Wintergrillen (Rinderbraten vom Grill mit Weinbrand-Pilz-Sauce)

Im Hause BackIna bekomme nicht nur ich Kochbücher geschenkt, sondern auch der Herr des Hauses. Deshalb soll es heute um ein richtiges „Männerkochbuch“ gehen, nämlich ein Grillbuch: Konkret geht es um „Weber’s Wintergrillen von Jamie Purviance. Aus diesem Buch habe ich unter dem Jahr zwar schon einmal eine süße Kreation gemacht, bisher gab es aber noch keine herzhaften Rezepte daraus… Das haben wir im Winterurlaub geändert und den Rinderbraten vom Grill mit Weinbrand-Pilz-Sauce ausprobiert.

Ich muss sagen: Bei der breiten Auswahl an Sonntagsbraten vom Grill im Buch fiel die Wahl schon etwas schwer. Im „Wintergrillen“ sind nämlich wirklich leckere Braten-Ideen drin, z.B. verschiedene Rinderbraten, gefüllte Lende oder sogar eine ganze Weihnachtsgans! Es ist zwar mal etwas anderes, den Braten vom Grill zu machen. Allerdings muss ich sagen:  Den Großteil der Rezepte könnte man wahrscheinlich auch im Ofen zubereiten… Sage ich als Nicht-Grill-Enthusiastin 😉

Jetzt aber zum Rinderbraten: Es gab ein saftiges Stück vom Tafelspitz vom Grill, das Highlight beim Rinderbraten war aber ganz klar die Sauce: Eine cremig-sahnige Sauce mit Weinbrand und Pilzen! Die ist sowas von lecker, man könnte sie glatt pur essen 😉 Dazu ein paar Kroketten und fertig ist das perfekte Sonntagsessen… Also heizt den Grill an und probiert diesen leckeren Braten gleich am nächsten Sonntag aus 😉

Rinderbraten vom Grill mit Pilz-Weinbrand-Sauce (4 Personen, nach Webers Wintergrillen)

  • 1 kg Rinderbraten (wir haben Tafelspitz verwendet, es geht laut Buch auch Hohe Rippe)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • 1 TL Meersalz, grob
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 250 g Pilze (ich habe Champignons und Maronen verwendet, die wir noch vom Pilzsammeln im Herbst eingefroren hatten)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • 1 Schalotte, fein gewürfelt
  • Thymian, Schnittlauch Meersalz, schwarzer Pfeffer zum Abschmecken der Sauce
  • 75 ml Weinbrand
  • 250 ml Rinderfond
  • 125 g Creme Legere (das Rezept verlangt nach Creme Fraiche)
  • Kroketten oder Kartoffeln nach Wunsch als Beilage
  1. Am Vorabend des Grillens marinierst du zunächst den Rinderbraten: Dafür hackst du die Knoblauchzehe ganz fein und vermischt sie mit dem getrockneten Thymian sowie je 1 TL schwarzer Pfeffer und Meersalz. Damit reibst du den Braten ein. Wickle diesen nun in Frischhaltefolie und lasse ihn einen Tag im Kühlschrank marinieren.
  2. Am eigentlichen Grill-Tag heizt du den Grill zunächst an. Wir brauchen direkte Hitze (230°) und eine indirekte Zone (ca. 175°). Auf der direkten Hitze brätst du den Braten nun von allen Seiten knusprig braun an.
  3. Sobald der Braten eine schöne braune Farbe auf der Außenseite hat, setzt du ihn in eine Aluschale und lässt ihn über indirekter Hitze ca. 1 – 1,5 Stunden braten. Der Kern sollte am Ende eine Temperatur von ca. 50 bis 54 Grad haben. Sobald die erreicht ist, nimmst du den Braten vom Grill und wickelst ihn in Alufolie.
  4. Lasse den Braten noch ca. 1/2 Stunde ruhen, bevor du ihn aufschneidest. Kippe den Bratensaft in der Aluschale nicht weg – diesen brauchen wir noch für die Sauce!
  5. Für die Sauce putzt du die Pilze und schneidest sie in grobe Stücke (halbieren oder vierteln), die Schalotte hackst du fein. Nun erhitzt du die Butter und das Öl in einer Pfanne (über dem Grill oder auf dem Herd) und brätst die Pilze mit etwas Salz ca. 5 Minuten an, bis diese goldbraun sind.
  6. Als nächstes kommen die Schalottenwürfel und ca. 1 TL Thymian hinzu. Dünste diese mit den Pilzen weiter, bis die Schalotten glasig sind. Lösche die Mischung mit dem Weinbrand ab und löse den Bratensatz vom Pfannenboden. Nun kommen auch der Fond sowie der Bratensaft hinzu. Lasse diese Mischung ca. um die Hälfte einkochen.
  7. Als letztes rührst du die Creme Legere in die Sauce und kochst diese noch einmal auf. Schmecke die Sauce nach Wunsch mit Kräutern (Thymian und Schnittlauch), Salz und Pfeffer ab.
  8. Nun kannst du den Braten aufschneiden und mit der Sauce sowie der Beilage deiner Wahl (wir haben Herzoginkartoffeln gewählt) servieren.
  9. Den Rinderbraten vom Grill genießen – der perfekte winterliche Sonntagsbraten!

Last Minute Geschenkidee mit Promille (Schoko Marzipanlikör)

Verschenkt ihr gerne Geschenke aus der Küche? Also ich schon! Ein paar Plätzchen (zum Beispiel die oder die) sind das mindeste, das Freunde, Verwandte und Bekannte von mir bekommen – meistens gibt es aber noch etwas schönes anderes wie selbstgemachte Pralinen und Trüffel dazu. In diesem Jahr habe ich mich sogar erstmals an selbstgemachten Likör gewagt, nachdem ich bei mehreren Bloggerkollegen so leckere Varianten gesehen habe… Bei mir gibt es eine Variante mit einer meiner liebsten Zutaten und zwar Marzipan: der Schoko Marzipanlikör ist super schnell gemacht und schmeckt herrlich weihnachtlich!

Das Schöne an dem Likör ist, dass er auch jetzt so kurz vor Weihnachten noch sehr schnell herzustellen ist und ihr die meisten Zutaten wahrscheinlich ohnehin zu Hause habt: Einen Becher Sahne, einige Schoko-Reste (Nougat geht auch, das schmeckt bestimmt noch viel leckerer!), Marzipan und natürlich etwas alkoholisches als „Grundzutat“ – mehr braucht es nicht 🙂 Ein Wort vielleicht zur alkoholischen Basis des Marzipanlikörs: Hier könnt ihr recht flexibel wählen, was euch schmeckt. Ich habe Whiskey gewählt, weil ich gerne Baileys mag, der ja auch Whiskey als „Grundzutat“ hat. Dazu kam bei mir Amaretto, der passt einfach super zu Marzipan. Es klappt aber auch mit Rum und Likör 43 zum Beispiel. Tastet euch einfach heran, welche Variante euch am besten schmeckt.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr eueren fertigen Marzipanlikör noch mit weihnachtlichen Etiketten verzieren – fertig ist ein einfaches und schnelles Geschenk aus der Küche! Bei mir werden die Flaschen in den nächsten Tagen an Freunde und Familie verschenkt… Aber noch nicht verraten, sonst ist die Überraschung kaputt 😉 Habt noch hoffentlich entspannte Tage bis Weihnachten!

Schoko Marzipanlikör (6 Flaschen a 125 ml)

  • 100 ml Whiskey oder Rum
  • 300 ml Amaretto
  • 1 Becher Sahne
  • 100 g Schokolade oder Nougat
  • 100 g Marzipan
  • nach Bedarf etwas Puderzucker oder Vanille-Aroma
  1. Zuerst schneidest du die Schokolade und das Marzipan in ganz kleine Stücke. Nun kochst du die Sahne auf und schmilzt darin Marzipan und Schokolade. Falls sich das Marzipan nicht richtig löst, kannst du mit dem Pürierstab etwas „nachhelfen“.
  2. Mische den Amaretto mit Whiskey oder Rum und ziehe die Sahne von der Kochplatte. Rühre den Alkohol gut unter und schmecke die Mischung ab: Ist es dir süß genug? Wenn nein, süße mit etwas Puderzucker oder Vanille-Extrakt nach. Aber sei vorsichtig: Wenn der Likör reift, wird er noch süßer! Er sollte also eher etwas zu „alkoholisch“ schmecken.
  3. Nun verteile die Mischung mit einem Trichter auf die Flaschen und lasse den Likör abkühlen. Bevor du ihn verkostest oder verschenkst, sollte der Likör noch mindestens 2 Tage reifen. Also spätestens am 22.12. machen, wenn er unter dem Tannenbaum liegen soll 😉
  4. Fertig ist ein traumhafter Marzipanlikör mit Schokolade – für mich die perfekte Mischung aus Schoko-Baileys und Niederegger Marzipanlikör 😉

Weiße Weihnachten (Limoncello Trüffel)

Heute gibt es ein richtiges Schneegestöber! Leider nur virtuell, denn die Limoncello Trüffel, die ich euch heute zeige, werden großzügig in Puderzucker gewälzt 😉 Die weißen Weihnachten sind also zumindest kulinarisch gesichert… Zumindest die Fränkischen Foodies, die diese Trüffel letzte Woche auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt probieren durften, waren begeistert – und das ist schon mal ein gutes Zeichen, oder?

Nachdem ich euch neulich schon von den Lebkuchen Trüffeln erzählt hatte, die ich auch aus dem Buch „Pralinen und Konfekt“ gemacht habe, gibt es heute ein zweites Rezept für selbstgemachte Pralinen: Die heutige Variante ist eher etwas für die Freunde von süß-säuerlichen Geschmackskombinationen, denn wir mischen Limoncello und weiße Schokolade: Das ergibt eine feine Mischung aus Fruchtigkeit und sauerer Note, die die Zunge prickeln lässt – und trotz der weißen Schokolade sind die selbstgemachten Limoncello Trüffel nicht sehr süß, das kann ich euch versprechen!

Allerdings muss ich euch wie schon bei den Lebkuchen Trüffeln warnen: Dieses Geschenk aus der Küche schmeckt herrlich und macht viel her – einen Haken hat es aber doch! Denn beim Rollen der Limoncello Trüffel staubt es ganz schön und die Kuvertüre kann ebenfalls ziemlich viel kleckern – danach müsst ihr euere Küche auf jeden Fall putzen 😉 Ich finde aber, dass sich die Mühe durchaus lohnt! Probiert es doch auch mal aus und macht eueren Lieben zu Weihnachten eine Freude mit selbstgemachten Trüffeln!

Hier kommt Rezept Nummer 2:

Limoncello Trüffel selbst gemacht (30 Stück)

Für die Ganache:

  • 300 g weiße Kuvertüre
  • 50 g Sahne
  • 50 ml Limoncello
  • 1 EL Zitronenabrieb oder Zitronenöl
  • 50 g weiche Butter

Zum Überziehen

  • ca. 150 g weiße Kuvertüre
  • ca. 150 g Puderzucker zum Wälzen
  • 1 TL Zitronenabrieb zum Aromatisieren (optional)
  1. Zuerst wird die Ganache vorbereitet: Dazu die weiße Kuvertüre fein hacken (in Späne), währenddessen die Sahne und den Limoncello aufkochen lassen. Sobald diese kocht, den Topf vom Herd ziehen und die Kuvertüre sowie den Zitronenabrieb hineingeben. Alles schnell zu einer glatten Masse verrühren und diese über Nacht kalt stellen.
  2. Am nächsten Tag wird die Ganache luftig aufgeschlagen und dabei die Butter mit eingerührt. Diese Masse wird in einen Spritzbeutel gefüllt und damit ca. 30 Walnussgroße „Häufchen“ auf ein Backpapier gespritzt. Diese Limoncello Trüffel-Rohlinge müssen nun ca. 1 Stunde kalt gestellt werden, bevor sie mit Kuvertüre überzogen werden.
  3. Nun die weiße Kuvertüre für die Glasur ebenfalls in Späne hacken und 2/3 davon ganz langsam über dem Wasserbad schmelzen. Sobald diese geschmolzen ist, wieder den Topf vom Herd nehmen und das restliche Drittel der Kuvertüre in der geschmolzenen Kuvertüre schmelzen. Nun ist die Kuvertüre temperiert.
  4. Den Puderzucker mit dem Zitronenabrieb mischen, denn darin werden die Limoncello Trüffel später gewälzt.
  5. Den nächsten Schritt sollte man nur mit Einweg-Handschuhen bekleidet durchführen! Jede der Kugeln wird nun mit der Hand vorsichtig rund geformt. Als nächstes gibt man ca. 1 TL temperierte Kuvertüre in die Hand und ummantelt den Trüffel vorsichtig damit. Dieser wird gleich in den Puderzucker gegeben und darin rundherum gewälzt, bis er komplett bedeckt ist.
  6. Mit allen Trüffeln so verfahren und diese für ca. 1 Stunde zum fest werden in den Kühlschrank geben.

Kleiner Tipp: Die Limoncello Trüffel halten sich kühl und trocken gelagert ca. 2 – 3 Wochen, lassen sich also super vorbereiten!

Schwarzwaldmädel (Schwarzwälder Kirschmarmelade)

Endlich Kirsch-Zeit! Kirschen sind so ziemlich mein liebstes Obst – allerdings hat die begrenzte Kirsch-Saison auch einen „Nachteil“: Da die meisten unserer Verwandten und Freunde von meiner Liebe zu Kirschen wissen, bekommen wir meist kiloweise selbstgezüchtete Kirschen geschenkt… Und so heißt Kirsch-Saison auch: Rote Finger. Denn da man die vielen Kirschen gar nicht auf einmal essen kann (und mögliche „Fleischeinlage“ in Form von Maden nicht sein muss), müssen die saftigen Früchte natürlich geputzt und entsteint werden, damit zum Beispiel Kirschmarmelade daraus werden kann.

„Pure“ Kirschmarmelade ist zwar ein leckerer Klassiker, aber ich mag natürlich auch Experimente – und was liegt da näher als „Schwarzwälder Kirschmarmelade“ daraus zu machen? Die Kombination funktioniert schon als Torte sehr gut, also warum soll das nicht auch in Form von Marmelade gut sein? Deshalb habe ich etwas mit der Kombination aus Likör, Schokolade und Kirschen experimentiert – und was soll ich sagen: Diese Kirschmarmelade ist etwas ganz besonderes!

Da die Schwarzwälder Kirschmarmelade ein bisschen süßer als normale Marmelade ist, empfehle ich sie entweder in Natur-Joghurt oder auf einem neutralen Gebäck wie den Schoko Scones, die ihr im Foto seht, zu essen. Das Rezept für die Scones gibt es in Kürze auf dem Blog – hier kommt aber zunächst die Marmelade:

Schwarzwälder Kirschmarmelade

ca. 1,5 kg Kirschen
1 Pck Gelierzucker 2:1
1 Vanillestange
2 EL Licor 43
50 g dunkle Schokolade, gehackt
1 EL Zitronensaft

  1. Die Kirschen waschen, verlesen und entsteinen. 1 kg Fruchtfleisch abwiegen. Die Kirschen nach Wunsch grob oder fein pürieren (je nachdem, wie viele Fruchtstücke ihr später in der Marmelade haben wollt). Mit dem Gelierzucker vermischen und ca. 1/2 Stunde ziehen lassen.
  2. Die Vanillestange auskratzen und das Mark in die Kisch-Mischung rühren. Die ausgekratzte Stange sowie den Zitronensaft ebenfalls zugeben. Die Mischung aufkochen und sobald es kocht, 3 Minuten sprudelnd weiter kochen lassen. Derweil die Gläser (2 -3 Stück abhängig von der Größe) ausspülen und mit einem feuchten Geschirrtuch umwickeln (so platzen sie später beim einfüllen der heißen Marmelade nicht).
  3. Die Gelierprobe machen: Einen Esslöffel der Kirschmarmelade auf einen kleinen Teller geben und in den Kühlschrank stellen. Geliert es nach wenigen Minuten ist die Marmelade fertig. Die Vanillestange aus der Marmelade nehmen.
  4. Nun den Licor 43 sowie die Schokoladenraspel ganz kurz unterrühren und die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen. Die Gläser schließen und ca. 10 Minuten auf dem Kopf stehen lassen.
  5. Die Gläser wieder umdrehen und die Marmelade gut auskühlen lassen.
  6. Die Schwarzwälder Kirschmarmelade zum Joghurt, zum Frühstück oder zu diesem leckeren Scones genießen.

Sommer Dessert zur EM: Schoko Kirsch Dessert im Glas

Schaut Ihr das Halbfinale Deutschland gegen Frankreich morgen? Wenn ich nicht gerade mit Freundinnen zum Public Viewing gehe, gibt es im Hause Backina einen kleinen Glaubenskrieg um den „König Fußball“: Denn Herr Backina schaut überhaupt kein Fußball – kann man sich das vorstellen? Deshalb habe ich fürs Halbfinale ein sommerliches Dessert im Glas in den Deutschlandfarben vorbereitet, das sich ebenso für Fußball-Muffel eignet 😉

Das Schoko Kirsch Dessert besteht aus goldenem Eierlikör-Pudding, rotem Kirsch-Kompott und schwarzen Schoko-Streuseln. Darin kann man eine Deutschland-Fahne erkennen und die Gläschen als EM-Dessert verkaufen, oder aber einfach ein schönes sommerliches Dessert zum Grillen…. Also ideal als EM-Dessert für die Party zum Halbfinale – außerhalb der Fußball-Saison eignet es sich aber auch einfach so als Sommer-Dessert 😉

Am leckersten schmeckt das Schoko Kisch Dessert natürlich mit frischen Kirschen aus Nachbars Garten… Und so hatte ich auch Kirschen von Bekannten zu Hause, die ich zu Kompott verarbeiten wollte. Allerdings waren mindestens 2 von 3 mit „Fleischeinlage“ – das sind die Nachteile von garantiert naturbelassenenen Kirschen. Insofern sind aus den 1,5 kg lediglich 500 Gramm Kirschen rausgekommen, die genau für das Kompott gereicht haben. Eine Punktlandung! Hoffen wir, dass Deutschland morgen zur EM eine ebensolche Punktlandung gegen Frankreich macht und ins Finale einzieht 😉

Und falls ihr morgen noch ein Last Minute Dessert für euere Halbfinale-Party herstellen wollt: In dem Schoko Kirsch Dessert kann man einige Zutaten austauschen und so wertvolle Zeit bei der Zubereitung sparen. Statt das Kirschkompott selbst zu kochen, kann man auch einfach gekaufte Kirsch-Grütze nehmen, statt die Schoko-Streusel selbst zu backen, lassen sich auch gekaufte Oreos klein machen und als Streusel-Schicht verwenden. Falls Kinder mitessen, könnt ihr den Eierlikör-Pudding einfach durch normalen Pudding ersetzen. So habt ihr in Rekordzeit ein EM-Dessert auf dem Tisch stehen.

Nun aber viel Spaß mit dem sommerlichen Schoko Kirsch Dessert – oder soll ich sagen: Deutschland Dessert? Habt Spaß morgen bei dem Halbfinale und drücken wir die Daumen für einen deutschen Sieg 🙂

Schoko Kirsch Dessert im Glas (Sommer Dessert zur EM)

(Menge für 6 Dessert Gläser)

für den Eierlikör-Pudding
300 ml Milch
150 ml Eierlikör
2 EL Zucker
1 Pck Vanille-Puddingpulver

für das Kirsch-Kompott
500 g Kirschen
Mark einer Vanilleschote
2 EL Puddingpulver oder Stärke
200 ml Kirschsaft + 4 EL
1 El Zucker

für die Schoko-Streusel
125 g Butter
100 Zucker
50 g Kakaopulver
125 g Mehl

  1. Für die Schokostreusel alle angegebenen Zutaten zu Streuseln verkneten und im heißen Backofen (175° C Ober-Unterhitze) ca. 10 – 12 Minuten backen. Abkühlen lassen.
  2. Für den Pudding die Milch und den Eierlikör mischen. Ca 100 ml beiseite stellen und den Rest aufkochen. Das Puddingpulver sowie den Zucker mit den übrigen 100 ml mischen und in die kochende Milch-Mischung rühren. Ca. 2 Minuten köcheln lassen, bis ein homogener Pudding entstanden ist. Auf 6 Dessert-Gläser verteilen und abkühlen lassen.
  3. Für das Kirsch-Kompott die Kirschen entsteinen und halbieren. Mit dem Zucker in einen Topf geben und leicht karamellisieren lassen (den Zucker schmelzen und leicht bräunen). Mit den 200 ml Kirschsaft ablöschen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Das Vanillemark zugeben. Das Puddingpulver oder die Stärke mit dem restlichen Kirschsaft mischen und zum Abbinden unter das Kompott rühren. Noch 2 Minuten weiterköcheln, abkphlen lassen und auf den Pudding in die Gläser geben.
  4. Die Schokostreusel zuletzt in die Gläser geben und das Dessert nach Wunsch mit Kirschen, Oreos oder Deutschlandfahnen zur EM verzieren.
  5. Habt eine schöne Gartenparty mit dem Schoko Kirsch Dessert im Glas!

 

 

 

Geschenke! (Geschenk-Torte mit Buttercreme und Aprikose)

Mal ehrlich: Wie viele erwachsene Frauen haben schon einmal eine Geburtstags-Torte gebacken bekommen? Wohl nur wenige, denn die meisten müssen an ihrem Ehrentag selbst in der Küche stehen, um die lieben Gäste mit Kuchen zu verwöhnen… Die besondere Geburtstags-Torte, die ich euch heute zeigen will, bildet die Ausnahme von dieser Regel: Denn sie war ein Geschenk für Herrn Backinas Mama zum Geburtstag. Da sie für ihre Jungs zu Hause sonst immer selbst bäckt, hat sie sich sehr gefreut über diese Geste.

Wobei die Torte auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen ist: Denn passend zum Thema Geburtstag kommt die Torte in Form eines essbaren Geschenks mit Schleife aus Fondant daher. Quasi ein essbares Geburtstagsgeschenk 🙂

Da die Torte von außen wirklich täuschend echt wie ein Paket aussieht, fragt man sich unweigerlich: Was ist denn drin in diesem Fondant-Geschenk? Nun, beim auspacken, Pardon: anschneiden, kommt eine sehr saftige Aprikosen-Buttercreme-Torte mit einem ordentlichen Schuss besten österreichischen Marillen-Likörs zum Vorschein. Den Likör hatte sich Herrn Backinas Mama zum Geburtstag gewünscht und da dachte ich ein wenig oder ein wenig mehr davon in der Torte wäre eine schöne Idee. Ich bin halt einfach unverbesserlich, was das Backen mit Likör angeht 😉

Und das größte Lob, das man für eine solche Fondant-Torte wohl bekommen kann, habe ich auch eingeheimst: Die anwesenden Großmütter, die sich seit Jahrzehnten mit Backen auskennen und sonst auch gerne mal konstruktive Kritik geben, haben die saftige Aprikosen-Buttercreme-Füllung mit leichter Marillen-Likör-Note hoch gelobt! Das freut mich als Bäckerin natürlich umso mehr – quasi das Geschenk an mich 🙂

Insofern – wenn ihr bei der nächsten Geburtstagsfeier dem Geburtstagskind richtig Freude machen wollt, bringt doch dieses Kuchen-Geschenk mit: Die Arbeit mit dem Fondant lohnt sich wirklich!

Und da dieses „Geschenk“ wunderbar zur #HappyBirthdayPartysause von TellAboutIt passt, stelle ich es gleich dort auf die Kaffeetafel 🙂

PS: Da ich immer wieder nach dem Zeitplan zur Erstellung einer solchen Fondant-Torte gefragt werde, hier noch eine kurze Info: Die Deko habe ich Montag gemacht, am Dienstag die Zutaten für den Kuchen eingekauft, am Mittwoch Abend den Kuchen gebacken und gefüllt, am Donnerstag mit Ganache eingestrichen und am Freitag mit Fondant überzogen. Am Samstag Morgen sind wir dann los zur Party.

Hier kommt also das Rezept für meine Geschenk-Torte mit Aprikosen-Buttercreme-Füllung – inklusive Anleitung für die Schleife aus Fondant 🙂

Schleife aus Fondant

  1. Rolle ca 50 Gramm Fondant in einer Farbe deiner Wahl, zum Beispiel rot (ich nehme immer den Massa Ticino Tropico, da der sich am besten verarbeiten lässt) ca 1 mm dick aus. Optional kann der Fondant mit etwas CMC vermischt werden, damit die Schleife stabiler wird.
  2. Steche zunächst einen Kreis mit ca 3 cm Durchmesser aus – das wird später unsere Schleifen-Unterseite.
  3. Schneide den restlichen Fondant in ca 1 cm breite Streifen, die in etwa  5 cm lang sind. Diese werden unsere kleinen Schleifen-Rundungen. Insgesamt braucht man 20 – 25 dieser kleinen Schlaufen (macht lieber etwas mehr, zur Sicherheit, denn beim Kleben können einige Schlaufen brechen).
  4. Um eine Rundung zu formen, setzt man eine haselnussgroße Kugel (z.B. aus Aluminiumfolie) in die Mitte eines Streifens und klappt diesen zusammen, sodass eine kleine Rundung entsteht. Die Schlaufen trocknen lassen – ohne CMC dauert das ca. 1- 2 Tage. Also plant genug Zeit ein, bevor ihr die Torte fertigstellen müsst.
  5. Sobald alles trocken ist, entfernt die Kugeln aus den kleinen Schleifen und kürzt ggf. noch den „Stiel“ an den einzelnen Schlaufen (die Stelle, wo sich die beiden Enden der Fondant-Schlaufe treffen). Nun klebt ihr die einzelnen Schlaufen mit Zuckerkleber rund um den Fondant-Kreis. Sobald eine Reihe geschafft ist, arbeitet ihr euch immer weiter in Richtung der Schleifen-Mitte vor.
  6. Die Schleife ist fertig, sobald eine Reihe nur noch aus einer Schlaufe besteht. Gut trocknen lassen (ca. 1 Tag), bevor es an die weitere Dekoration geht.

Aprikosen-Torte mit Buttercreme

Für den Boden:
1 kleine Dose Aprikosen (oder ca. 300 g frische Aprikosen)
250 g Butter
180 g Zucker
4 Eier
250 g Mehl
50 g Speisestärke
3 gestrichene TL Backpulver
100 ml Eierlikör
50 ml Marillenlikör + 3 EL zum Tränken

Für die Buttercreme:
1 Pck Vanille-Puddingpulver
1 Vanilleschote
2 EL Zucker
500 ml Milch
250 g sehr weiche Butter
1 – 2 EL Marillenlikör

1 Dose Aprikosen oder 500 g frische Aprikosen, in schmale Spalten geschnitten.
ca. 150 g Aprikosenmarmelade

  1. Die Aprikosen für den Teig in feine Stücke hacken.
  2. Für den Teig die Butter und den Zucker sehr cremig rühren. Die Eier einzeln unterrühren, bis die Masse locker-leicht ist.
  3. Mehl, Backpulver und Stärke mischen. Eierlikör und Marillenbrand ebenfalls mischen. Die Mehl-Mischung im Wechsel mit den Likören unterheben. Zum Schluss die Aprikosen unterheben.
  4. Den Teig auf ein Backblech streichen und im vorgeheizten Ofen bei 175°(Ober-Unterhitze) ca. 20 – 25 Minuten backen. Die Stäbchenprobe machen und auskühlen lassen. Nach Wunsch den noch Heißen Kuchen mit einer Mischung aus Marillenlikör und Puderzucker tränken – kann weggelassen werden, wenn es nicht so alkoholisch sein soll.
  5. Derweil einen Pudding mit den 2 EL Zucker, dem Puddingpulver und der Milch kochen (nach Packungsanweisung vorgehen). Das ausgekratzte Mark der Vanilleschote untermischen und den Pudding gut auskühlen lassen.
  6. Sobald das geschehen ist, die Butter ca. 10 Minuten weißcremig aufschlagen und den Pudding esslöffelweise darunter rühren. Die Creme evtl noch mit Marillenlikör verfeinern und bei Bedarf mit etwas Puderzucker nachsüßen.
  7. Den ausgekühlten Kuchen auf drei Stücke (je 15 x 15 cm) zurechtschneiden. Auf 2 Böden je 3 – 4 EL Aprikosenmarmelade streichen. Auf den untersten Boden die Hälfte der Buttercreme streichen und darauf die Hälfte der Aprikosenspalten verteilen. Den zweiten Boden darauf setzen und wieder Buttercreme und Aprikosenspalten darauf verteilen. Den letzten Boden (den ohne Marmelade) als Deckel darauf setzen.
  8. Der Kuchen sollte nun ca. 10 cm hoch sein.

Anleitung für die Geschenk-Torte mit Schleife

ca. 1 kg weißen Fondant
ca. 250 g roten Fondant (oder Farbe nach Wahl)

300 g weiße Schokolade
100 g Sahne

Torte nach dem Rezept oben
Schleife nach der Anleitung oben

  1. Die Torte über Nacht kühl stellen, damit sich die Schichten gut verbinden können.
  2. Am nächsten Tag die weiße Schokolade fein hacken und die Sahne aufkochen. Die Sahne vom Herd nehmen und die Schokolade darin schmelzen – das wird die Ganache, die die Buttercreme-Torte Fondant-fest macht, denn Pudding-Buttercreme (deutsche Buttercreme) ist alleine nicht fondant-fest!
  3. Die Torte mehrfach mit der Ganache einstreichen und darauf achten, dass die Oberfläche ganz glatt wird und die Ecken gut definiert sind. Nur so sieht das Geschenk nachher wirklich ebenmäßig aus. Mehrere Stunden, am besten über Nacht trocknen lassen, damit alles richtig fest ist.
  4. Am nächsten Tag (2 Tage nach Backen der Torte) den weißen Fondant dünn ausrollen und vorsichtig über die Torte geben. Die Ecken nicht abschneiden, sondern den Fondant so lange vorsichtig über die Ecke legen, bis er ganz glatt anliegt. Das braucht etwas Fingerspitzengefühl, gerade bei einer eckigen Torte. Die überstehenden Ränder abschneiden.
  5. Nun den roten (oder andere Farbe) Fondant ebenfalls dünn ausrollen und 2 Streifen mit ca. 2 cm Breite und 35 cm Länge ausschneiden. Diese in einer Art Kreuz übereinander legen – da wo sich die beiden Streifen kreuzen, sitzt später die Schleife.
  6. Den restlichen roten Fondant erneut ausrollen und kleine Punkte, Sterne oder Herzen ausstechen (euer Wunsch-Muster des „Geschenkpapiers“). Diese unregelmäßig auf der Torte verteilen.
  7. Zum Schluss die große Schleife mit etwas Zuckerkleber auf die Torte setzen und gut trocknen lassen.
  8. Sich über die Reaktion des Geburtstagskinds freuen!

Lustige Kugeln (Rumkugeln wie vom Bäcker)

Achtung, heute startet der Beitrag mit einem schlechten Witz – wer sich den ersparen möchte, bitte unten weiterlesen 😉
Kommt ein Mann in die Bäckerei und sagt: „Ich möchte Rumkugeln.“ – Erwidert die Verkäuferin: „Meinetwegen, aber bitte draußen.“ Hahaha, sehr witzig. Aber sehr passend zu der Back-Geschichte, die ich euch heute erzählen will: Nämlich die von den Rumkugeln wie vom Bäcker.

Denn im Fränkischen wo ich herkomme, bekommt man die riesigen Rumkugeln (groß wie ein Golfball) tatsächlich nicht beim Bäcker. Die Verkäuferin würde darunter zwar nicht „auf dem Boden rollen“ verstehen wie im Witz, sondern höchstens Pralinen – aber das Gesuchte würde man hier nicht bekommen. Ehrlich gesagt kannte ich diese bisher auch nur unterbewusst vom Nordsee-Urlaub – bis, ja bis ich ein kleines Dankeschön backen wollte.

Da ich mich für „feines“ Handwerk wie Kochen, Backen, Dinge reparieren zwar sehr begeistern kann, ich aber das „grobe“ Handwerk wie beispielsweise alles rund ums Auto hasse, war Herrn Backinas Papa (natürlich mit tatkräftiger Hilfe von Herrn Backina) so lieb und hat meine Sommerreifen gewechselt. (Beim derzeitigen Wetter eigentlich gar nicht nötig, aber wer kann schon ahnen, dass der Sommer so verregnet wird?) Da wollte ich ihm natürlich ein süßes Dankeschön zukommen lassen 🙂 Und da er öfters von den Riesen-Rumkugeln erzählt, die Bekannter zu Weihnachten macht, habe ich versucht diese nachzubacken.

Und tatsächlich: Die Rumkugeln, die man in West- und Norddeutschland beim Bäcker bekommt und die aus Teigresten, Rum und Schokolade gemacht werden, schmecken einfach grandios! Und sind super einfach zu machen – im Prinzip ein bisschen wie Cakepops, allerdings in groß. Diese Kugeln stecken voller Rum-Schoko-Geschmack und sind dabei super saftig: Gerade richtig, wenn man jemandem eine Freude machen will!

Und ich verspreche euch: Nach dem Genuss von 1 bis 2 dieser Bäcker-Rumkugeln findet ihr sicherlich auch den Rumkugel-Witz lustig 😉 Soll ich ihn euch nochmal erzählen? „Kommt ein Mann in eine Bäckerei….“

Rumkugeln wie vom Bäcker

ca 500 g Rührkuchen oder Biskuit (am besten altbacken)
150 g Schokolade (Zartbitter)
1 EL Butter
4 – 5 EL braunen Rum
1 EL Vanille-Extrakt
2 EL Kakao (optional)
Schokostreusel
etwas Milch

  1. Den Kuchen ganz fein zerbröseln und mit dem Rum tränken sowie den Kakao und die Vanille-Essenz zugeben. Die Mischung ca. 15 Minuten ziehen lassen.
  2. Die Schokolade und die Butter miteinander schmelzen. Beides mit den Kuchenbröseln mischen, bis eine homogene Konsistenz entstanden ist. Golfball-Große Kugeln formen und ca. 15 Minuten kalt stellen, bis sie fest sind.
  3. Die Kugeln mit etwas Milch bepinseln, damit die Schonstreusel besser kleben bleiben. In den Streuseln wälzen und fertig sind die Rumkugeln wie vom Bäcker.
  4. Bis zum Verzehr kalt stellen und innerhalb von 2 – 3 Tagen essen – das sollte kein Problem sein, so lecker wie diese sind 🙂

Dekadent? Ja bitte! (Apfel-Whiskey-Kompott: Dessert im Glas)

„Nobel geht die Welt zugrunde“, den Spruch habe ich schon öfter gehört, wenn ich mir mal wieder Dinge anschaffe, die die Welt eigentlich nicht braucht – ich aber schon. Das kann alles mögliche Dekadente sein: Mein 12. Abendkleid zum Beispiel. Ein Kunstpelzmantel im Zebra-Look (falls ihr so eine Person schon mal gesehen habt – das bin mit hoher Wahrscheinlichkeit ich 😉 ). Oder Weingläser mit silbernem Rand. Oder oder oder… Sagen wir es mal so: Ich liebe gehobenen, extravaganten Stil. Aber genug abgeschweift: Wie schlage ich jetzt die Brücke zum Apfel-Whiskey-Kompott, den ich als Dessert im Glas serviert habe?Continue Reading

Magische Pilze… (Weißwein-Kuchen aus dem Waffelbecher)

Heute zeige ich euch ein Gebäck, das ich eigentlich schon zu Ostern gebacken hatte, aber bisher bin ich noch nicht zum verbloggen gekommen. Aber besser spät als nie 😉
Als Osterdeko war bei mir an den Feiertagen ein Osternest aus Moos auf dem Tisch zu finden. Darin waren – neben einem Osterhasen und Schoko-Eiern – diese kleinen Küchlein im Waffelbecher drapiert.

Da wir keine kleinen Kinder in der Familie haben, durften die Waffelbecher-Kuchen einen guten Schuss Weißwein enthalten, der sie schön aromatisch und saftig macht. Wer mag, kann auch einfach die doppelte Menge von diesem Grundteig machen, in der Gugelhupf-Form backen und bekommt einen leckeren Weißwein-Kuchen.

Jedenfalls: Auch bei „großen“ Kindern kommen die Waffelbecher-Kuchen super an, kann ich euch sagen! Mit einem Haps sind die gegessen, schön bunt sind sie auch noch und lecker schmeckt der Teig sowieso. Meine Gäste meinten allerdings, dass die Dekoration die Waffelbecher-Kuchen wie „magische Pilze“ aussehen lässt – ich weiß nicht genau, ob das als Lob zu verstehen ist? 😉
Glücklich machen sie auf jeden Fall – und das ganz ohne Nebenwirkungen… Bei der nächsten Grillparty sind die bei mir sicher als kleines das-geht-noch-rein-Dessert mit von der Partie!

Weißwein-Kuchen aus dem Waffelbecher

Zutaten für ca. 16 Stück (plus evtl. einige Muffins)

1 Packung schokolierte Waffelbecher (für Eierlikör oder Eis)
100 g Zucker
100 ml Öl
100 ml Weißwein
2 Eier
150 g Mehl
25 g Speisestärke
3 TL Backpulver
optional: 50 g gehackte Schokolade nach Wahl, kleine Schokolinsen o.Ä.

1. Ofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eier und Zucker weißcremig aufschlagen. Öl und Wein zugeben und unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und unterheben. Falls ihr Schokotropfen im Kuchen haben wollt, diese ebenfalls unterheben.

2. Die Waffelbecher einzeln in die Mulden einer Muffinform stellen (falls es ausläuft, gibt das dann keine Sauerei im Ofen). Mit einem Teelöffel je etwas Teig in die Waffelbecher geben. Vorsicht: Nicht mehr als zu 2/3 füllen, denn der Teig geht ganz schön auf.

3. Die Waffelbecher-Küchlein für ca. 10-12 Minuten (hängt sehr vom Ofen ab!) backen, bis sie oben leicht goldbraun sind. Abkühlen lassen und mit Schokoglausur nach Wunsch verzieren.

Mann, oh Mann… (Fränkische Bier-Cupcakes)

Mann, Mann, Mann, die letzten Wochen waren bei mir durch einige Veränderungen geprägt. Diesmal zum Glück positiver Natur 🙂 Das heißt, es gab einiges zu feiern.
Unter anderem auch einen neuen Job (und ein etwas schlichteres Blog-Layout). Da gebe ich natürlich einen aus – nein, kein Bierchen, sondern einen Kuchen!
Wobei – da kommt mir ein Gedanke: Wieso nicht doch ein Bierchen ausgeben? Kuchen mit Guiness geistert ohnehin schon seit längerem durch viele Blogs.
Damit es für die Kollegen handlicher zu essen ist, habe ich Bier-Cupcakes entworfen.

 

Guiness kommt mir aber nicht in meine Cupcakes: Eine echte Fränkin kann natürlich nicht mit irischem Bier backen! Stattdessen habe ich ein leckeres dunkles Bier einer kleinen, handwerksorientierten Brauerei verwendet – von Mann’s Bräu aus Bayreuth. Insofern sind daraus fränkische Bier-Cupcakes entstanden.
Als ich einem koch-begeisterten Bekannten am Wochenende von dem Plan erzählt habe, war der eher skeptisch, dass man die bittere Note des Bieres zu sehr herausschmeckt. Deshalb habe ich auch einen Versuch mit Karamalz für die alkoholfreie Variante gestartet. Und was soll ich sagen: Schmeckt ebenfalls lecker, aber sehr süß – für meinen Geschmack fast zu süß…
Das Bier bringt eine echt leckere malzige und nur ganz leicht bittere Note in den Teig. Wer es aber lieber etwas süßer mag, der darf gerne die Karamalz-Variante versuchen!

Fränkische Bier-Cupcakes

Zutaten für ca. 15 Stück:

für den Teig:
150 g weiche Butter
100 g braunen Zucker
50 g Zuckerrüben-Sirup
1 Pck. Vanillezucker
3 Eier
140 g Zartbitter-Schokolade (= ein übriger Osterhase ;-))
180 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
150 ml dunkles (fränkisches) Bier – oder Karamalz
für das Topping: 
400 g Frischkäse (Doppelrahm)
125 g Nougat
50 g Puderzucker
50 g Kakao
2 EL Sahnesteif
1. Die Zartbitterschokolade schmelzen und leicht abkühlen lassen. Für den Teig die Butter mit Zucker, Vanillezucker und Sirup cremig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren und weiterschlagen. Zartbitterschokolade langsam einrühren.
2. Mehl, Kakao, Backpulver und Mandeln mischen. Die Mehlmischung unter die Schoko-Masse heben. Zum Schluss das Bier (oder Karamalz) einrühren. Den Teig in Muffinförmchen füllen und bei 175°C (Ober-Unterhitze) im heißen Ofen ca. 15 – 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.
3. Für das Topping das Nougat schmelzen und leicht abkühlen lassen. Den Frischkäse mit Puderzucker cremig rühren, langsam Nougat, Kakao und Sahnesteif unterrühren und kräftig aufschlagen, bis die Masse spritzfest ist.
4. Das Topping auf die Muffins aufbringen und einige Stunden kühl stellen.
5. Prost!
Köstlich & Konsorten Frankens-Foodblogger
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