Erntedank im Frankenland: Fränkische Kartoffelsuppe mit zweierlei Toppings

Nachdem es diese Woche hier schon ein Rezept zur „Ernteverwertung“ gab, freue ich mich, dass es noch einmal um das Thema Regionalität geht! Auf Anregung meiner lieben Namensvetterin Ina von Ina Is(s)t haben sich nämlich fränkische BloggerInnen zusammengefunden, um das Erntedankfest virtuell nachzufeiern! Im Rahmen der Blogparade „Erntedank im schönen Frankenland“ habe ich euch heute ein ganz einfaches, aber leckeres Rezept mitgebracht: Es gibt eine herbstliche Kartoffelsuppe! 

Wir bekommen regelmäßig Bio-Kartoffeln von Herrn BackInas Cousin, der einen Bauernhof in der Nähe von Kronach betreibt. Man mag es nicht glauben, aber diese Kartoffeln schmecken vollkommen anders als die aus dem Supermarkt! Diese frisch „gegrabenen“ (so sagt man in Franken zur Kartoffelernte) Kartoffeln schmecken wunderbar aromatisch und brauchen gar nicht viele Gewürze, bis die Suppe wirklich lecker schmeckt! Typisch fränkisch ist die Kartoffelsuppe, wenn noch etwas Suppengemüse dazukommt – gewürzt wird dann mit etwas Kümmel, Salz und Pfeffer. 

Wusstet ihr übrigens, dass die Herbstferien in unserer Region auch als „Kartoffelferien“ bezeichnet werden? Der Grund ist einfach: Die Kinder aus ländlichen Regionen haben die Ferien dazu genutzt (nutzen müssen?), bei der Kartoffelernte zu helfen… Als kleines Kind war ich tatsächlich auch noch bei der Ernte dabei, so lange meine Großeltern noch Kartoffeln angebaut haben. Diese Kartoffeln (und auch unsere heutigen regional bezogenen Kartoffeln) lassen sich auch ohne Probleme länger im dunklen Keller lagern – bei gekauften Kartoffeln fällt mir dagegen oft auf, wie schnell diese auskeimen und damit unbrauchbar werden. Hat jemand eine Erklärung, warum das so ist? 

Jedenfalls kann ich euch für ein deftiges Herbst-Essen eine schöne Kartoffelsuppe nur ans Herz legen! Für etwas mehr „Crunch“ gibt es bei mir zwei Ideen für Toppings – einmal für den Speck-Liebhaber der Familie richtig herzhaft und einmal etwas „gesundheitsbewusster“ mit Lachs und Gemüse. So kann der Herbst kulinarisch weitergehen! 

Schaut doch mal bei meinen fränkischen Bloggerkollegen vorbei, welche Herbst-Ideen sie heute servieren 🙂 

Fränkische Kartoffelsuppe mit zweierlei Toppings (4 – 6 Personen)

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • 1/2 Stange Lauch
  • ein kleines Stück Knollensellerie (ca. 5 x 5 cm)
  • einige Zweige Majoran und Petersilie
  • 2 EL Öl
  • 1 l Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 100 g Creme Fraiche oder sauere Sahne

Für das Speck-Topping

  • 125 g magerer Speck
  • 1 EL Honig
  • Paprika- und Chilipulver

Für das Lachs-Topping

  • 125 g frisches Lachsfilet (1 größeres Stück)
  • 1 kleine rote Paprika
  • 2 Lauchzwiebeln (oder der restliche Lauch von der Suppe)
  • 1 EL Öl
  • Paprikapulver und Chilipulver
  1. Schneide die Zutaten für die Suppe in Würfel und erhitze das Öl in einem großen Topf. 
  2. Brate zuerst die Zwiebeln glasig. Dann gibst du die weiteren Zutaten hinzu und brätst das Gemüse ebenfalls an. Würze es mit Salz, Pfeffer und gib die Kräuter hinzu. 
  3. Lösche das Gemüse mit der Brühe ab und lasse die Suppe ca. 30 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. 
  4. Währenddessen heizt du den Ofen auf 180°  für das Speck-Topping vor. Vermische die Würfel in einer ofenfesten Schale mit dem Honig und schmecke die Mischung herzhaft mit Paprika und Chili ab.
  5. Backe den Speck ca. 10 – 15 Minuten im heißen Ofen, bis er knusprig ist, wobei du mehrfach umrührst. 
  6. Für das Lachs-Topping schneidest du Lauch und Paprika sowie den Lachs in Würfel und brätst alles in Öl an. Würze die Mischung mit Paprika und Chili sowie Salz und Pfeffer herzhaft. 
  7. Sobald das Suppengemüse weich ist, pürierst du die Suppe fein und schmeckst diese noch mit Salz, Pfeffer und Majoran sowie Petersilie ab. 
  8. Serviere die Suppe mit einem Klecks Creme Fraiche sowie den Toppings. 

Published byBackIna

Foodbloggerin mit Liebe zu frischen Zutaten, einfachen Rezepten mit Twist und süßen Köstlichkeiten.

5 Comments

  • Ina

    14. Oktober 2018 at 9:14 Antworten

    Liebe Ina,

    Kartoffelferien? Das ist ja mal ein witziger funfact, den ich noch nicht kannte. Deine Suppe sieht köstlich aus! Ich ein großer Suppenfan und die Idee mit den zweierlei Toppings ist klasse.

    Danke für’s Mitmachen.
    Lieben Gruß
    Ina

  • Die Küche brennt

    14. Oktober 2018 at 15:46 Antworten

    Von Kartoffelferien höre ich auch das erste Mal! 🙂 Toppings auf Suppen sind bei uns auch sehr sehr beliebt, das gibt nochmal so ein gewisses Etwas! Schönes Rezept 🙂

  • Martina

    14. Oktober 2018 at 17:12 Antworten

    Ich liebe Kartoffelsuppe! Aber mit solchen Toppings – liebe ich sie sicher noch mehr!
    Liebste Grüße von Martina

  • Tina von LECKER&Co

    15. Oktober 2018 at 12:18 Antworten

    Kartoffelferien – hach ja, da war ja was. Schon lange her, dass ich diesen Begriff gehört habe. Meine Großeltern hatte auch einen Bauernhof und ich habe auch mal Kartoffeln aufgesammelt.
    Und, ich weiß zwar nicht warum, aber es stimmt: diese Kartoffeln schmecken einfach viel besser als die aus dem Supermarkt.

    Deine Suppe klingt richtig lecker!

    Liebe Grüße,
    Tina

  • Eva von Madame Dessert

    16. Oktober 2018 at 12:49 Antworten

    Nomnomnomnomnom! So ein schönes Süppchen ist doch der perfekte Herz- und Baucherwärmer ❤️

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