitboden auf den Mürbeteig geben. Dann das Himbeer-Kompott aus Schritt 3 darauf streichen. Kühl stellen.
  5. Die Creme vorbereiten: Gelatine einweichen. Kaffeepulver mit 3 El heißem Wasser verrühren. Creme Fraiche, Joghurt und Zucker verrühren. Gelatine ausdrücken und bei leichter Hitze erwärmen. Vorsichtig einige Esslöffel der Creme fraiche-Mischung unterrühren, sodass sich keine Klümpchen in der Gelatine bilden. Dann die Gelatine unter den Rest der Creme heben. In den Kühlschrank stellen, bis die Mischung zu gelieren beginnt.
  6. 250 g Sahne steif schlagen und unter die Creme heben, sobald die Masse zu gelieren beginnt. Die Creme in zwei Teile teilen. Unter einen Teil das Vanillemark rühren, unter den anderen die Kaffee-Mischung aus Schritt 5.
  7. Zuerst die Kaffee-Creme, dann die Vanillecreme auf den Boden mit Himbeer-Mark streichen. Vorsichtig den zweiten Biskuitboden draufgeben und die Torte mindestens 2 Stunden kalt stellen, bis die Cremes wirklich fest sind.
  8. Für den Himbeer-Spiegel 150 g Himbeeren erwärmen und pürieren (evtl durch ein Sieb streichen). Den Tortenguss mit 3 EL Apfelsaft anrühren unter die warme Himbeer-Masse mischen. Erwärmen, bis sich eine Gelee-Artige Konsistenz ergibt.
  9. Den Himbeer-Spiegel auf der Torte verteilen und erneut kalt stellen (am besten über Nacht).
  10. Am nächsten Tag die Sahne steifschlagen und die Himbeer Cappuccino Schnitten nach Wunsch mit Sahnetuffs, Himbeeren und Minze dekorieren. Nach Wunsch noch mit Kaffee- oder Kakaopulver bestäuben.

 

An Apple A Day… (Apfel-Käsekuchen-Tarte)

Das Lieblingsobst der Deutschen sorgt im Moment für eine wahre Apfel-Welle im Hause Backina… Alle Bekannten und Verwandten scheinen im Moment eine überreiche Apfelernte zu genießen und uns etwas Gutes tun zu wollen. Zumindest lässt die große Kiste mit Äpfeln diverser Sorten in unserem Keller darauf schließen. Doch so gerne wir Obst essen – denn ihr wisst ja: An Apple a Day, Keeps the Doctor away…) – das lässt sich unmöglich alles alleine bewältigen! Denn die knackigen Früchte werden leider sehr schnell mehlig und ich persönlich mag die dann nicht mehr wirklich gerne essen. Ein Apfel muss für mich richtig knacken beim Reinbeißen 😉

IMG_3545

Deshalb bietet sich jede Menge Gelegenheit für herbstliches Backen im Moment. Ein Glück für mich, denn ich liebe Backen mit Äpfeln! Hier werde ich euch deshalb bald auch noch meine beiden Lieblings-Rezepte mit Äpfeln, eine Amerikanische Apfeltarte und einen Apfel-Karamell-Streusel-Blechkuchen zeigen. Den Anfang macht aber ein Rezept, das in diesem Jahr erstmals im Hause Backina ausprobiert wurde – das Rezept hat meine Mutter mit nach Hause gebracht. Die Kombi aus Apfelkuchen und Käsekuchen ist schnell gemacht und eine super leckere Versuchung… Perfekt für den Kaffeeklatsch im goldenen Oktober!

IMG_3550

Apfel-Käsekuchen-Tarte

Zutaten:

125 g Butter
75 g + 3 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
50 g gemahlene Nüsse (ich habe Mandeln verwendet, es gehen aber auch Haselnüsse)
2 Eier
200 g Mehl
500 g Äpfel
120 g Doppelrahm-Frischkäse
300 g Magerquark
1 Päckchen Puddingpulver (ich habe Vanille genommen, Sahne-Geschmack sollte auch gehen)
Zitronenschale oder Citro-Back

  1. Butter, 75 g Zucker, gemahlene Nüsse, ein Ei, das Mehl und eine Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde kühl stellen. Den Ofen auf 180 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen
  2. Die Äpfel schälen und in kleine Stifte schneiden, evtl. mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Den Mürbeteig in die Form drücken und am Rand hochziehen. Mit Backpapier und Hülsenfrüchten zum Blindbacken beschweren und ca. 10 Minuten im heißen Ofen vorbacken.
  3. Inzwischen 3 EL Zucker, 1 Ei, Frischkäse, Quark und Puddingpulver verrühren, nach Geschmack etwas Zitronenabrieb oder Citoback hinzugeben und zum Schluss die Apfelstücke unterheben. Den Boden kurz aus dem Ofen nehmen, Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und die Masse in die Tarteform gießen. Ca. 30 Minuten weitermachen.
  4. Mit einer Tasse heißen Tee genießen!

IMG_3552

Ein Likörchen? (Eierlikör-Mohn-Käsekuchen)

Liebt ihr Eierlikör auch so sehr wie ich? Eierlikör geht bei mir eigentlich immer – eigentlich schon seit ich denken kann. Schließlich hatte ich im zarten Alter von 4 Jahren meinen ersten Schwips nach dem Genuss von – Eierlikörtorte, na klar.

Die goldgelbe Eierlikör-Schicht auf der Sahne fand ich wohl so faszinierend, dass ich die heimlich albgelöffelt habe, bevor die Torte zu Ostern serviert wurde. War ein lustiger Nachmittag für mich (und die Gäste…) und hat meinen Geschmack geprägt 😉

Mehr als 20 Jahre später bin ich immer noch größer Eierlikör-Fan und backe vor allem gerne damit. Das Rezept für den gefleckten Käsekuchen habe ich in einer alten Ausgabe der „Lisa Kochen & Backen“ entdeckt und nach meinem Geschmack angepasst. Die Kombi Eierlikör – Mohn – Quarkmasse ist wirklich unschlagbar, sehr lecker und saftig. Da brauche ich gar keinen Boden drunter – wer mag, kann natürlich einen klassischen Mürbeteig wie hier drunterlegen.
Bei mir wird dieser Kuchen jedenfalls auf der Ostertafel serviert – und damit der Eierlikör-Geschmack so richtig zur Geltung kommt:
„Jemand ein Likörchen dazu?“

 

Eierlikör-Mohn-Käsekuchen

Zutaten:

150 g Butter
4 Eier
750 g Magerquark
75 g Hartweizengrieß
125 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
Mark einer ausgekratzte Vanilleschote
120 ml Eierlikör
50 g gemahlener Mohn
1. Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze, bei Umluft ca. 155°C) vorheizen. Eine Springform fetten oder mit Backpapier auslegen. Die Butter zerlassen und leicht abkühlen lassen.
2. Die Eier trennen und das Eiweiss steif schlagen. Eigelb mit Magerquark, Zucker, Hartweizengrieß, Eierlikör, Vanillezucker und Vanillemark sowie der zerlassenen Butter verrühren (am besten mit dem Handrührgerät). Das steif geschlagene Eiweiß unterheben. Den Teig teilen. Unter die eine Hälfte den gemahlenen Mohn heben.
3. Den Teig esslöffelweise in die Form geben – dabei immer hellen und dunklen Teig abwechseln, damit sich ein Kuhflecken-Muster ergibt. Weitermachen, bis der Teig aufgebraucht ist.
4. Den Kuchen ca. 50  – 55 Minuten im heißen Ofen backen. Dann die Temperatur herunterdrehen und den Kuchen noch ca. 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
5. Am besten mit einem leckeren Gläschen Eierlikör servieren – der schmeckt auch hervorragend darüber geträufelt.

 

Fränkischer Kaffeeklatsch (Birnen-Mohn-Käsekuchen)

„Und Opa, schmeckt’s?“ – „Hm. Schmeckt halt wie Kuchen.“
Wer meine Heimat nicht kennt, könnte meinen, meine Backkünste lassen zu wünschen übrig.
Aber im Gegenteil – im Fränkischen, wo ich herkomme, gilt das Prinzip „Net g’schipft is g’lobt gnuch“ („Nicht geschimpft ist gelobt genug“).
Eine ganz harte Nuss ist mein Opa – als eingefleischter Franke aus einem winzigen Ort lobt er natürlich nie offen. Und mit „exotischen“ Dingen wie Cakepops und veganen Cupcakes braucht man ihm am Kaffeetisch nicht zu kommen. Denn der Franke an sich mag es schlicht, aber raffiniert.

Insofern ist für den Kaffeeklatsch mit den Großeltern Reduktion angesagt: Gute Zutaten, klassische Geschmackskombinationen und der besondere Twist. Denn in ihrem langen Leben haben die Großeltern viele gute Kuchen gegessen und der Gaumen ist durchaus anspruchsvoll.
Beim letzten Besuch habe ich also diesen Mohnkuchen mit Weißweinbirnen und Käsekuchenhaube serviert.

„Und Opa, schmeckt’s?“ – „Kann man essen.“
Bei einem solchen Lob wundert es zumindest mich nicht, dass die Nachbarin beim nächsten Besuch über den Zaun ruft: „Dein Opa hat gesagt, du kannst so gut backen? Wirst ja doch noch ’ne richtige Hausfrau!“

Ach, Heimat ist wirklich etwas Schönes.

Birnen-Mohn-Käsekuchen

Zutaten (für eine Springform)

für den Mürbteig:
300 g Mehl
150 g Zucker
1 Pck. Vanillinzucker
175 g kalte Butter
1 Ei
 
für die Weissweinbirnen: 
4 Birnen
400 ml Weisswein (ich nehme halbtrockenen aus Franken)
5 EL Bourbon-Vanillezucker)
1 Zimtstange
für die Mohnfüllung: 
200 g Mohn
250 ml Milch
1 Pck Bourbon-Vanillezucker
100 g Zucker
2 Eier
1 Eiweiß
für die Käsekuchenhaube:
200 g Schmand
3 Eier
1 Pck Vanille-Soßenpulver
75 g Zucker
1. Den Mürbteig herstellen: Mehl, Zucker und Vanillezucker, 1 Prise Salz, kalte Butter in Stückchen und das Ei rasch zu einem glatten Teig verkneten. Diesen ca. 30 Minuten kalt stellen.
2. Die Birnen vorbereiten: Birnen schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Weißwein mit dem Vanillezucker und der Zimtstange aufkochen und die Birnen darin kurz dünsten (1-2 Minuten, je nach Härtegrad der Birnen). Achtung: Nicht fertig garen, sondern sie sollen bissfest bleiben! Zur Seite stellen und leicht abkühlen lassen.
3. Die Mohnfüllung vorbereiten: Milch aufkochen. Mohn sowie Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz zugeben und ca. 2 – 3 Minuten weiterköcheln lassen, bis der Mohn aufgequollen ist. Von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen.
4. Käsekuchenhaube vorbereiten: Schmand, Eier, Soßenpulver und Zucker verrühren.
5. Zusammensetzen: Die Springform mit dem Mürbeteig auskleiden und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Eiweiß und Eier unter die Mohnfüllung heben, sobald diese kühl genug ist (sonst gerinnt das Ei). Die Mohnfüllung auf den Mürbeteig geben, darauf die Birnenstücke (ohne den Sirup!) verteilen. Zuletzt die Schmandmischung darauf gießen.
6. Kuchen im vorgeheizten Backofen (Ober-Unterhitze 200°C/ Umluft 175°C) ca. 50 – 60 Minuten backen. Falls die Käsekuchenhaube während des Backens zu sehr bräunt, mit Albfolie abdecken.
Kuchen abkühlen lassen.
7. Kritische Großeltern damit überzeugen!
Köstlich & Konsorten Frankens-Foodblogger
Stylebook BlogStars