Frohe Weihnachten (Schneemann-Plätzchen mit Royal Icing)

Jetzt ist es endlich so weit – die Weihnachtstage stehen vor der Tür. Zeit, etwas durchzuatmen. Zeit für Ruhe und Gemütlichkeit. In diesem Jahr haben wir das wirklich nötig, denn ein echt bewegtes Jahr liegt hinter uns. Nicht zu träumen gewagte Erfolge, aber auch unerwartete Herausforderungen liegen hinter uns – da tut etwas Ruhe ganz gut, um das alles sacken zu lassen und neue Pläne für 2018 zu schmieden. Ein wichtiger Teil unseres Jahres war der BackIna – und hier gebührt euch vielen Dank, liebe Leser! Durch euere Treue und euer Interesse an meinem Kreationen habe ich in diesem Jahr das wohl spannendste Jahr auf BackIna gestalten dürfen! Auch 2018 erwarten euch hoffentlich wieder viele kulinarische Abenteuer hier 🙂

So kurz vor den Feiertagen habe ich mich neulich Abends noch einmal richtig kreativ verwirklichen dürfen. Schon lange wollte ich das Dekorieren von Keksen mit Royal Icing mal versuchen, aber bisher fehlte meist die Muße und der Mut dazu. Als Herr BackIna nun auf Weihnachtsfeier war, war der Zeitpunkt gekommen: Die ganze Küche ist frei und ich habe jede Menge Zeit, mich an diese Herausforderung zu machen. Als Design hatte ich mir Schneemänner und Schneekristalle ausgesucht. Für Anfänger sind diese beiden Varianten relativ leicht zu machen – also ideal für mich!

Die Kristalle bestehen aus sternförmigen Plätzchen, die individuell mit dünnen Linien verziert werden – da könnt ihr euerer Fantasie freien Lauf lassen. Die Schneemänner sind ebenfalls recht einfach gemacht, denn wir arbeiten im Grunde nur mit zwei Farbflächen sowie Tupfen aus Royal Icing. Dazu braucht ihr im Gegensatz zu den Schneekristallen nicht unbedingt eine ruhige Hand, sondern nur etwas Geduld. Dadurch eignen sich die Schneemann-Plätzchen auch gut zum Gestalten mit etwas älteren Kindern! Wenn ihr also in letzter Minute noch etwas basteln wollt oder passende Dekoration für den Weihnachtstisch gestalten möchtet, dann versucht euch doch auch mal an Royal Icing 🙂

Jetzt wünsche ich euch ruhige Feiertage und ein paar schöne Tage im Kreis euerer Lieben 🙂 Wir hören uns nächste Woche noch einmal mit einer Kleinigkeit für Silvester…

Schneemann-Plätzchen und Schneekristall-Plätzchen mit Royal Icing

Für das Royal Icing

  • 250 g Puderzucker
  • 1 kleines Eiweiß
  • ca. 4 – 6 EL Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Gel-Speisefarben in schwarz, orange und einer Farbe nach Wunsch für die Mütze
  1. Bereite zuerst das Royal Icing zu: Dazu schlägst du das Eiweiß mit dem Salz schaumig (nicht fest!) und siebst nach und nach den Puderzucker hinein. Rühre weiter, bis eine zäh-fließende Glasur entsteht (kann etwas dauern, ca. 5 Minuten – ggf. schon ein EL Wasser zugeben, falls es zu trocken ist).
  2. Nun verdünnst du diese nach und nach mit etwas Wasser, bis diese die richtige Konsistenz hat. Das kannst du prüfen, indem du mit einem Messer in die Glasur schneidest – bleibt die Spur kurz stehen und löst sich dann auf, dann ist die Konsistenz richtig.
  3. Keine Angst, es kann etwas dauern, bis man beim ersten Mal Royal Icing die richtige Konsistenz findest – mach ruhig ein paar Probe-Plätzchen bis du ein Gefühl dafür bekommst.
  4. Nun färbst du die Glasur in kleinen Portionen ein – abhängig von deiner gewählten Farbe muss du dann nochmal Wasser (falls es zu fest wird) oder Puderzucker (falls es zu weich wird) zugeben.
  5. Fülle das Royal Icing in Spritzbeutel mit kleiner runder Tülle oder in einen Gefrierbeutel, von dem du eine kleine Ecke abschneidest. Verschließe den Beutel hinten gut, damit keine Luft ans Icing kommt. Reste kannst du mit einem feuchten Stück Küchenrolle abdecken und so vor dem Austrocknen schützen.

Dekorieren der Schneemann-Plätzchen

  1. Um einen Schneemann zu dekorieren, nimmst du dir ein rundes Plätzchen vor. Teile den Kreis gedanklich waagerecht in zwei Stücke – 1/3 oben wird die Mütze, 2/3 unten das Gesicht.
  2. Nun umrundest du den unteren Teil mit weißer Glasur und füllst die entstandene Fläche gleichmäßig aus. Lasse die Glasur etwa eine halbe Stunde trocknen, bevor du mit der Mütze beginnst.
  3. Als nächstes nimmst du die Farbe deiner Wahl für die Mütze und füllst das obere Drittel genauso aus. Wieder sollen die Plätzchen etwa eine halbe Stunde trocknen.
  4. In der Zwischenzeit kannst du mit weiß und blau sowie Silberperlen ein paar Schneeflocken dekorieren.
  5. Nun nimmst du wieder die Farbe der Mütze und malst den „Bund“ auf – ein dicker Streifen an den Übergang zwischen Gesicht und Mütze. Lasse es erneut trocknen.
  6. Sobald das Gesicht oben fest erscheint, kannst du mit schwarz und orange das Gesicht aufmalen: schwarze Tupfen als Augen und Mund, ein orangener Strich als Nase.
  7. Fertig sind die einfachen Schneemann-Kekse!

Goldene Weihnacht (Goldene Brownie Würfel)

Schon letzte Woche habe ich euch erzählt, wie es dieses Jahr um meine Weihnachtsbäckerei bestellt ist – auf gut Deutsch: „nicht optimal“ 😉 Das liegt auch daran, dass ich noch einen etwas größeren „Backauftrag“ für einen 50. Geburtstag in der Verwandtschaft dazwischen geschoben habe: Das Motto war „Las Vegas“ und es sollten 150 Gäste kommen. Was backt man da? Etwas typisch amerikanisches, das vielen schmeckt und für eine große Anzahl an Menschen reicht? Richtig – Brownies! Aus den Resten der für den Geburtstag gebackenen Brownies sind dann diese goldenen Brownie Würfel entstanden, die sich perfekt als Ergänzung auf dem Kuchenteller an Weihnachten oder auch als Fingerfood auf dem Silvester-Buffet eignen.

Wie sollen Brownies nun von der Textur her sein? Zuerst einmal darf man bei richtig saftigen Brownies nicht an Schokolade und Butter sparen! Geschmolzene Butter und Schokolade bilden die Basis – für die ultimativ schokoladige Note gebe ich noch zusätzlich Kakaopulver und gehackte Schokolade in den Teig. Definitiv nichts für Zartbesaitete! Diese Brownie-Variante ist noch deutlich saftiger und schokoladiger als die eher soften Brownies, die ich vor einiger Zeit hier gepostet habe. Kalorien zählen hat an dem Tag, wo ihr diese Brownies probiert, Pause – für diesen schokoladigen Genuss lohnt sich das aber schon mal 🙂

Zu den verschiedenen Brownie-Varianten, die ich für den Geburtstag gemacht habe, werde ich noch einen gesonderten Post machen – am Geburtstag selbst war leider keine Zeit, ordentliche Fotos zu machen. Dafür habe ich die Reste zu diesen goldenen Brownie-Würfeln aufgehübscht. Was braucht ihr also für diese niedlichen Schokowürfel?

Neben Brownies kommt noch süßes Nougat sowie etwas säuerliches Gelee in die Würfel, damit der Geschmack ausgewogen und nicht zu süß ist. Ein knackiger Schokoladen-Überzug mit goldenem Glanz macht die Nascherei komplett. Wenn ihr eine weihnachtliche Geschmacksnote haben möchtet, könnt ihr noch etwas Zimt und Lebkuchengewürz in die Brownies geben 🙂 Jetzt können die finalen Tage vor Weihnachten beginnen!

Brownie Würfel in Gold (ca. 10 – 12 Stück)

Für den Brownie-Teig

  • 125 g Butter
  • 50 g Creme Fraiche
  • 60 g dunkle Schokolade zum Schmelzen
  • 250 g dunkle Schokolade, gehackt
  • 150 g Zucker (möglichst 100 g weißen, 50 g Kokosblütenzucker)
  • 3 Eier
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 100 g Kakaopulver
  • 125 g Mehl
  • optional: 1 TL Lebkuchen-Gewürz und 1 TL Zimt

Für die Würfel

  • 100 g Nougat oder Nuss-Nougat-Creme
  • 100 g säuerliches Gelee, z.B. Traube oder Johannisbeere
  • 200 g dunkle Schokoladen-Glasur
  • goldenes Lebensmittel-Puder und silberne / goldene Zuckerperlen
  1. Für den Brownie-Teig schmilzt du zunächst die Butter, die Creme Fraiche sowie die 60 g Schokolade über dem Wasserbad. Sobald alles geschmolzen ist, rührst du den Zucker unter und rührst so lange, bis dieser geschmolzen ist. Lass alles etwas abkühlen.
  2. Als nächstes rührst du die Eier sowie das Vanille-Extrakt unter. Mische derweil das Mehl mit dem Kakaopulver, sowie optinal Lebkuchengewürz sowie Zimt und einer gute Prise Salz.
  3. Rühre die Mehl-Mischung sowie die gehackte Schokolade unter, sodass ein dicker Teig entsteht.
  4. Streiche den Teig nun in eine 20 x 20 cm Fettpfanne und backe die Brownies bei 175° C (Ober-Unterhitze) für etwa 25 – 30 Minuten. Mache die Stäbchenprobe – es soll noch etwas Teig am Stäbchen kleben, sonst sind die Brownies zu „durch“!
  5. Lasse die Brownies abkühlen.
  6. Schneide die Brownies nun in ca. 2 x 2 cm große Würfel und halbiere diese jeweils einmal vertikal.
  7. Fülle die beiden Hälften mit dem geschmolzenen Nougat sowie dem Gelee und setze die Hälften wieder zusammen. Lasse die Würfel im Kühlschrank etwa 1/2 Stunde fest werden.
  8. Überziehe die Würfel mit der geschmolzenen Schokolade und verziere diese mit Goldpuder sowie den Zuckerperlen.
  9. Fertig ist eine süße Sünde für die Feiertage oder Silvester!

Last Minute Plätzchen (Schnelle Glühweinschnitten)

Na, wie weit seid ihr mit der Weihnachtsbäckerei? Irgendwie ist diese Adventszeit so schnell verflogen, dass ich etwas hinterher hänge… Deshalb wird es jetzt Zeit für schnelle Plätzchen, die den Teller noch „Last Minute“ füllen und dennoch besonders lecker schmecken. Wie zum Beispiel diese Glühweinschnitten! Ein einfacher Rührteig mit Glühwein und Schokolade – das gibt herrliche Plätzchen vom Blech ohne großen Aufwand.

Zudem sind die Glühweinschnitten jetzt genau richtig – denn sie halten sich etwa 2 Wochen. Also genau bis Weihnachten! Durch den Glühwein im Teig und noch einem zusätzlichen Schuss als Tränke werden die Plätzchen super saftig und im Laufe der Lagerung immer besser. Ihr solltet deshalb nur drauf achten, dass ihr sie trocken lagert (z.B. in einer Dose mit Lagen von Butterbrotpapier dazwischen), damit sie nicht verderben.

Übrigens könnt ihr diese einfachen Plätzchen vom Blech sehr gut variieren:

  • Wenn Kinder mitessen, könnt ihr statt des Glühweins auch Kinderpunsch verwenden!
  • Statt normalem roten Glühwein schmeckt auch Fruchtpunsch (z.B. Heidelbeerglühwein) gut, dann wird das Ganze etwas fruchtiger. Ich verwende meist einfach den Glühwein, den wir sowieso übrig haben, z.B. weil man nicht die ganze Flasche geschafft hat.
  • Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Schoko-Glasur durch Zuckerguss, den ihr mit Glühwein anrührt, ersetzen. Persönlich finde ich das etwas süß, aber es ist ein „Klassiker“ bei Glühwein-Plätzchen.
  • Natürlich könnt ihr die Plätzchen auch einfach mit Zuckerstreuseln statt dem Marmor-Muster verzieren.

So, und hier kommt das einfache Rezept für „Last Minute Plätzchen“ – und ich werde mich am Wochenende nochmal in die Weihnachtsbäckerei stürzen, schließlich habe ich noch einiges vor Weihnachten zu schaffen 😉

Einfache Glühweinschnitten (ca. 40 Stück)

  • 1/8 l roter Glühwein + ca. 50 ml zum Tränken
  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 3 gestr. TL Backpulver
  • 150 g dunkle Schokolade, fein gehackt (oder fertige Raspelschokolade verwenden)
  • 1 Pck dunkle Kuchenglasur
  • 100 g weiße Schokolade und rosa Lebensmittelfarbe
  1. Zuerst rührst du die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und einer guten Prise Salz weißcremig. Als nächstes rührst du die Eier einzeln unter und rührst weiter, bis die Masse cremig ist. Mische nun Mehl und Backpulver und rühre dieses im Wechsel mit dem 1/8 l Glühwein unter.
  2. Zuletzt hebst du die Schoko-Stückchen unter den Teig und streichst diesen auf ein Backblech (ca. 30 x 30 cm). Backe die Glühweinspitzen nun etwa 25 – 30 Minuten bei 175° C (Ober-Unterhitze).
  3. Sobald du das Blech herausgenommen hast, tränkst du die Glühweinspitzen mit dem restlichen Glühwein und lässt diese erkalten.
  4. Nun schmilzt du die dunkle Glasur sowie die weiße Schokolade getrennt und färbst die weiße Schokolade rosa (wie Glühwein). Glasiere die Glühweinschnitten mit der dunklen Glasur und gebe einzelne Streifen der Schokolade darauf. Mit einem Holzstäbchen kannst du noch ein Marmormuster in die Glasur ziehen.
  5. Sobald die Glasur fest ist, schneide mit einem scharfen Messer, das du immer wieder mit heißem Wasser erwärmst, kleine Würfel á ca. 2 x 2 cm aus.
  6. Fertig sind einfache, aber extrem leckere Plätzchen!

Lebkuchen, Karamell und Vanille… (Lebkuchen Fudge)

Bereits im letzten Jahr gab es bei mir Fudge und diese leckeren Weichkaramellen kamen super bei euch an! Kein Wunder, denn neben Trüffeln sind Weichkaramellen beliebte Geschenke aus der Küche: Schnell gemacht und dennoch machen diese besonderen Eindruck! Zu Weihnachten geht ja die Geschmacksrichtung Lebkuchen immer gut. Deshalb habe ich in diesem Jahr ein helles Fudge mit Lebkuchen-Geschmack für euch gemacht. Besonders edel wirken die Karamellwürfel durch die geschichtete Struktur: Eine rote Vanille-Schicht oben drauf, unten drunter ist die leckere Lebkuchen-Schicht mit knusprigen Lebkuchen-Stückchen. So schmeckt Weihnachten 🙂

Für alle, die Angst vor Karamell machen haben, habe ich hier noch ein paar Tipps:

  1. Statt der Basis aus Milchmädchen, habe ich die gesüßte Kondensmilch in diesem Jahr selbst gemacht. Das geht ganz leicht mit Kondensmilch, Zucker, Vanille und etwas Backpulver. Schmeckt auch etwas besser als die gekaufte Variante – und vor allem wisst ihr genau, was drin ist! Wer sich das nicht traut, der kann Schritt 1 und 2 weglassen und gleich fertig gekauftes Milchmädchen verwenden.
  2. Wichtig ist, dass ihr dem Karamell Zeit gebt, sich zu entwickeln. Deshalb kocht die Mischung bitte wirklich nur auf kleiner Flamme, dafür länger! Bis meine Kondensmilch karamellisiert ist, hat das ca. eine Viertelstunde gedauert. Dafür hatte ich die Herdplatte auch nur auf Stufe 1. So stellt ihr sicher, dass das Karamell nicht verbrennt.
  3. Gelegentliches Umrühren ist unglaublich wichtig! So verhindert ihr, dass das Fudge am Topfboden festklebt.

Traut euch ruhig ran, Fudge selbst zu machen! Ihr werden sehen, dass es gar nicht so schwer ist, wie ihr vielleicht annehmt 🙂 Welche Geschenke aus der Küche bereitet ihr dieses Jahr vor?

Lebkuchen Fudge zu Weihnachten / Weichkaramellen mit Lebkuchen (ca. 50 Stück)

  • 300 ml Kondensmilch mit 10% Fett
  • 100 g Zucker
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 500 g weiße Schokolade
  • 1 zerkrümelter Lebkuchen ohne Glasur
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • rote Lebensmittelfarbe
  • Streusel zum Dekorieren
  1. Zunächst bereitest du das Dulce de Leche bzw. Milchmädchen vor: Dazu mischt du den Zucker mit der Kondensmilch und erwärmst das Ganze unter Rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Nun lässt du die Masse etwas 10 Minuten bei kleiner Hitze sanft köcheln. Dadurch sollte sich die Mischung hellbraun färben und dicker werden.
  2. Als nächstes rührst du Vanilleextrakt sowie Backpulver und die Milch-Mischung. Lasse die Masse etwa 5 Minuten sanft weiterköcheln. Nun sollte das Ganze eine hellbraune, karamellige Farbe haben und in etwa so dick wie Pudding sein. Ziehe die Mischung vom Herd.
  3. Hacke die weiße Schokolade fein und rühre diese in die Milch-Mischung. Sobald sich alles gelöst hat, sollte das Karamell zäh fließend und etwa so dick wie Nutella sein.
  4. Teile die Fudge-Grundmasse. Dabei gibt du in die eine Hälfte die rote Farbe sowie optional noch etwas Vanille-Extrakt. In die andere Hälfte rührst du das Lebkuchen-Gewürz (optional etwas mehr, falls es dir nicht stark genug schmeckt) sowie den zerkrümelten Lebkuchen.
  5. Lege eine 15 x 15 cm Form mit Backpapier aus und gib zuerst die Lebkuchen-Fugde-Masse hinein. Schütte die rote Fudge-Masse darauf und verteile beide gleichmäßig. Wenn du möchtest, kannst du noch mit einem Holzstäbchen durchrühren und dadurch ein Swirl-Muster erzeugen.
  6. Lasse das Fudge im Kühlschrank mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, abkühlen, bis es fest ist. Schneide es dann mit einem scharfen Messe in kleine Quadrate á etwa 1,5 x 1,5 cm.
  7. Fertig sind leckere weihnachtliche Karamellen! Diese halten sich ca. 4 Wochen, wenn sie kühl und trocken gelagert werden.

Geheimzutaten (Linzer Plätzchen „Mandelsterne“)

Linzer Plätzchen, also mit Marmelade gefüllte Plätzchen gehören wohl bei jedem mit auf den Plätzchenteller oder? Also ich liebe Marmeladen-gefüllte Plätzchen in allen Varianten! Normalerweise machen wir klassische Terrassen und Rumkränzchen. Dieses Jahr wollte ich mal etwas anderes ausprobieren und so bin ich auf die Idee für diese Mandelsterne gekommen. Dafür habe ich ein Rezept abgewandelt, das ebenfalls zu den „Weihnachts-Klassikern“ in unserem Haus gehört…

Denn eigentlich liegt den Mandelsternen ein Rezept von Dr. Ö. aus den 1990er Jahren zugrunde: Bekannt sind sie dem ein oder anderen vielleicht als „Sternenfenster“. Normal bin ich kein Freund von Fertigprodukten im Gebäck, aber bei diesen gefüllten Mürbeteigplätzchen mache ich gerne eine Ausnahme. Denn durch ein Päckchen Paradiescreme-Pulver (oder einem anderen Cremedessert) wird der Mürbeteig herrlich mürbe und bekommt ein angenehmes Aroma. Im Original werden diese mit Bananen-Paradiescreme gemacht und mit Nougat gefüllt. Ein Gedicht, kann ich euch sagen! Nun gibt es das Bananen-Pulver schon lange nicht mehr und so haben wir das Rezept dementsprechend abgewandelt. Mit Vanille funktioniert es ganz gut, beispielsweise.

Nun hatte ich neulich eine Probe der Dessertcreme mit Mandelgeschmack geschenkt bekommen. Und da wir eben kein Fertigdessert essen, war es der perfekte Anlass, um das alte Plätzchenrezept mal wieder hervorzuholen. Ich kann euch sagen, mit Mandelgeschmack im Teig werden die Linzer Plätzchen ganz hervorragend! Nougat passt zu diesen Mandelsternen als Füllung jedoch nicht unbedingt, weshalb ich meine hausgemachte Traubenmarmelade (die in diesem Rezept vorkommt) verwendet habe. Die Kombination aus süß und säuerlich macht die gefüllten Mürbteig-Sterne ganz besonders. Ich kann euch nur ans Herz legen: Besorgt euch ein Päckchen von der Dessertcreme und testet es auch – selbst wenn ihr keine Freunde von Fertigprodukten seid. Ohne schmecken die Linzer Mandelsterne leider nicht ganz so gut….

Wie steht ihr zu dem Thema Backen mit Fertigprodukten: Darf das in so einem Rezept mal sein oder kommen bei euch grundsätzlich nur natürliche Zutaten in die Plätzchen?

Linzer Plätzchen „Mandelsterne“ (ca. 20 Stück)

  • 2 verschieden große Ausstechformen, z.B. Sterne
  • 250 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Pck. Paradiescreme-Pulver „Mandel“ oder anderes Cremedessert (z.B. in Vanille-Geschmacksrichtung)
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 175 weiche Butter oder Margarine
  • 1 Ei
  • ggf. etwas Mandelextrakt / Aroma
  • 200 g säuerlicher Gelee, z.B. Traube oder Johannisbeere
  • Puderzucker zum Bestreuen
  1. Knete zunächst das Mehl, das Backpulver, das Paradiescreme-Pulver, den Vanillezucker, eine Prise Salz und den Zucker mit dem Ei und der Butter zu einem glatten Teig. Wenn du keine Mandel-Dessertcreme bekommst, kannst du noch etwas Mandelextrakt oder -aroma hinzufügen. Lasse den Teig mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ziehen. Der Teig hält aber auch gut über Nacht aus!
  2. Rolle den Teig ca. 2 mm dick aus und steche Sterne (oder eine andere Form) aus. Bei der Hälfte der Plätzchen stichst du in der Mitte jeweils mit einer kleineren Form ein „Loch“ aus. Wiederhole das so lange, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.
  3. Backe die Plätzchen bei 160°C (Ober-Unterhitze) ca. 7 – 8 Minuten, bis die Ränder ganz leicht goldbraun werden, die Plätzchen an sich aber noch hell sind.
  4. Lasse die Mandelsterne abkühlen und sortiere jeweils ein Plätzchen mit und eins ohne Loch zusammen. Erwärme nun das Gelee und klebe die beiden Plätzchenhälften damit zusammen. Sei dabei ruhig großzügig mit dem Gelee!
  5. Lasse die Linzer Plätzchen trocknen und bestäube sie mit dem Puderzucker.
  6. In einer Dose halten sich diese Mandelsterne ca. 4 Wochen.

 

 

Ja, ist denn schon Weihnachten? (Omas Nougatstangen)

Macht ihr euch schon langsam Gedanken um die Weihnachtsbäckerei? Gibt es bei euch eher moderne oder eher traditionelle Rezepte auf dem Plätzchenteller? Bei uns ist das eher eine Mischung aus beiden – jedes Jahr probieren wir neue Rezepte aus, aber bestimmte Klassiker dürfen einfach nicht fehlen. Etwa Terrassenplätzchen, Rumkränzchen oder Schokoladenbrot (noch ist keines der Rezepte auf dem Blog, kommt aber bestimmt noch). Zu dieser Sorte Plätzchen gehören auch Omas Nougatstangen – bei uns in der Familie auch als „Inas Lieblinge“ bekannt, weil ich kein Stück dieses leckeren Schoko-Spritzgebäcks vor mir sicher ist 😉 Und genau dieses Rezept will ich euch heute zeigen…

Denn im Kreise der Foodblogger Frankens findet diese Woche eine wunderbare Aktion statt – und zwar sammeln wir fränkische Adventsschmankerl. Gestern gab es bereits Elisenlebkuchen bei Fränkische Tapas. Schaut doch im Laufe der Woche auch noch bei folgenden meiner Kollegen vorbei, um weitere typisch fränkische Adventsrezepte zu bekommen:

 

 

Was ist jetzt das typisch fränkische an meinem Rezept, fragt ihr euch? Nun, Omas Rezepte arbeiten natürlich vor allem mit dem, was die heimatliche Küche so hergibt. Und das sind bei uns eben Haselnüsse statt Mandeln. Auch Spritzgebäck ist typisch für unsere Region – so sind auch die Weihnachtsplätzchen in dieser Form gemacht. Vor allem aber bekomme ich beim Essen einer solchen Nougatstange Heimatgefühle. Denn Omas Rezepte vermitteln so gut ein Gefühl von „Daheim sein“ wie das kein anderes Rezept kann…

So, und jetzt gibt es die leckeren Schoko-Nougat Plätzchen meiner Oma für euch – ich übernehme keine Haftung, wenn ihr das ganze Blech alleine aufesst 😉

Omas Nougatstangen (ca. 15 Stück)

  • 225 g Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 3 Eigelb
  • 2 Msp. Zimt
  • 200 g Mehl
  • 40 g Kakao
  • 1 TL Backpulver
  • 125 g gemahlene Haselnüsse (in der Pfanne duftend geröstet)
  • 100 g Nuss-Nougat
  • 125 g Zartbitterschokolade
  • 30 g Kokosfett
  1. Zuerst rührst du die Butter schaumig und gibst den Puderzucker sowie das Eigelb und den Zimt dazu. Nun rührst du weiter, bis die Masse cremig ist.
  2. Mische das Mehl mit dem Kakao und dem Backpulver und rühre dieses im Wechsel mit den Haselnüssen unter die Butter-Masse. Es sollte jetzt ein fester, aber spritzfähiger Teig entstanden sein.
  3. Diesen füllst du in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und spritzt etwa fingerlange gleichmäßige Stücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Achte dabei auf genügend Abstand, denn die Nougatstangen gehen noch etwas auf beim Backen!
  4. Backe die Stangen bei 160° Ober-Unterhitze für ca. 7 – 9 Minuten, bis diese fertig, aber noch recht weich sind. Lasse die Stangen erkalten.
  5. Schmelze nun das Nougat und klebe damit jeweils zwei passende Stangen aufeinander.
  6. Zuletzt schmilzt du die Schokolade mit dem Kokosfett und überziehst eine Seite der Nougatstangen damit.
  7. Ein himmlisches Schoko-Weihnachtsgebäck – Vorsicht, die machen süchtig!

Prunkvoll ins neue Jahr (Silvestertorte: Schoko Naked Cake mit Bier)*

Na habt ihr Weihnachten gut überstanden? Nach Weihnachten steht bereits ein Tag vor der Tür, den ich besonders mag: Silvester! Der Übergang vom alten Jahr ins neue hat für mich etwas magisches… Vor allem aber liebe ich die Partys, die an Silvester stattfinden! In diesem Jahr geben wir erstmals selbst eine und das Motto lautet „Casino Royale“. Ihr werdet diese Woche deshalb einige Rezepte zu sehen bekommen, die wir dort servieren werden! 🙂 Den Anfang macht meine Silvestertorte. Diese ist fast schon ein echter Zungenbrecher, denn es gibt einen zweistöckigen Schoko Naked Cake – der Clou daran: Im Teig ist Bier enthalten!

Und zwar nicht irgendein Bier, sondern ein Craft Beer, das in meiner Heimatstadt Bayreuth hergestellt wird: Konkret geht es um „Marc’s Chocolate Bock“ aus der Produktfamilie von Maisel & Friends, die mir ihre Signature-Serie freundlicherweise zum Probieren bereit gestellt haben.* In gut sortieren Supermärkten bekommt ihr das Bier deutschlandweit und ich kann euch nur sagen: Es ist für alle Nicht-Sekttrinker eine tolle Alternative an Silvester, so meine Meinung! Der Chocolate Bock schmeckt wie der Name schon sagt, etwas nach bitterer Schokolade und ist dabei sehr reichhaltig…. Genau richtig für eine rauschende Party! 🙂

Allerdings ist es für mich natürlich nicht genug das Bier nur zu verkosten, ich möchte damit auch kochen oder backen. Und so ist mir auch die Idee für den Schoko Naked Cake als Silvestertorte gekommen: Denn wenn das Bier schon nach Schokolade schmeckt, was liegt da näher als einen Bier-Kuchen zu backen? Mit Guiness kennt man die Kombi ja schon, allerdings finde ich den Chocolate Bock im Teig fast noch interessanter. Das Ergebnis hat am Ende genau die richtige Mischung aus bitter und süß, ohne dass man das Bier rausschmeckt… Meine Testpersonen haben alle gerätselt, welche Zutat den Kuchen so besonders aromatisch macht.

Und da der Schoko Naked Cake ja eine Silvestertorte werden soll, habe ich mir eine „glitzernde“ Deko überlegt, die ihr ganz leicht zu Hause nachmachen könnt, auch wenn ihr nur wenig Aufwand mit dem Dekorieren betreiben möchtet: Denn auf dem Schoko Naked Cake liegen ganz einfach schokolierte Haselnüsse, die ich mit essbarem Glitzer silvester-tauglich gemacht habe! Das sieht so edel aus und ist dennoch ganz einfach – die perfekte Kombi, um zum Jahreswechsel die Gäste ein bisschen zu beeindrucken 😉

Hier kommt also mein Rezept für eine glamouröse Silvestertorte – oder eine Geburtstagstorte, Jubiläumstorte, Torte zum Hochzeitstag… Gold und Glitzer als Deko geht immer – und Schokolade & Bier als Geschmackskombi sowieso!

Silvestertorte: Zweistöckiger Schoko Naked Cake mit Bier im Teig

Ich verwende eine zweistöckige Springform – du kannst du Teigmenge jedoch auch auf zwei Formen aufteilen. Dann würde ich eine 26er und eine 20er Form verwenden. Die Menge reicht in jedem Fall für beide Formen.

Für den Teig:

  • 400 ml Marc’s Chocolate Bock (oder ein anderes dunkles Bier mit schokoladiger Note, z.B. das oft verwendete Guiness)
  • 375 g Butter
  • 150 g Kakao
  • 200 g weißer Zucker
  • 250 g brauner Zucker
  • 200 g Joghurt
  • 3 Eier
  • 375 g Mehl
  • 4 gestrichene TL Backpulver
  • Mark einer Vanilleschote

Für die Füllung:

  • 400 g Frischkäse
  • 2 EL Puderzucker (nach Geschmack auch mehr)
  • 200 g weiße Schokolade
  • Mark einer Vanileeschote
  • ein Spritzer Zitronensaft

Für die Deko:

  • 3 Packungen schokolierte Haselnüsse
  • 100 g Vollmilch-Schokolade
  • Gold-Puder (oder Farbe nach Wahl)
  1. Heize den Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vor und fette die zweistöckige Form oder zwei verschieden große Springformen.
  2. Zuerst bereitest du den Schoko-Boden für die Silvestertorte vor. Dazu Schmilzt du die Butter und vermischt diese mit dem Bier. Lasse die Mischung leicht abkühlen. Mische die trockenen Zutaten, also Kakao, Mehl und Backpulver.
  3. Rühre den Joghurt, die Eier und die beiden Zuckersorten sowie das Vanillemark cremig, bis sich der Zucker gelöst hat. Das kann einige Minuten dauern, also nicht aufgeben 😉
  4. Mische nun abwechselnd die Mehlmischung und die Butter-Bier-Mischung in den Teig unter, bis ein glatter Teig entstanden ist. Verteile diesen auf die zweistöckige Springform oder auf zwei verschieden große Springformen und backe den Kuchen ca. 1 Stunde bis 1 Stunde 15, das hängt von der Größe deiner Formen ab. Also lieber öfter genau hinschauen und die Stäbchenprobe machen 😉
  5. Lasse den Kuchen abkühlen und löse ihn aus der Form. Nun muss der Kuchen gut auskühlen, am besten über Nacht, bevor du ihn füllen kannst.
  6. Bereite am nächsten Tag die Füllung vor: Dazu schmilzt du zunächst die weiße Schokolade und lässt diese leicht abkühlen. Rühre währenddessen den Frischkäse mit dem Vanillemark, nach Geschmack dem Puderzucker sowie dem Zitronensaft ca. 5 Minuten cremig. Gebe die weiße Schokolade esslöffelweise darunter und rühre weiter, bis eine glänzende Creme entsteht. Diese kannst du nach Wunsch noch nachsüßen.
  7. Teile nun die beiden Kuchen je einmal in der Mitte und bestreiche den unteren Boden großzügig mit der Creme. Setze den zweiten Boden nun darauf und streiche den Rand etwas glatt, damit die Füllung ordentlich aussieht. Zuletzt setzt du die beiden Kuchen wieder aufeinander: Zum Kleben kannst du etwas von der Creme oder erwärmte Marmelade nehmen.
  8. Schmelze für die Deko die Schokolade und verteile diese auf der Oberfläche der Torte. Nun klebst du schnell die Haselnüsse an und lässt diese gut antrocknen. Zuletzt stäubst du das Goldpuder kurz vor dem Servieren über die Torte.
  9. Fertig ist deine glitzernde Silvestertorte! Der Schoko Naked Cake lässt sich aber auch gut zu anderen Anlässen servieren, zum Beispiel einem Geburtstag.

* Dieser Beitrag wurde mit Produkten erstellt, die mir von der Brauerei Gebrüder Maisel KG zur Verfügung gestellt wurden. Der Artikel spiegelt jedoch nur meine eigene Meinung wieder und ist davon nicht beeinflusst.

Last Minute Geschenkidee mit Promille (Schoko Marzipanlikör)

Verschenkt ihr gerne Geschenke aus der Küche? Also ich schon! Ein paar Plätzchen (zum Beispiel die oder die) sind das mindeste, das Freunde, Verwandte und Bekannte von mir bekommen – meistens gibt es aber noch etwas schönes anderes wie selbstgemachte Pralinen und Trüffel dazu. In diesem Jahr habe ich mich sogar erstmals an selbstgemachten Likör gewagt, nachdem ich bei mehreren Bloggerkollegen so leckere Varianten gesehen habe… Bei mir gibt es eine Variante mit einer meiner liebsten Zutaten und zwar Marzipan: der Schoko Marzipanlikör ist super schnell gemacht und schmeckt herrlich weihnachtlich!

Das Schöne an dem Likör ist, dass er auch jetzt so kurz vor Weihnachten noch sehr schnell herzustellen ist und ihr die meisten Zutaten wahrscheinlich ohnehin zu Hause habt: Einen Becher Sahne, einige Schoko-Reste (Nougat geht auch, das schmeckt bestimmt noch viel leckerer!), Marzipan und natürlich etwas alkoholisches als „Grundzutat“ – mehr braucht es nicht 🙂 Ein Wort vielleicht zur alkoholischen Basis des Marzipanlikörs: Hier könnt ihr recht flexibel wählen, was euch schmeckt. Ich habe Whiskey gewählt, weil ich gerne Baileys mag, der ja auch Whiskey als „Grundzutat“ hat. Dazu kam bei mir Amaretto, der passt einfach super zu Marzipan. Es klappt aber auch mit Rum und Likör 43 zum Beispiel. Tastet euch einfach heran, welche Variante euch am besten schmeckt.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr eueren fertigen Marzipanlikör noch mit weihnachtlichen Etiketten verzieren – fertig ist ein einfaches und schnelles Geschenk aus der Küche! Bei mir werden die Flaschen in den nächsten Tagen an Freunde und Familie verschenkt… Aber noch nicht verraten, sonst ist die Überraschung kaputt 😉 Habt noch hoffentlich entspannte Tage bis Weihnachten!

Schoko Marzipanlikör (6 Flaschen a 125 ml)

  • 100 ml Whiskey oder Rum
  • 300 ml Amaretto
  • 1 Becher Sahne
  • 100 g Schokolade oder Nougat
  • 100 g Marzipan
  • nach Bedarf etwas Puderzucker oder Vanille-Aroma
  1. Zuerst schneidest du die Schokolade und das Marzipan in ganz kleine Stücke. Nun kochst du die Sahne auf und schmilzt darin Marzipan und Schokolade. Falls sich das Marzipan nicht richtig löst, kannst du mit dem Pürierstab etwas „nachhelfen“.
  2. Mische den Amaretto mit Whiskey oder Rum und ziehe die Sahne von der Kochplatte. Rühre den Alkohol gut unter und schmecke die Mischung ab: Ist es dir süß genug? Wenn nein, süße mit etwas Puderzucker oder Vanille-Extrakt nach. Aber sei vorsichtig: Wenn der Likör reift, wird er noch süßer! Er sollte also eher etwas zu „alkoholisch“ schmecken.
  3. Nun verteile die Mischung mit einem Trichter auf die Flaschen und lasse den Likör abkühlen. Bevor du ihn verkostest oder verschenkst, sollte der Likör noch mindestens 2 Tage reifen. Also spätestens am 22.12. machen, wenn er unter dem Tannenbaum liegen soll 😉
  4. Fertig ist ein traumhafter Marzipanlikör mit Schokolade – für mich die perfekte Mischung aus Schoko-Baileys und Niederegger Marzipanlikör 😉

Das fränkische Weihnachtsdinner: Gebeizter Saibling als Vorspeise

Der Weihnachtscountdown hat begonnen! Wisst ihr schon, was es bei euch zu essen geben wird? Neulich habe ich euch ja schon einige meiner Ideen für ein edles Weihnachtsmenü gezeigt, heute darf ich euch nochmal Inspiration zu euerem Weihnachtsmenü geben – und zwar auf die fränkische Art! Einige meiner lieben fränkischen Bloggerkolleginnen und ich richten diese Woche „Das fränkische Weihnachtsdinner“ aus, bei dem wir euch fränkische Küche auf moderne Art zeigen. Heute bin ich mit der Vorspeise dran und die Hauptrolle dabei spielt selbst gebeizter Saibling!

Saibling ist für mich ein typisch fränkischer Fisch. Vielleicht auch, weil ein Freund der Familie eine eigene Zucht hat und uns daher immer wieder mit frischen Forellen und Saiblingen versorgt. Insofern kommt bei uns tatsächlich recht häufig Räucherforelle oder eben Saibling auf den Tisch. Was ich bisher aber noch nicht selbst versucht hatte, war diesen Saibling selbst haltbar zu machen. Deshalb habe ich mich für das fränkische Weihnachtsmenü ans Selber Beizen herangemacht. Und was soll ich sagen? Es klappt wunderbar! Beize besteht im Grunde nur aus Zucker, Salz und Gewürzen nach Wahl. Mit dieser wird der Fisch eingestrichen und den Rest macht der Kühlschrank 😉 Ideal also, um für die Feiertage gebeizten Saibling bereits vorzubereiten…

Zur fränkischen Vorspeise wird der Saibling im Duett mit Roter Beete und Meerrettich-Creme. Dazu gibt es einen ebenfalls typisch fränkischen Salat – und zwar „Rapunzel“, besser bekannt als Feldsalat: Mit ein paar Trauben und Walnüssen esse ich den auch einfach so sehr gerne! Das Schöne daran: Die Vorspeise kommt vollkommen ohne Sahne, Butter oder irgendwelche anderen „schweren“ Zutaten aus. Durch das viele Gemüse und den fettarmen Fisch kommt sie einem schon fast „gesund“ vor. Lecker ist das Törtchen aus gebeiztem Saibling, Roter Beete und Meerrettichcreme allemal – also probiert es aus! 🙂

Mehr zum fränkischen Weihnachtsdinner

Seid ihr neugierig, was es noch zum fränkischen Weihnachtsdinner gibt? Dann schaut doch mal bei meinen Kolleginnen vorbei!

Seid also gespannt auf viele fränkische Verführungen! 🙂 Und hier kommt endlich das Rezept für gebeizten Saibling mit Roter Beete und Meerrettich!

Gebeizter Saibling, Rote Beete und Meerrettich als Törtchen mit fränkischem Feldsalat (4 Personen)

Für den gebeizten Saibling

  • ca 500 g Saibling (zwei gleich große Stücke á 250 g)
  • 3 EL grobes Meersalz
  • 3 EL Zucker
  • 1 Bund Dill
  • 1/2 Zitrone in feinen Scheiben

Für die Törtchen

  • 200 g Quark
  • 200 g Joghurt
  • 2 Blatt Gelatine
  • 1 TL Meerrettich (nach Geschmack mehr oder weniger nehmen)
  • ca. 400 Rote Beete (etwa 3 mittelgroße Knollen)
  • 1 EL Essig (ich habe Himbeer-Essig genommen)
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Orangensaft (oder Mandarinensaft vom Salat nehmen)
  • Dill, ggf. etwas Öl, Salz, Orangenpfeffer

Für den Feldsalat

  • 100 g frischer Feldsalat
  • 1 Hand voll Walnüsse
  • 1 Hand voll Trauben (optional)
  • Saft einer Mandarine
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Walnussessig
  • 1 TL Honig
  • Salz, Orangenpfeffer
  1. Zwei Tage vorher: Wasche die beiden Saiblingsfilets gut ab und tupfe Sie trocken. Für die Beize mischt du das Meersalz und den Zucker und gibst den kleingeschnittenen Dill dazu. Nun streichst du die Beize gleichmäßig auf die Fleischseite der beiden Saiblingsfilets. Die Zitrone schneidest du in ganz dünne Scheiben und legst diese auf eines der Filets. Nun gibst du das zweite Filet mit der Fleischseite darauf und wickelst die Filets ganz fest in Frischhaltefolie. Es sollte nun ein Päcken entstanden sein, bei dem man jeweils nur die Hautseiten sehen kann.
  2. Lege den Fisch in den Kühlschrank und beschwere die Filets leicht, z.B. mit einem Schneidebrett. Wende das Paket nach 24 Stunden einmal und lasse den Saibling 2 Tage im Kühlschrank beizen.
  3. Am Tag der Einladung: Weiche zuerst die Gelatine in kaltem Wasser ein. Mische den Quark, den Joghurt, den Meerrettich (einfach schauen, wie viel Meerrettich dir schmeckt!) und schmecke die Mischung mit etwas Salz und Pfeffer nach Wunsch ab. Drücke nun die Gelatine aus und lasse sie auf dem Herd flüssig werden. Mische nun vorsichtig ein paar Löffel von der Joghurt-Mischung unter und verrühre diese gut mit der Gelatine, damit keine Klumpen entstehen. Mische auf diese Weise die Gelatine komplett unter die Joghurt-Mischung. Verteile diese Mischung auf 4 Vorspeisenringe und lasse die Masse ca. 1 Stunde gelieren, bis sie fest ist.
  4. Bereite derweil den Rote Beete Salat vor, indem du die Roten Beeten in ganz feine Würfel schneidest. Diese mischt du mit dem Essig, dem Honig und dem Orangensaft und schmeckst das Ganze mit etwas Salz und Orangenpfeffer ab. Wenn du möchtest, gib noch etwas Öl dazu, zum Beispiel Walnussöl.
  5. Den Saibling kannst du ebenfalls vorbereiten: Nimm die beiden Filets aus dem Kühlschrank und kratze die restliche Beize ab – wir wollen ja später nicht auf Salzkörner beißen! Nun löst du die Filets von der Haut und schneidest diese in kleine Würfel. Mische diese mit etwas Dill und Öl. Würze eventuell noch mit Salz und Pfeffer nach. Wenn du Reste übrig hast, kannst du den Saibling gut auch noch 2 – 3 Tage essen!
  6. Nun geht es ans Anrichten der Törtchen. Löse vorsichtig die Meerrettich-Schicht aus den Ringen und lege diese beiseite. Fülle nun als unterste Schicht etwas Rote Beete Salat in die Ringe und drücke diesen mit dem mitgelieferten Werkzeug gut fest. Darauf gibst du vorsichtig eine der gelierten Joghurt-Schichten. Als letztes kommt darauf Saibling, der ebenfalls festgedrückt wird. Lasse die Törtchen im Kühlschrank noch einmal fest werden.
  7. Putze derweil den Feldsalat, entkerne die Walnüsse und wasche die Trauben (je nach Größe kannst du diese halbieren). Bereite aus den angegeben Zutaten eine Marinade zu.
  8. Nun richtest du alles auf einem Teller an: Den Feldsalat mit Trauben und Walnüssen mit der Marinade beträufeln und daneben kommt jeweils ein Törtchen aus gebeiztem Saibling und Roter Beete. Nach Wunsch noch garnieren und sofort servieren.

Oh Tannenbaum (Herzhaftes Monkey Bread als Tanne)

Nachdem ich euch neulich schon von einem süßen Monkey Bread zum Adventsbrunch erzählt habe, gibt es heute ein Rezept für die „Herzhaften“ unter euch: Denn es gibt ein herzhaftes Pizza Monkey Bread in Form eines Tannenbaums!

Um ehrlich zu sein, hat mir diese Variante fast ein wenig besser geschmeckt! Denn der luftige Hefeteig ist mit Käse und Schinken gefüllt und mit einer knusprigen Kräuter-Käse-Kruste versehen… Wie eine Kreuzung aus Pizza und Sandwich schmeckt das! Und wenn man das herzhafte Monkey Bread dann auch noch warm serviert, sodass der Käse im Inneren noch leicht schmilzt – dann ist das für alle Käse-Fans ein echtes Vergnügen! Das schöne an diesem herzhaften Monkey Bread ist, dass auch hier die Füllung variabel ist: Wie wäre es mit einem Hawaii Monkey Bread mit Schinken, Käse und Ananas im Inneren? Oder mit einer scharfen Variante mit Chili con Carne? Oder, oder, oder…. Wie schon bei der süßen Variante sind euerer Kreativität keine Grenzen gesetzt 😉

Damit das Monkey Bread gut zu einem Advents- oder Weihnachtsbrunch passt, habe ich es ebenfalls in eine weihnachtliche Form gebracht: Hier gibt es einen Tannenbaum, denn der passt gut zur grünen Kräuter-Kruste… Den geschmolzenen Käse oben drauf darf man sich dann als goldenes Lametta vorstellen 🙂 Wer möchte, kann das herzhafte Monkey Bread aber auch in jeder anderen Form servieren 😉

Herzhaftes Monkey Bread mit Käse und Schinken

  • 500 g Mehl
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml Milch
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 TL Salz
  • 75 geschmolzene Butter
  • 4 EL Italienische Kräuter oder Café de Paris Würzmischung (oder je 1/2 Bund frisch Basilikum, Oregano und Rosmarin)
  • 1 EL Paprikapulver
  • etwas Chilipulver
  • ca. 100 g geriebener Käse
  • ca. 15 Käsewürfel
  • ca 100 g Rohschinken (z.B. Parmaschinken)
  • ca. 15 kleine Champignons (oder größere halbieren)
  1. Für den Hefeteig die Trockenhefe und das Mehl mischen. Das Wasser und die Milch lauwarm erhitzen, den Ahornsirup dazugeben. Die Milchmischung, das Ei, das Salz und die weiche Butter zur Mehlmischung geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Dieser muss nun etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen.
  2. Währenddessen verrührst du die Butter mit den Kräutern. Sobald sich das Volumen des Teiges in etwa verdoppelt hat, teilst du in etwa 15 gleich große Kugeln ab und behältst ein Stück übrig (das wird später der Tannen-Stamm). In jedes dieser Stücke wird mittig ein Stück Käse, eine kleine Scheibe Schinken sowie ein kleiner Pilz gefüllt. Dann formst du daraus in etwa gleich große Kugeln. Jede dieser Kugeln tauchst du in die Butter-Kräuter-Mischung. Aus dem übrigen Stück formst du einen Stamm, der ungefüllt bleibt. Jedoch wird auch dieser in die Butter-Mischung getaucht.
  3. Jetzt baust du aus den Kugeln und dem Stamm einen Tannenbaum auf einem Backblech – wenn es dir lieber ist, kannst du auch eine Sonne oder ein anderes Motiv daraus bauen. Dieser Baum muss noch in etwa eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen (dabei mit einem Geschirrtuch abdecken).
  4. Heize nun den Ofen auf 180 Grad (Ober-Unterhitze) vor. Verteile die restliche Butter-Kräuter-Mischung gleichmäßig über das herzhafte Monkey Bread und backe dieses ca. 1/2 Stunde im Ofen. Nach dieser Zeit gibst du den Käse über das herzhafte Monkey Bread und lässt es weitere ca. 10 Minuten überbacken.
  5. Fertig ist eine weihnachtliche Leckerei zum Brunch!

Das Grundrezept für das herzhafte Monkey Bread habe ich von USA kulinarisch.

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