Ich ess‘ Blumen (Mohn-Aprikosen-Gugelhupf)

So langsam fängt die Gartensaison wieder an. Eigentlich bin ich gar kein Blumen-Mensch, sondern züchte lieber Gemüse in meinem Mini-Garten. Tomaten, Zucchini, Kürbis, Chili und Kräuter sind in diesem Jahr im Beet, das ist wenigstens nützlich. Ein paar Blumen schmuggeln sich dann doch dazwischen – denn die sind natürlich genauso nützlich! Dass man zum Beispiel Gänseblümchen essen kann, wusste ich bis vor kurzem gar nicht. Ist also die perfekte Dekoration für den Kuchen – total schön und auch essbar 🙂

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An diesem Wochenende habe ich die Gänseblümchen und eine kleine gelbe Margerite (Ja, die kann man auch essen!) als Deko für einen klassischen Gugelhupf genommen. Einen Gugelhupf mit einer Zutat, an der sich die Geister scheiden: Gehört ihr zur Mohn-Hasser oder Mohn-Liebhaber-Fraktion? Also ich gehöre auf jeden Fall zu den Mohn-Liebhabern!

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Und jetzt im Frühling schmeckt er besonders gut, wenn er statt in der klassischen Mohnfülle etwas „leichter“ und fruchtiger verarbeitet wird. Deshalb gibt es heute bei mir einen frühlingsfrischen Mohn-Gugelhupf mit Aprikose und Joghurt. Und für den ultimativen Frühlingslook natürlich auch mit Blumendeko 😉

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Das schöne ist – das Rezept ist ganz einfach und schnell zusammen gerührt, denn es handelt sich um einen sogenannten All-in-Teig. Einfach alles rein, backen und in kürzester Zeit steht ein leckerer Gugelhupf auf dem Tisch. Ideal also, wenn der kleine Kuchenhunger kommt – oder wenn ihr bei dem schönen Wetter nicht lange in der Küche stehen wollt!

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Ich wünsche euch eine schöne Frühlingswoche, genießt die Zeit und diesen Kuchen 🙂

Mohn-Aprikosen-Gugelhupf

Zutaten (für eine große Gugelhupf-Form oder 4 kleine Gugelhupfe)

200 g gemahlener Mohn
3 Eier
200 g brauner Zucker
300 g Naturjoghurt
100 ml Öl
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
200 g Mehl (Weizen oder Dinkel)
200 g Aprikosen, gewürfelt (oder andere Früchte)

1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und kurz verrühren.

2. Den Teig bei 190°C (Ober-Unterhitze, 170°C Heißluft) im vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten backen (bei einer Mini-Form ca. 25 Minuten).

3. Ratzfatz den Kuchen auf den Tisch bringen und genießen!

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Innere Uhr (Vegane Energiekugeln)

Ich habe ein kleines Problem: Während viele meiner Freunde noch bis Mitternacht produktiv arbeiten, bin ich normalerweise zwischen 22 und 23 Uhr schon todmüde. Deswegen macht es mich auch oft richtig fertig, wenn ich zu lange feiern war. Dafür kann ich morgens um 6 ohne Probleme am Schreibtisch sitzen und arbeiten. Hat also alles seine Vor- und Nachteile!

Weil mich diese (Achtung, Fachwort!) chronobiologischen Unterschiede interessiert haben, habe ich in letzter Zeit viel zur „inneren Uhr“ gelesen und wie man diese am besten einstellt. Dabei kam eben raus, dass ich ein starker Lerchen-Typ bin, also ein echter Frühaufsteher. Die Langschläfer sind sogenannte Eulen-Typen.

Um die innere Uhr im Gleichgewicht zu halten, ist es ebenfalls wichtig, regelmäßig zu essen. Nun ist das nicht immer zur gleichen Zeit möglich (Stichworte: Meetings, Vorlesungen…) und manchmal packt mich einfach das „Hüngerchen“ am Schreibtisch. Da möchte ich gerne etwas Gesundes und gleichzeitig Energiereiches snacken.
Genau für den Zweck habe ich die veganen Energiekugeln entwickelt, die ich euch heute vorstellen will.

Wenn Snacks gesund sein können – dann gehören diese auf jeden Fall dazu: Nur natürliche Zutaten, kein künstlicher Zucker und eine ordentliche Portion Proteine. Die sorgen jetzt bei meinem kleinen „Mittagstief“ für zusätzliche Energie und halten meine innere Uhr im Gleichgewicht!

Probiert die zwei leckeren Varianten Schoko-Banane und Pflaume-Zimt aus oder entwerft einfach selbst euere veganen Energiekugeln!

 

Vegane Energiekugeln auf zweierlei Art

für die Schoko-Banane-Kugeln:

2 Bananen, zerdrückt
2 EL Proteinpulver, z.B. Sojaprotein
2 EL Erdnussbutter
2 EL Kakao
50 g Rosinen
50 g Berberitzen
50 g Sonnenblumenkerne
200 g Haferflocken (halb zart, halb kernig)

für die Pflaume-Zimt-Kugeln:

250 g Pflaumen, zu Mus gekocht
2 EL Proteinpulver, z.B. Sojaprotein
2 EL Mandelbutter
1 EL Zimt
50 g Rosinen
50 g Berberitzen
50 g Sonnenblumenkerne
200 g Haferflocken (halb zart, halb kernig)

1. Jeweils die „feuchten“ Zutaten (also frische Früchte/Mus und Nussbutter) in einem Topf erhitzen, bis es fast kocht. Dann die „trockenen“ Zutaten zugeben und zu einer homogenen Masse mischen. Falls die Masse zu fest ist, noch etwas Nussbutter oder Früchte zugeben. Umgekehrt etwas mehr Haferflocken nehmen, falls die Masse zu weich ist.

2. Etwa walnussgroße Kugeln aus der Masse formen und diese auf ein Backblech setzen. Die Kugeln im Ofen bei ca. 100 °C (Heißluft) etwa 30 Minuten trocknen lassen. Auskühlen lassen und noch etwas an der Luft abtrocknen lassen.

3. Genießen, wenn das kleine Hüngerchen kommt!

 

Muttertag (Vegane, glutenfreie Proteinbrownies mit Erdnussbutter)

Ich möchte euch nur kurz zeigen, was bei uns zum gemeinsamen Tratsch am Muttertag auf der Kaffeetafel steht. Diesmal gibt es keine spektakuläre Torte, sondern eher einen „gesunden“ und trotzdem total leckeren Brownie mit Erdnussbutter. Denn meine Mum und ich backen zwar beide leidenschaftlich gerne, den Kuchen essen dürfen aber meistens andere.

Wir sind beide eher gesundheitsbewusst, achten auf die Herkunft der Zutaten und probieren auch öfter vegan. Deshalb habe ich zum Muttertag ein kleines Küchen-Experiment (in sehr freier Interpretation der Bohnen-Brownies von Chocolate Covered Katie) gewagt: Einen veganen, glutenfreien Brownie mit Erdnussbutter-Swirl, der dank Proteinpulver und weißen Bohnen im Teig auch reichlich Eiweiss enthält.

Mit einer Dose Bohnen entsteht gerade so ein 15 x 15 Blech (oder eine kleine Auflaufform), die für ein gemütliches Kaffeetrinken zu zweit reicht. Wobei: Wir trinken eigentlich gar keinen Kaffee… Denn meine Mutter und ich bevorzugen beide Tee.

Ihr seht schon: Meine Mutter und ich teilen viele Gemeinsamkeiten. Ich kann mir kaum eine bessere Mum vorstellen, denn wir beide haben einfach ein ganz besonderes Verhältnis zueinander, das man wohl eher als „beste Freunde“ beschreiben kann. Das liegt sicher auch daran, dass wir nun schon einige Jahre gemeinsam ohne Vater gemeistert haben – die schwierigen Zeiten haben uns noch mehr zusammengeschweißt.

Jedenfalls: Auf eine solche Frauen-Power darf man sich schon mal gemeinsam ein Stückchen „Gesundheitskuchen“ und einen Grüntee gönnen! Danke, liebe Mama, dass du immer für mich da bist und auf noch viele schöne gemeinsame Tee-Stunden 🙂

Für alle Gesundheitsfreunde, Backexperimenteure und Schokoaddicts habe ich auch noch das Rezept:

Protein-Brownies mit Erdnussbutter (vegan und glutenfrei)
Zutaten (für eine kleine Form):

1 Dose weiße Bohnen (Abtropfgewicht 250 g)

1 EL Kakaopulver

4 EL Braunhirsemehl (oder anderes glutenfreies Mehl)

2 EL Proteinpulver (ungesüsst! Ich habe Sojaprotein gewählt)

50 ml Ahornsirup

25 ml Zuckerrübensirup (oder Melasse)

40 g Pflanzenöl (ich habe Sonnenblumenöl verwendet)

2 TL Vanilleextrakt

1/2 TL Backpulver

150 g gehackte Bitterschokolade (mindestens 70%)

1 EL vegane Schokocreme (optional)

50 g Erdnussmus (ich verwende eines ohne Zusatzstoffe und Zucker)

1. Die Bohnen gut abtropfen lassen und im Mixer ganz fein pürieren (wichtig!!!). Ahornsirup, Zuckerrübensirup, Vanilleextrakt, vegane Schokocreme (optional) und Pflanzenöl mit einer Prise Salz dazugeben und noch einmal gemeinsam durchpürieren.

2. Kakaopulver, Braunhirsemehl, Proteinpulver und Backpulver mischen und unter die Bohnenmischung heben. Bitterschokolade ebenfalls unterheben.

3. Den Teig in die Form geben und glatt streichen. Erdnussmus in kleinen Klecksen auf den Teig geben und mit einer Gabel leicht unterziehen.

4. Im vorgeheizten Backofen (175°C Ober-Unterhitze) ca. 15 – 20 Minuten backen. Dann noch mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, bis die Brownies etwas fester werden.

5. Noch warm mit einer lieben Person aus der Form löffeln 😉 Oder ganz normal ausgekühlt servieren.

Happy Birthday! (Zweistöckige Limoncello-Torte)

Heute möchte ich euch mein Großprojekt der letzten Woche zeigen: Und zwar gab es am Samstag Abend eine zweistöckige Geburtstagstorte in schwarz-weiß für eine Freundin! Leider sind die Fotos diesmal nicht wirklich schön, da sie „schnell schnell“ entstanden sind, bevor die Torte auf die Feier ging.

Wieso denn eine so aufwendige Torte, mögt ihr euch fragen? Zum einen ist das eine wirklich gute Freundin, die gerade in schweren Zeiten immer für mich da ist – zum anderen ist sie selbst Bäckerin… Bäcker-Meisterin, um genau zu sein.
Da kann der ambitionierte Hobby-Bäcker also nicht nachstehen und muss schon etwas Gutes abliefern. Und da meine Freundin nach der Hasen-Hintern-Torte den Wunsch geäußert hat, dass sie gerne auch so eine zum Geburtstag haben möchte, habe ich diesen Wunsch natürlich gerne erfüllt 🙂

Die Torte wird natürlich gleich angeschnitten 🙂

 

Falls ihr euch fragt, wie die beiden Kuchen aufeinander gestapelt sind: Die beiden Etagen habe ich mithilfe von Strohhalmen verbunden. Zunächst schneidet man einen Tortenkarton (den ich noch mit Alufolie umwickelt habe, damit er nicht durchweicht) auf den Durchmesser der oberen Torte: Ungefähr entlang des Rands steckt man einige Strohhalme in die untere Torte, die später den oberen Kuchen halten werden. Ein langer Strohhalm kommt in die Mitte, der wird später die Etagen verbinden. Dann in die Mitte des Tortenkartons ein Loch machen und diesen schon einmal auf die untere Etage legen.
Dann müsst ihr nur noch die obere Etage schön gerade auf den Strohhalm stecken und fertig 🙂 Als Verzierung habe ich ein stilisiertes Zebra-Muster, ein paar Rosen und eine große Fondant-Schleife gewählt. Schlicht, aber sehr elegant, finde ich! Übrigens habe ich den schwarzen Fondant von Satin Ice bestellt und war sehr zufrieden mit der Farbe und der Verarbeitung.

 

In der Torte waren zwei verschiedene Kuchen versteckt: Unten als Basis ein Bier-Rührkuchen (den ich neulich schon als Cupcakes gebacken habe) mit dunkler Ganache, oben ein sehr lecker fruchtiger Limoncello-Kuchen mit Mandarinen, Orangenmarmelade und Vanille-Buttercreme.

Nicht wirklich schön, der Anschnitt – hier kann man aber gut das trennende Cakeboard und die Stützen erkennen

 

Das Rezept für diesen möchte ich euch heute vorstellen. Allerdings die „normale“ Menge für eine 26er Springform, also eine vollständige Torte. Wer wie ich nur eine 20er verwendet, bitte einfach nur 2/3 von der Menge nehmen! Oder mich nach den Mengen fragen 😉

Limoncello-Torte

für den Rührteig:

2 Dosen Mandarin-Orangen
375 g Butter
300 g Zucker
6 Eier
375 g Mehl
75 g Speisestärke
5 TL Backpulver
225 ml Limoncello (schmeckt auch mit Eierlikör, falls ihr keinen Limoncello bekommt)

für die Füllung:

ca. 100 g Orangenmarmelade
250 g Butter, zimmerwarm
500 ml Milch
6 EL Zucker
1, 5 Päckchen Vanille-Puddingpulver (auch Sahne-Puddingpulver geht, schmeckt „neutraler“)
1. Für den Rührteig die Mandarinen abtropfen lassen. Derweil Butter und Zucker cremig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren und weiterschlagen, bis eine leichte Masse entstanden ist. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen. Im Wechsel mit dem Limoncello unterheben. Ganz zum Schluss die Mandarinen unterheben.
2. Den Teig in eine Springform von 26 cm Durchmesser geben. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober-Unterhitze, Umluft 150°C) ca. 50 – 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen und abkühlen lassen.
3. Für die Buttercreme zunächst den Pudding nach Packungsanweisung kochen. Dabei aber 1,5 Päckchen Puddingpulver verwenden und 5 EL Zucker. Den Pudding abkühlen lassen.
4. Die Butter ca. 10 Minuten lang schlagen, bis diese weißcremig ist. Dann esslöffelweise den Pudding (ebenfalls zimmerwarm!) darunter schlagen, bis der Pudding aufgebraucht ist und eine homogene Masse entstanden ist.
5. Den Boden 2 Mal waagerecht durchschneiden, sodass 3 Böden entstehen. Den unteren Boden zunächst mit Orangenmarmelade bestreichen und dann etwas Buttercreme darauf geben. Den mittleren Boden darauf setzen und diesen ebenfalls mit Orangenmarmelade und Buttercreme einstreichen. Den oberen Boden darauf setzen und die Torte rundherum mit Buttercreme einstreichen. Nach Wunsch verzieren.

Magische Pilze… (Weißwein-Kuchen aus dem Waffelbecher)

Heute zeige ich euch ein Gebäck, das ich eigentlich schon zu Ostern gebacken hatte, aber bisher bin ich noch nicht zum verbloggen gekommen. Aber besser spät als nie 😉
Als Osterdeko war bei mir an den Feiertagen ein Osternest aus Moos auf dem Tisch zu finden. Darin waren – neben einem Osterhasen und Schoko-Eiern – diese kleinen Küchlein im Waffelbecher drapiert.

Da wir keine kleinen Kinder in der Familie haben, durften die Waffelbecher-Kuchen einen guten Schuss Weißwein enthalten, der sie schön aromatisch und saftig macht. Wer mag, kann auch einfach die doppelte Menge von diesem Grundteig machen, in der Gugelhupf-Form backen und bekommt einen leckeren Weißwein-Kuchen.

Jedenfalls: Auch bei „großen“ Kindern kommen die Waffelbecher-Kuchen super an, kann ich euch sagen! Mit einem Haps sind die gegessen, schön bunt sind sie auch noch und lecker schmeckt der Teig sowieso. Meine Gäste meinten allerdings, dass die Dekoration die Waffelbecher-Kuchen wie „magische Pilze“ aussehen lässt – ich weiß nicht genau, ob das als Lob zu verstehen ist? 😉
Glücklich machen sie auf jeden Fall – und das ganz ohne Nebenwirkungen… Bei der nächsten Grillparty sind die bei mir sicher als kleines das-geht-noch-rein-Dessert mit von der Partie!

Weißwein-Kuchen aus dem Waffelbecher

Zutaten für ca. 16 Stück (plus evtl. einige Muffins)

1 Packung schokolierte Waffelbecher (für Eierlikör oder Eis)
100 g Zucker
100 ml Öl
100 ml Weißwein
2 Eier
150 g Mehl
25 g Speisestärke
3 TL Backpulver
optional: 50 g gehackte Schokolade nach Wahl, kleine Schokolinsen o.Ä.

1. Ofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eier und Zucker weißcremig aufschlagen. Öl und Wein zugeben und unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und unterheben. Falls ihr Schokotropfen im Kuchen haben wollt, diese ebenfalls unterheben.

2. Die Waffelbecher einzeln in die Mulden einer Muffinform stellen (falls es ausläuft, gibt das dann keine Sauerei im Ofen). Mit einem Teelöffel je etwas Teig in die Waffelbecher geben. Vorsicht: Nicht mehr als zu 2/3 füllen, denn der Teig geht ganz schön auf.

3. Die Waffelbecher-Küchlein für ca. 10-12 Minuten (hängt sehr vom Ofen ab!) backen, bis sie oben leicht goldbraun sind. Abkühlen lassen und mit Schokoglausur nach Wunsch verzieren.

Mann, oh Mann… (Fränkische Bier-Cupcakes)

Mann, Mann, Mann, die letzten Wochen waren bei mir durch einige Veränderungen geprägt. Diesmal zum Glück positiver Natur 🙂 Das heißt, es gab einiges zu feiern.
Unter anderem auch einen neuen Job (und ein etwas schlichteres Blog-Layout). Da gebe ich natürlich einen aus – nein, kein Bierchen, sondern einen Kuchen!
Wobei – da kommt mir ein Gedanke: Wieso nicht doch ein Bierchen ausgeben? Kuchen mit Guiness geistert ohnehin schon seit längerem durch viele Blogs.
Damit es für die Kollegen handlicher zu essen ist, habe ich Bier-Cupcakes entworfen.

 

Guiness kommt mir aber nicht in meine Cupcakes: Eine echte Fränkin kann natürlich nicht mit irischem Bier backen! Stattdessen habe ich ein leckeres dunkles Bier einer kleinen, handwerksorientierten Brauerei verwendet – von Mann’s Bräu aus Bayreuth. Insofern sind daraus fränkische Bier-Cupcakes entstanden.
Als ich einem koch-begeisterten Bekannten am Wochenende von dem Plan erzählt habe, war der eher skeptisch, dass man die bittere Note des Bieres zu sehr herausschmeckt. Deshalb habe ich auch einen Versuch mit Karamalz für die alkoholfreie Variante gestartet. Und was soll ich sagen: Schmeckt ebenfalls lecker, aber sehr süß – für meinen Geschmack fast zu süß…
Das Bier bringt eine echt leckere malzige und nur ganz leicht bittere Note in den Teig. Wer es aber lieber etwas süßer mag, der darf gerne die Karamalz-Variante versuchen!

Fränkische Bier-Cupcakes

Zutaten für ca. 15 Stück:

für den Teig:
150 g weiche Butter
100 g braunen Zucker
50 g Zuckerrüben-Sirup
1 Pck. Vanillezucker
3 Eier
140 g Zartbitter-Schokolade (= ein übriger Osterhase ;-))
180 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
150 ml dunkles (fränkisches) Bier – oder Karamalz
für das Topping: 
400 g Frischkäse (Doppelrahm)
125 g Nougat
50 g Puderzucker
50 g Kakao
2 EL Sahnesteif
1. Die Zartbitterschokolade schmelzen und leicht abkühlen lassen. Für den Teig die Butter mit Zucker, Vanillezucker und Sirup cremig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren und weiterschlagen. Zartbitterschokolade langsam einrühren.
2. Mehl, Kakao, Backpulver und Mandeln mischen. Die Mehlmischung unter die Schoko-Masse heben. Zum Schluss das Bier (oder Karamalz) einrühren. Den Teig in Muffinförmchen füllen und bei 175°C (Ober-Unterhitze) im heißen Ofen ca. 15 – 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.
3. Für das Topping das Nougat schmelzen und leicht abkühlen lassen. Den Frischkäse mit Puderzucker cremig rühren, langsam Nougat, Kakao und Sahnesteif unterrühren und kräftig aufschlagen, bis die Masse spritzfest ist.
4. Das Topping auf die Muffins aufbringen und einige Stunden kühl stellen.
5. Prost!

Frecher Hase (Rüblikuchen-Motivtorte zu Ostern)

Achtung: Wenn du wissen willst, wie man den „Hasen von hinten“ aus Fondant formt, dann schau bitte hier vorbei: Hasenhintern Tutorial 🙂 In diesem Artikel geht es vor allem um das Torten-Rezept, nicht die Dekoration. 

Manchmal kommt ja alles anders als man denkt…. Da wollte ich diese Woche schon mal den Kuchen für den Osterkaffee vorbereiten –  mein Lieblingsrezept für super-saftigen Möhrenkuchen, der auch gerne ein paar Tage durchziehen darf.
Wie so oft beim Backen spätabends bin ich nicht mehr so 100% konzentriert und mache ungefähr 100 andere Dinge gleichzeitig… Leider hatte ich deshalb vergessen die Backform zu fetten und zu mehlen – ARGH!

Der saftige Möhrenkuchen wollte die Form dann leider nicht mehr in einem Stück verlassen 🙁 Ein schöner Gugelhupf konnte das nicht mehr werden – also habe ich aus den Resten spontan eine Motivtorte gemacht, denn mit Ganache konnte ich die zerfledderten Stücke wieder zu einer einigermaßen ansehnlichen Form zusammenkleben 😉

Und weil Humor sich auch auf dem Kaffeetisch super macht, habe ich als Deko einen frechen Hasen aus Fondant modelliert, der sich in ein Möhrenfeld gräbt. Den Hasen-Hintern hatte ich bei Pinterest entdeckt und wollte ihn sowieso schon seit längerem mal ausprobieren. Wenn ihr Interesse habt, gibt es demnächst noch ein Tutorial, wie ich Hasen und Möhren modelliert habe und worauf man dabei achten muss. Denn so eine Hasenhintern-Torte geht eigentlich zu jedem Anlass, z.B. auch zu einem Geburtstag. Vielleicht dann mit anderen Früchten und einem anderen Tier.

 

Hier kommt aber, falls ihr noch last minute einen leckeren Möhrenkuchen mit alkoholischer Verfeinerung machen wollt, erstmal das Rezept für den Möhrenkuchen mit Ganache.

Möhrenkuchen „Frecher Hase“ mit Ganache

Zutaten:

für den Kuchen: 
300 g Möhren
75 g weiche Butter
175 g Zucker
2 Pck Vanillezucker
6 Eier
1 EL Zitronensaft
abgeriebene Schale einer Zitrone
2 EL Licor 43 (alternativ Amaretto oder Eierlikör)
75 g Mehl
200 g geriebene Mandeln oder Haselnüsse
50 g gehackte Mandeln oder Haselnüsse
100 g gehackte Zartbitter-Schokolade
2 TL Backpulver
Salz
für die Ganache: 
300 g Zartbitterschokolade
100 g Sahne
Deko nach Wunsch in Marzipan oder Fondant
1. Möhren fein raspeln und beiseite stellen. Eier trennen und Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen. Butter, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz cremig rühren. Eigelb einzeln unterrühren und die Masse weiter cremig aufschlagen.
2. Zitronenschale und -saft sowie den Licor 43 unter die Masse rühren. Mehl, geriebene Nüsse und Backpulver mischen. Mehlmischung, gehackte Nüsse und Schokolade unterheben. Zum Schluss Möhren und steifgeschlagenes Eiweiß unterheben.
3. Eine große Gugelhupf-Form oder eine Springform fetten (!) und mit Mehl oder Grieß ausstreuen. Teig einfüllen und im vorgeheizten Ofen (150°C Umluft/175°C Ober-Unterhitze) c. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
4. Für die Ganache die Zartbitterschokolade fein hacken. Die Sahne aufkochen, vom Herd nehmen und die Schokolade einrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Die Ganache gleichmäßig auf dem Kuchen wie einen Guss verteilen und glatt streichen.
5. Den Kuchen nach Wunsch mit Marzipan oder Fondant eindecken und verzieren.

Ein Likörchen? (Eierlikör-Mohn-Käsekuchen)

Liebt ihr Eierlikör auch so sehr wie ich? Eierlikör geht bei mir eigentlich immer – eigentlich schon seit ich denken kann. Schließlich hatte ich im zarten Alter von 4 Jahren meinen ersten Schwips nach dem Genuss von – Eierlikörtorte, na klar.

Die goldgelbe Eierlikör-Schicht auf der Sahne fand ich wohl so faszinierend, dass ich die heimlich albgelöffelt habe, bevor die Torte zu Ostern serviert wurde. War ein lustiger Nachmittag für mich (und die Gäste…) und hat meinen Geschmack geprägt 😉

Mehr als 20 Jahre später bin ich immer noch größer Eierlikör-Fan und backe vor allem gerne damit. Das Rezept für den gefleckten Käsekuchen habe ich in einer alten Ausgabe der „Lisa Kochen & Backen“ entdeckt und nach meinem Geschmack angepasst. Die Kombi Eierlikör – Mohn – Quarkmasse ist wirklich unschlagbar, sehr lecker und saftig. Da brauche ich gar keinen Boden drunter – wer mag, kann natürlich einen klassischen Mürbeteig wie hier drunterlegen.
Bei mir wird dieser Kuchen jedenfalls auf der Ostertafel serviert – und damit der Eierlikör-Geschmack so richtig zur Geltung kommt:
„Jemand ein Likörchen dazu?“

 

Eierlikör-Mohn-Käsekuchen

Zutaten:

150 g Butter
4 Eier
750 g Magerquark
75 g Hartweizengrieß
125 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
Mark einer ausgekratzte Vanilleschote
120 ml Eierlikör
50 g gemahlener Mohn
1. Den Backofen auf 175°C (Ober-Unterhitze, bei Umluft ca. 155°C) vorheizen. Eine Springform fetten oder mit Backpapier auslegen. Die Butter zerlassen und leicht abkühlen lassen.
2. Die Eier trennen und das Eiweiss steif schlagen. Eigelb mit Magerquark, Zucker, Hartweizengrieß, Eierlikör, Vanillezucker und Vanillemark sowie der zerlassenen Butter verrühren (am besten mit dem Handrührgerät). Das steif geschlagene Eiweiß unterheben. Den Teig teilen. Unter die eine Hälfte den gemahlenen Mohn heben.
3. Den Teig esslöffelweise in die Form geben – dabei immer hellen und dunklen Teig abwechseln, damit sich ein Kuhflecken-Muster ergibt. Weitermachen, bis der Teig aufgebraucht ist.
4. Den Kuchen ca. 50  – 55 Minuten im heißen Ofen backen. Dann die Temperatur herunterdrehen und den Kuchen noch ca. 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
5. Am besten mit einem leckeren Gläschen Eierlikör servieren – der schmeckt auch hervorragend darüber geträufelt.

 

Vom Suchen und Finden (Hefezopf mit Kakao und Nüssen a la „Für Sie“)

Wenn es einen Preis für die größte Sammlung an Koch- und Backzeitschriften gäbe, wären die Frauen aus meiner Familie sicher vorne mit dabei. Die Sammelleidenschaft lässt sich mindestens bis zu meiner Urgroßmutter zurückverfolgen, die ein kleines Büchlein in altdeutscher Schrift mit ihren Lieblingsrezepten hinterlassen hat.

 

Bei meiner Mum zu Hause lagert im Moment der größte Teil der Sammlung – seit Ende der 70er hat sie gesammelt, ganze Ausgaben archiviert oder nur interessante Rezepte aus den Zeitschriften rausgerissen.
Welches Rezept in welcher Ausgabe zu finden ist? Da hat schon lange keiner mehr 100% Überblick. Das hat aber auch sein Gutes: Denn manchmal, wenn man eigentlich etwas ganz anderes sucht, findet man einen unverhofften Schatz.

Das Originalrezept

So wie dieses Rezept für einen Hefezopf mit Schoko-Nuss-Füllung: Ein Leserrezept von Meike Böhnke aus einer alten Ausgabe der „Für Sie“, geschätzt aus den späten 80ern.
Das Rezept hat mich gleich neugierig gemacht: Hefeteig, der über Nacht im Kühlschrank geht? Sehr entspannt!
Dennoch ein paar Zweifel: So viel Butter, kann das noch einen guten Hefeteig geben?

Ja, es kann! Das Retro-Rezept schmeckt auch heute noch vorzüglich, lecker schokoladig und saftig. Ich habe das ursprüngliche Rezept nur leicht abgewandelt und noch Marzipan in die Füllung gegeben. Das wird ab jetzt sicherlich wieder regelmäßig gemacht.

Danke, liebe unbekannte Meike Böhnke, falls du das liest.
Und danke Mama für deine Sammelleidenschaft, die mich natürlich auch gepackt hat.
Ich glaube, später geh ich mal zum Kiosk – schauen, ob neue Backzeitschriften erschienen sind.

Hefezopf mit Kakao und Nüssen

Zutaten:

für den Teig:
1 Würfel Hefe (oder 1 Pck Trockenhefe)
45 g Zucker
250 g weiche Butter
3 Eigelb
375 g Mehl
knapp 1/8 l Milch

für die Füllung: 
3 Eiweiß
175 g Zucker
125 gemahlene Nüsse (ich habe Mandeln genommen, das ursprüngliche Rezept verwendet Haselnüsse)
40 g Kakao
100 g Marzipan, in kleinen Würfeln (optional)

1. Hefe und Zucker für den Teig in eine kleine Schüssel geben und so lange verrühren, bis sich die Hefe gelöst hat. Die Butter schaumig rühren und die Eigelbe einzeln unterrühren. Nacheinander Mehr, 1 Prise Salz, Milch und angerührte Hefe zugeben und zu einem Teig verkneten. Zugedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

2. Am nächsten Morgen: Eiweiss steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Nüsse und Kakao mischen und beides unter den Eischnee ziehen. Den Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze, Heißluft 140°C) vorheizen.

3. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Füllung bestreichen. Das gewürfelt Marzipan darüber streuen. Zu einer Rolle aufrollen. Diese in eine gefettete und mit Weichweizengrieß oder Mehl ausgestreute Zopfform geben und leicht andrücken. Im Backofen ca. 40 Minuten backen.

4. Optional noch mit Zuckerglasur, Schokostreuseln oder gehackten Nüssen dekorieren. Das Retro-Feeling, als Kuchen noch mit jeder Menge Butter gemacht wurden, genießen!

 

Im Land der Schokolade (Belgische Karamell-Kekse)

Letzte Woche durfte ich ein paar Tage in Belgien verbringen. Ich weiß, ihr denkt: „Belgien? Da gibts doch spannendere Urlaubsziele!“

Ja, gibt es sicherlich, aber hier habe ich vor einigen Jahren mein Auslandssemester verbracht und deshalb habe ich noch eine ganz besondere Verbindung zu Land und Leuten.
Übernachten durfte ich bei einem lieben Freund: Er ist angehender Opernsänger, sodass ein guter Teil des Programms aus Kultur bestand. Besonders beeindruckend war, dass ich ein Konzert, bei dem mein Gastgeber selbst aufgetreten ist, besuchen durfte.

 

Kurzer Abstecher nach Maastricht in die Niederlande zum Konzert

Daneben durften die kulinarischen Freuden natürlich nicht fehlen 😉 Belgisches Bier (u.A. bei „The Capital“, dem Lokal mit den meisten Biersorten der Welt – allein die Getränkekarte ist so dick wie ein Katalog!) und belgische Fritten. Daneben natürlich jede Menge Schokolade und so manches Heißgetränk.

Nur echt in Schweineschmalz frittiert: Belgische Fritten

Eine Backbloggerin wäre aber keine Backbloggerin, wenn sie nicht auch ein spezielles Rezept für euch mitbringen würde.
Und wegen dem wäre ich beim Rückflug fast in Schwierigkeiten geraten…
Ihr kennt doch sicher alle die leckeren belgischen Karamellkekse, die man meistens zum Kaffee bekommt? Auch bekannt als Lotus-Kekse, Speculaas oder Speculoos.

Selbstgemachte Lotus-Kekse mit den wunderbaren handgemachten Pralinen von bittersweet

Dafür braucht man einen speziellen Zucker und den hatte ich beim Rückflug im Koffer. Die Päckchen müssen im Röntgenbild wohl etwas seltsam gewirkt haben, sodass der Koffer von den Sicherheitsbeamten erst einmal geöffnet wurde wegen möglicher Drogen… Naja, meine Droge ist nur das Backen und so hat sich das Missverständnis zum Glück schnell geklärt 😉

Wenn ihr auch so verrückt nach diesen Lotus-Keksen seid und die schon lange mal selbst machen wolltet – ich habe das Rezept für euch importiert! Wichtig ist nur: Ihr braucht den speziellen Zucker, genannt Vergeoise brune oder auch Cassonade de Candi. Wenn ihr dafür nicht nach Belgien fliegen wollt, könnt ihr den auch online (z.B. hier) bestellen. Das lohnt sich wirklich, denn der ist so lecker – ich nehme ihn inzwischen auch bei vielen anderen Rezepten zum Verfeinern.

Belgische Karamell-Kekse (Lotus-Kekse)

Zutaten:

250 g Weizenmehl Type 550 (ganz wichtig, mit Type 405 wird es nicht so gut!)
175 g Butter
200 g Vergeoise brune (im Notfall geht auch Farinzucker, schmeckt aber anders)
1 TL Backpulver
2 TL Spekulatiusgewürz
1 TL Zimtpulver
1 TL gemahlener Ingwer
1 Ei
1 TL Karamellsirup (z.B. von Grafschafter)

1. Die angegebenen Zutaten zu einem festen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und einige Stunden, idealerweise über Nacht in den Kühlschrank legen. Der Teig kann auch 1 – 2 Tage dort bleiben, das tut der Qualität keinen Abbruch.

2. Den Teig wie bei Butterplätzchen etwas dicker ausrollen und Formen ausstechen. (Ich habe Osterhasen und klassische Dreiecke verwendet. Bei den Dreiecken noch ein Muster nach Wunsch einstechen). Bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze) ca. 10 – 12 Minuten hell ausbacken.

3. Zum Kaffee genießen oder verschenken!

Die Lotus-Kekse als Osterhasen
Köstlich & Konsorten Frankens-Foodblogger
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