Suppenkasper (Suppe im Brot serviert und überbacken)

Mögt ihr Suppe auch so gerne wie ich? Gerade jetzt im Herbst mag ich Suppe besonders gerne – und natürlich besonders gerne mit meinem liebsten Herbst-Gemüse, dem Kürbis. Nicht schon wieder ein Rezept für Kürbissuppe, mag so manch einer von euch denken: Denn es gibt wirklich schon viele Varianten am Markt und von denen habe ich auch schon einige ausprobiert: Apfel-Kürbissuppe, Kürbissuppe mit Orange, Kürbis-Eintopf, Kürbis-Kartoffelsuppe, Chili con Kürbis…. Deshalb gibt es bei mir heute auch keine „normale“ Kürbissuppe, sondern eine Suppe im Brot serviert! Die ist schön deftig für alle, die im momentan eisigen Wetter ebenso frieren wie ich!

Natürlich muss es nicht zwingend eine Suppe im Brot sein, denn mein Rezept für Kürbissuppe schmeckt auch pur hervorragend: Durch Zimt und Glühwein kommt schon eine winterliche Note in die Suppe, die mir gerade im November sehr gelegen kommt. Zu einem Glühwein sage ich bei diesem Wetter nicht nein 😉 Ohne die Zubereitung im Brot und die überbackene Zubereitung hatten wir die Suppe durchaus auch schon als Auftakt für ein Weihnachtsmenü… Dann schmecken z.B. ein paar Flusskrebse hervorragend dazu. Ihr seht – ein wandelbares Rezept!

Auf die Suppe im Brot kamen wir neulich, nachdem Herr Backina sich eigentlich eine Zwiebelsuppe im Brot gewünscht hat… Die gehört aber einerseits nicht unbedingt zu meinen Stärken und andererseits vertrage ich Zwiebeln in großen Mengen nicht gut. Deshalb habe ich mich gefragt: Ob sich wohl auch eine Kürbissuppe überbacken lässt? Die Antwort lautet: Absolut!

Kleiner Tipp noch von mir: Auch wenn ihr spezielles Brot für das Servieren von Suppen kauft – bitte macht die Suppe etwas flüssiger als ihr es gewohnt seid! Denn sonst bekommt ihr statt Suppe im Brot – Püree im Brot 😉

Einen guten Appetit und bleibt warm in diesen kalten Tagen!

Kürbissuppe im Brot serviert (4 Personen)

Für die Kürbissuppe:

  • 1 kg Kürbis (ich verwende Butternut)
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Tasse weißen Glühwein (ersatzweise Weißwein)
  • 2 EL Öl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Karotten (mittelgroß)
  • 3 Kartoffeln (mittelgroß)
  • 1 Zimtstange, 1 Sternanis, etwas Muskat
  • ca. 4 EL Creme Fraiche

So wird die Suppe im Brot serviert:

  • 4 kleine Brote (am besten Roggenbrote, beim Bäcker bestellen) a maximal 500 g
  • ca. 150 g geriebener Käse nach Wahl (optional)
  1. Den Kürbis sowie das restliche Gemüse in Würfel schneiden. In einem großen Topf das Öl erhitzen und darin zuerst die Zwiebeln glasig andünsten. Nun den Kürbis und das restliche Gemüse sowie die Zimtstange und die Sternanis zugeben und weiter braten, bis alles leicht angebräunt ist.
  2. Mit dem weißen Glühwein und der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 15 – 20 Minuten kochen, bis das gesamte Gemüse weich ist. Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Währenddessen könnt ihr schon einmal die Brote vorbereiten: Einen Deckel abschneiden und zur Seite legen. Das weiche Innere sehr gründlich aus den Broten entfernen. Dieses in Stücke reißen und zur Seite legen. Die ausgehölten Brote und die Krume dürfen nun schon einmal ca. 5 Minuten in den Ofen, bis sie innen leicht hart werden (nicht braun!)
  3. Nun die Suppe fein pürieren und mit Salz, Muskat und Pfeffer nach Wunsch abschmecken. Die Suppe sollte an diesem Punkt sehr flüssig sein, da sie in der „Tasse aus Brot“ noch eindickt! Deshalb lieber noch etwas Brühe oder Wein zugeben, wenn diese zu fest erscheint. Mit der Creme Fraiche zuletzt abschmecken.
  4. Nun geht es ans Füllen der Suppe ins Brot: Jeweils einige Löffel der Suppe ins Brot geben und darauf einen Teil der Krume in Stückchen geben. Mit etwas Käse nach Wahl bestreuen (optional) und so lange im heißen Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen ist und oben eine knusprige Kruste entstanden ist.
  5. Viola: Fertig ist die deftige Herbstmahlzeit – Suppe im Brot serviert!

Chili con Kürbis zu Halloween

Das Chili con Kürbis ist einfach lecker, sättigend und wärmt toll von innen heraus! Genau richtig für die Halloween-Party in einem Kürbis angerichtet oder einfach so als deftiges Herbst-Essen.

Wer keinen Kürbis mag, kann aus dem Chili con Kürbis auch einfach ein normales Chili con Carne machen 🙂

Chili con Kürbis (4 – 6 Personen)

  • 1 kg Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • 2 kleine Dosen Mais (a 300 ml)
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • ca. 500 g frische Tomaten
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Tomatenmark
  • 400 g Kürbisfruchtfleisch, gewürfelt
  • Chili con Carne Gewürzmischung
  • Smoked Paprika
  • 1 frische Chili
  • getrocknete Chilis nach Geschmack
  • 1 TL Zimt
  • etwas Zucker
  • 250 ml Wasser
  1. Die Zwiebeln hacken und glasig andünsten, das Hackfleisch sowie die Kürbiswürfel zugeben und krümelig braten. Die frischen Tomaten würfeln und gemeinsam mit den Tomaten aus der Dose zugeben. Nach Wunsch noch Tomatenmark dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Die weiteren Gewürze hinzugeben und mit dem Wasser ablöschen. Dann Mais und Bohnen hinzufügen und abschmecken.
  3. Das ganze auf niedriger Hitze mindestens 50 Minuten köcheln lassen (kann auch länger köcheln). Zum Schluss erneut abschmecken und in den ausgehölten Kürbis geben. Kurz vor dem Servieren noch etwas Käse darauf streuen.
  4. Gruseliges Chili genießen!

 

Eingeladen: Halloween Party

Herr BackIna und ich lieben es Gäste zu uns nach Hause einzuladen: Angefangen bei der Planung von Menü und Deko, über das gemeinsame Einkaufen und die Vorbereitung bis hin zur eigentlichen Party. Besonders gerne stellen wir die Abende unter ein bestimmtes Motto, zum Beispiel „Italienischer Abend“ oder „Griechischer Abend„. In der Rubrik „Eingeladen“ möchte ich deshalb von unseren Motto-Partys berichten. Den Anfang macht unsere Halloween Party.

Ihr fragt euch jetzt sicher, warum wir jetzt schon eine Party feiern, wenn Halloween erst am 31. Oktober ist? Das hat eine einfache Erklärung: Freunde von uns sind kürzlich auf Weltreise gegangen (hier berichten sie von ihren Abenteuern) und sie sollten noch mitfeiern können… Also wurde die Halloween Party kurzerhand vorverlegt 😉 Umso besser für euch, denn so könnt ihr noch die Ideen für unsere Halloween Party für euere eigene Party-Planung nutzen!

Halloween Party: Die Deko

So langsam kommt eine Vielzahl von Halloween Deko in die Läden – aber als ich vor 2 Wochen danach gesucht habe, war noch fast nichts da. Deshalb hieß es: Improvisieren, damit dennoch eine schaurige Stimmung aufkommt. Schwarze Kerzen, eine schummrige Beleuchtung, ein paar Plastik-Spinnen und ein künstliches Spinnennetz waren alles, was wir an Deko brauchten. Es wirkt gleich gruselig, das verspreche ich euch. Noch besser wäre es, wenn ihr eine schwarze Katze zu Hause habt, aber mit der sind wir leider nicht gesegnet 😉

Halloween Party: Die Musik

Was wäre eine Party ohne die passende Musik? Zum Glück gibt es eine vielzahl von gruseliger Musik auf YouTube, zum Beispiel diese und diese Playlist. Allerdings lief die Musik eher leise im Hintergrund – zum Tanzen ist unser Wohnzimmer einfach zu klein 😉 Da wir uns aber alle viel zu erzählen hatten, war das Programm der Halloween Party eher zweitrangig.

Halloween Party: Das Essen

Kommen wir zum wohl wichtigsten Teil unserer Halloween-Party: Das Essen! Ich liebe es Speisen liebevoll zu dekorieren und aus ganz „normalen“ Zutaten schaurig-schöne Menüs herzurichten. So stand bei uns folgendes auf dem Party-Buffet:

Wer keinen Kürbis mag, kann das Hauptgericht auch leicht ohne Kürbis zubereiten. Worauf ihr jedoch nicht verzichten solltet, ist das Anrichten des Chilis im Kürbis: Das wirkt gleich sehr „Halloween-mäßig“ und das schöne ist, dass ihr den Kürbis hinterher noch verwenden könnt. Entweder spült ihr ihn gut aus und schnitzt ein Halloween-Gesicht rein oder ihr verwendet das Fruchtfleisch für ein weiteres leckeres Kürbis-Gericht. Also ich kann von Kürbis nicht genug bekommen 😉

Mit diesen Anregungen wünsche ich euch schon einmal eine gruselige Halloween Party bei euch zu Hause! Was für Pläne habt ihr dieses Jahr an Halloween?

Lecker Herbst! (Lende mit Kürbis Püree und Pflaumen Chutney)

Woran man merkt, dass jetzt Herbst ist? Vielleicht am trüben Wetter draußen? Daran, dass man die Pullis wieder in den Schrank räumen muss? Oder daran, dass schon die ersten Lebkuchen im Supermarkt an der Kasse warten? Alles richtig – aber für mich sind die beiden Herbst-Indikatoren orange und violett.

Im Kunst-Unterricht hat man vielleicht gelernt, dass orange und violett Komplementär-Farben sind und deshalb eigentlich gar nicht so gut zusammenpassen… In diesem Gericht will ich euch zeigen, wie gut orange und violett zusammen aussehen können! Denn es geht nicht etwa um Einrichtungs- oder Mode-Trends, sondern um zwei typisch herbstliche Zutaten: Kürbis und Pflaume! Und die kommen heute zusammen auf den Teller…

Als wir neulich die Pflaumen zuhause hatten (siehe hier) und ich auf dem Markt die ersten Kürbisse entdeckt habe, war klar, dass es nun endlich wieder eines meiner liebsten Herbst-Gerichte geben konnte: Juhu, am Sonntag gab es also Lendchen mit Pflaumen Chutney und Kürbis Püree! Die Zusammenstellung aus süß und herzhaft hört sich erst einmal wild an, aber als ich das Rezept vor Jahren einmal in einer Zeitschrift entdeckt habe (die ich dann nicht gekauft habe, sondern das Rezept „frei Schnauze“ selbst nachgekocht habe), war ich auch erst skeptisch. Aber ich kann euch sagen: Das zarte Fleisch, das süß-scharf-fruchtige Chutney als Sauce und dazu der fluffig-aromatische Kürbis Püree sind der Knaller!

Wenn ihr also nach der kulinarischen Verkörperung des Herbstes sucht – dann solltet ihr dieses Gericht ebenfalls ausprobieren 🙂 Und da das mein absolut liebstes Kürbis-Gericht ist, nehme ich damit am Blogevent von lecker & co teil, bei dem sich alles um die leckeren orangenen Riesen dreht.

Zart gegarte Lende mit Kürbis Püree und Pflaumen Chutney (4 Portionen)

Für die Lende

  • 600 g Schweinelende
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Honig

Für das Kürbispüree

  • 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis
  • 2 mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 EL Creme Fraiche oder Butter
  • ca. 100 ml Milch
  • Muskat, etwas Orangenschale, etwas Zimt

Für das Pflaumen Chutney

  • 500 g Pflaumen
  • 500 g Schalotten oder rote Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 100 ml Orangensaft
  • 1 Zimtstange
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer (in kleinen Stückchen)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • etwas Zimt, Chili, Salz und Pfeffer
  1. Zuerst die Lende vorbereiten: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Lende darin von allen Seiten je 1 Minute anbraten, damit sie schön braun wird. Die Lende herausnehmen, auf eine Alufolie setzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Honig darüber träufeln und die Rosmarinnadeln darüber streuen. Die Alufolie zu einem dichten Päckchen verschließen – und ab damit in den Ofen!
  2. Dann wird das Pflaumen Chutney vorbereitet: Die Pflaumen waschen, entsteinen und vierteln. Die Schalotten schälen und in Spalten schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und zunächst die Zwiebeln darin anschwitzen. Die Pflaumen, den Ingwer und die Zimtstange sowie den Rosmarinzweig dazugeben und weiter anbraten. Den Zucker und den Honig darüber geben und etwas karamellisieren lassen. Mit dem Orangensaft ablöschen und bei sanfter Hitze ca. 15 Minuten einkochen lassen. Dabei öfter umrühren.
  3. Derweil für den Kürbispüree den Kürbis in kleine Würfel schneiden, ebenso die Kartoffeln. Etwas Wasser mit Salz zum Kochen bringen und die Stückchen darin ca. 10 Minuten garen.
  4. Während die Kürbis-Stückchen garen, kannst du schon einmal das Pflaumen Chutney abschmecken: Mit etwas Salz, Pfeffer, Chili, eventuell noch Zimt und Honig wird die süß-scharfe Mischung perfekt. Das Pflaumen Chutney leicht abkühlen lassen – am besten wird es lauwarm serviert.
  5. Sobald Kürbis und Kartoffel weich sind, das Wasser abgießen und beides durch eine Kartoffelpresse drücken. Den Kürbispüree mit Milch, Butter oder Creme Fraiche, Muskat, etwas Orangenschale und etwas Zimt nach Wunsch abschmecken.
  6. Die Lende aus dem Ofen nehmen und mit dem Kürbis Püree und dem Pflaumen Chutney anrichten.
  7. Lecker Herbst!

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