Frohe Weihnachten! (Lebkuchen- oder Pfefferkuchenhaus)

Ein langes Jahr geht zu Ende – fast ein Jahr gibt es BackIna nun schon und ich teile mit euch meine Backabenteuer mal mehr, mal weniger regelmäßig. Das liegt vor allem daran, dass mein Jahr auch persönlich und beruflich von vielen Veränderungen geprägt war – insgesamt kann ich sagen, dass 2015 ein sehr gutes Jahr für mich war, das trotz einigem Stress viele schöne Momente und wertvolle Begegnungen gebracht hat. Ende gut, alles gut 😉

Eben sitze ich – ganz Klischee – vor dem Kamin, mit dem Laptop auf den Knien und mit dem Blick auf den Weihnachtsbaum. Beziehungsweise mit dem Blick auf das Pfefferkuchenhaus, das wir Montag noch gebastelt haben. Endlich kehrt weihnachtlicher Frieden ein.

Mit einem Lebkuchenhaus – oder heißt es doch Pfefferkuchenhaus, Hexenhaus, Knusperhaus? Egal, wie man es nennt – jedenfalls verbinde ich mit einem solchen Haus Kindheitserinnerungen: Meine Patin hat sich, als ich noch klein war, jedes Jahr in die Küche gestellt und ein solches liebevoll verziertes Haus für mich gemacht. Damals allerdings etwas bunter, als ich es heute mag, mit Smarties und anderen Süßigkeiten verziert. Den steinhart gewordenen Lebkuchenteig und die Eiweiß-Spritzglasur dann nach den Feiertagen aufzuessen und sich dabei fast die Zähne auszubeißen, gehörte natürlich ebenso dazu 😉

Mit dem Haus verbinde ich auch schon einen Blick ins neue Jahr, denn ab 2016 werde ich für euch in einer neuen Küche in einem neuen Zuhause backen. 2016 werde ich euch sicherlich einen Einblick in die coole neue Küche geben, denn der Umzug steht direkt nach den Feiertagen an. Ich freue mich schon sehr 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch ebenfalls friedliche Feiertage im Kreise euerer Lieben, erholsame Tage voller Schlemmerei und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge 2016 uns allen viel Erfolg, spannende, nachdenkliche, lustige, leckere, süße, bunte Momente bringen!

Bis dahin, euere Backina

Edit 12/2016: 

Das Lebkuchenhaus ist auch dieses Jahr wieder als Deko im Einsatz! Um es möglichst vollständig zu „überwintern“, habe ich es in eine große Papiertüte gepackt und mit alten Zeitungen rundherum gepolstert. Dann stand es auf dem trockenen (!!!) Dachboden. 

Edit 12/2017: 

Auch in diesem Jahr kommt das Haus wieder zum Einsatz. Durch die Wärme im Wohnzimmer ist aber langsam die Zuckerglasur abgebröselt. Hier habe ich mit etwas neuer Mischung (siehe unten) nachgeholfen und werde das Lebkuchenhaus erneut überwintern. 

Ihr seht also: So ein Pfefferkuchenhaus ist eine langfristige Investition, da ihr bei richtiger Aufbewahrung lange Freude daran haben werdet! 

Lebkuchen/Pfefferkuchenhaus (Rezept für 2 Stück)

400 g Honig
125 g Butter
175 g braunen Zucker
2 EL Zuckerrübensirup
4 Eier
1 kg Mehl
4 EL Kakao
1 Pck Backpulver
4 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt
1 Prise Muskat
500 g Puderzucker
3 Eiweiß
1 Spritzer Zitronensaft
Nüsse, Cranberries, essbares Glitzer, Zuckerwatte/Kosmetikwatte, etwas Zucker (als Verzierung)

  1. Den Teig herstellen: Den Honig mit der Butter, dem Zuckerrübensirup sowie dem braunen Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Masse darf nicht kochen! Das Mehl mit Kakao, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zimt und Muskat mischen. Die Eier in die leicht abgekühlte Honig-Masse schlagen und alles mit der Mehl-Mischung verkneten. Achtung: Bis ein glatter Teig entsteht, kann es etwas dauern. Also braucht ihr entweder viel Kraft in den Armen, einen fleißigen Helfer oder eine gute Küchenmaschine 😉
  2. Den Teig mindestens 2 Stunden, am besten über Nacht kühlstellen. Derweil die Schablonen schneiden: Für die Seitenteile braucht ihr ein Rechteck von 15×6,5 cm, für die Dachschindeln ein Rechteck 15×20 cm. Die Vorder- und Rückseite hat eine typische Haus-Form mit einer maximalen Höhe von 14 cm (Giebelspitze), einer Breite von 19 cm und 7 cm Höhe, bevor die Dachschräge beginnt.
  3. Den Teig ca. 0,5 cm dünn ausrollen und je 4 Teile mit jeder Schablone ausschneiden. Insgesamt solltet ihr für 2 Lebkuchenhäuser also 4 Seitenteile, 4 Dächer und 4 Front/Rückseiten haben. In die Front könnt ihr nach Wunsch noch Tür oder Fenster schneiden. Aus den Teigresten könnt ihr einen Schornstein formen, sowie zur Deko nach Wunsch Herzen und Sterne oder einen Nikolaus ausstechen. Ich habe neben dem Kamin noch 4 Sterne, 4 Herzen und 2 Nikoläuse mit Standplatte ausgestochen.
  4. Den Teig bei 175° (Ober-Unterhitze) im heißen Ofen für ca. 10 Minuten backen. Dabei kann die Backzeit je nach Ofen etwas variieren, also schaut ruhig nach 8 Minuten schon einmal, ob die Teile goldbraun sind. Die Teile abkühlen lassen.
  5. Den Eiweißspritzguss zubereiten: Dazu die Eiweiße zunächst leicht anschlagen, dann langsam den Puderzucker dazu sieben, und weiterrühren, bis ein fester Guss entsteht. Mithilfe des Gusses die beiden Häuser zusammensetzen: Dabei aus 2 Seitenteilen und 2 Front/Rückseiten zunächst den „Rohbau“ machen und diesen 20 Minuten trocknen lassen. Die Fenster und Türen evtl mit Transparentpapier hinterkleben.
  6. Dann das Dach mit viel Guss befestigen und wieder antrocknen lassen. Am Ende könnt ihr das Dach und die Seitenteile nach Lust und Laune mit Guss, Nüssen, Cranberries, den restlichen Lebkuchen-Figuren (die Sterne habe ich mit essbarem Glitzer golden gefärbt) und Watte (für den Schnee) dekorieren.
  7. Frohe Weihnachten!

Published byBackIna

Foodbloggerin mit Liebe zu frischen Zutaten, einfachen Rezepten mit Twist und süßen Köstlichkeiten.

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